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Full text of "Katalog der Handschriften der Königlichen Bibliothek zu Bamberg /bearbeitet von Dr. Friedrich Leitschuh und Hans Fischer"

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Katalog 

DER 

Handschriften 

DER 

KÖNIGLICHEN BIBLIOTHEK 

zu 

BAMBERG. 

BEARBEITET 

VON 

Dr FRIEDRICH LEITSCHUH, 

KÖNIGL. BIBLIOTHEKAR. 

ZWEITER BAND. 

DIE HANDSCHRIFTEN DER HELLERIANA. 

MIT EINER EINLEITUNG: 

JOSEPH HITLER UND DIE DEUTSCHE KUNSTGESCHICHTE 

UND DEM 

PORTRAIT HELLER'S. 



LEIPZIG 

VERLAG VON HERMANN HUCKE. 
1887. 



THE CETTY CENTER 
US&ARY 



Seiner Excellenz 

Herrn 

MINISTERPRÄSIDENTEN 

Dr. FREIHERRN von LUTZ, 

KÖNIGL. BAYR. STAATSMINISTER DES INNERN FÜR KIRCHEN- UND SCHUL- 
ANGELEGENHEITEN, 
STAATSRAT IM ORDENTLICHEN DIENST, REICHSRAT DER KRONE BAYERN 

IN TIEFSTER EHRERBIETUNG UND DANKBARKEIT 



ZUGKEIGNET. 



Vorwort. 




ls der gefammte Bücherbeftand der Bamberger Bibliothek eine 
dem Stande der heutigen Wiffenfchaft entfprechende Ordnung 
erfahren hatte, mufstc ich auch an die Herftellung eines neuen Hand- 
fchriften-Kataloges denken. 

Es lag nun nahe, dafs ich zucrft die Bearbeitung des jüngftcn Teiles 
des handfchriftlichen Beftandes der Bamberger Bibliothek in Angriff nahm, 
welcher fchon aus äufseren Gründen nach einer vollftändigen Katalogifie- 
rung dringend verlangte. 

Es bedarf alfo wohl keiner Entfchuldigung, wenn ich den zweiten 
Band des Katalogs der Handfchriften der königl. Bibliothek zu Bamberg 
vor dem erften erfcheinen laffe, und keiner Aufklärung, weshalb ich ge- 
rade den von Heller hinterlaffenen Handfchriften zucrft meine Aufmerk- 
famkeit zuwendete. Ich möchte vor allem aber Enttäuschungen vorbeugen. 
Der Handfchriftenbeftand, den ich in diefem zweiten Bande verzeichne, 
kann mit den alten, berühmten Schätzen, welche die kgl. Bibliothek feit 
ihrer Gründung ihr eigen nennt, natürlich in keinen Vergleich treten. Von 
jenem Standpunkte aus betrachtet wären allerdings die Handfchriften, welche 
durch das Vermächtnis Jofeph Hellers der königl. Bibliothek einverleibt 
wurden, unbedeutend und in gewiffem Sinne nicht von hohem Werte, 
denn die meiften find neueren und neueften Urfprunges. Aber dennoch 
erfüllt es mich mit Freude, den Katalog diefer Abteilung unferer Hand- 
fchriften vorlegen zu können: die Bamberger Bibliothek hat in dem Erbe 
Hellers einen wesentlichen Zuwachs von germaniftifch nicht unwichtigen, 
von hiftorifch nicht zu unterfchätzenden Handfchriften erhalten. 

Die unpraktifche und unüberOchtliche Einteilung der Manufcripte, 
wie ich fie vorfand, beizubehalten, konnte ich nicht mit meinem biblio- 
thekarifchen Gewiffen vereinen: ich durfte, da ja die ganze Sammlung 
wenig bekannt ift, ohne Bedenken eine neue Einteilung fchaffen, und 
dies um fo mehr, als ich nicht verfäumte, die alten Standortsbezeichnungen 
gewiffenhaft anzufügen — foweit fich eben folche vorfanden. Eine brauch- 



5 



bare Befchreibung der Handfchriften der Helleriana war nicht vorhanden, 
lediglich ein kurzes und noch dazu äufserft mangelhaftes, eilfertig ange- 
legtes Verzeichnis, das in nicht wenigen Fällen auch keinen Unterfchied 
zwifchen Hand- und Druckfchriften kannte. 

Die Notwendigkeit der Bearbeitung eines Handfchriften-Kataloges 
der Sammlung war alfo thatfächlich eine dringende. Übrigens ift die 
Sammlung bereits nach einer Richtung wiffenfehaftlich ausgebeutet worden. 
Dr. Bethmann verzeichnete in G. H. Pertz «Archiv der Gefellfchaft für ältere 
deutfehe Gefchichtskunde» (IX. Bd. 1847) einige hiftorifche Manufcripte, und 
Theodor von Kern hat in den «Nachrichten von der hiftorifchen Commiffion 
bei der k. b. Akademie der Wiffenfchaften» (Drittes Stück. 1860) einzelne 
der Handfchriften nach einer genauen Unterfuchung in feiner gründlichen 
Art und Weife befchrieben. Der Inhalt diefer Handfchriften wurde dann 
namentlich bei der Herausgabe der «Chroniken der fränkifchen Städte» 
eingehend zu Rate gezogen. Auch R. Freiherr von Liliencron hat einzelne 
Handfchriften bei Herausgabe der «Hiftor. Volkslieder derDeutfchen» benützt. 

Die Handfchriftenfammlung Hellers befitzt alfo in der überwiegenden 
Mehrzahl der hiftorifchen Manufcripte auch ihre eigentliche Stärke in 
wiffenfchaftlicher Bedeutung. Die Neigungen Hellers richteten fich vor- 
züglich auf Franken: wir können das aus feinen Publikationen deutlich 
erkennen. Notwendigerweife behandelt auch das hinterlaffene handfehrift- 
liche Material Hellers vorzugsweife diefes Gebiet, auf welchem fich der 
Kunftforfcher Heller am liebften und wohl auch am ficherften bewegte. 

Ich will damit andeuten, dafs ein gewiffer, feft eingehaltener Plan 
in der Sammlung nicht wohl zu verkennen ift, oder, um mich deutlicher 
auszudrücken, dafs fich der Sammler Heller nur aus dem Schriftfteller 
Heller erklären läfst. 

Wohl laffen fich auch einzelne Handfchriften anführen, welche fchein- 
bar nicht in den Rahmen paffen, alfo keine Berührungspunkte mit den 
bekannten Neigungen und den Publikationen Hellers aufzuweifen haben ; 
aber diefer Umftand ift weder auffällig, noch fchwer erklärlich. — 

Bezüglich der Grundfätze, welche mir bei Bearbeitung des Kataloges 
mafsgebend waren, habe ich Folgendes zu bemerken. In der erften Zeile, 
welche der Befchreibung der mit fortlaufender Nummer verfehenen 
Handfchrift gewidmet ift, findet fich die neue Bibliothekbezeichnung, 
welcher in Parenthefe meift die frühere, nicht mehr gebräuchliche, bei- 
gefetzt ift. Daran fchliefst fich die Angabe des Stoffes, auf welchen die 
Handfchrift gefchrieben ift, die Angabe der Höhe und Breite des Manu- 
feriptes nach dem Centimetermafs, die Angabe der Blattzahl — foweit 



dies notwendig erfchien — und endlich die Beftimmung des Jahrhunderts, 
in dem die Handfchrift entftanden. Der Inhalt der Handfchrift ift durch 
fette Schrift hervorgehoben. Soweit es möglich war, wurden die Worte 
der Handfchrift zu diefer Angabe des Inhaltes verwendet ; die Manufcripte, 
welchen der Titel fehlte, verfall ich mit einer möglichft kurzen Bezeich- 
nung ihres Inhaltes. In vielen Fällen folgt noch eine weitere Übcrficht 
des Inhaltes der Handfchrift, fowic die Angabe des Anfanges und des 
Schiliftes. Die Wiedergabe von Textesworten erfolgt natürlich in diplo- 
matifcher Treue, und foweit diefe der Handfchrift entlehnt find und nicht 
als eigentlicher Titel zu gelten haben, in Curfivfchrift. Die Zufätze und 
Bemerkungen des I Ierausgebers hingegen find durch Antiqua gekennzeichnet. 

Ich will nicht verfchweigen, dafs dem bibliothekarifchen Gefühle ge- 
rade bei der Angabe des Inhaltes der Handfchrift ein gewiffes Recht 
eingeräumt werden mufs: das Alter und der Wert der Handfchrift find 
hier gewichtige Faktoren, welche in vielen Fällen entfeheidend auf eine 
detaillirte oder nur fummarifche Angabe des Inhaltes wirken können. 
So fehr ich auch eine müglichfte Vollftändigkeit in der Befchreibung der 
Handfchriften anftrebte, konnte ich mich doch nicht entfchliefsen, die 
theologifchen Streitfchriftcn (M(c. theol. 3 — 9) — hunderte an der Zahl 
— einzeln aufzufuhren. Ich begnügte mich mit einer fummarifchen In- 
haltsangabe diefer umfangreichen Bände, das Notwendige darüber in 
den Regiftern mitteilend. Ift die eine oder die andere Handfchrift bereits 
gedruckt oder in die Littcratur eingeführt, fo habe ich dies, fofern es 
mir zu ermitteln möglich war, treulich bemerkt. Andere kurze Bemer- 
kungen können vielleicht fogar dem Forfcher als Fingerzeig dienen. Die 
Angabe über Provenienz und Gefchichte follen die Herkunft und Schick- 
fale einer Handfchrift feflftellen. Die Angaben über den Einband — wir 
haben es hier freilich nur mit fchlichten Finbänden zu thun - durften, 
infofern es fich nicht gerade um einfache Pappbände handelte, nicht weg- 
fallen. Ebenfo werden auch die Bemerkungen über die Wafferzeichen im 
Papiere verfchiedener Handfchriften fich nicht als wertlos erweifen. Be- 
züglich der Aufftellung der Handfchriften habe ich zu bemerken, dafs ich 
zwar die Anordnung nach dem Alter derfelben in den einzelnen Fächern 
anftrebte, dafs aber bei der mir auferlegten Berückfichtigung des Formates 
ein Abweichen von diefer Regel, alfo ein Ausfeheiden nach der Gröfsc 
der Handfchriften notwendig wurde. Trotzdem wird fich ein Syftem, 
deffen confequente Durchführung lediglich an äufseren Hinderniffen fchei- 
terte, überall bemerkbar machen. Nur bezüglich der Miscellen bedarf es 
einer befonderen Aufklärung. Miscellcnbände und Aktenfafcikel haben 



& 

hier ihre Aufteilung gefunden. Ich mufs faft fürchten, dafs diefelbe etwas 
bunt erfcheint, aber ich glaube bemerken zu dürfen, dafs ich auch hier 
ein gewiffes Syftem in der Folgenreihe im Auge behielt. Eine Trennung 
der einzelnen Stücke der Fafcikel fchien mir aus mannichfachen Grün- 
den, namentlich aber dann nicht erlaubt, wenn fich eine Bezeichnung der 
Aktenfafcikel bereits vorfand. Der Inhalt der einzelnen Aktenftücke ift 
kurz bemerkt, manchmal ift auch die Auffchrift derfelben getreu wieder- 
gegeben. 

Die umfangreichen Regifter, auf deren forgfamfte Anfertigung ich 
redlich bedacht war, werden den Gebrauch des Katalogs wefentlich er- 
leichtern. Im Index auctorum habe ich auch kurze Mitteilungen über 
einzelne Verfaffer gegeben. 

Für manchen zweckdienlichen Hinweis mufs ich meinem Sohne und 
treuen Mitarbeiter beftens danken. 

Ebenfo herzlich aber auch meinem lieben Verleger, Herrn Hermann 
Hucke, der allen meinen Wünfchen bezüglich der Ausftattung des Werkes 
mit einer fo verftändnifsvollen Opferwilligkeit entgegenkam, dafs ich ihm 
von ganzem Herzen die verdiente Anerkennung wünfche. 

Ich hoffe auch die Herftellung der übrigen zwei Bände des Kataloges 
der Handfchriften der königlichen Bibliothek glücklich zu Ende führen 
und diefelben bald dem Drucke übergeben zu können. 

Es gereicht der königl. Bibliothek, wie dem unterfertigten Vorftande 
derfelben zur höchften Ehre, dafs Seine Excellenz, der kgl. Bayerifche 
Minifterpraefident, Herr Staatsminifter Dr. Freiherr von Lutz die 
Widmung des in drei Bänden erfcheinenden Handfchriften -Katalogs der 
Bamberger Bibliothek in freundlichfter Weife angenommen haben. Für 
diefes überaus wohlwollende Intereffe wage ich an diefer Stelle Seiner Ex- 
cellenz, dem unermüdlichen Beförderer aller wiffenfchaftlichen Beftrebun- 
gen, den tiefinnigften und ehrerbietigften Dank auszufprechen. 



Bamberg, 4. Dezember 1886. 



Friedrich Leitschuh. 



Inhalt. 



Seite 

Vorwort. 

Joseph Heller und die deutsche Kunstgeschichte. 

I. Jugend und Erstlingswerk m 

II, Die Geschichte der graphischen Künste xiii 

III. Die Diirerforschung xxi 

IV. Die periodische Kunstlitteratur xxx 

V. Die Sammlungen Hellers XXXIII 

VI. Heller als Lokalhistoriker xliii 

VII. Persönlichkeit und Tod xlix 

Die Handschriften der Helleriana. 

A. Historische Manuscripte I 

B. Heraldische Manuscripte 81 

C. Numismatische Manuscripte 82 

D. Kunsthistorische Manuscripte 83 

E. Litterarhistorische Manuscripte 105 

F. Theologische Manuscripte 1 1 1 

G. Juristische Manuscripte 119 

H. Medicinische Manuscripte 126 

I. Philologische Manuscripte 130 

K. Manuscripte zur deutschen Litteratur 131 

L. Mathematische Manuscripte 132 

M. Astronomische Manuscripte 133 

N. Technologische Manuscripte 134 

O. Oeconomische Manuscripte 134 

P. Briefsammlungen 138 

Q. Miscellen 139 

R. Autographensammlung 157 

Excurse 161 

Verzeichnis der in der Biographie Hellers erwähnten Personen ... 169 
Register zu dem Handschriften -Cataloge : 

Verzeichnis der Verfasser 172 

Sachregister 181 

Ortsregister 184 

Personenregister 19° 

Register der früheren Besitzer der Handschriften 200 



JOSEPH HELLER 

UNI) DIE 

DEUTSCHE KUNSTGESCHICHTE. 



Lcitschuli, Muniisrri|ilii Hellerlana, 



I 



* 



L 



Hellers Jugend 
und fein Erftlings werk. 




rafiS|n Bamberg, der altehrwürdigen Frankenfladt am Regnitzflrande, erblickte 
^il^Mj Jofeph Heller am 22. September 1798 das Licht der Welt. Sein Vater 
war ein angefehener und begüterter Kaufmann, der einen flotten Tuchhandel 
betrieb. Geboren am 12. Juni 1764, hatte fich Johann Heller, der Vater, am 
25. Januar 1789 mit der Jungfrau Urfula, der Tochter des Handelsbürgers 
Michael Geyer, vermählt, welche damals im 21. Jahre fland. Johann Heller 
flarb am 19. Januar 181 1, und vier Monate fpäter folgte ihm feine treue Gattin 
in die Ewigkeit nach. 

Haben wir auch keine Beweife bei der Hand, um eine Verwandtfchaft 
unferes Heller mit dem bekannten Frankfurter Tuchhändler Jakob Heller nach- 
weifen zu können, fo weifen doch alle uns erhaltenen Urkunden darauf hin, 
dafs die Familie Heller fchon frühzeitig den Tuchhandel betrieb, und zwar im 
Gebiete des Mains. 

Johann Heller, den wir als Befitzer eines Haufes an der unteren Brücke 
zu Bamberg kennen lernen, hatte zwei Söhne, von denen der ältere, Michael, 
am 1. April 1790 zur Welt kam. Jofeph Heller war alfo der zweite und jüngfle 
Sohn. Schon mit 13 Jahren verlor er feine Eltern, die mit warmer Liebe an 
ihm hingen und denen feine erflen Beflrebungen zur höchflen Freude gereichten. 
Welcher Art diefe Beflrebungen waren, darüber unterrichtet uns eine flattliche 
Anzahl von Handzeichnungen, welche um fo mehr unfere Beachtung verdienen, 
als fie uns dafür Beweis find, dafs Jofeph Heller fich mit allem Ernfte der Zei- 
chenkunfl hingegeben hatte. Künfllerifchen Wert können fie allerdings nicht 
beanfpruchen ; gezeichnet, wie eben Kinder zeichnen, machen die erften den Ein- 
druck des Schülerhaften, die fpätem den des forgfam gepflegten Dilettantismus. 
Ein grofser Maler wäre Heller kaum geworden — aber er wufste fich in 
früher Jugend Kenntniffe anzueignen, die ihm bei feinem fpäteren Berufe nur 
von Vorteil gewefen fein können, wenn fchon wir auch hier betonen wollen, 
dafs es für den Kunflhiftorikcr jedenfalls kein Unglück ift, wenn er nicht mit 
Pinfel und Palette umzugehen verlieht. Aber aus eben jenen Zeichnungen tritt 



IV 



ein Charakterzug Hellers plaftifch hervor, der auf's Angenehmfte berühren mufs. 
Seine jugendliche Kraft Hellt er gern und freudig in den Dienft der Dankbar- 
keit und der Liebe. Seiner «lieben Frau Mutter» widmet der kaum Elfjährige 
die erfte anfehnlichere Frucht feiner füllen, aber ernften Bemühungen und feinem 
Vater bringt der «gehorfamfte Sohn» einen Rofenftraufs zum Namensfefle, den 
er gar fleifsig koloriert. Jofeph war die Freude feiner Eltern, und es ift wohl 
begreiflich, wenn die liebenden Augen feiner Mutter bereits in ihm einen ge- 
lehrten und angefehenen Mann fahen. Mit geheimem Stolze dachte fie an die 
Zukunft und fah fich geehrt und beneidet als «die Mutter Jofeph Hellers». 
Es bedurfte keines eigenen Familienbefchluffes — alle fanden es felbftverftänd- 
lich : Jofeph Heller mufs ftudieren ! Und fo fleht ihn denn das Jahr 1 8 1 1 im 
i. Kurfe der Unterprimär -Schule der kgl. Studien -Annalten zu Bamberg. Der 
7. unter 54 Mitfchülern, hatte er ein folch' ungewöhnliches Auffaffungsvermögen 
an den Tag gelegt, dafs fein Streben zu den fchönften Hoffnungen berechtigte. 
Der Tod feiner Eltern, welcher gerade in das erfte Jahr feines Studiums fiel, 
war ein ungemein harter und niederfchmetternder Schlag für den jungen Heller. 
Aber er befafs fo viel phyfifche Kraft, um fich wieder aufzuraffen. Im nächften 
Jahre war er der 6. feiner Klaffe und in der Oberprimär -Schule, welche er 
18 13 befuchte, nahm er unter 42 Schülern den 7. Platz ein. Hiermit mufste 
Jofeph Heller feine Studienlaufbahn beendigen. Wer die Gründe für diefe 
Thatfache in der wohl zuerft fich aufdrängenden Vermutung fuchen wollte, die 
von feinen Eltern hinterlaffenen Mittel hätten das Fortftudieren nicht geftattet, 
würde fich ebenfo fehr täufchen, als derjenige, welcher auf eine Abnahme feiner 
Liebe zu den Wiffenfchaften fchliefsen würde. Wir find fehr genau darüber 
unterrichtet, welcher Art die Gründe waren, welche Heller zur Aufgabe feiner 
Studien veranlafsten. Nach dem Tode der Eltern Hellers führte fein Onkel, 
der Kommerzienrat Heller, die Hellerfche Handlung auf Rechnung der minder- 
jährigen Söhne fort. Nach dem Tode des Kommerzienrats übergab man die 
Handlung zur momentanen Fortführung dem älteren Michael Heller. Um nun 
weitere Mafsregeln zum Beften des Jofeph Heller treffen zu können, liefs man be- 
hördlicherfeits den Handelsbürger Andreas Geyer, feinen Vormund und Onkel, 
dann den grofsjährig gewordenen Michael Heller und den Handelsbürger Franz 
X. Geyer als Beiftand des letzteren vorladen, welche vor allem bemerkten, 
dafs die Erhaltung der Handlung und des väterlichen Wohnhaufes für den 
Jofeph Heller das Wünfchenswertefte fei, indem hierdurch die «bürgerliche Exi- 
ftenz des Jofeph Heller zweifelsohne begründet werde». Und damit war das 
Urteil über unfern Heller gefprochen! Der ihm in Ausficht geftellten «bürger- 
lichen Exiftenz» zuliebe follte er fich von all' dem losfagen, was er eifrig und 
mit Ernft gepflegt, was ihm eine Laufbahn zu eröffnen fchien, die feinen 
Fähigkeiten entfprach. Durch diefen diktatorifchen Ausfpruch follten alle Pläne 
und Wünfche feiner Eltern jäh vernichtet, das Verlangen feines Onkels keck ver- 
höhnt werden. Einen Handelsbürger, aber keinen Gelehrten wollten fie im Be- 



V 



fitze des bedeutenden Vermögens fehen. Und mit hoher Befriedigung entriffen 
fie den talentvollen Jofeph der betretenen Laufbahn. Der Gedanke, einen 
«ftudierten» Neffen zu haben, der vielleicht auf gewiffe Liebhabereien verfallen 
und fein Geld zu Studienzwecken vergeuden könnte — der Gedanke fchon 
war namentlich feinem Vormund lällig, und er glaubte die Ahnung, welche 
ihn befchlich, fo zum Beflen feines Mündels ausgenützt zu haben. Der Urgrofs- 
vater war ein Kaufmann, der Grofsvater war es und der Vater — alle waren 
flolz darauf, es zu fein; nur diefer verwöhnte Junge glaubte zu etwas Befferem 
geboren zu fein! Solchen Hochmutsdünkel zu vernichten, fah der geflrenge 
Herr Vormund als erfte Pflicht an. Und fein dahin gerichtetes Beftreben fchien 
auch von Erfolg begleitet zu fein. Der junge Heller hatte fich eine kleine 
Naturalienfammlung angekauft, auf deren Vergröfserung er flets bedacht war — 
fie gab, wie wir als beflimmt annehmen können, die direkte Veranlaffung zu 
jenen Befürchtungen, das Vermögen Hellers möchte dereinft in Sammlungen 
aufgehen. Von Anwendung eines radikalen Mittels fcheint man fich viel ver- 
fprochen zu haben: nicht im Haufe Heller zu Bamberg follte der junge Kauf- 
mann in die Lehre gehen — denn das hätte ja für die Länge der Zeit nicht 
entfprechend wirken können — man fandte ihn nach Nürnberg in das berühmte 
Handelshaus von Lobenhofer. Für die fpätere Laufbahn Hellers war dies — 
wir können es fchon jetzt geliehen — von eminenter Wichtigkeit. Heller wäre 
nie Das geworden, was er in Wirklichkeit ward, hätte ihn nicht die Klugheit 
feiner Verwandten nach Nürnberg gefchickt. Hier wurde erfl zum Leben er- 
weckt, was in ihm fchlummerte, hier machte der junge Kaufmann feine erflen 
hillorifchen Studien. Nur dankbar konnte er feiner Verwandten gedenken, 
welche ihm ein fo ausserordentlich angenehmes Loos bereitet hatten — welche 
ihn in die Stadt verpflanzt hatten, wo noch der meifle Sinn für altertümliche 
Gegenftände und für die fortfchreitende Ausbildung der Kunft herrfchte. Auf 
dem klaflifchen Boden Nürnbergs empfing jofeph Heller die mannigfachflen 
Anregungen, die ihn bellimmlen, fein ganzes Leben der Pflege der Kunfl zu 
weihen. 

Die Lehrjahre bei Lobenhofer gingen vorüber — und Jofeph Heller war 
kein Kaufmann, fondern ein — Kunftfammler geworden! Bücher und Kupfer- 
fliche hatte er fich in grofser Anzahl erworben, die das Fundament für feine 
Sammlungen bildeten. Er war mit einer Reihe von Männern in Verbindung 
getreten, die feine Neigungen auf die entgegenkommendtle Weife unterllützten, 
die ihm bei feinen Studien freudig die Hand boten. Und Jofeph Heller kehrte 
nach Bamberg zurück mit dem feilen Vorfatze, feine kleinen Arbeiten zu ver- 
öffentlichen und als Sammler in feiner Vaterfladt zu leben. 

Wie fich jedem jungen Manne, der idealen Zielen zuflrebt und doch nicht 
flrengzünftige Bildung und Erziehung genoffen hat, ein gewiffes Intereffe zu- 
wendet, das im bellen Falle einem aufrichtigen Bedauern ähnlich fieht, fo forgte 
man fich von nicht wenigen Seiten für Jofeph Heller ab. Die männlichen und 



VI 



weiblichen Klatfchbafen Bambergs befchäftigten fich angelegentlichft mit dem 
jungen Heller, aufrichtige Bedenken tragend, ob denn der junge Kaufmann 
wirklich zum Schriftfleller geeigenfchaftet fei. Ja, man verfehlte nicht, feinen 
Anverwandten gegenüber von einer gewiffen Selbftüberfchätzung und Mangel 
an «richtigem» Ehrgeiz in nicht allzufchonender Weife zu fprechen, und hielt 
felbft mit der Befürchtung nicht zurück, das Betreten der fchriftflellerifchen 
Laufbahn möge den Ruin des jungen Mannes bedeuten. Kurz, Bambergs 
ehrenwerte Bürger und Bürgerinnen waren höchlich entrüflet, dafs einer, der 
nun einmal zum Kaufmannsftande unbarmherzig verdammt war, fich einem 
Berufe zuzuwenden gedachte, deffen Ausübung doch eigentlich nur in den Händen 
gelehrter Männer, der Geiftlichen und der Profefforen, liegen follte ! Man wäre 
vielleicht geneigt, den bezeichnenden Ausdruck «Pfahlbürgertum» hier in An- 
wendung zu bringen, aber — fo fehr er am Ende auch Berechtigung hätte — 
jener Zeit einen Vorwurf zu machen, dafs fie allzubefangen dachte, halten wir 
fchon um deswillen für wenig paffend, weil in diefer Hinficht wenigflens der 
Unterfchied von damals und jetzt ein gar zu grofser kaum fein dürfte. Ob 
Heller jene guten armen Menfchen fpäter nicht mitleidig belächelte, weil fie 
fo freundlich forgend fich feiner annahmen? Wir dürfen daran nicht zweifeln, 
denn das ganze fpätere Leben Hellers läfst uns darauf fchliefsen. 

Zwei Männer waren es, welche nicht nur nicht die Befürchtungen ihrer 
Mitbürger teilten, fondern auch voll Vertrauen auf den jungen Gefchichts- 
forfcher blickten: der Bibliothekar Joachim Heinrich Jäck und Martin Jofeph 
von Reider. Mag man dem biederen Jäck auch nachfagen, dafs er, eiferfüchtig 
auf feinen Ruhm, nicht gerne fah, wenn einer neben ihm hiflorifchen Studien 
oblag — dem jungen Heller reichte er freudig die Hand zur Anbahnung feiner 
Studien. Und Jäck war nicht der Mann, der jeden, der Luft verfpürte, «ein 
wenig» Bamberger Gefchichte zu treiben, einlud, mit ihm zu wetteifern. 

Nur fchüchtern betrat Heller nach feiner Zurückkunft von Nürnberg die 
Kgl. Bibliothek, und die Gefühle, welche den jungen Mann befchlichen, als er 
zum erften Male vor Dem fland, auf den er feine ganze Hoffnung fetzte, 
waren jedenfalls fehr geteilte. Konnte Heller ja nicht ahnen, dafs Jäck anderen 
Anflehten ergeben war, als feine Vettern und Bafen! Schon nach einigen Be- 
fuchen lernte Jäck die Vorzüge feines Geiftes, feine gediegenen Kenntniffe und 
feine moralifche Denkweife kennen. Und fo wiederholten fich denn die Be- 
fuche faft täglich; Heller fand immer Neues, immer Anregendes — und war 
voll der Dankbarkeit für feinen geifügen Retter, der in Heller nicht den Ri- 
valen, fondern den ftrebfamen Schüler fah. Schon waren einige Jahre vergangen, 
und fchon flüfterten fich feine «Freunde» zu, Heller habe nicht den Mut, mit 
einer Arbeit vor die Öffentlichkeit zu treten. Da lud er Bibliothekar Jäck ein, 
er möge ihn in feinem Haufe befuchen, um feine Bücher- und Kunftfammlung 
einer näheren Würdigung zu unterziehen, und diefer fand, erflaunt über die 
wertvolle Sammlung, dafs keiner ihm bei der Herausgabe feines Pantheons 



vn 



«Leben und Werke der Künfller Bambergs» fo wichtige Dienfle leiden könne, 
als der junge Heller. War ihm auch wohlbewufst, dafs er feit Jahren eifrig 
Materialien zur Kunftgefchichte Frankens fammelte — fo reichen Stoff hatte 
Jäck nicht zu finden vermutet. Und auch Heller fcheint von dem Urteile Jäcks 
überrafcht gewefen zu fein, noch mehr aber von deffen Aufforderung, an 
dem Lexikon mitzuarbeiten. Hatten ja die biffigen Stichelreden feiner Ver- 
wandten ihn gerade jetzt zu dem Entfchlufs getrieben: nie eine Zeile von dem, 
was er niedergefchrieben , im Drucke erfcheinen zu laffen! Diefer Entfchlufs 
befriedigte allenthalben — nur bei Einem nicht. Wir wiffen nicht, ob Heller 
das Aufgeben feines Planes, Schriftfteller zu werden, durch Zirkular den «In- 
tereffenten» mitteilte, fo viel aber ift gewifs, die Kunde verbreitete fich rafch, 
und die Freude über den Bekehrten war eine grofse. Einer argen Täufchung 
aber gaben die fich hin, welche den «lieben Jofeph» fchon wieder hinter dem 
Ladentifche fahcn. Denn daran, fich dem ehemaligen Berufe wieder zuzu- 
wenden, dachte Heller keinesfalls. Als ftiller Kunft- und Antiquitätenfammler 
wollte er leben und fo ganz nebenbei das niederfchreiben, was ihm merk- 
würdig fehlen, ohne indes nach fchriftflellcrifchcn Lorbeeren feine Hand auszu- 
flrecken. Wir bezweifeln, ob Heller fo rafch fich diefe Meinung zu eigen ge- 
macht hatte, wenn nicht fein Umgangsfreund, Jofeph Martin von Reider, den 
nämlichen Vorfatz gefafst gehabt hätte. Reider war um 5 Jahre älter als Heller 
und fchien blofs einen Lebenszweck zu verfolgen : zu fammeln. Wir kommen 
auf diefe feine Thätigkeit noch öfter zu fprechen. An ein Niederfchreiben 
feiner Erfahrungen, an ein, wenn auch nur bruchftückweifes Niederlegen feines 
Wiffens in felbftändigen Publikationen dachte Reider nie, am allerwenigflen in 
feinen jungen Tagen. Wer will es Heller verdenken, dafs er fich mächtig 
zu dem ftets fleifsigen Reider hingezogen fühlte, mit dem er feine Anflehten 
austaufchen und von dem er vieles lernen konnte ! Wie ein zweiter Konrad 
Mutian, der an Büchern Unerfättliche, benutzte auch Reider den reichen Ge- 
winn, welchen er aus der Lektüre zog, nur für fich und feine Freunde, ohne 
ihn wiederum in Schriften niederzulegen, — und doch war er als Kunftkenner 
von allen geachtet. So wollte es auch Heller halten. Er hatte glücklich einen 
Ausweg gefunden, der ihm die Gunft feiner Verwandten wieder fchenken 
konnte und ihm gleichzeitig geftattete, feiner Lieblingsneigung auch ferner füll 
zu fröhnen. 

Allein — Bibliothekar Jäck gab fich redlich Mühe, feinen jungen Freund 
von diefem Vorhaben abzubringen, und in der That gelang es feinen Bemü- 
hungen, den allzubcfchcidenen Mann davon zu überzeugen, dafs Reider nicht 
wohl daran thue, feine Materialien zu vergraben. 

Heller hatte keinem Meiner mehr feine Aufmerkfamkeit zugewendet, als 
Lukas Cranach; über ihn hatte er bereits eine ftattliche Reihe wertvoller No- 
tizen gefammelt und namentlich der künfllerifchen Thätigkeit des Meiflers emfig 
nachgefpürt. 



vm 



Im Jahre 1821 erfchien denn das Werk Jofeph Hellers unter dem Titel: 
«Verfuch über das Leben und die Werke Lukas Cranachs von Jofeph Heller. 
Mit einer Vorrede vom Bibliothekar Jack. Bamberg 182 1, im Verlage der 
C. F. Kunz'fchen Buchhandlung.» Diefem gedruckten Titelblatte ift noch ein 
anderes beigegeben, geftochen von R. Dreykorn in Nürnberg. Auf diefem Blatte 
flehen die Worte: «Lukas Cranachs Leben und Werke von Jofeph Heller.» 
Darunter find die beiden Seiten einer Medaille, den Kopf Cranachs mit fpitzem 
Barte einerfeits, das Wappen desfelben andererfeits darftellend. Dann folgt noch: 
«Bamberg, bei Carl Friedrich Kunz 182 1». Der dem Werke voranflehende 
Kupferflich zeigt das Bild Lukas Cranachs — eine wohlgelungene Kopie nach 
Joachim von Sandrart, gefertigt von dem Würzburger Kupferflecher J. P. Bitt- 
häufer. Oberhalb des Bruftbildes find zwei fächfifche Wappenfchilder, unter- 
halb desfelben, in der Mitte, das Cranach'fche Wappen und rings herum fechs 
Monogramme. Die Anordnung und Zeichnung der Monogramme und der 
Wappen beforgte Martin Jofeph von Reider. Auf der Rückfeite des gedruckten 
Titelblattes lefen wir die von Heller als Motto gewählten Worte : 

«Immer ftrebe zum Ganzen, und 

Kannft Du felber kein Ganzes 

Werden, als dienendes Glied fchliefse 

An ein Ganzes Dich an. *) 0 , . , , 

' Schiller.» 

Die Vorrede des Königl. Bibliothekars Joachim Heinrich Jack fchildert in 
beredten Worten, wie Jofeph Heller unter die Schriftfleller ging, und wie es 
kommt, dafs Jäck, der väterliche Freund, hier Patenftelle verfehen mufs. 
Dann folgt der «Vorbericht des Verfaffers». «Schon mehrere Jahre», beginnt 
Jofeph Heller, «fammelte ich in meinen Nebenflunden Materialien zur Kunfl- 
gefchichte, befonders von Franken. Doch nahm ich bei den fränkifchen 
Künfllern mehr Rückficht auf ihre Werke, als auf Materialien zu ihren Lebens- 
Umftänden. Auch haben Doppelmayr und Murr in diefem Zweige fehr viel 
geleiftet.» Heller fagt ferner, er fei nie gefonnen gewefen, etwas von dem, 
was er niedergefchrieben, öffentlich erfcheinen zu laffen und giebt dann in 
anderen Worten wieder, was wir fchon einmal von Jäck gehört. Welcher Natur 
die Gründe waren, welche ihn zu dem Entfchluffe beftimmten, nie als Schrift- 
fleller aufzutreten, wiffen wir ja, und es fcheint fall, als ob Heller hier nicht 
dem feinem Privatleben ferne flehenden Lefer, fondern den bereits über feine 
Gefinnungsänderung übelredenden Verwandten eine Motivierung feines Schrittes 
geben wollte, wobei er fich — und das war ihm jedenfalls unter diefen Um- 
ftänden ein Hochgenufs — auf feine Freunde berufen konnte, die ihn zu 
einer Veröffentlichung feiner Arbeit aufforderten. Heller fühlte gar wohl, wie 
nötig ihm der zungenfertige und nicht feiten mit giftiger Feder fchreibende 



*) In diefer Weife ift nämlich das Diftichon gedruckt. 



TS. 



Jack fei — und auch feine Verwandten hatten nun begriffen, dafs fich ihr 
Jofeph in einen Schutz begeben, wo er vor ihren böswilligen Angriffen fo 
ziemlich gefichert war. 

Heller gefleht noch in der Vorrede, dafs er mehr Rückficht auf die 
Werke Cranachs, als auf fein Leben genommen habe und zwar aus dem ein- 
fachen Grunde, weil er dazu mehr Materialien hatte. Das Ganze ifl in zwei 
Hauptabteilungen geteilt; die erfle enthält das Leben, die zweite die Werke 
von Cranach, und diefe zerfällt wieder in zwei Abfchnitte: in die Aufzählung 
der Gemälde und in die der Kupferfliche und Holzfchnitte, welche fowohl von 
ihm, als nach ihm gefertigt wurden. Heller darf mit Stolz in der Vorrede 
fagen, dafs vor ihm niemand fo vollftändig Cranachs Kupferfliche und Holz- 
fchnitte befchrieben habe — und zwar ohne Verletzung der Befcheidenheit, 
da ihm, und das ifl wohl die Hauptfache, kein fürflliches Kabinet, fondern 
nur feine Privatfammlung zu Gebot geflanden hat. Heller fchliefst feine Vor- 
rede, indem auch er (ich an die «billigen Kunurichter» wendet, welche feine 
Arbeit mehr nach feinem guten AVillen, als nach deffen Ausführung beurteilen 
möchten: «Dann bin ich fo belohnt, wie ich es wünfche, und jene fchonende 
Rückficht fowohl, als gründlicher Tadel werden mein ferneres Streben für die 
Kunflgefchichte noch mehr ermuntern.» 

Im Jahre 1821 liefs Heller auch ein in 25 Exemplaren gedrucktes Ver- 
zeichnis fämtlicher Kupferfliche und Holzfchnitte von und nach Lukas Cranach 
dem Älteren erfcheinen. 

Die Aufnahme, welche Cranach bei der Kritik fand, war im grofsen und 
ganzen eine freundliche. Die bedeutenden und auffallenden Schwächen des 
Buches wurden zwar berührt, aber das konnte niemand leugnen: es war ein 
beachtenswerter Anfang, Künlllergefchichte wiffenfchaftlich zu bearbeiten, 
gemacht, und war diefer Anfang auch noch arg mit «dilettantifcher Unzu- 
länglichkeit« verfetzt — das Werk regte zu weiteren Studien an und veran- 
lafste, das Leben des Meillers auf einer federen urkundlichen Bafis aufzubauen 
und den Kreis der ihm zugefchriebenen Werke genauer zu erforfchen. 

Einen Beweis, dafs das Hellerfche Werk lebensfähig war, dürfen wir in 
der Thatfache erblicken, dafs es 1844 eine zweite, verbefferte Auflage erlebte. 

Im Jahre 1 85 1 — alfo 7 Jahre nach dem Erfcheinen der II. Auflage des 
Heller'fchen Werkes — erfchien bei F. A. Brockhaus in Leipzig ein Werk unter 
folgendem Titel: «Lukas Cranach des Älteren Leben und Werke. Nach ur- 
kundlichen Quellen bearbeitet von Chriflian Schuchardt, Sekretär bei der Ober- 
aufficht für Wiffenfchaft und Kunll und Cuflos der grofsherzoglichen Kunft- 
fammlungen zu Weimar.» Diefe Schrift felbfl ifl in zwei Abteilungen geteilt, 
wovon die erfle das Leben Lukas Cranachs, die zweite die Befchreibung feiner 
Werke enthält. Nach des Verfaffers eigenem Zugefländnis hat er alles gelefen 
was über Cranach je gefchrieben und gelegentlich geäufsert worden war — 
er entdeckte aber bald eine «babylonifche Verwirrung», als er Vergleiche an- 



X 



flellte. «Um mich da herauszufinden», fagt er wörtlich (S. X) «prüfte ich 
zuerft die Quellen, aus denen die verfchiedenen Schriftfteller ihre Mitteilungen 
gefchöpft hatten und fand bald, dafs einige diefelben leichtfinnig benutzt, 
falfches daraus gefchloffen und die fpäteren es bequem nachgefagt hatten; die 
gewöhnlichften Anekdötchen hatte man für hiftorifche Wahrheit hingenommen ; 
mehrere der intereffanteften gleichzeitigen Druckfchriften hatte man nicht gekannt 
oder war zu bequem gewefen, fie, die freilich mit Mühe zu erlangen, zu fuchen. 
Ja, ich fand fogar abfichtliche Unredlichkeit, indem z. B. eine grofse 
Menge Citate eines Schriftftellers über Cranach, der noch dazu Vor- 
ftand einer öffentlichen Bibliothek war, fämtlich als falfch fich er- 
wiefen, fie waren aus dem Stegreif fabriziert. An den betreffenden 
Stellen wird man fich von der Wahrheit überzeugen können.» — 
Ich weifs nun nicht beftimmt, wen diefer fchwere Vorwurf treffen foll, aber ich 
kann kaum annehmen, dafs er auf den Annaliflen Müller, der herzoglich fäch- 
fifcher Archivar war, gemünzt ift und habe deshalb vielleicht Grund zu der Ver- 
mutung, dafs Herr Schuchardt diefe Hiebe unferm Jofeph Heller zugedacht 
hatte. Neu wäre dabei allerdings, dafs Heller «der Vorftand einer öffentlichen 
Bibliothek» war — aber es ift fchon möglich, dafs Schuchardt in folchem 
Wahne befangen war; fchien es doch gar vielen unbegreiflich, dafs ein Privat- 
gelehrter der Autor fo vieler und fo bahnbrechender Werke fein könne! Es 
ift hier nicht der Platz, die Angriffe Schuchardts näher zu würdigen, fo un- 
verdient fie auch gegen Heller gefchleudert fein mögen, aber der Überzeugung 
glauben wir hier Ausdruck geben zu dürfen, dafs Lilienberg nicht fo ganz Un- 
recht hatte, wenn er 1852 im «Kunftblatte» meinte, Herr Schuchardt fei mit 
Heller nicht vollftändig gerecht verfahren. 

fiine Biographie Lukas Cranachs gab Direktor Dr. O. Eifenmann in Dr. 
Robert Dohme's «Kunft und Künftler», welche fich, wie alle Arbeiten diefes 
trefflichen Kunfthiflorikers, durch felbftändige und gründliche Behandlung aus- 
zeichnet. Neben diefer 19 Seiten umfaffenden Arbeit ift es namentlich der 
Artikel Alfred Woltmanns über Cranach in der «Allgem. Deutfchen Biographie», 
welcher ob feiner Korrektheit, die mit einer wohlthuenden Kürze der Faffung 
verbunden ift, jedenfalls Beachtung verdient. 

Nicht zu übergehen ift eine fehr fchätzenswerte Arbeit über den Meifter 
vom genealogifch-heraldifchen Standpunkte. Ich meine das Buch: «Lukas 
Cranach der Ältere. Beitrag zur Gefchichte der Familie von Cranach von 
F. Warnecke. Görlitz. Verlag von C. A. Starke. 1879.» Das köftlich aus- 
geftattete Werk ift mit Kopfleiften und Schlufsftücken von E. Doepler d. j., 
fowie einem kurfürftlich fächfifchen und zwei Cranach'fchen Wappen, nach alten 
Vorbildern, verfehen. Kann auch ein gelinder Zweifel fchwerlich unterdrückt 
werden, wenn wir hören, dafs Warnecke meint, es fei kaum über einen anderen 
unferer Maler fo viel und fo eingehend gefchrieben worden, als über Cranach, 
fo müffen wir ihm hingegen vollkommen beipflichten, wenn er die Anficht 



XI 



kundgiebt, es bliebe manches Dunkele in Cranachs Leben und Kundfehaffen 
aufzuhellen. Denn es ift eine Thatfache, dafs nicht einmal der eigentliche 
Name des Meiflers, zahlreicher Widerfprüche in den Angaben halber, feflgeflellt 
werden konnte. Und ebenfovvenig, fagt Warnecke, find über den ihm erteilten 
Wappenbrief, fowie über feine Nachkommenfchaft, der in der Neuzeit kriegeri- 
fchen und bürgerlichen Verdienfies Ehren reichlich erblühten, irgendwo aus- 
führliche und zuverläffige Mitteilungen gemacht worden. Als Beweis, dafs in 
letzterer Beziehung nicht allzu viel gefchchen, kann der Umftand angeführt 
werden, dafs Martin Jofeph von Beider in der dem Heller'fchen Werke bei- 
gegebenen Stammtafel nur 16 Nachkommen Cranachs zu verzeichnen wufste. Ein 
glücklicher Zufall brachte nun Herrn Rat Warnecke in den Befitz einer Hand- 
fchrift, verfafst von einem Zeitgenoffen und Verwandten Cranachs, welche über 
den urfprünglichen Namen desfelben Auffchlufs gebend, den Verfaffer und Be- 
fitzer zu weiteren genealogifch-heraldifchen Forfchungen anregte. Ob freilich 
jenen «Aufzeichnungen» urkundliche Beweiskraft beigemeffen werden darf, mag 
unerörtert bleiben. Dabei gelang es aber Warnecke aller Wahrfcheinlichkeit nach, 
die Herkunft Cranachs feftzuflellen und auf Urkunden gefliitzt, den Nachweis 
über die Abdämmung der jetzt lebenden Nachkommen Lukas des Alteren zu 
führen, fowie auch fehr viele, bisher unbekannt gebliebene Sproffen des Ge- 
fchlechts zu ermitteln und 143 Mitglieder desfelben nachzuweifen. Die Ver- 
befferungen, welche Warnecke den Werken Hellers, Schuchardts u. a. zu teil 
werden läfst, find recht geeignet, uns zu überzeugen, dafs die Hand der Kunfl- 
fchriftfteller nicht eben mit Glück die adelswiffenfchaftlich-genealogifche Seite 
der vorliegenden Frage berührt hat. 

Die jüngftc Arbeit über den Meifter haben wir in dem Werke: «Lukas 
Cranach. Ein Lebensbild aus dem Zeitalter der Reformation von M. B. Lindau. 
Leipzig, 1883. Verlag von Veit & Comp.» Der Verfaffer, Infpektor zu Dresden, 
ift fchon durch feine amtliche Stellung begünfligt, feine Stimme über den 
Meifter laut werden zu laden. Nach dem eigenen ZugefUindniffe in der Vorrede 
ward es ihm zu einem mit Vorliebe gepflegten Bedürfnis, nicht blofs den 
Kundleidungen Cranachs, fondern vor allem auch den Umfländen und Ereig- 
niffen feines Lebens mit allen ihren intereffanten Beziehungen zu den hervor- 
ragendften Genoffen feiner Zeit mit Sorgfamkeit nachzugehen. Und die Arbeit 
des Verfaffers giebt in der That davon Zeugnis, dafs es ihm gelungen ift, feine 
Aufgabe in letzterer Hinficht zu erfüllen. Wir glauben es dem Verfaffer gern, 
dafs er die gebotenen Anfchauungsmittcl mit gröfster Sorgfalt benutzte und dafs 
er nach Quellen fahndete — er will aber nicht in kunflkritifcher Beziehung 
mit dem in die Schranken treten, was feither über Cranach geboten worden 
ifl; feine Arbeit foll vor allem den Zweck haben, Lukas Cranach als ganzen 
Menfchen, nicht blofs als Künfller darzuftellen, ihn gewiffermafsen zum Mittel- 
punkte einer Schilderung feiner Zeit und ihres machtigen Ringens nach Licht 
und Wahrheit zu machen, fein Bild in müglichfler Lebensfrifche und Urfprüng- 



xn 



lichkeit in feiner Zeit fich fpiegeln zu laffen und dasfelbe wiederum leiner Zeit 
zum Spiegel zu geben. Die Biographie Lindaus ift aber dennoch keine folche, 
wie wir fie heutzutage gewohnt find. Sie mutet uns etwas hausbacken an 
und zwar fchon um deswillen, weil wir in Bezug auf die Ausftattung eben 
verwöhnt find. Wie reich find doch die bei Seemann erfcheinenden Künftler- 
biographien mit Illuftrationen verfehen. In Lindaus Werk finden wir nur ein 
Bildnis Lukas Cranachs! Wir wollen es hier aber auch betonen, dafs er die 
Arbeit Hellers zu fchätzen verftanden hat, und es freut uns, dafs wir ihn 
manchmal auf feiner Seite finden, den fleifsigen Heller gegen die Angriffe 
Schuchardts verteidigend. Vermag man auch zum öfteren den Anflehten 
Lindaus nicht beizuftimmen und nimmt man felbft nicht feiten kleine und 
grofse Unrichtigkeiten wahr, fo zeugt doch diefe Arbeit von grofsem Fleifse. 



IL 

Heller und die Gefchichte der 
graphifchen Künfte. 




ange bevor die junge Wiffenfchaft, welche wir Kunflgcfchichte nennen, 
fich ihre Ziele und Grenzen abgefleckt hatte, war ein feitdem mehr 
brach liegendes Feld derfelben, die Kupfcrflichkunde, bereits emfig bebaut, und 
diefe vorläufige Kultivierung des Zweiges an einem noch unentdeckten Stamme 
hat manche Analogie mit der vorzeitigen Entwickelung der Numismatik und 
deren Verhältnis zur klaffifchen Archäologie. Mit diefen Worten leitet Moritz 
Thaufing feine Befprechung von «Van der Kellens holländifch-flämifchem Peintre- 
(Iraveur»*) ein, und wir geben fie hier wieder, weil fie treffend den — fagen 
wir — vorhellerifchen Standpunkt der Kupfcrflichkunde charakterifiercn. Aller- 
dings erkennen wir in denen, welche fich zuerft um die Zufammenllellung und 
Befchreibung der Kupferflich werke verdient gemacht haben, zumeifl nur mehr 
oder minder begüterte Sammler — von einem Forfchungstrieb, der die erflen 
Früchte auf diefem Gebiete gezeitigt hätte, kann unter folchen Umfländen nicht 
die Rede fein. Die Freude am Kunllgenufs und am Befitz gab alfo den erflen 
Anflofs zu jenen Arbeiten, welche aber gewifs nicht als wiffenfchaftliche betrachtet 
werden können, weil der Begriff einer Kunflwiffenfchaft eben noch gar nirgends 
vorhanden war. Aber wir dürfen nicht überfehen, dafs fich unter diefen rafl- 
lofen Sammlern und Suchern immer auch Männer von hoher Begabung und 
umfaffendem Wiffen befanden. An der Spitze derfelben fehen wir den feinen 
Kenner Jean Pierre Mariette 1694 — 1774, deffen Namenszug noch heute die 
befle Beglaubigung zahllofer alter Kunflblätter ifl. Und auf feinen Schultern 
zumeifl lieht der Wiener Adam Bartfeh. Thaufing fagt mit Recht, dafs diefer fich 
vor allem an dem Beifpiele, wie an dem fchriftlichen Nachlaffe Mariettes ge- 
bildet habe. Wir muffen es hoch anerkennen, dafs fein Peintre-graveur der erfle 
und einzige Verfuch war, den ganzen unabfehbaren Vorrat von Kupferllichen, 
Holzfchnitten und Radierungen, den die verfloffenen Jahrhunderte uns überliefert 



*) Zeitfchrift für bildende Kunft. Achter Band 1873. s - 22t - 



XIV 



haben, in einem grofsen Gefamtwerke befchreibend zu urafaffen. Der Kühnheit 
diefes Unternehmens entfprach die unverwüstliche Arbeitslufl des Autors. Er 
hat in 21 Bänden feines Hauptwerkes geleiftet, was einem Menfchen möglich 
war. Und doch, wie weit blieb dasfelbe von einer auch nur annähernden 
Erfchöpfung des Materials entfernt! Zählte doch fchon Rudolph Weigel zu 
den 400 von Bartfeh befchriebenen Meiftern noch weitere 600 deutfehe, 480 
niederländifche, 120 italienifche, fpanifche und portugiefifche, 345 franzöfifche, 
1 1 o englifche Stecher und Radierer ohne Einbeziehung der unbekannten Mono- 
grammiften, der Holzfchneider, der Schabkünftler u. a. Dazu kommt noch die 
andere Frage nach der Erfchöpfung der Werke der einzelnen Meifter und end- 
lich die genaue Beftimmung der Plattenzuftände , Druckverfchiedenheiten oder 
Ausgaben. 

Das Verdienft des äufserft fleifsigen Bartfeh ift fehr hoch anzufchlagen , — 
aber feinen Nachfolgern hat er genug zu thun übrig gelaffen. Und wir können 
Thaufing fchwerlich widerfprechen, wenn er meint, wie wir auch über den 
wiffenfehaftlichen Wert der befchreibenden Kupferftichkunde — vielleicht der 
zahlreichften Partie unferer Kunftliteratur — denken möchten, vor allem fei 
eine Konftatierung des vorhandenen Denkmälervorrates nötig, bevor man bei 
der weiteren Verarbeitung desfelben zu den möglichft richtigen Gefichtspunkten 
gelangen könne. Jofeph Heller war der erfte, der dem Werke Fortfetzung 
und Ergänzung angedeihen liefs. Die erfte Auflage des Hellerfchen Handbuches 
für Kupferftichfammler, erfchienen zu Bamberg im Jahre 1823*), macht nicht 
den Eindruck eines fertigen Werkes — aber ein unverkennbarer Fleifs leuchtet 
uns aus jeder Zeile entgegen. Wohl können wir heute die Einleitung, welche 
Heller zu feinem Lexikon gegeben, altfränkifch und in hohem Grade naiv 
nennen: den Anfang aber, den Heller mit der Herausgabe feines Handbuches 
für Kupferftichfammler machte, dürfen wir nicht unterfchätzen, denn er war 
grundlegend für die weitere Forfchung. 

Die zweite Auflage des Hellerfchen Werkes, erfchienen 1850 in Leipzig 
bei T. O. Weigel, ift im Vergleiche zur erften ungleich reicher; die Refultate 
einer Reihe neuer Forfchungen haben hier Verwendung gefunden. Die Mit- 
teilungen gefinnungsverwandter Sammler find getreulich verwertet. Diefe zweite 
Auflage, deren völliges Erfcheinen Heller leider nicht mehr erlebte, ift mit dem 
Bilde des Verfaffers gefchmückt. Der Umftand, dafs fich Heller entfchlofs, fein 
Bildnis diefem Werke beizugeben, beweift hinlänglich, dafs ihm kein anderes 
mehr lieb und teuer war, als diefes. Und in der That, es war für feine 
Zeit ein monumentales' Werk von eminenter Wichtigkeit für jeden 
Sammler. Die Ergebniffe jahrelangen Fleifses liegen hier vor uns ausgebreitet. 

*) Praktifches Handbuch für Kupferftichfammler oder Lexikon der vorzüglichften und be- 
liebteften Kupferftecher, Formfehneider und Lithographen , nebft Angabe ihrer heften und ge- 
fuchteften Blätter, des Mafses und der Preife derfelben in den bedeutendften Auktionen des 
In- und Auslandes von Jof. Heller. Bamberg 1823. Verlag von C. F. Kunz. 3 Bändchen. 



XV 



Heller hat der Kunflwiffenfchaft in diefem grundlegenden Werke die wefentlich- 
flen Dienfle geleiflet. Und wir wollen es ihm nicht vergeffen, dafs er kritifch, 
mit alten Mythen aufräumend, die Gefchichte der Kupferftecherkunft in ein 
neues Stadium einzuführen fich beftrebte. 

Eine fehr fchätzbare Zuthat leiflete Rudolph Weigel 1843 zu den von 
Bartfeh befchriebenen niederländifchen Meinem. Nicht unwefentlich erweiterte 
ferner Paffavant unfere Kenntniffe von den Kupferftichen und Holzfchnitten 
des 15. und 16. Jahrhunderts in feinem fechs Bände umfaffenden Peintre- Graveur 
1860 — 1864. Dann folgten die Werke des leider zu früh verdorbenen 
A. Andrefen, Band I — III 1864 — 66: «Der deutfehe Peintre-Graveur oder die 
deutfehen Maler als Kupferflecher nach ihrem Leben und ihren Werken von 
dem letzten Drittel des 16. Jahrhunderts bis zum Schluffe des 18. Jahrhunderts» 
und fpäter «Die deutfehen Maler -Radierer (peintres-graveurs) des 19. Jahrh.» 

Auf Grundlage der zweiten Auflage von Hellers «Praktifchem Handbuch 
für Kupferftichfammler» erfchien aber das «Handbuch für Kupferflichfammler 
oder Lexikon der Kupferflecher, Maler-Radierer und Formfehneider aller Länder 
und Schulen nach Mafsgabe ihrer gefchätzteften Blätter und Werke — neu be- 
arbeitet und um das doppelte erweitert von Dr. phil. Andreas Andrefen (2 Bde.). 
Leipzig, T. O. Weigel 1870 — 1873.» 

In feinem Vorwort fagt Andrefen nicht mit Unrecht, dafs fich fchon längft 
das Bedürfnis einer Neubearbeitung von Hellers bekanntem Handbuch fühlbar 
gemacht habe. Und in der That: die maffenhafte Anhäufung neuen Materials, 
die Refultate wiffenfehaftlicher Forfchung im Laufe zweier Jahrzehnte, welche 
Gefchichte und Wiffenfchaft der Kunfl fo hervorragend gefördert haben, und 
die fich hiermit von felbft geltend machende Forderung einer fchärferen kriti- 
fchen Behandlungsweife wiefen gleichmäfsig darauf hin. «Unter gänzlich ver- 
änderten Verhältniffen bin ich nun aber genötigt gewefen», fagt Andrefen, 
«dem Hellerfchen Buche eine wefentlich andere Geftalt zu geben.» Und der 
neu bearbeitete Heller trägt nun fo in jeder Beziehung eine andere Phyfiognonhe 
als die letzte Auflage feines durchaus nützlichen Werkes. Nach Andrefens Tode 
übernahm J. E. Weffely die Vollendung des Handbuches. Eine gute und, fei 
es wiffenfehaftlich oder praktifch, brauchbare Gefchichte des Kupferfliches, die 
nach jeder Richtung hin befriedigen würde, mufs aber erfl gefchrieben werden. Und 
die Befürchtung S. Lafchitzers, es möchte wohl noch eine geraume Zeit vergehen, 
bis die wiffenfchaftlichen Vorarbeiten fo weit gediehen fein werden, dafs es 
überhaupt möglich fein wird, eine folche Gefchichte vom rein wiffenfchaftlichen 
Standpunkt aus zu bearbeiten, ift, wie wir fchon angedeutet, durchaus nicht 
grundlos. Ebenfo flimmen wir ihm gern bei, wenn er meint, eine blofs für 
praktifche Bedürfniffe berechnete Gefchichte des Kupferflichs fei felbft für den 
Einzelnen heute keine Unmöglichkeit mehr, wo die Quellen für eine folche und 
die beflehende Litteratur darüber in den grofsen Sammlungen Jedem zugäng- 



XVI 



lieh gemacht find. So haben wir ja nach unferen obigen Darlegungen ganz 
treffliche Werke, welche eben auf dem Stande der blofsen praktifchen Brauch- 
barkeit flehen. 

Als Heller an die Bearbeitung feiner «Gefchichte der Holzfchneidekunft» 
ging, mufste er fich zuvörderft über die Vorarbeiten orientieren. Und ein trau- 
riges Bild bot fich den Augen des jungen Schriftftellers dar, der wohl die 
Kraft in fich fühlen mochte, das Vorhandene zu einem harmonifchen Ganzen 
zu vereinen, dem aber die notwendigen Eigenfchaften, der Bahnbrecher auf 
diefem Gebiet zu werden, noch fehlten. Dem jungen Heller ftand noch nicht 
die gereifte Erfahrung zur Seite, nicht der fichere, geübte Blick, welcher diefe 
Wirrnis kühn durchfehneiden konnte, — er mufste fich dem maffenhaften Ma- 
terial gegenüber befangen fühlen. Und nur Rohfloff war es, mit dem er zu 
rechnen hatte! Wohl lernte er Wippeis Arbeit über die märkifchen Form- 
fchneider fchätzen, wohl hatten Heinecken, Breitkopf, »von Murr, Janfen und 
von Derfchau manchen Stein zum Bau bereits beigetragen, aber ihre Arbeiten 
erftrecken fich doch nur auf einzelne Gebiete der Holzfchneidekunft, — eine 
zufammenfaffende Darftellung zu geben liegt ihnen ferne. Heineckens Werk*) 
geht nicht auf das Schickfal der Formfchneidekunfl im 16., 17. und 18. Jahr- 
hundert ein. — Breitkopfs Arbeit**) bietet ganz bedenkliche Lücken dar 
und erftreckt fich zudem nur auf die Entftehung der Formfchneidekunfl 
und auf ihre Gefchichte bis in das 16. Jahrhundert. — Die Quinteffenz 
der von Murrfchen Anflehten***) ift immer und ewig die, dafs China und 
Nürnberg den wefentlichflen Anteil an der Holzfchneidekunft haben. — 
Janfen giebt in feinem: Effai für Vorigine de la gravure en bois (Paris 1808) 
lediglich eine Zufammenflellung der Meinungen feiner Vorarbeiter und Derfchaus 
kurze Abhandlung f) kann jedenfalls auch nicht den Mangel einer vollftändigen 
Gefchichte erfetzen. Bartfeh ff), der ja für den Kupferftich in der Richtung 
der Katalogifierung rüftig vorgearbeitet und felbfl über die Gefchichte der 
Kupferflecherkunft fehr gewandt und lehrreich gefchrieben hatte, berührt die 
Formfchneidekunfl nur fehr oberflächlich. Für die Gefchichte der Spielkarten 
fand Heller indes in: Zani, Materiali per fervir alla fioria delV ineiftone in 
rame, in legno etc. eine fehr wertvolle Quelle. — Das waren die hauptfäch- 
lichften Vorarbeiten, welcher fich Heller zu bedienen hatte. Von brauchbaren 



*) Heinecken, Idee generale d'une collection completie d'eflampes. Leipzig 1 7 7 1 . 

**) Breitkopf, Verfuch, den Urfprung der Spielkarten, die Einführung des Leinenpapieres 
und den Anfang der Holzfchneidekunft in Europa zu erforfchen. Leipzig 1784— 1801, 4". 

***) Murr, Journal zur Kunftgelchichte und zur allgem. Litteratur. 17 Teile mit Kupf. 
Nürnberg, 1776 — 90. 8°. 

t) Derfchau, Holzfchnilte alter deutfeher Meifter. Als ein Beitrag zur Kunftgefchichte 
herausgegeben mit einer Abhandlung über die Holzfchneidekunft und deren Schickfale begleitet 
von K. Z. Becker. Gotha 1808. 3 Liefer. Imp. -Fol. 

tt) Bartfeh, le peintre graveur 1802 — 21. XXI vols. 



XVII 



Einzelunterfuchungen und Monographien konnte natürlich nicht die Rede fein. 
Für die bedeutendften Meifter war noch kein Katalog ihrer Holzfchnitte er- 
fchienen, Heller fah fein Werk über Lukas Cranach ziemlich vereinfamt auf der 
Höhe der damaligen Wiffenfchaft flehen. 

Es bedarf wohl nicht der Versicherung, dafs es unter folchen Umftänden 
fchwer, fehr fchwer war, Brauchbares zu liefern, und doch gelang es Heller, 
ein Werk zu fchaffen, dem wir auch heute unfre Achtung nicht verfagen können. 
Was ihm fehlte, wufste fich Heller mit eiferner Energie anzueignen, und fein 
Fleifs liefs ihn nicht im Stiche. 

Das Werk Hellers führt den Titel: 

«Gefchichte der Holzfchneidekunft von den älteften bis auf die neuefl.cn 
Zeiten, nebft zwei Beilagen, enthaltend den Urfprung der Spielkarten und ein 
Verzeichnis der fämtlichen xylographifchen Werke von Jofeph Heller. Bamberg, 
im Verlage bei Carl Friedrich Kunz 1823». In der Vorrede weift der Ver- 
faffer namentlich auf die Schwierigkeit hin, die entweder gar nicht oder falfch 
entzifferten Monogramme dem richtigen Künftler zuzuweifen. Heller war fich 
wohl bewufst, dafs er nicht im Stande fein könne, alle Fragen zu löfen — er 
war fich wohl bewufst, dafs er keine erfchöpfende Darftellung, keine ab- 
fchliefsende Arbeit übergeben könne. Und deshalb war er auch berechtigt, 
jedem Unfehlbarkeitsdünkel ferne, feinem Buche die Worte voranzufetzen : 
«. . . Centum oculos Argus habuit, nec tarnen ßc omnia vidit, quid ergo miruut, 
fi nonnulla fubterfugiunt minus oculatum*. Die Beurteilung, welche das Werk 
fand, war keineswegs eine einhellig günftige; man war fo pedantisch, Heller 
einiger Fehler wegen, die nicht einmal die Sache felbft, fondern nur das aus 
anderen Wiffenfchaften herangezogene Beiwerk betrafen, in wenig taktvoller 
Weife anzugreifen und ihn und fein Werk namentlich deshalb zu Verladern, 
weil ein lapfus memorice in der Gefchichte der Holzfchneidekunft figuriert, der 
von einem geifllofen Recenfenten triumphierend als vollgültiger Beweis der Un- 
kenntnis Hellers auf — geographischem Gebiete angeführt wurde. Wahrlich ein 
billiger Triumph, den man jenem nörgelnden Zeitungsfchreiber gönnen durfte! 

Auch die Gefchichte der Holzfchneidekunft ift nicht von dem Vorwurfe 
verfchont geblieben, dafs fie in einzelnen Teilen zu oberflächlich gearbeitet fei 
— und doch ift gerade diefes Werk ein lautes Zeugnis für die bahnbrechende 
Thätigkeit Hellers. Freilich find es keine geiflfprühenden Bemerkungen, keine 
amüfanten Mitteilungen, welche wir von Heller zu erwarten haben, — in wenig 
glattgelecktem Stile, in oft altfränkifcher und naiver Sprache trägt er Schlicht 
und einfach feine Meinung vor. 

Heute können wir wohl ein ficheres Urteil über Hellers Werk fällen, und 
es wird nicht zu feinen Ungunften lauten. Wir wollen es ihm nicht vergeffen, 
dafs er der erfte war, welcher eine Gefchichte der Holzfchneidekunft Schrieb, 
und zwar in einer Zeit, die keineswegs günftig zur Bebauung diefes Steinigen 
Feldes war. Und nach ihm hat die wiffenfchaftliche ForSchung 50 Jahre lang 

ke i 1 3 c h u Ii , Mamiücriptn llellcriana. JJ 



XVIII 



diefes Feld brach liegen gelaffen. Wir vermiffen heute noch wertvolle Mono- 
graphien und felbft für Holbein und Dürer ift ein völlig abfchliefsender, auf der 
Höhe der Wiffenfchaft flehender Katalog ihrer Holzfchnittwerke noch nicht er- 
fchienen. Schaslers «Schule der Holzfchneidekunft» (1866) kann allerdings 
recht gute Dienfte leiflen, und Buchers unter Beihilfe Lippmanns herausgegebene 
treffliche Arbeit über die Formfchneidekunft in Buchers «Gefchichte der tech- 
nifchen Künfte» vermag auch höher geftellten Anforderungen zu genügen. Aber 
gerade diefe Arbeit zeigt fo recht deutlich, dafs feit Hellers Zeiten die For- 
fchung auf diefem Gebiete nur wenige Fortfehritte von wefentlicher Bedeutung zu 
verzeichnen hat. Der Mangel an brauchbaren Vorarbeiten und Detailftudien hat 
diefer Arbeit doch feine wefentlichfte Signatur aufgeprägt. Die Anforderungen, 
welche die heutige Wiffenfchaft an eine Gefchichte der Holzfchneidekunft zu 
flehen hat, find andere, als zu Hellers Zeiten. Es genügt nicht mehr ein kur- 
forifcher Gang durch die flattliche Reihe der xylographifchen Werke und der 
einzelnen Blätter — feitdem durch T. O. Weigel und A. Zeflermann die Schätze 
der Sammlung des erfleren, durch Effenwein die älteften Holzfchnitte des Ger- 
manifchen Mufeums in Nürnberg, durch W. Schmidt die Incunabeln des Holz- 
fchnittes in der Königl. Hof- und Staatsbibliothek zu München und im Kupferftich- 
und Handzeichnungskabinet dafelbfl veröffentlicht wurden, feitdem kann man von 
einer Gefchichte der Holzfchneidekunft mit Fug und Recht erwarten, dafs fie 
ein abgefchloffenes, gerundetes Bild geben wird, dem nicht allein der Befitz der 
erwähnten Sammlungen als Folie dient, fondern das auch auf die übrigen Schätze 
die gebührende Rückficht nehmen wird. R. Muthers «Deutfche Bücherilluftration 
der Gotik und Frührenaiffance» ift bei allen Unebenheiten in der Darftellung eine 
warm zu begrüfsende Arbeit auf einem bisher faft unbeachtet gebliebenen Ge- 
biete. Nicht nur, dafs diefem wichtigen und umf äff enden Kapitel der Gefchichte 
des alten Holzfchnittes, der Bücherilluftration, bis jetzt fehr geringe Aufmerk- 
famkeit zugewendet wurde: man hatte auch gar nicht den Verfuch gewagt, fie 
im Zufammenhange zu behandeln. Es war alfo ein fehr glücklicher Gedanke, 
aus dem weiten Gebiete diefer Kunftübung einen gröfseren Abfchnitt, ihren 
Beginn und ihre Blütezeit, zufammenfaffend und erfchöpfend darzuftellen. Und 
wir werden das Werk Muthers als ein um die Gefchichte des alten Holzfchnittes 
immerhin verdienftliches bezeichnen können. 

Aus der berufenen Feder Friedrich Lippmanns haben wir eine in dem 
grofsartig angelegten Werke: «Gefchichte der deutfehen Kunft» erfcheinende 
Gefchichte des Holzfchnittes und Kupferftiches zu erwarten, und, wie ich höre, 
fteht noch eine andere Gefchichte der deutfehen Holzfchneidekunft in naher 
Ausficht. Die Erwartungen, welche fich an das Erfcheinen diefer beiden Ar- 
beiten knüpfen, find nicht zum Geringften beeinflufst durch den bisherigen fühl- 
baren Mangel einer umfaffenden Darftellung jenes Gebietes, und mit Ungeduld 
und Spannung fieht man dem Erfcheinen diefer Werke entgegen, deren eines 
die vervielfältigenden graphifchen Künfte vereint zum Gegenflande der Be- 



XIX 



fprechung nehmen, während das andere fich auf eine Darfteilung nur eines 
Repräfentanten jener Gruppen befchränken wird. — 

Es ift nicht mehr als eine unabweisbare Notwendigkeit, die natürliche Folge 
des Fortfehrittes in der Kunftgefchichte, welche von Tag zu Tag lauter ihre 
Rechte geltend macht, wenn die Werke Jofeph Hellers durch neue Publi- 
kationen verdrängt werden. Ob fie den Händen alter Sammler, welchen die 
Hellerfchen Arbeiten fo fehr ans Herz gewachfen find, durch jene neuen Er- 
fcheinungen entriffen werden können, möchten wir freilich bezweifeln. So ift 
es jedenfalls bemerkenswert, dafs Hellers «Monogrammen-Lexikon, ent- 
haltend die bekannten, zweifelhaften und unbekannten Zeichen, fowie die Ab- 
kürzungen der Namen der Zeichner, Maler, Formfchneider, Kupferftecher, 
Lithographen u. f. w. mit kurzen Nachrichten über diefelben. Bamberg bei 
J. G. Sickmüller 1831» trotz Naglers vorzüglichem Werk ein gewiffes An- 
fehen in Sammlerkreifen behauptet hat: es mag dies vor allem der kurzen, prä- 
eifen Faffung jener Arbeit zu verdanken fein, die den Gebrauch umfangreicherer 
Lexika entbehrlich macht. Die Gefchichte diefes Monogrammen-Lexikon ift 
in mancher Hinficht von Intereffe. Heller fah fich infolge feiner Befchäftigung 
mit dem Handbuch für Kupferftichfammler, den Werken Lukas Cranachs, 
der Gefchichte der Holzfchneidekunft und den Werken Albrecht Dürers darauf 
angewiefen, der Entzifferung von Monogrammen mit hingebender Liebe fich 
zu widmen. Ein Gebiet, auf dem der Zweifel eine Rolle von fo hervorragen- 
der Bedeutung fpielt, wird aber immer fpröde und undankbar bleiben. Mit Recht 
fagt Heller: «Wer das Mühfelige der Zufammenftellung fo unendlich zer- 
ftreuter Einzelheiten zu würdigen weifs, wird mir auch ohne Verficherung glauben, 
dafs diefe Arbeit nicht auf Gewinn berechnet war, fondern dafs ich für diefelbe 
nur Lohn finden werde in der Anerkennung meines eifrigen Strebens, dem 
Kunftpublikuin durch diefe neue Bearbeitung meines Monogrammlexikons ein 
nützliches Werk an die Hand zu geben.» 

Es ift bekannt, dafs man fchon im 17. Jahrh. das Bedürfnis fühlte, in 
eigenen Schriften über Monogramme diefe Zeichen der Künftler aufzulöfen; das 
erfte gedruckte Buch über Maler- und Kupferftecher -Monogramme verdanken 
wir dem Abbe Marolies. Nach diefem find es Florent le Comte, Sandrart, 
Anton Pellegrin Orlandi zu Bologna, Sigmund Jacob Apin, Papillon, Bafan, 
Gandellini, Strutt, von Heineken, Huber, Roft, Malpe, Bartfeh, Ottley, Joubert, 
Murr und Meufel, welche den Monogrammen ihre befondere Aufmerkfamkeit 
zuwendeten. Bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts aber dauerte es, bis 
ein felbftändiges Werk über die Monogrammenkunde erfchien. Joh. Friedrich 
Chrift brach auf diefem Gebiete mit wahrhaft bewundernswertem Fleifse Bahn. 
Sein Werk: «Anzeige und Auslegung der Monogrammatum» wurde mit all- 
gemeinem Beifall aufgenommen, aber es ergab fich bald, dafs es einer Ergän- 
zung wohl bedürftig wäre. Volkmann und Hagen fammelten rüftig wertvolle 
Beiträge zu einer folchen Aufgabe, und der letztere zeigte fich gefonnen, um 

II* 



XX 



1797 eme neue Auflage herauszugeben. Als indes diefes Vorhaben an perfön- 
lichen Verhältniffen fcheiterte, fafste Dr. Vulpius, der Schwager Goethes, den Ent- 
fchlufs, mit Hilfe der in feinen Befitz gekommenen Volkmannfchen Handfchrift 
eine neue Ausgabe des Chriftfchen Werkes zu veranftalten. Gleichzeitig wen- 
dete fich aber auch Heller an die Verlagshandlung mit der Anfrage, ob fie 
gefonnen fei, entweder das Chriftfche Lexikon wieder aufzulegen oder ihm die 
dazu verwendeten Holzftöckchen und das Verlagsrecht käuflich zu überlaffen. 
Die Unterhandlungen wurden aber abgebrochen, und Heller entfchlofs fich, ein 
vollkommen felbftändiges Werk über die Monogramme auszuarbeiten. Während 
nun Vulpius und Heller an ihren Lexicis — jeder von beiden felbftändig — 
arbeiteten, erfchien das bekannte Werk von Franz Brulliot und hierauf ein Mono- 
grammen -Lexikon von Stellwag. Vulpius, der Vielbefchäftigte, gelangte niemals 
zur Herausgabe feines Werkes : er gedachte fpäter Heller feine Materialien voll- 
ftändig zur Verfügung zu Hellen. Und nach feinem Tode fcheint dem Bam- 
berger Kunflforfcher auch durch Vulpius' Sohn ein Einblick in die Vorarbeiten 
zu diefem Lexikon geftattet worden zu fein. 

Hellers Werk aber bedurfte keiner Entfchuldigung mit auf den Weg; es 
wufste fich, trotz all' feiner Vorgänger, in die Kreife der Sammler einzuführen 
und dort dem Sammeleifer die thatkräftigfte Unterftützung zu leihen: ein prak- 
tisch angelegtes, überfichtliches und handliches Werk, wie diefes Lexikon, 
mufste fich zahlreiche Freunde erwerben. Heller wollte zur Hebung und 
Förderung der Kunft ein nicht zu umfangreiches, von den Privaten leicht zu 
befchaffendes Buch bieten, und er täufchte fich nicht, wenn er annahm, dafs 
fein Lexikon dem angehenden Sammler ein unentbehrlicher Wegweifer auf dunklem 
Pfade, dem Kundigen aber eine willkommene Gedächtnisftütze werden würde! 



III. 

Jofeph Heller und die Dürer-Forfchung. 



enn wir einen Blick auf die reich angefchwollene Dürerlitteratur werfen, 
fo müffen wir notwendigerweife auf eine alle Gebildete, wefs Standes 
und Faches fie auch fein mögen, warm durchdringende und umfchlingende Sym- 
pathie für den grofsen Nürnberger Meifter fchliefsen. Und in der That: im 
Salon unterhält man fich mit flaunenswerter Dürer-Kenntnis über die neuefte Er- 
werbung des Berliner Mufeums — in jeder Galerie, die im Rufe fleht, einen 
echten Dürer ihr eigen nennen zu können, treffen wir Schauluftige, die für den 
biedern Meifler eine fchwärmerifche Verehrung zur Schau tragen, und felbft 
der fchlichte Biertifch weifs von wunderbar enthufiasmierten Dürerianern zu er- 
zählen. In der Wertfehätzung des Meifters überbieten fich Alle! Und wehe 
dem, der fich erkühnen wollte, die frevelhafte Äufserung aufzuftellen, die Dürer- 
Kenntnis befchränke fich bei der Mehrzahl der Verehrer des Meifters auf ein 
mehr oder weniger oberflächliches Kennen der Namen der meiftgerühmten 
Werke Albrecht Dürers! Jedenfalls dürfen wir nicht fo optimiftifch fein, zu 
wähnen, dafs fich Viele für die Schöpfungen Dürers wirklich begeiftern können. 
Wohl nur dem reifen Freunde der Kunft geht der innerfte Wert des Meifters auf, 
fein Reichtum an Geift und die Tiefe feiner Seele. Gottfried Kinkel fagte 
einmal mit Recht, dem Laien follte man es ehrlich vorausfagen, dafs Dürers 
Sinn für anmutigen Flufs der Linien fchwach war, dafs er den Idealismus der 
Form mit Bewufstfein verfchmähte und dafs feine Stärke in der Strenge der 
Charakteriflik beftanden hat, die befonders in feinen Frauengeftalten fogar dem 
llafslichen nicht aus dem Wege ging. 

Als Jofeph Heller im November 182 1 feine «Anzeige und Bitte» erliefs, 
die das Erfeheinen feines Werkes über Dürer verkündete; konnte von einem 
Dürerkultus, wie wir ihn heute ausgebildet fehen, keine Rede fein. Damals 
mufste fich der Meiller mit der einfachen Wertfehätzung der Kunftverfländigen 
begnügen — einige Jahrzehnte vorher fchrieb Goethe über Dürer an Lavater: 
«denn ich verehre täglich mehr die mit Silber und Gold nicht zu bezahlende 
Arbeit des Menfchen, der, wenn man ihn recht im Innerflen erkennen lernt, 



XXII 



an Wahrheit, Schönheit und felbft an Grazie nur die erflen Italiener zu Seines- 
gleichen hat. Diefes wollen wir nicht laut fagen!» 

In einer Zeit alfo, die noch nicht laut zu bekennen wagte, was heute Allen 
zum Bewufstfein gekommen ift, trat Heller mit feiner Bitte um Unterftützung 
feines Werkes über Dürer an das Publikum. Er fagte wörtlich: 

«Ich bin gefonnen, diefes Werk in drei Bändchen abzutheilen. Das erfle 
foll das ausführliche Leben diefes grofsen Künfllers enthalten. 

Im zweyten wird ein Verzeichnifs feiner fämmtlichen Werke mit Be- 
urtheilungen und hiftorifchen Anmerkungen geliefert. Im erften Abfchnitte 
desfelben werden die Gemälde und Zeichnungen, im zweyten Kupfer- 
ftiche, Holzfchnitte, und dasjenige, was nach ihm geftochen wurde, auf- 
geführt. Nicht allein follen die Kupferfliche und Holzfchnitte genau be- 
fchrieben, fondern auch alle Kopien fowohl von der Original- als Gegenfeite 
angegeben werden. Im dritten Abfchnitte wird man fämmtliche Ausgaben 
feiner gedruckten Werke und alle auf ihn geprägte Medaillen befchrieben 
finden. 

Im erften Abfchnitte des dritten Bändchens follen Dürers Briefe, das 
von ihm fleifsig geführte Tagebuch und jenes feiner Reife nach Holland, 
dann noch andere Auffätze deffelben abgedruckt werden, fo wie im zweiten 
Abfchnitte Briefe an ihn, und Urtheile gleichzeitiger Perfonen über ihn. 

Verfchiedenes ift fchon in Zeitfchriften und Büchern zerftreut anzutreffen, 
und defswegen fchwer zu finden. Vieles ift noch ungedruckt in manchem Ar- 
chive, in öffentlichen und Privat - Bibliotheken verborgen; einzeln kann es Nie- 
manden nützen. Würde es auch einzeln gedruckt, fo könnte es als Fragment 
der Erwartung eben fo wenig entfprechen, als mich von meinem Vorhaben 
abhalten, und Anderen unnöthige Korten machen. 

Ich erfuche daher alle Freunde der fchönen Wiffenfchaften und Künfte, 
alle Literatoren, Kunftgelehrte , Kunfthändler und andere Befitzer von Gemälde-, 
Kupferftich-, Münz- und Antiquitäten-Sammlungen, mich in diefem Unternehmen 
zu unterftützen. 

Meine Bitte geht dahin: Sie möchten mir zur Anficht, oder noch lieber 
zum Kaufe ungedruckte Nachrichten über Dürer, Befchreibungen 
feiner Gemälde, Bildhauer- Arbeiten und Handzeichnungen, die zu 
feinem Andenken geprägten Medaillen, feine Kupferfliche, Holzfchnitte, 
fowie auch Kopien nach den Kupferftichen und Holzfchnitten , dann alles, 
was nach feinen Zeichnungen und Gemälden geftochen wurde, zufchicken. 
Sollten einzelne Auffchlüffe fich in wenig bekannten Zeitfchriften oder Büchern 
befinden, oder einige der oben genannten Gegenflände mir nicht zugefendet 
werden können, fo erbitte ich mir die genaue Befchreibung, oder zum wenigften 
die Anzeige. Alle folche Mittheilungen follen auf das dankbarfte benüzt, und 
mit dem Namen der Einfender bezeichnet werden. Die Zufendungen felbft 
erbitte ich mir unfrankirt- 



XXIII 



Obgleich ich zu hoffen berechtigt bin, mein Verfuch über Dürer möchte 
ebenfalls mit Beyfall aufgenommen werden, weil er fich durch Ausführlichkeit 
vor feinen Vorgängern auszeichnen, und das Andenken des vorzüglichften deut- 
fchcn Künfllers erhalten wird, fo wählte ich doch den Weg der Subfcription, 
um mein Ziel deflo leichter zu erreichen, einen Theil meiner Auslagen damit 
zu decken, und das Werk fo wohlfeil als möglich geben zu können. Je gröfser 
daher die Anzahl der HH. Subfcribenten feyn wird, defto weniger foll das 
Werk koflen. 

Meine Mühe opfere ich dem grofsen Künftler als Zeichen der Erkennt- 
lichkeit für den Genufs, welchen mir feine Werke gewährten.» 

Vier Jahre nach diefer Anzeige erfchien der II. Band des Werkes unter dem 
Titel: «Das Leben und die Werke Albrecht Dürers von Jofeph Heller. Zweyter 
Band. In drey Abtheilungen. Mit drey Abbildungen. Bamberg, Verlag von 
C. F. Kunz. 1827.» Bei feiner Bearbeitung des Lebens und der Werke Cranachs 
hatte Heller eine treffliche Vorübung für die unendlich fchwierigere und um- 
faffendere Aufgabe, eine der Vollftändigkeit möglichft nahekommende Zufammen- 
flellung der Werke Dürers zu geben. Zwar fprach man fchon zur Zeit des Er- 
fcheinens des Hellerfchen Werkes davon, dafs über keinen Meifler — Raphael 
ausgenommen — fo Vieles und auch Gutes gefchrieben worden ift, als über 
Albrecht Dürer. Nicht nur, was er als Künftler war und unmittelbar leiflete, fon- 
dern auch feine Zeit, fein Standpunkt zu diefer feiner Zeit, fein grofser Einflufs 
damals und fpäter, ja das durchaus Würdige, Achtung und Liebe Gebietende 
feines Gharakters und Wandels als Menfch: dies vereinigt brachte diefes viel- 
fältige und an Erfolg reiche Bemühen hervor, welches fchon frühzeitig, fchon 
vor Heller, von nicht zu unterfchätzender Wirkung und Bedeutung war. In- 
defs zeigte das Werk Hellers nur zu deutlich, dafs die kleinen Arbeiten von 
Arend, Knorr, Will, Schöber, Roth und Weife fchwerlich als ernlle vvil'fen- 
fchaftliche Publikationen betrachtet werden können. Es war fonach nicht zu 
verwundern, wenn nach folchen Vorgängern Hellcr'n eine fchwierige Arbeit er- 
wartete. Ausgezeichnete Kenntniffe, hiftorifche und artiflifche, waren zur Be- 
wältigung diefer Aufgabe unumgänglich nöthig, und ein eiferner Fleifs, wie ihn 
glücklicherweife Heller befafs, mufste den Verfaffer an den Klippen vorbeiführen, 
wenn der Mut ob des gefährlichen Wagniffes zu fmken drohte. 

Heller fchickte dem erften Bande den zweiten voran. Diefer enthält die 
Aufzeichnung der fämtlichen Gemälde, Zeichnungen, plaflifchen Arbeiten, 
Kupfcrfliche und Holzfchnitte von und nach Dürer. Diefes Vorausfenden des 
zweiten Bandes hing mit der Abficht zufammen, über die in dem Verzeichnis 
vorkommenden Unrichtigkeiten Aufklärung und Berichtigung zu erhalten, damit 
folche dem erften oder dritten Bande angehängt werden könnten. 

Aus allen Teilen Deutfchlands gingen Heller Beiträge zu feinem Werke 
zu; er fand es aber für notwendig, eine Reife nach Wien zu unternehmen, die 
k. k. Sammlungen, die Albertina und andere reiche Privatfammlungen zu be- 



XXIV 



fuchen, (ich befonders ein genaues Verzeichnis der Dürerfchen Kopien zu 
fertigen und dadurch feiner Arbeit den ihm möglichen Grad von Vollkommen- 
heit zu geben. Diefer «Grad der Umftändlichkeit» und die daraus entfprungene 
Weitläufigkeit und Trockenheit der Darfteilung, ferner der Umftand, dafs für 
die Form des Werkes gar manches zu wünfchen übrig geblieben ift, zog Heller, 
bei aller Anerkennung, die ihm gezollt wurde, auch manches fchwer zu ver- 
zeihende, bittere Wort zu. Dafs da, wo eigenes Prüfen unmöglich ift, viele, 
fonft auch genaue Angaben fchwanken, andere offenbar täufchen, die Originalität 
nicht immer ficher zu ermitteln möglich war, manches thatfächlich Originale 
im Privatbefitz Heller unbekannt geblieben ift und gar manches offenbar Un- 
echte dem Verfaffer als Original genannt, auch hier alfo angeführt wird: das 
war faft unvermeidlich und wird es, wenigftens bei manchen Gegenftänden, 
noch länger bleiben. Bei den Kupferftichen und Holzfchnitten aber hat Heller 
keine Mühe gefcheut, Originale und Kopien von jeder Art zu fammeln, zu 
vergleichen und zu fondern. Hier gewann der Verfaffer feften Boden, und hier 
finden wir faft. durchweg fehr genaue Angaben, die Befchreibungen genügend, 
und wohl mehr als das, die Hilfsmittel der Erkennung, der Unterfcheidung der 
Kopien u. dergl., und auch die hiftorifchen Nachweifungen vollftändig und be- 
friedigend. Die Abbildungen, welche dem Buche beigegeben find, enthalten 
auf zwei Tafeln Andeutungen über das Verhältnis Dürerfcher Originale in 
Kupferftich und Holzfchnitt zu ihren Kopien. Auf der dritten eine Nachbildung 
Dürerfcher Lettern. 

Heller fah fich der zuflrömenden Fülle wegen genötigt, diefen zweiten 
Band in drei Abteilungen zu bringen, wovon die beiden erften bei Kunz (1823) 
erfchienen, während der dritte noch ungedruckt war. Man mufs dem Mut der 
fo vieles energifch ins Werk fetzenden Brockhausfchen Buchhandlung Gerech- 
tigkeit widerfahren laffen, dafs üe in jenen Zeiten, wo eher alle andern Käuze 
aus der Hammelburger Reife als die attifchen Silberkränze in die Tafche der 
Buchhändler flogen, es wagte, 183 1 den 2. Band in feinen 3 Abteilungen in 
Verlag zu nehmen. Allen Sammlern und Kunftfreunden aber war diefe Erfchei- 
nung um fo willkommener, als viele fchon die Hoffnung, die drei Abteilungen 
vereint zu befitzen, aufgegeben hatten. Der dritte Abfchnitt bringt Mitteilungen 
über Dürers Schriften und alle Bücher, worin Abbildungen, Verzierungen, Por- 
träts u. f. w. von und nach Dürer vorkommen, fowie eine Zugabe über Dürer- 
fche Medaillen. 

Der erfte Band, die Biographie Albrecht Dürers, ift niemals im Drucke 
erfchienen, indes liegt er, wenn auch nicht druckreif, fo doch im Grofsen 
und Ganzen vollendet, vor. A. van Eye fagt in der Vorrede zu feiner Dürer- 
Biographie: «Hellers Manufkript zum nicht herausgekommenen erften Bande 
feines Werkes über A. Dürer befindet fich in Bamberg, war mir indes nicht 
zugänglich. Doch erfuhr ich genau, woraus Heller gefchöpft, und war durch 
die Umftände begünftigt, weiter dringen zu können, als ihm möglich geworden.» 



XXV 

Fr. v. Weech bedauerte in Sybels hiftorifcher Zeitfchr. (1861), dafs Eye die 
reichen Materialien, welche Heller zur Gefchichte Dürers fammelte, nicht be- 
nützte, und fprach darüber feine Verwunderung aus, weil fie in der für Jeder- 
manns Befuch offenflehenden Königlichen Bibliothek in Bamberg aufbewahrt 
feien, v. Eye Hellte dem in der «Allgem. Zeitung» (1861 Nr. 262) entgegen, 
das Hellerfche Manufkript hätte fich zu der Zeit, als er fein Buch abfafste, im 
Befitze eines Privatmannes*) zu Bamberg befunden, der feine Bitte, dasfelbe ein- 
fehen zu dürfen, mit der Bemerkung abgefchlagen habe: er beabfichtige es 
fpäter felbft herauszugeben. Eye fchlofs daran die Folgerung, diefer Privat- 
mann habe feinen Befitz wahrfcheinlich erft an die Bamberger Bibliothek ab- 
gegeben, nachdem er fich auch feiner übrigen Kunft- und Altertums -Denkmäler 
entäufsert. Weech erklärte nun in der «Allg. Ztg.» auf das Pofitivfle, dafs das 
betr. Manufkript nie in Privathänden gevvefen ift, feitdem Heller ftarb. Diefe 
Behauptung ift vollkommen richtig, jener Privatmann wufste offenbar Herrn 
v. Eye gefchickt zu täufchen. 

Auch den dritten Band ift uns Heller fchuldig geblieben; er follte in fei- 
nem erften Abfchnitte die Briefe Dürers an Wilibald Pirkheim er, Jacob Heller 
in Frankfurt, Konrad Merkel in Ulm, Michael Behaim in Nürnberg, Krefs in 
Nürnberg, Kardinal Albrecht zu Mainz, Frey in Zürich, ferner Schreiben an 
den Rat zu Nürnberg und Quittungen bringen. Diefen follten fich Dürers poe- 
tifche Verfuche anreihen, fowie die Familien-Nachrichten und Fragmente aus 
Dürers Tagebuch. Den Schlufs diefes Abfchnittes follte das Tagebuch der Reife 
in die Niederlande bilden. Für den IL Abfchnitt waren die Briefe und Dcdi- 
kationen an Dürer, die Urteile von fpäteren Schriftftellern, ferner Epicedien, 
Grabfchriften und Gedichte auf Dürer und fchliefslich eine Angabe aller 
Quellen, welche Heller zu feinem Werke benützte, beftimmt. 

Als Einladungsfchrift zur Feier des 300jährigen Dürer-Jubiläums liefs Heller 
1828 feine kleine Arbeit: «Albrecht Dürer in Bamberg in den Jahren 1517, 
1520 und 1521» erfcheinen. 

Im Jahre 1828 erfchien im Verlage der Gampefchen Verlagshandlung ein 
Büchlein, das den Titel führte: «Reliquien von Albrecht Dürer, feinen Ver- 
ehrern geweiht.» Als Herausgeber nannte fich in der Vorrede Dr. Friedrich 
Gampe. Die «Reliquien», in welchen der gröfste Teil von Albrecht Dürers litte- 
rarifchem Nachlafs Aufnahme gefunden hatte, erwarben fich rafch Freunde und 
liefsen bei den meiften Dürer -Verehrern damaliger Zeit das Nichterfcheinen des 
dritten Bandes von Jofeph Hellers Werk: «Das Leben und die Werke Albrecht 
Dürers» verfchmerzen. Bis zur Stunde waren auch Alle über das Verdienft 
einig, welches fich Campe durch feine «Reliquien» erworben, und ift auch 
das Büchlein heute eine literarifche Seltenheit geworden, fo werden doch we- 
nige Dürerkenner und Verehrer fein, welche es fich nicht zu verfchaffen gewufst 



) Martin Jofeph von Reider. 



XXVI 



hätten, wenn es galt, lieh in Sachen Dürers Rat zu erholen. Als ich an die 
Herausgabe des Tagebuchs Albrecht Dürers ging , welches der Meifler auf feiner 
niederländifchen Reife führte, mufste es mir auffallend erfcheinen, dafs Campe, 
der ja auch das Tagebuch publizierte, verfchweigt, aus welcher Handfchrift 
er drucken liefs, und wo fich diefelbe befand. Heller giebt uns indes darüber 
an zwei Stellen Auffchlufs. Er fagt im 2. Bande feines Werkes über Dürer 
S. 1079 gelegentlich der Erwähnung der «Reliquien»: «Diefe Ausgabe beforgten 
wir grösstenteils. Auch teilten wir hier zum erften Male den Abdruck von 
Dürers Reifejournal mit.» Im «Archiv für die Gefchichte des Ober-Mainkreifes» 
(I, 2. 1832, S. 94) teilt Heller mit, dafs er Dr. Campe das Reifetagebuch 
Dürers, mit Anmerkungen begleitet, eingefendet hat. Aus diefen bisher wenig 
oder gar nicht beachteten Stellen dürfte fchon genügend erhellen, dafs der 
eigentliche Herausgeber der «Reliquien» Jofeph Heller war. Zu allem Über- 
fluffe hat fich nun aber die Korrefpondenz Campes mit Heller vorgefunden, 
welche wohl geeignet ift, jeden Zweifel über das angedeutete Verhältnis Hellers 
zu den «Dürer-Reliquien» zu verfcheuchen. 

In einem lediglich gefchäftlichen Briefe Campes an Heller vom 21. April 
1827 macht der Nürnberger Buchhändler ihn mit feinem Projekte bekannt: 
«Auch bin ich längfl damit befchäftigt, Bruchftücke von A. Dürer zu drucken, 
z. E. feine Briefe an Pirkheimer, feine Familiennachrichten im alten Sandrart, 
fein Reifejournal etc., ganz kleines Tafchenformat für Reifende, unter dem 
Titel: Düreriana. Können Sie mir dazu etwas geben oder nachweifen?» 
Aus diefer Mitteilung geht hervor, dafs Campe die Abfchrift der Familien- 
nachrichten in der Stadtbibliothek — und dort befand fie fich doch wohl 
fchon 1827 — nicht kannte. Am 30. Mai 1827 fchreibt Campe: «Ihr freund- 
liches Anerbieten, mir Ihre Abfchrift von Dürers Tagebuch mitzuteilen, nehme 
ich dankbar an, und bitte Sie, mir folches durch nächften Boten zukommen zu 
laffen. Die Vergleichung der Briefe hat eine artige Ausbeute gegeben, und mir 
manches Lächeln über Murr abgedrungen, z. E. : „fagent meiner Mutter dafs 
fie auf das Herltib feil lafs haben".» Campe teilt nun mit, wie er fich diefe 
Stelle auslege, und wie er fie auch in den «Reliquien» kommentierte — aller- 
dings irrtümlich! Nachdem Campe aufgeführt hat, was er von und über Dürer 
bereits zufammengefügt, fchreibt er: «Wiffen Sie noch etwas Intereffantes , fo 
bitte ich um Mitteilung. Es foll ein kleines Büchelchen werden für Fremde, 
die Nürnberg befuchen — und auf diefe Weife folgen andere Büchelchen, z. B. 
Hans Sachs, Neudörffer etc.» Am Schluffe diefes Briefes kommt er nochmals 
auf fein geplantes Unternehmen zurück: «In die Düreriana will ich auch 
feine Reime mit aufnehmen; haben Sie eine vollfländige Abfchrift, fo bitte ich 
darum.» In einem Schreiben vom 8. Juni 1827 bittet er Heller um fofortige 
Zufendung der «Poefien Dürers». Der nächfle Brief Campes (vom 11. Juni) 
ift nur feinem Unternehmen gewidmet: er bittet freundlichfl. um baldige Zu- 
fendung des Reifejournals, fowie der Briefe an Jakob Heller, Chrifloph Krefs 



xxvn 



und an den Kurfürften von Mainz. Campe fährt dann fort: «Was ich geben 
will, habe ich Ihnen gefagt; wie dies gefchehen foll, erfehen Sie aus anliegender 
Korrektur. Lefen Sie folche, mit der Feder in der Hand, durch; korrigieren 
Sie, was Sie finden« etc. Campe legt fodann nochmals den Zweck des Schrift- 
chens klar: «Es foll eine Kleinigkeit werden für Fremde. Diefe fuchen einen 
Pinfelfliel, einen Hobelfpahn etc. in feinem Haufe; für wenig Geld will ich 
ihnen beffere Reliquien bieten! — Was Sie zu diefem Zweck haben, ift mir 
angenehm und ich werde Ihre Teilnahme zu rühmen wiffen.» Im nächflen 
Briefe vom 14. Juni bedankt fich Campe für die Zufendung der Briefe an 
Jakob Heller, die er abdrucken laffen werde. Dafs Heller auch die Noten 
zu den Briefen Dürers an Pirkheimer Campe zukommen liefs, erhellt eben- 
falls aus diefem Schreiben. Dann ftimmt der Nürnberger Buchhändler fein 
altes Lied wieder an: «Was ich zu liefern gedenke, ift eine Kleinigkeit, 
niedlich gedruckt um ganz wohlfeilen Preis. Ich will, kann und werde damit 
keine fl. 50 gewinnen, kann alfo auch dafür kein Geld ausgeben, am wenigflen 
bedeutende Summen. Hätten Frauenholz und Derfchau nicht Alles verfchleppt, 
wäre die Ebnerfche Bibliothek nicht verfchleudert, dann ftünde mir das Tagebuch 
an drei Orten zu Gebot*), und ich brauchte die Vergleichung nicht von Aus- 
wärtigen zu erbitten. So aber kann ich mich nur mit freundfchaftlichen Mit- 
teilungen derjenigen begnügen, die ein ebenfo warmes Intereffe an der Sache 
nehmen, wie ich und deswegen wiederhole ich mein Erfuchen um das Tage- 
buch nochmals. Übrigens die Sache mcrkantilifch genommen, fo kann meine 
kleine Schrift Ihrem grofsen Unternehmen nur nützlich fein, denn durch meine 
wenigen Bogen kommt der Gegenftand in Anregung, Viele bekommen Kenntnis 
davon und erwarten begierig das gröfscre Werk.» 

Campe fügt daran die Verficherung, dafs er Heller in der Vorrede ge- 
bührend erheben werde und fragt dann: «dafs ich namentlich erwähne, wie 
ich die Briefe und das vollfländige Tagebuch Ihnen verdanke, glauben Sie 
wohl?» Intereffant ift der folgende Brief vom 19. Juni. Campe erbietet fich, 
Heller 25 fl. für den Abdruck des Tagebuchs zu bewilligen, er hofft aber, 
dafs Heller ihm jetzt auch die Anmerkungen zum Tagebuche einfendet! In 
einem Briefe vom 21. Juli bittet Campe um die alte Handfchrift der Familien- 
nachrichten Dürers — auch diefen Wunfch erfüllte Heller aufs Bereitwilligfle ! Die 
meiden und wefentlichflen Beiträge verdankt alfo Campe Jofeph Heller, aber 
er hat es nicht der Mühe wert gefunden, der Vorrede zu den «Reliquien» die 
volle Wahrheit anzuvertrauen. Und leider werden wir noch einmal Herrn 
Dr. Campe in gleicher Weife Heller gegenüber handeln fehen. 

Den gröfsten Teil von Dürers litterarifchem Nachlafs publizierte alfo Heller 
in den «Reliquien». Seitdem find auch noch fieben Briefe des Meifters an das 
Tageslicht gekommen. Fünf von ihnen hat Moritz Thaufing in feine Gefamt- 



*) Eine hiflorifche Unmöglichkeit! 



xxvin 



ausgäbe von Dürers Briefen etc. (Wien 1872) aufgenommen, den fechflen und 
fiebenten hat er in feiner Biographie Dürers abgedruckt. Die Briefe wurden 
ferner veröffentlicht von A. v. Eye in den Jahrbüchern für Kunflwiffenfchaft II. 
S. 20 und von Rofenberg in Guhls Künftlerbriefen (1880). Einen wichtigen 
Kommentar erhielten diefe Briefe durch Lochners «Perfonen- Namen in Dürers 
Briefen» (1870). Dürers Familiennachrichten brachte zuerfl Sandrart; fie wur- 
den noch öfter abgedruckt, bis fie Heller in Campes «Reliquien» wieder 
veröffentlichte. Thaufing benützte diefen Hellerfchen Abdruck, zog aber dabei 
die Handfchrift (Copie) auf der Nürnberger Stadtbibliothek zu Rate. Eine 
andere alte Abfchrift befindet fich auf der Kgl. Bibliothek zu Bamberg. Den 
erften Abdruck des Tagebuches der Reife in die Niederlande — freilich ziem- 
lich mangelhaft — beforgte Heller für Campes »Reliquien«. Lediglich auf die- 
fen nicht immer korrekten und auch nicht ganz vollftändigen Abdruck war 
Thaufing angewiefen. Ich verweife bezüglich der Gefchichte des Tagebuches 
und der Herausgabe desfelben auf die Einleitung der von mir beforgten Aus- 
gabe des vielbefprochenen Dürerfchen Tagebuches. (Leipzig, 1884.) 

Die Bruchftücke der Familien -Nachrichten find ebenfalls von Heller dem 
Herausgeber der «Reliquien» mitgeteilt worden. Den erften Abdruck derfelben 
finden wir bei Roth (1791). Später befanden fie fich im Befitze Derfchaus, 
kamen dann an Nagler und befinden fich jetzt im Berliner Kupferftichkabinet. 
Thaufing druckte fie nach der Publikation in den «Reliquien» ab. Die Reime 
erfchienen zuerfl in Murrs Journal (1779). Die Veröffentlichung derfelben in 
den «Reliquien» flammt von Heller. Thaufing hat fie wieder abdrucken laffen. 

Der «mangelnden Vollendung» des Hellerfchen Werkes verdankt van Eyes 
bereits erwähntes Werk (Nördlingen, 1860) feine Exiflenz, welches eine Ergän- 
zung desfelben bilden foll. Die Innigkeit des Gefühls, mit der fich der Ver- 
faffer in die Zeit und in die lokalen Verhältniffe eingelebt hat, entfpricht 
dem Geifle, mit dem er Alles zufammentrug, was über Dürer gefammelt und 
gedruckt wurde. Eyes Werk wird ftets einen gewiffen Wert behaupten ; doch 
ifl es unter Verhältniffen entftanden, welche dem Verfaffer eine fchärfere Kritik 
im Einzelnen und eine gröfsere Vertiefung im Ganzen nicht geflatteten. 

In der Überzeugung, dafs bei keinem der alten Meifter das Studium der 
Papiere und deren Wafferzeichen wichtiger und lohnender ifl, als bei Albrecht 
Dürer, fchrieb Hausmann fein Werk über «Albrecht Dürers Kupferftiche, Ra- 
dierungen, Holzfchnitte und Zeichnungen unter befonderer Berückfichtigung 
der dazu verwandten Papiere und deren Wafferzeichen« (Hannover 1861). 

Seitdem man begonnen hat, Dürers Werke nicht mehr blofs als ein Bilder- 
buch oder einen Gegenfland der Sammelluft zu betrachten, fondern vielmehr 
als die Ausdrucksweife eines unferer edelflen Meifter und feiner Zeit und fomit 
nicht blofs kunflgefchichtlich, fondern auch kulturgefchichtlich — feit diefer 
Zeit genügen, wie Rettberg meint, namentlich dem Denker und Forfcher der 
Gefchichte nicht mehr die früheren Verzeichniffe nach Gegenfländen , wie fie 



XXIX 



z. B. von Heller gegeben wurden, man verlangt darnach, aus feinen Werken 
die Entwickelungsgefchichte unferes grofsen Meifters herauszulefen. Diefem Be- 
dürfniffe unferer Zeit fuchte Rettbergs fleifsige Arbeit über «Dürers Kupferfliche 
und Holzfchnitte» (München 187 1) entgegenzukommen. 

Mehr als Rettberg aber ward Moritz Thaufing diefer Forderung der Neuzeit 
gerecht: er ifl es, der fo unübertrefflich die Einheitlichkeit und den Zusammen- 
hang der Erfcheinung Dürers mit der Gefchichte der Geiftesflrömung in Deutsch- 
land dargethan hat, und es wird, deffen dürfen wir mit Fr. Lippmann über- 
zeugt fein, feine Wirkung weit über die Würdigung des Einen Meifters hinaus 
haben und mit ihm endlich auch die deutfche Malerei dem Veiftändniffe der 
Gefamtheit näher bringen. Thaufing genügte die kritifche Analyfe der Werke 
nicht; diefelben erfchienen ihm, wie Anton Springer fagt, mit Recht als le- 
bendige Zeugniffe der Entwickelung des Meifters und ihrer verfchiedenen Stufen, 
an deren Hand die inneren Wandlungen und die äufseren Schickfale der Künftler- 
natur Dürers nachgewiefen werden können. Als Thaufing zur zweiten Auflage 
fchritt, hinderten Wandlungen feiner Studien und feines Wefens einen gründ- 
lichen Wechfel in der Gliederung des Stoffes vorzunehmen und den ebenmäfsi- 
gen Ausbau zu vollenden. Doch wird die Gefchichte unferer Wiffenfchaft in 
Thaufing immerdar den hervorragendften Dürerforfcher unferes Jahrhunderts 
rühmen. 

Im Auftrage der Görres-Gefellfchaft verfafste Leopold Kaufmann feine Dürer- 
biographie, welche dazu beftimmt ift, «die Erkenntnis Dürers in weitere und 
befonders katholifche Kreife zu tragen.» Das Werkchen, frei von allem Fana- 
tismus, wenn auch den konfeffionellen Standpunkt ftark hervorkehrend, ift 
eine ganz gediegene Leiftung, die ihren Zweck vollkommen erreicht hat. 

Wertvolle Beiträge zur Gefchichte des Lebens und der Werke Dürers haben in 
jüngfter Zeit Springer, Grimm, Lippmann, Dankö, Frimmel, Wickhoff, Harck, 
R. Vifcher, Neuwirth, Thode und üchfelshäufer geliefert — ein kritifcher, völlig 
abfchliefsender , auf der Höhe der Wiffenfchaft ftehender Katalog der Kupferftich- 
und Holzfchnittwerke des Meifters, wie ihn Jofeph Heller plante und begonnen 
hat, ift indes noch nicht vorhanden Der Sammler ift heute noch auf Heller 
angewiefen, deffen Vernich ohne Nachahmer geblieben ift. Über Dürer und 
feine Zeit ifl feit Heller durch die unermüdlichen Forfchungen der Kunftge- 
fchichte nicht wenig Neues ans Licht gefördert worden — Heller aber ift der 
vorzüglichfte Gewährsmann geblieben, wenn es gilt, Geh in Fragen der Diirer- 
fchen Kupferfliche und Holzfchnitte Rats zu erholen. 

*) Ich bin aber in der Lage, das Erfcheinen eines derartigen Werkes in fiebere Auslieht 
Hellen zu können. 



IV. 

Heller und die periodifche Kunftlitteratur. 



ü 

mm 



m Jahre 1822 vereinigten fich Heller und Jäck zur Herausgabe der 
«Beiträge zur Kund- und Litteraturgefchichte». Heller lieferte dazu 
den kunfthiftorifchen Teil. In diefer Zeitfchrift begann Heller den erften Ab- 
druck des Neudörferfchen Manufkripts vom Jahre 1547. ■ — Es ift unftreitig 
eines der gröfsten Verdienfte Hellers, dafs er das Werk des Nürnberger 
Schreibmeifters ans Tageslicht zog. Vor ihm hatte allerdings Sandrart in fei- 
ner «teutfchen Malerakademie» das Manufkript an verfchiedenen Stellen zu Rat 
gezogen, aber er erwähnt diefe Quelle mit keiner Silbe. Der erfte, welcher 
des fleifsigen Neudörfer gedenkt, ift Doppelmayr. Will hat fich ebenfalls der 
«Nachrichten von Künftlern und Werkleuten» in feinen Münzbeluftigungen häufig 
bedient. Für Murr bildeten fie gleichfalls eine fehr wefentliche Quelle. Und 
der bereits verftorbene treffliche Archivar der Stadt Nürnberg, Dr. Lochner, 
weift mit Recht darauf hin, dafs man, mit Zähigkeit an den alten Überliefe- 
rungen fefthaltend, in das laufende Jahrhundert hereingekommen war, ohne dafs 
Jemand gewagt hätte, diefelben, das teure Kleinod, anzutaften. 

Der erfte, welcher die Bedeutung der Neudörferfchen Nachrichten mit 
richtigem Blicke erkannte, war Jofeph Heller. Ihm blieb nicht verborgen, 
dafs Neudörfer der Begründer der Nürnberger Kunftgefchichte ift. 

Heute ift die eminente Bedeutung der Neudörferfchen Handfchrift Allen, 
die fich mit der Kunft befchäftigen, klar zur Erkenntnis gekommen. Jofeph 
Heller hatte keinen Vorarbeiter: mit dem gehörigen Apparate ausgerüftet, ging 
er an die Herausgabe der Neudörferfchen Nachrichten. Er giebt eine 8 Seiten 
lange Vorrede, in welcher er fich über die Gründe feiner Wahl, über die Wür- 
digung, welche Andere, z. B. Sandrart, dem Neudörferfchen Manufkripte haben 
angedeihen laffen, und über die Handfchriften, welche ihm zur Herftellung des 
Textes zur Verfügung ftanden, dann über mehrere Schreiben und über das 
Nekrologium Norimbergenfe eingehend äufsert. Leider erfchienen nur die erften 
34 Lebensbefchreibungen, deren letzte Melchior Bayer, Goldfchmied, behandelt, 
fo dafs die andere Hälfte unerledigt geblieben und nie erfchienen ift. Die 
Urfache diefes Nichterfcheinens darf man in buchhändlerifcher Unluft fuchen, 



xxxt 

eine mehr gelehrte, als anziehende Zeitfchrift in Verlag zu behalten, der fich 
die Gunfl des Publikums doch nur in fehr befchränktem Mafse zuwendete. 
Ein Urteil über diefe leider unvollendet gebliebene fleifsige Arbeit befitzen wir 
in den wahren Worten Lochners. Diefer fagt nämlich über Heller : «Er hat 
in dem Enthufiasmus, der ihn für die Kunft befeelte und bei den wirklich 
ausgedehnten Kenntniffen, die er befafs, in der That fehr viel geleiftet, wobei 
jedoch nicht verfchwiegen werden darf, dafs er manches, was nicht hierher ge- 
hörte, aufnahm, Clironiknachrichten einen unverdienten Wert zukommen liefs 
und in einzelnen Fällen ebenfo irrte wie Neudörfer oder ein anderer Gewährs- 
mann. Aber im Ganzen genommen war feine Beflrebung löblich und anerken- 
nenswert.» 

Werfen wir einen Blick auf die ferneren Ausgaben der Neudörferfchen 
Nachrichten, fo kommen wir auf das Unternehmen des bereits erwähnten Herrn 
Dr. Campe in Nürnberg zu fprechen. Nach dem Vorgange Hellers durfte man 
billig erwarten, dafs das nächflfolgende Unternehmen fich des Errungenen 
bedienen würde. Indes fcheinen andere Motive als wiffenfchaftliche bei der 
Herausgabe des Campefchen Werkchens mafsgebend gewefen zu fein. Und es 
ift jedenfalls in hohem Grade auffallend, dafs Campe die Ausgabe Hellers mit 
keinem Worte erwähnt, obwohl er fie fehr, fehr genau kannte! 

Wefentlich anders verfuhr, wie wir bereits angedeutet, Dr. Lochner, als 
er in den «Quellenfchriften für Kunftgefchichte» 1875 die Nachrichten Neu- 
dörfers neu herausgab. 

Auf jeder Seite diefes Buches, welches fich fchlicht genug als nichts weiter 
denn ein korrigierter Abdruck der Campefchen Neudörfer- Ausgabe «mit Noten» 
giebt, hat der Verfaffer eine unendliche Menge vollkommen neu mitgeteilter 
Nachrichten, zum erflen Male aus den Urkunden gefchöpft, angefammelt, 
dichtgedrängt und in knappefter Kundgebung, fo dafs es ihm meift fogar nicht 
möglich wurde, aus dem Subflrate diefer Funde die fachlichen Refultate für 
die Forfchung zu ziehen. Dabei hat er nie unterlaffen, die Forfchungen Hellers 
gebührend in Betracht zu ziehen und eingehend zu würdigen. 

In den «Beiträgen» veröffentlichte Heller aufserdem noch Zufätze zu dem 
Beintre graveur von Bartfeh, Ergänzungen und Berichtigungen zu Table ge ! ne"- 
rale des monogrammes par Brulliot und Zufätze zu Füfslis Allgem. Künfller- 
Lexikon I. und II. Teil, den Buchflaben A enthaltend. 

Im Jahre 1825 fafste Heller den Plan, eine neue Zeitfchrift, «Wöchent- 
liche Kunftnachrichten für Künftler, Kunflfreunde, Literatoren, Kund- und 
Buchhändler» herauszugeben. In diefen Blättern ift eine Reihe wichtiger Nach- 
richten mit grofsem Fleifse zufammengetragen. Doch auch diefer Zeitfchrift 
war nur ein kurzes Dafein befchieden : es erfchien ein Jahrgang und das erfle 
Heft des zweiten. Der fowohl an Umfang, als an Wert bedeutendfle Auflatz 
diefer Zeitfchrift ift unflreitig Hellers «Skizze einer Gefchichte der Kirchenbau- 
kunft im Mittelalter» zum Andenken an Erwin von Steinbach. 



XXXII 



Aber diefe Mifserfolge, welche Hellers periodifche Unternehmungen in fo 
unerfreulicher Weife begleiteten, waren doch nicht im ftande, ihm den Mut 
völlig zu rauben. 1836 liefs er eine «Antiquarifche Zeitung oder litterarifcher, 
artiftifcher und merkantilifcher Anzeiger» erfcheinen. Diefes Blatt enthielt An- 
zeigen der Auktionen von Büchern, Gemälden, Kupferftichen, Münzen, Waffen- 
fammlungen, die Verfieigerungsrefultate mit Bekanntgabe der Auktionspreife, 
dann Anzeigen über litterarifche und Kunftgegenftände u. f. w. Es follte alfo ein 
Blatt für Sammler fein. — Allein die Unterftützung, die demfelben von diefer 
Seite zu Teil wurde, fcheint fich mehr in einer Anerkennnug in warmen Worten, 
als in einer kräftigen Beihilfe geäufsert zu haben; denn fchon nach kurzer 
Zeit Hellte die «Antiquarifche Zeitung» ihr Erfcheinen ein. Der bemerk ens- 
wertefle Auffatz der «Antiquarifchen Zeitung» war Hellers Arbeit über Georg 
Erlinger, die er denn auch in Separatabzügen bei Sickmüller in Bamberg 
1837 erfcheinen liefs. Sie kann noch heute als bedeutender Beitrag zur Ge- 
fchichte der Typographie betrachtet werden. 

Jofeph Heller zählte aber auch zu den fleifsigften Mitarbeitern des von 
Schorn herausgegebenen «Kunftblattes» ; jeder Jahrgang brachte zahlreiche Bei- 
träge aus feiner Feder. Im «Serapeum» befprach Heller u. v. a. einige Druck- 
feltenheiten aus dem 15. u. 16. Jahrh. (1843), dann gab er Zufätze zu Panzers 
Annalen der deutfchen Litteratur (1848) und zu Mafsmanns Litteratur der Toten- 
tänze (1845). In dem Archiv des hiftorifchen Vereins von Bayreuth finden fich 
Arbeiten Hellers über die Bamberger Maler Hans Wolf Katzheimer und Hans 
Wolf und über Gelehrten- und Künftler- Belohnungen im 16. und 17. Jahrh. 



Die Sammlungen Jofeph Hellers. 




em (ich Gelegenheit bietet, von der von Heller hinterlaffenen Kunfl- 
fammlung Einficht zu nehmen, der wird nicht ohne Rührung des 
Mannes gedenken können, welcher fein ganzes Vermögen der von ihm mit 
unendlicher Liebe gepflegten Sammlung aufopferte, der zu ihrer Vervollflän- 
digung feine letzte Barfchaft hingab. 

Heller war nicht, wie fein Freund Martin Jofeph von Reider, auf mäfsige 
Mittel angewiefen: ein bedeutendes ererbtes Privatvermögen geflattete ihm, zu 
fammeln ohne Rückficht auf Koflen. Und als fein Vermögen völlig in der 
Sammlung aufgegangen war, als ihm die Zeit der Not nahte, da blickte er 
nicht mit Wehmut, fondern mit echtem Sammlerflolz auf feine Kupferfliche. 
Sie follten ihm nicht zum Rettungsanker dienen : er liefs fich nicht bewegen, 
auch nur ein Blatt aus feiner Sammlung zu verkaufen. Aber wer will es ihm 
verdenken, dafs ihm der Tod erwünfcht zur rechten Stunde kam! 

Die Königliche Bibliothek zu Bamberg ward Erbin fowohl der Heller'fchen 
Kunfl- als Bücherfammlung zum Danke dafür, dafs fie ihre Schätze dem eifrigen 
(lefchichtsforfcher willig erfchlofs, und in pietätvoller Anerkennung, dafs es 
Bibliothekar Jäck war, welcher dem jungen Cranach - Forfcher die Anleitung 
zur «Schriftflellerei» gab, und welcher ihn aufmunterte, zu forfchen und zu 
fammeln. Aber nach Jahren machte die Stadtverwaltung erllaunliche Anflren- 
gungen, die ganze Heller'fche Sammlung in das flädtifche Kunllmiifeiim verbringen 
zu laffen — Beflrebungen, welche — das läfst fich wohl nicht läugnen — im 
Intereffe der Stadt ja gar nicht übel gemeint waren, fondern in wohlmcincndfler 
Abficht vielleicht das wieder gut machen wollten, was man an der herrlichen 
Reiderfchen Sammlung gefehlt hatte. Dafs aber diefe Anflrengungen ernfl ge- 
nommen werden mufsten, geht aus einer Reihe von Thatfachen hervor, wenn 
fchon die vielfach literarifch verbreitete und auch in Lützows «Zeitfchrift 
für bildende Kunfl» gelangte Nachricht : «die Sammlung werde in das flädtifche 
Mufeum verbracht», fich nicht bewahrheitet hat, und, wie ich, nachdem die 
auch in Forfcherkreifen oft besprochene Sache endlich zum Abfchlufs gekom- 
men ifl, beflimmt behaupten kann, fich niemals bewahrheiten wird. 

LcitBchuh, ÜMOIoripUi llelleriana. III 



XXXIV 



Zu Lebzeiten Jofeph Hellers waren es verhältnismäfsig doch nur wenige 
Kunftforfcher, welchen Einblicke in die Sammlung geftattet wurden. Ja, bei 
aller Pietät vor Heller läfst es fich nicht in Abrede Mellen, dafs er, fo gern 
er auch dem Kunflenthufiaflen Zutritt geftattete, den eigentlichen Kunftforfcher 
feinen Schätzen fernzuhalten verftand. So beklagt fich Dr. G. F. Waagen in 
feinem Werke «Kunftwerke und Künftler 1843» (1. Th. S. 115) darüber, dafs 
er feine Hoffnung, die treffliche Sammlung von Handzeichnungen, Kupferfüchen 
und Holzfchnitten zu fehen zu bekommen, nachdem er verfchiedene vergebliche 
Verfuche, bei Heller Einlafs zu erhalten, gemacht hatte, aufgeben mufste. 
Nicht ohne Bitterkeit fügt Waagen hinzu: «Bei der kleinen Anzahl von Män- 
nern, welche an älteren Kunftwerken ein ernftes Intereffe nehmen, fcheint mir 
ein freundfchaftlicher Verkehr unter ihnen fo wünfchenswert, dafs ich nicht 
wohl einfehe, aus welchen Gründen fich ein folcher fo abfchliefst, wie ich 
dies bei Herrn Heller gefunden habe.» Eine freundliche Aufnahme fcheint 
indes R. v. Rettberg bei Heller gefunden zu haben, denn er preift in feinen 
«Nürnberger Briefen» (1846) die Gaftfreundfchaft Hellers in beinahe über- 
fchwänglicher Weife. 

Diefes freundliche Entgegenkommen ift wohl damit zu erklären, dafs 
zwifchen Rettberg und Heller eine nahe geiftige Verwandtfchaft befland, die, 
und das mufste der Bamberger Dürer-Forfcher wohl fühlen, eine Zurückweifimg 
nicht geftattete, wenn er fich keinen bitteren Vorwürfen ausfetzen wollte. Die 
Thatfache aber, dafs Heller in feiner Vaterftadt bei verfchiedenen Gelegenheiten, 
fo auch bei der 300jährigen Gedächtnisfeier Albrecht Dürers, aus feiner 
Sammlung eine Ausftellung veranftaltete, ift uns Beweis dafür, dafs Heller, als 
ein echter Kunfifreund, auch das Bedürfnis hatte, feine Kunftfreude zu teilen. 
Und wenn es noch eines Beweifes bedarf, um Heller von dem Verdachte eines 
Egoiflen zu befreien, dann darf man wohl auf feinen letzten Willen hinweifen, 
welchem gemäfs feine Stiftung öffentlichen Charakter tragen, fomit Gemeingut 
Aller fein foll, welche Liebe und Verftändnis der Kunft entgegenbringen. 
Fruchtbringend nach allen Seiten hin follte feine Sammlung wirken und in 
unzähligen Radien ihren Segen verfenden. Man darf aber nicht glauben, dafs 
Heller felbft andere als ganz befcheidene Hoffnungen von der nutzbringenden 
Wirkung feiner Sammlung hegte; er wufste recht gut, dafs die Verhältniffe es 
nicht geftatten würden, feiner Sammlung mit den Jahren einen grofsartigen, 
imponierenden Charakter aufzuprägen ; er hatte fich nicht in eitler Selbftgefällig- 
keit nur dem Studium feiner eigenen Sammlung hingegeben, fondern die gröfsten 
Kupferftichfammlungen Deutfchlands und Üfterreichs befucht. Er wufste alfo 
recht wohl, dafs feine Sammlung Lücken bietet, die auszufüllen man heute noch 
viel weniger im ftande ift, als vor 50 Jahren, abgefehen davon, dafs die fchwachen 
Mittel der Kunftfammlung eine Ergänzung höher im Preife flehender Kunftblätter 
nicht zulaffen. Bei feinen Studienreifen müffen Heller aber auch die Vorzüge 
feiner Sammlung vor fo mancher anderen und reichhaltigeren in die Augen 



XXXV 



gefallen fein. Denn man kann mit Recht von Teilen der Hellerfchen Sammlung 
fprechen, in welchen fie ihre Stärke hat. 

Da unferes Wiffens eine fummarifche Betrachtung der Helleriana der Bam- 
berger Königlichen Bibliothek bis jetzt noch niemals geboten wurde, fo mag 
es geflattet fein, in thunlichfter Kürze auf das kofibare Vermächtnis hinzuweifen. 

Bei Heller zeigte fich deutlich, dafs es Wenigen möglich ifl, in allen den 
verfchiedenen Zweigen der Kunftwiffenfchaft die Kenntniffe eines Fachmannes 
fich anzueignen; denn fchon einer diefer Zweige allein ifl im flande, die Ar- 
beit eines ganzen Lebens in Anfpruch zu nehmen. Heller war zwar ein treff- 
licher Kenner des Kupferflichs und des Holzfchnittes, aber die Beurteilung der 
Gemälde fcheint er uns wenigflens nicht in gleichem Mafse verflanden zu haben. 
Unter den von ihm hinterlaffenen Ölgemälden, deren Zahl übrigens eine geringe 
ifl, befindet fich, nach dem Urteil von Fachmännern, wenig Hervorragendes.*) 
Dagegen vermögen die Handzeichnungen und Aquarelle in ungleich höherem 
Grade zu feffeln. Die Sammlung befitzt 11 Handzeichnungen Hans Holbeins 
des Älteren, welche fchon von Alfred Woltmann gewürdigt worden find. Das 
Berliner Kgl. Mufeum ifl im glücklichen Befitze von 72 Blatt Silberfliftzeich- 
nungen Hans Holbeins des Älteren, die ehemals mit denen, welche fich nun 
in der Kgl. Bibliothek zu Bamberg, im Mufeum zu Weimar und an noch an- 
deren Orten befinden, ein Skizzenbuch des Meiflers gebildet haben. Woltmann 
hat bereits in erfchöpfender Weife dargelegt, dafs diefelben früher Albrecht 
Dürer beigemeffen worden waren, aber von Rumohr und Waagen für Werke 
Holbeins des Jüngeren gehalten wurden, bis die neueren Forfchcr in dcnfelbcn 
Silberfliftzeichnungen Hans Holbeins des Älteren erkannten. 

Als Jofeph Heller feine fleifsige Arbeit: «Das Leben und die Werke 
Albrecht Dürers» veröffentlichte, hatte er keine Ahnung, dafs Dürer nicht der 
Verfertiger diefer Zeichnungen fei; denn es heifst in «lern Werke: «Nachflehende 
Sammlung von Handzeichnungen ifl aus 2 Büchern genommen, welcher fich 
Dürer 15 18 — 22 bediente. Fr nahm fie auf feiner Reife zu dem Reichstage 
in Augsburg 15 19 mit.» Auf den nächllen Seiten beginnt dann eine Auf- 
zählung diefer angeblichen Dürer-Handzeichnungen, die fich in feinem Befitze 
befanden. Wie Heller diefelben für Arbeiten Dürers halten konnte, nachdem 
fie von den ebenfalls von ihm gefammelten fogenannten Dürer-Handzeichnungen 
in der Manier doch völlig verfchieden find, ifl fafl unerklärlich. 

Die H olbein-Zeichnungen waren höchfl wahrscheinlich mit den Dürerfchen 
in den Bcfitz der Nürnberger Patrizierfamilie der Pfinzing übergegangen, ge- 
langten fpäter in die Hände des bekannten Architekten von Haller und kamen 
hierauf an den bereits genannten Kunfifammler Hauptmann von Derfchau, der 
einen Teil davon an Jofeph Heller übcrlicfs. Diefe 11 Blatt befitzt nun aus 

*) Ein herrlicher Apoflelkopf, als Dürer im Ramberger Galeriekatalog aufgeführt, ifl 
jedenfalls von Hans Hofmann gemall. Unter die fem Namen erwarl) ihn auch Heller 1822 von 
Frauenholz um 88 Gulden. 

IU* 



XXXVI 



dem Nachlaffe Hellers die Bibliothek in Bamberg. Sie find auf ftarkem, mit 
einem leichten Kreideüberzuge verfehenen Malerpapier mit dem Metallflifte ge- 
fertigt und zeigen, ebenfo wie die in Berlin befindlichen, dafs Holbein ein be- 
deutender Künftler im Bildnifs gevvefen ift. Was Woltmann über jene fagt, gilt 
natürlich auch im Wesentlichen für die Bamberger Zeichnungen. Durch ge- 
legentlich aufgefetzte weifse Lichter erreicht der Meifter eine mehr malerifche 
Wirkung ; Anwendung von Rotftift zu dem nämlichen Zwecke können wir in- 
des bei unferen Bildniffen blos einmal wahrnehmen. Die Umriffe find fein, 
fauber und klar in einem zartgrauen Ton ausgeführt. Die meiden Blätter un- 
ferer Sammlung find fehr gut erhalten, nur 2 haben durch unachtfame Be- 
handlung gelitten. Die Namen der Porträtierten find einigen Blättern von 
Holbeins eigener Hand überfchrieben , manche der Namen find jedoch faft 
unleferlich. Auf den Rückfeiten befinden fich fehr flüchtig hingeworfene 
Skizzen — Werke des Augenblicks. 

Sigmund Soldan hat in feiner neueften Holbein-Publikation fünf diefer 
Bamberger Silberftiftzeichnungen mit einer Erklärung aus Eduard His fach- 
kundiger Feder in wohlgelungenen Lichtdrucken veröffentlicht. 

Seitdem von Seite der angefehenften Kunfthiftoriker die in Berlin, Bam- 
berg, Weimar und an anderen Orten befindlichen Profilköpfe, welche lange 
Dürer zugefchrieben wurden, als das Werk eines «Fälfchers» entlarvt worden 
find, hat die Sammlung einen ihrer gröfsten Schätze rettungslos verloren. 

Niemand hatte den leifeften Zweifel über die Echtheit diefer Dürerhand- 
zeichnungen ausgefprochen, bis im Jahre 1871 in Lützows «Zeitfchrift für bil- 
dende Kunfl» Band VI. Seite 114 ein Artikel von Moriz Thaufing erfchien 
mit dem überrafchenden Titel: «Die falfchen Dürerhandzeichnungen in Berlin, 
Bamberg und Weimar». Nachdem Thaufing die Porträtköpfe als das Werk 
eines Fälfchers bezeichnet und die verfchiedenen Skizzenbücher erwähnt hat, 
fagt er: «Der Inhalt diefer beiden grofsen Skizzenbücher foll im vorigen Jahr- 
hundert in Nürnberg auf geheimnisvolle Weife entdeckt worden fein, und Jofeph 
Heller teilte mit Herrn von Derfchau den glücklichen Befitz des Schatzes. Dazu 
kamen auch noch die Blättchen eines kleineren Büchleins mit Metallllift- 
zeichnungen vom Augsburger Aufenthalt, das feither feinem wahren Befitzer 
Hans Holbein zurückgegeben ift.» 

«Weit fchlimmer, fährt er fort, aber fleht es um die Porträts aus jenen 
gröfseren Büchern, die heute noch allgemein Dürer aufgebürdet werden. Diefe 
follen fchon zu Anfang des 17. Jahrhunderts zum Teil längs der Konturen 
ausgefchnitten und dann wieder auf weifses Papier aufgezogen worden fein. 
Dabei foll unter andern auch die Handfchrift Dürers, in welcher die Benen- 
nungen Jjeigefchrieben waren, verloren gegangen und durch eine jüngere Hand 
erfetzt worden fein, deren fogenannte Kanzleifchrift dem vorigen Jahrhundert 
angehört. Merkwürdig ift auch an dem Hellerfc he n, jetzt auf der Kgl. 
Bibliothek zu Bamberg aufbewahrten Anteile die genaue Uberein- 



XXXVII 



ftimmung vieler Namen mit den im Niederländifchen Tagebuche 
Dürers enthaltenen.» 

Der gelehrte Entlarver geht fodann auf eine Charakterifierung diefer Zeich- 
nungen über und fchliefst folgendermafsen : «Alle Porträts der Hellerfchen 
Zeichnungenfammlung, foweit fie nicht als Holbeinfche Arbeiten erkannt 
wurden, find das Werk eines ganz gleichgiltigen Stümpers, und es 
bleibt rätfelhaft, dafs bisher noch niemand den Mut hatte, dies auszufprechen.» 
Im letzten Teile feines Artikels nennt er noch die Handzeichnungen in Berlin, 
Bamberg und Weimar «geiftlofe Silhouetten» und freut fich, die Fälfchung aller 
diefer Profilköpfe entlarvt zu haben. 

Auf diefen Artikel erwiderte auf Seite 271 in Lützows «Zeitfchrift für 
bildende Kunft» eigentümlicherweife — der Stadtmagiftrat Bamberg. Die 
Hellerfche Kunflfammlung ifl aber nicht Befitztum der Stadt, fondern der 
Königlichen Bibliothek. Anflatt dafs alfo der damalige Vorfland diefes In- 
(litütes geantwortet hätte, mufste Herr Alois Haufer, der frühere Konfervator 
der flädtifchen Kunflfammlung, gegen die Behauptungen Thaufmgs operieren. 
In diefer Entgegnung hatte Haufer jedoch das Mifsgefchick, die Holbeinfchen 
Handzeichnungen mit den Dürerfchen zu verwechfeln. Die erfteren fcheint er 
nicht gefehen, fondern blos aus dem Werke Hellers gekannt zu haben. Heller 
aber hatte, wie bereits gefagt, keine Ahnung, dafs die mit Bemerkungen ver- 
fehenen Handzeichnungen Werke Holbeins feien. Und fo kommt es denn, dafs 
Herr Haufer glaubt, nach dem Tode Hellers wären von einem abermaligen 
Ausfchneiiler ohne Bedenken die von Heller angeführten, an den Rändern an- 
gebrachten Aufzeichnungen leichtfinnig geopfert worden. Die früher für Dürer- 
werke gehaltenen 1 lolbeinzeichnungen waren ohne Zweifel Herrn Haufer nicht 
vorgelegen ; denn bis zur Stunde befinden fich die fraglichen Bemerkungen noch 
auf den Zeichnungen Ho lb eins. 

Ich berühre das nur, weil es für die Gefchichte der Sammlung nicht von 
nebenfächlicher Bedeutung id. Die neueflen Forfchungen Adolf Ermanns haben 
nun dargethan, dafs fich Thaufing gegen jenen «Fälfcher» etwas zu fcharf er- 
wies, — er fchofs nämlich infofern über das Ziel, als die «dinkshin gewandten 
Köpfe» nicht, wie er vermutete, moderne Fälfchungen find, fondern Werke 
eines mit Dürer gleichzeitigen, berühmten Medailleurs des 16. Jahrhunderts, 
des Hans Schwarz von Augsburg. Diefe Zeichnungen zu den Medaillen des 
Hans Schwarz tragen, wie von Adolf Ermann an den Berlinern, von mir an 
den Bamberger Handzeichnungen nachgewiefen wurde, zum Teil noch die rich- 
tigen Bezeichnungen. Thaufing hatte freilich immerhin das Recht, diefe Zeich- 
nungen in gewiffer Hinficht Fälfchungen zu nennen, denn die einzelnen unferer 
Zeichnungen aufgeklebten Namen, welche zum gröfseren Teile dem Dürerfchen 
Tagebuche entlehnt find, follten doch auf den Nürnberger Meifter hinweifen. 
Und fie erfüllten infofern ihren Zweck, als diefe wohlbeabfichtigte Täufchung 
fo lange des fcharfen Blickes eines mit Dürers künftlerifcher Natur vertrauten 



XXXVHI 



Entdeckers harren mufste ! Man fleht die ausgefchnittenen Köpfe heute mit 
ganz anderen Augen an als zu Hellers Zeiten, und man wundert fich, und 
kann es fchon heute fchwer begreifen, wie die Bamberger und Berliner Profil- 
köpfe als echt gelten konnten. Von diefen etwa 60 ehemaligen Dürer- Hand- 
zeichnungen abgefehen, find doch noch — 2 Dürer, im Befitze der Kunft- 
fammlung, welche entfchieden als echt zu betrachten find. Herr Charles Ephruffi 
war auch fo freundlich, ihrer in feinem Buche über Dürer zu gedenken. Es 
find zwei Federzeichnungen: eine Skizze zu dem Schmerzensmanne mit gebun- 
denen Händen (Bartfeh 21), darüber eine Gewandftudie. Das andere Blatt 
enthält eine Zeichnung aus dem Jahre 1 5 1 3 zu Albrecht Dürers «Unterweifung 
der Meffung» : «Es begybt fich offt, fo man in Schlachten ein feit erobert, das 
man dann ein gedechtnus oder feulen an der ftadt da man die feind erlegt hat 
aufricht zu einer gedechtnus, was da für leut find gewefen die man überwun- 
den hat, find das mechtig leut geweft, mag man von jrem Zeug den man er- 
obert hat ein foliche feulen machen vnd aufrichten.» 

Eine folche, von Dürer auf diefe Weife befchriebene Säule zeigt das Blatt 
der Helleriana. Sehr intereffant ift, dafs Dürer mit eigener Hand dazu die 
nähere Erklärung gefchrieben hat, welche zum Teile der in der «Unterweifung 
der Meffung» gegebenen gleicht. Als eine fehr gute Kopie nach Dürer (wahr- 
fcheinlich von Hans Hofmann) gilt der auf Pergament in den glänzend Ifen 
Farben gemalte Flügel eines Nufshähers.") Das Original befindet fich in Wien. 
Auch Handzeichnungen von Dürers Zeitgenoffen und Nachfolgern find in der 
Sammlung vertreten; fo von Hans Springinklee, Hans Schäufelein, dann von 
Auguftin Hirfchvogel, Erhard Schön, Virgil Solis. 

Eigentümlicherweife ift es Heller nicht gelungen, auch nur eine Hand- 
zeichnung Lucas Cranachs an fich zu bringen, wie überhaupt die fächfifche 
Schule ebenfowenig wie die rheinifche vertreten ift. 

Die Sammlung trägt alfo einen vorwiegend fränkifchen Charakter, der fich 
bis auf die Neuzeit herauf erhalten hat, obgleich es nicht zu verkennen ift, 
dafs Heller keineswegs im Sinne hatte, ausfchliefslich eine Sammlung von Zeich- 
nungen fränkifcher Künftler anzulegen. Dies zeigt fich namentlich bei der 
ftattlichen Serie von Aquarell-Malereien, welche vieles Seltene und Vorzügliche 
enthält. 

Von grofser Koftbarkeit find auch die auf einzelnen Blättern enthaltenen 
Miniaturen der Helleriana, welche zum gröfseren Theile italienifchen Ur- 
fprunges find. 

Jofeph Heller betrieb auf Grundlage feiner Sammlung das Studium der 
Kunftgefchichte — auf Grundlage derfelben baute er feine Werke auf, die, 
wenn fie auch heute veraltet fein follen, doch für ihre Zeit von hoher Bedeutung 
waren. Wie Adam v. Bartfeh, bildete fich auch Heller mit dem brennenden 



*) Erworben 1821 von Silberberg in Frankfurt a/M. 



XXXIX 



Eifer für ein faft verwaifles Fachfludium als Autodidakt an dem felbft erwor- 
benen Schatze heran. Reich und glänzend ifl in feiner Sammlung Albrecht Dürers 
Werk vertreten ; von den Kupferflichen und Holzfchnitten des Meiflers fehlen 
nur wenige. Dafs Heller, deffen Arbeit über Dürer fich heute noch warmer 
Freunde zu erfreuen hat, mit allen Kräften danach flrebte, in den Befitz aller 
Kupferfliche und Holzfchnitte Dürers zu gelangen, ift wohl um fo weniger auf- 
fallend, als es ihm fonfl in Bamberg kaum möglich gewefen wäre, ein fo treff- 
liches Verzeichnis der Dürer-Werke zu verfaffen. Heller wollte fich eine 
Sammlung fchaffen, die das Werk Dürers mit allen Kopieen und jenen Blättern, 
welche nach feinen Gemälden und Zeichnungen geflochen wurden, nebft feinen 
Bildniffen, umfafste. Hat er auch diefes Ziel nicht vollftändig erreicht, fo kam 
er ihm doch fehr nahe: für ihn, den Privatmann, gewifs ein grofser Triumph ! 
Bevor Heller die Werke Dürers kennen lernte, war es bekanntlich Lucas Cra- 
nach, deffen Studium er fich mit unendlicher Liebe hingegeben hatte. Daher 
kommt es, dafs auch Cranach in feinen Holzfchnitten und Kupferflichen faft 
VOllfländig vertreten ift. Es lag im Charakter der Sammelweife Jofeph Hellers, 
dafs er neben feinen Lieblingen Dürer und Cranach namentlich den Klein- 
meiflem I Sei ückfichtigung angedeihen liefs. 

Heller zählte zu den bcdeutendflen Kennern des Kupferftiches und des 
Holzfchnittes feiner Zeit. Er fammelte nicht aus Eitelkeit: er bildete, von in- 
nerem Drange befeelt, feine Kenntniffe aus, und liefs fich nie von der Mode 
der Zeit hinreifsen, fondeiD fachte QUT das wahrhaft Schöne, unbekümmert 
darum, von wem, in welcher Zeit und in welchem Lande es entstanden ifl. 
In der erften Auflage feines «Praktifchen Handbuches für Kupfcrflichfammler» 
legte er in der Einleitung fein Glaubensbekenntnis als Sammler freimütig nieder. 
Und können wir uns heute auch nicht mit allem cinvcrflanden erklären, fo 
müfferj wir doch ZUgeftehen, dafs zur Kenntnis der Kupferfliche, Radierungen 
und Holzfchnitte Niemand fo viel beigetragen hat, als Jofeph Heller. Seine 
Kupferflichfammlung bildet daher nicht ein finnlos zufammengewürfeltes Conglo- 
merat von geringen Abdrücken und mittelmäßigen Blättern, fondern fie foll 
ein Gefamtbild der Kund in ihrer Entwicklungsgefchichte geben.') Auf Grund- 
lage diefer Sammlung verfafste Heller fein Kupferflecher- Lexikon. Es bildete 
das Fundament zu Andrefens «Handbuch für Kupferflichfammler». Und hat 
auch Andrefen dem Hellerfchcn Handbuch eine wefentlich andere Geflalt ge- 
geben, fo können wir eben doch nur eine neue, vermehrte und verbefferte 
Auflage des Hellerfchen Lexikons in dem Werke Andrefens erblicken. Dafs der 
fleifsige Kunflforfcher, auf jede Vermehrung feiner Sammlung eifrig bedacht, 
danach flrebte, in feinem Lexikon auch den Führer durch feine eigene Samm- 
lung zu befitzen, wird ihm Niemand verdenken können. Denn — ich möchte 
hier auf die «Gefchichte des Kupferlliches» von A. Frantz hinweifen, welche 

*) Auch der alterte Kupfcrflicli ifl in einigen koflhnren Hindern vertreten, fo der Meifter 
E. S. , der Meifler mit den Handrollen Ii. f. \v. 



XL 



ihrem Verfaffer als Führer durch die eigene Sammlung recht gute Dienfte leiden 
kann — Jofeph Heller hat fich wohl zu hüten gewufst, eine Befchreibung, ein 
Verzeichnis nur feines Befitztums zu geben. Seine reichhaltige Sammlung ver- 
mochte ihm allerdings die wichtigften Dienfte zu leiften, fie war auch das 
eigentliche Feld, auf dem er die Kunftforfchung pflegte, auf dem er feine 
rührige Thätigkeit entfaltete, aber er vergafs nicht, dafs neben feiner eigenen 
Sammlung auch noch andere und reichere exiftierten. 

Wie es von der Sammlung des Verfaffers der noch immer vereinzelt da- 
ftehenden «Gefchichte der Holzfchneidekunft» nicht anders zu erwarten ift, 
bietet diefelbe einen grofsen Reichtum an Werken des Holzfchnittes von der 
älteften Periode bis auf die neuefte Zeit. Heller felbft hat es in feinem Buche 
an gelegentlichen Andeutungen über feine Sammlung nicht fehlen laffen. Der 
Kunflforfcher findet in ihr Manches, das nur die gröfsten Kabinette zu erwerben 
in Stand gefetzt find: freilich darf er fich nicht mit allzu hohen Erwartungen 
in Hinficht auf die Originalholzfchnitte aus dem erften Jahrhundert der Er- 
findung tragen. 

Auch eine nicht unbedeutende topographifche Sammlung von Anflehten und 
Plänen von Städten, Burgen und Ortfchaften ift vorhanden. Ihr fchliefsen fich 
die fehr wertvollen Bamberger Spezialfammlungen an: eine Porträts -Sammlung 
und eine Sammlung topographifcher Abbildungen. Ausfchiiefslich auf ihnen 
beruhen die verdienflvollen Hellerfchen Arbeiten: «Verzeichnis von Bamberger 
topographifch-hifiorifchen Abbildungen» und dasjenige von den «Bamberger 
Porträts». Nicht geringeres Intereffe gewährt die Nürnberger Spezialfammlung 
und die der fränkifchen Grabdenkmäler. 

Es mag vielleicht geftattet fein, hier auch der Männer zu gedenken, ohne 
deren Beihilfe Heller nie in den Befitz einer fo hervorragenden, herrlichen 
Sammlung gelangt wäre. In erfter Linie müffen wir Hans Albrecht v. Derfchau 
nennen, der — ein warmer Kunftfreund — nie ermüdete, Heller bei der Er- 
werbung von Kunftblättern behilflich zu fein. Sodann waren es Frauenholz 
und Börner in Nürnberg, die ihm fo manche koftbare Seltenheit zuführten. 
Befonders mit dem letzteren ftahd er in innigen freundfehaftlichen Beziehungen 
und in der Korrefpondenz der beiden rafllos thätigen Männer ruht ein reicher 
Schatz von heute noch beachtenswerten Anflehten und Meinungen. Dafs fich 
Heller aufserdem noch aufsergewöhnliche Gelegenheiten boten, feine Schätze 
zu vermehren, Gelegenheiten, wie fie fich heutzutage feiten mehr darbieten, 
bedarf eigentlich nicht der Erwähnung. Dafs es ihm aber in Bamberg nicht 
leicht geworden ift, zu folchen Schätzen zu gelangen, wie er fie thatfächlich 
erwarb, das erhellt namentlich aus einer Stelle in der Vorrede zum zweiten 
Jahrgange feiner «Kunftnachrichten» (1826), welche die damaligen Buchhändler- 
Verhältniffe feiner Vaterftadt alfo charakterifiert : «... hier ifl keine einzige 
Handlung, welche fich mit dem Verkaufe von gröfseren artiftifchen und Pracht- 
werken befchäftigt; englifche, franzöiifche, italienifche Werke diefer Art kommen 



XU 



gar nicht hierher, und gefchieht dies auch zuweilen, fo ift es nur mit einem 
Kometen zu vergleichen. Nur in einer grofsen Stadt, wo fehr viele Liebe für 
die Kunfl. herrfcht, ift es möglich, meinen Plan auszuführen« etc. 

Und doch ift es Heller gelungen, eine für die damalige Zeit ganz treffliche 
Bibliothek zu erwerben. Die Zahl der von ihm der königlichen Bibliothek 
hinterlaffenen Incunabeln ift zwar keine fehr bedeutende, aber es befinden Geh 
Seltenheiten erften Ranges darunter. Ohne diefelben wäre es Heller wohl nicht 
möglich gewefen, die Gefchichte des Holzfchnittes fyflematifch zu fludieren. Außer- 
ordentlich reich ifl die Hellerfche Sammlung an namentlich feltenen Bamberger 
Drucken. Auf eine Würdigung der von Heller gefammelten Handfchriften 
glaube ich an diefer Stelle verzichten zu follen. 

Eine wefentliche Ergänzung zu den Sammlungen Hellers bildet feine Münzen- 
fammlung, die neben Bamberger Münzen, namentlich an deutfehen Renaiffance- 
Medaillen reich ift. Die Bedeutung der Sammlung ruht meines Erachtens auf 
diefen Werken der deutfehen Medailleure des 16. und 17. Jahrh. Hellers 
archivalifche Unterfuchungen find enge mit diefer Sammlung verwachfen. Kann 
man ja fafl fagen, dafs alles Sichere, was wir über die deutfehen Medailleure 
des 16. Jahrhunderts wiffen, durch gelegentliche Mitteilungen aus Archiven 
gewonnen ifl. Denn die traditionellen Angaben, die auf Neudörfer zurückgehen, 
von Sandrart und Doppelmayr ausgefponnen und von Bolzenthal codificiert 
find, erweifen fich, wie Adolf Erman fehr richtig betont, bei näherem Zufehen 
nicht immer als befonders flichhaltig. Das Material, das in der Hellerfchen 
Sammlung vorliegt, ifl freilich etwas einfeitig; die Reihe der Nürnberger Me- 
daillen überwiegt unter den Originalen und Kopien gewifs nicht weniger, als 
in der herrlichen Königl. Sammlung zu Berlin. Aber wir wiffen auch diefe 
kleine, gewählte Sammlung zu fchätzen, weil fie eben bei der durch mancher- 
lei Umflände beflimmten Begränzung einen intereffanten Einblick in die cha- 
rakteriftifchen Eigentümlichkeiten der fränkifchen, befonders Nürnberger Künfl- 
ler gewährt. — 

Haben wir auch die Sammlungen Hellers keiner Analyfe unterworfen, 
fahen wir felbfl von einer Hervorhebung des Vorzüglichflen aus der Fülle des 
Kofibaren und Schönen ab, fo mag es doch nicht ganz unbegründet erfcheinen, 
wenn wir das, was der Sammelfleifs Hellers im Laufe weniger Jahre zu ver- 
einigen das Glück hatte, dem Befferen an die Seite Mellen, was ein einfacher 
Privatmann in diefer Art fich je errungen hat. 

Soweit es immer möglich ift, wird die Kimflfammlung in ihren einzelnen 
'Peilen zu ergänzen geflieht. Und es ifl freudig anzuerkennen, das neben den 
Zufchüffen der Kgl. Regierung und der Stadt, auch folche von Privaten in 
Form von Vermächtniffen und Schenkungen der Sammlung reichlich zugewen- 
det werden. So wurde der Sammlung 1885 der ganze künfllerifche Nachlais 
des kgl. Zeichenlehrers Krug zugewiefen, fo hat fie namentlich der Güte meines 



XLII 



verehrten Freundes, des feinere Bildungszwecke flets gerne unterftützenden Herrn 
Emil Frhrn. v. Marfchalk fehr Vieles zu verdanken. 

Eingedenk des idealen Zweckes aller Kupferftichfammlungen , findet feit 
mehreren Jahren eine wiffenfchaftliche Ausftellung ftatt. Die Kunftblätter liegen, 
fofern fie für diefe Ausftellung nötig find, unter Glas und Rahmen. Aufser- 
dem werden noch an den Sonntagen in den Sommermonaten aufserordentliche 
Ausftellungen veranftaltet. Seit mir der Auftrag zu Teil wurde, am Kgl. 
Lyceum zu Bamberg kunftgefchichtliche Vorträge zu halten, gereicht es mir 
zur ganz befonderen Freude, meine Zuhörer in die reiche Stiftung Jofeph 
Hellers einführen und fie mit ihren Schätzen vertraut machen zu können : 
bieten uns ja doch zu folchen Zwecken die Originale der grofsen Meifter, die 
Holzfchnitte und Kupferftiche, einen willkommenen Erfatz für ihre feltenen 
und weit verftreuten Gemälde, und geben uns von ihrem Geift eine ebenfo 
treue Anfchauung als ihre Monumentalwerke. 

Auf folche Weife glaubt man am erften den Intentionen des edlen Stifters 
gerecht zu werden. Hellers Kunftfammlung hat, feitdem fie der kgl. Bibliothek 
in Bamberg einverleibt ift, fchon die Studien manches Kunftbefliffenen wefent- 
lich gefördert, und immer mehr wird fie wohlthätigen Einflufs ausüben, wenn 
ihr jene Beachtung gefchenkt wird, um welche Heller für fie in feinem letzten 
Willen fo inftändig bat. Und der wackere Kunflforfcher hatte wahrlich nicht 
gedankenlos fich als Sammler des gelehrten Freundes Dürers, Wilibald Pirk- 
heimers, finnigen Wahlfpruch erwählt, welcher als Infchrift fein Bücherzeichen 
fchmückte: Sibi et amicis. 



VI. 

Jofeph Heller als Lokalhiftoriker. 



cm vaterländifchen Hifloriker ifl es fchon an fich erlaubt, und nicht 
-zu verdenken, wenn er das aufgreift, was unter feinen Augen gefchieht 
und in irgend einer Beziehung dargcllcllt zu werden verdient, zumal wenn es 
ihn nicht foweit von der Hauptfache wegführt, dafs er den Iii ic:k über das Grofse, 
das Allgemeine dabei verliert. 

In Hellers litterarifchem Schaffen behauptet feine Thätigkeit für die F,r- 
forfchung der Gefchichte des Fürftbistums Hamberg eine fo hervorragende 
Stelle, dafs ich es mir verfagen mufs, diefe an Umfang reiche, an Bedeutung 
keineswegs zu unterfchätzende Reihe lokalhillorifc her Studien in ihrem wiffen- 
fchafllichen Werthe eingehender zu würdigen. 

Nicht wenige der fchriftflellerifchcn Arbeiten Hellers liegen aber fo fern 
ab von feinem eigentlichen Forschungsgebiete, dafs man fich billig wundern 
darf über diefe feltfame Zerfplitterung feiner fchöpferifchen Kraft. Allein — 
die Tragik des Schickfals pocht bereits an der Thüre des leidenfehaftlichen 
Sammlers. Wahrend fich feine Truhen immer mehr leeren, erwacht in Heller 
der rafllofe Literat, der mit der Feder fein Brod verdienen will . . . 

So entfland das freilich immerhin für feine Zeit fchatzenswerte «Hand 
buch für Reifende in dem ehemaligen frankifchen K reife» 'Heidelberg 1828) 
fo entftanden die zahllofen Zeitungsartikel, mit welchen Heller eine (lattliche 
Reihe mehr oder minder bekannter Tagesblatter und Wochenfchriften regel- 
roäfsig bediente. 

Indcfs vermochte diefe rege journalillifche Thätigkeit, welche Heller 
vielleicht Ausficht auf materiellen Gewinn eröffnete, keineswegs, ihm die reine 
Freude an jenem eigenartigen Genuffe ZU rauben, welchen die felbfllofe Hingabc 
an das Studium der frankifchen l'rovinzialgefchichte gewährt. 

Strenge l'artcilofigkcit, Wahrheit und Freimütigkeit galt auch in den 
Augen Hellers als das Ideal von pragmatifcher Gefchichtsforfclumg. Dieler 
wiffenfchaftljche und weltbürgerliche — nicht «ignorantinifche» und «curialifti- 
fche» — Standpunkt ifl namentlich in Hellers «Reformations- Gefchichte des 



XLIY 



ehemaligen Bistums Bamberg» (1823) flreng gewahrt, welcher er das Motto 
voranfetzte: «Blinder Glaube ift der Trägheit Palladium, aber der Glaube aus 
Ueberzeugung geziemt dem denkenden Menfchen». 

Die Aufgabe, welche fich Heller Hellte, hat er — für feine Zeit — in 
ganz erfreulicher, gediegener Weife gelöft.*) Die Quellen- und Urkundenwerke 
hat er eingehend berückfichtigt, ferner eine Unzahl von Flug- und Streitfchrif- 
ten aus jener Periode, fodann die politifchen Korrefpondenzen, foweit fie auf 
die Empörung Bezug haben. Was Waldau am Anfang des vorigen Jahrhunderts 
als Beitrag zur Gefchichte des Bauernkrieges in Franken, befonders im Bistum 
Bamberg und Strobel in feinen Beiträgen zur Litteratur geliefert hat, benützte 
Heller mit allem Fleifse, wie auch die Ratsprotokolle, Ratsbücher und 
Briefbücher. Das urkundliche Material war freilich nur gering im Vergleich 
mit dem, was Heller vielleicht erwartete. Bedeutender ift, was Höfler in feiner 
Quellenfammlung für fränkifche Gefchichte und in feinen fränkifchen Studien 
geboten hat. Als das Befte, was bisher auf dem Gebiete füddeutfcher Refor- 
mationsgefchichte geliefert wurde, darf Fr. Roths «Einführung der Reformation 
in Nürnberg (15 17 — 1528)» betrachtet werden. Die «Hiftorifch -politifchen 
Blätter» (95. Bd., München 1885) brachten aus der Feder Dr. Wittmanns eine 
eingehende Abhandlung über «Städter- und Bauernkrieg im ehemaligen Fürft- 
bistum Bamberg», die vielfach auf Hellers Arbeit zurückgriff und im Geifte 
Janffens die religiöfe und politifche Bewegung in Franken behandelte/*) 

Um die Kunftgefchichte Bambergs hat fich Jofeph Heller die gröfsten 
Verdienfle erworben. Er bemächtigte fich mit dankenswertem Eifer des ge- 
gewaltigen Stoffes und förderte eine Fülle ungeahnten Materiales zu Tage. 
Freilich, was für den Lokalforfcher von W T ert ift, verdient darum noch nicht 
in einer gefchichtlichen Darftellung berückfichtigt zu werden, weil es hier auf 
die grofsen charakteriftifchen Züge ankommt, die durch unbedeutendes Detail 
nicht überwuchert werden dürfen. Mit Bienenfleifs trug nun Heller das urkund- 
liche Material über Kunftwerke und Künftler Bambergs zufammen : namentlich 
galt es ihm, für eine lückenlofe Darftellung der Renaiffance in Bamberg in 
Archiven und Bibliotheken die nöthigen Nachrichten zu gewinnen. Ein «Ur- 
kundenjäger», um den Bamberg zu beneiden ift, gab er fich unverdroffen der 
nicht immer dankbaren Aufgabe hin, die ungekannt in verborgenem Schachte 
riefelnden Quellen für die kleine Gemeinde der Forfcher und Kunftfreunde nutz- 
bar zu machen. 



*) Guftav Scheidel nennt das Werk in feiner «Kritik der Villinger Chronik» (1885) eine 
ganz tüchtige Arbeit, tadelt aber den fchlechten Druck und das noch fchlechtere Papier, 
wofür indefs , wie ich glaube , doch nur der Verleger verantwortlich gemacht werden könnte. 

**) Ich möchte hier bemerken, dafs die Nachricht Wittmanns (S. 824) die Handfchrift 
« Verzeichnifs welcher Maffen fich die Empörung der aufrührigen Unterthanen zu Bamberg 
zugetragen», fei der Kgl. Bibliothek in Bamberg abhanden gekommen, irrtümlich ift. Das 
Manufcript findet fich in der Sammlung der auf Bamberg bezüglichen Handfchriften. 



Hellers Schriften über den Bamberger Dom, feine kurze «Gefchichte der 
Domkirche» (1857), feine «Befchreibung der bifchöflichen Grabdenkmäler in 
der Domkirche» (1827) haben unflreitig keinen geringen Anteil an der befferen 
Würdigung diefes bedeutfamen Denkmales, wenn fie fich auch von einer wirk- 
lich wiffenfehaftlichen Darlegung der Baugefchichte, von dem Verfuche einer 
Feflflellung der Bedeutung und Stellung des Domes in der frühmittelalterlichen 
Baukunft, einer Beantwortung der Frage nach den Einflüffen anderer deutfehen 
Gaue, die fich an dem Baue ausfprechen , gänzlich ferne hält. Eine gründliche 
mit genauen architektonifchen Zeichnungen begleitete Publikation hat uns Heller 
nicht geboten — wir erwarten heute noch eine Darflcllung der grofsen Blüte- 
perioden in der Architekturgefchichte Bambergs, eine gründliche, wiffenfehaft- 
liche Würdigung des vollendetflen frühmittelalterlichen Baues des diesfeitigen 
Bayerns, einer der edelflen Leiflungen der deutfehen Architektur aller Zeiten. 

Auf reichem urkundlichem Materiale baut fich Hellers «Gefchichte der 
proteflantifchen Pfarrkirche zum hl. Stephan in Bamberg» auf, welche zum 
Jubelfefle der Augsburger Confeffion 1830 erfchien. Nicht ganz von Irrtümern 
frei ifl Hellers Schrift über «die Altenburg bei Bamberg» (1828), welche in 
mancherlei Punkten der Berichtigung bedarf. Indefs bietet die Schrift bei 
forgfamer Benutzung archivalifcher Quellen doch immer noch das Vollftändigfte 
und Befte, was uns über die fpätere Gefchichte diefes intereffanten Denkmals 
erhalten ifl. ") Einen wertvollen, freilich ebenfalls der Ergänzung bedürftigen 
Beitrag zur Kunftgefchichte Bambergs befitzen wir in Hellers «Bau-Gefchichte 
der oberen Brücke und des Rathaufes» (1848), welche aus den urkundlichen 
Nachrichten gefchickt zufammengellellt ifl. Diefen Heifsigen Arbeiten reihen 
fich die Auffätze Hellers im «Bericht über den Kunfl-Verein zu Bamberg» (1833) 
über Baumeifler Dinzenhofer und über die Erzgiefskunfl in Franken würdig an. 
Zahlreiche kunflgefchichtliche Bemerkungen , die auch heute noch ihren Wert 
bewahren, hat Heller auch in feinem «Tafchenbuch von Bamberg» U831) 

*) Ich fehc mich leider genötigt, Heller gegen einen unbilligen Angriff zu verteidigen, 
der ihm in dem Organe eines Vereins zugefchleudcrt wurde, welcher dem thätigen Bamberger 
1 Iiftorikcr unendlich Vieles zu verdanken hat. In dem 40. Bericht des Bamberger hiflorifchcn 
Vereins, S. 5 wird der Ilellerfchen Schrift nämlich nachgefagt, fie fei nach der Vorrede 
berechnet « vorzüglich auf Fremde, welche auf einer Durchreife nicht Mufse oder Luft haben, 
viel zu lefen, fondern nur das Mcrkw ürdigftc fchnell Überblickes mochten!« Diefem Citat aus 
der Vorrede Hellers ifl die Bemerkung beigefügt: »Dafs nun für folche Touriflen es mit 
Merkwürdigkeiten und einer Erklärung nicht fchr genau genommen wird, weifs wohl Jedermann, 
der fchon in der Lage war, fich fchriftlich oder mündlich "führen« und anführen zu laffen.« 
Ich habe nun die Vorrede Hellers, welcher der hier wiedergegebene l'afius entnommen ifl, 
genau gelefen und zu meinem Erftaunen gefunden, dafs der fchr wesentliche Nachfatz: »diefes 
fuchte dcrfclbe (nämlich der Verfaffer) in der Einleitung kurz zufammen zu drängen, und 
dann erfl in den nachfolgenden Paragraphen das Einzelne weiter auszuführen« in jenem 
Berichte des hift. Vereins einfach ignoriert wurde, nur um Heller auf bequeme Weife unred- 
liche Ablichten untcrlchieben zu können, die gewifs Keinem ferner lagen als dem Heifsigen 
Manne. 



XLVI 



niedergelegt. Die Kammerrechnungen, Klofterrechnungen u. f. w. lieferten ihm 
für diefe Arbeit ziemlich ergiebige Ausbeute. Das Werkchen fand in Bamberg 
fo grofsen Anklang, dafs kurz nach feinem Erfcheinen litterarifche Freibeuter 
über dasfelbe herfielen, um fich mit fremden Federn zu fchmücken. 

Eine ebenfo gründliche als tüchtige und brauchbare Arbeit hat Heller in 
feiner Schrift «Die Burg Lisberg in Franken Befchreibung und Gefchichte» (1837) 
geboten. Ich möchte diefe hiftorifche Leiftung zu dem Beften zählen, was wir 
von Heller befitzen. Einen fehr unkritifchen Galeriekatalog, dem nur die ge- 
diegene gefchichtliche Einleitung wiffenfchaftlichen Wert verleiht, hat Heller 
über «die Schönbornfche Gemälde -Sammlung zu Schlofs Weifsenftein in Pom- 
mersfelden» (1845) gefchrieben. Der Katalog ifl übrigens infofern wichtig ge- 
worden, als er den einfügen Befiand der 1867 zu Paris grösstenteils «unter den 
Hammer» gekommenen Galerie überfichtlich zufammenftellt. Von ftatiftifch- 
topographifchem und hiftorifchem Standpunkte aus bearbeitete Heller «Müggen- 
dorf und feine Umgebungen». In diefem Werkchen, welches zwei Auflagen er- 
lebte (1829 und 1842), ift die für den Gebrauch der Reifenden nicht gerade 
fehr zweckmäfsige alphabetifche Anordnung der Ortsnamen getroffen. 

Reich mit hiftorifchen und bibliographifchen Bemerkungen ausgeftattet ift 
Hellers « Verzeichnifs von bambergifchen Abbildungen», (1841) eine unendlich 
fleifsige Arbeit, welche noch heute treffliche Dienfte leidet. Diefem Werke 
fchliefst fich innig an fein «Verzeichnifs von Bambergifchen Porträts» (1845), 
in welchem dem Lokalhiftoriker eine Fülle brauchbarer Notizen geboten wird. — 

Als eine fchätzbare litterarhiftorifche Gabe darf die von Heller forgfältig 
herausgegebene «Bamberger Reimchronik Jakob Ayrers (1838)», des nebft Hans 
Sachs bedeutendften Schaufpieldichters des 16. Jahrb.., betrachtet werden. Der 
Schilderung der Bedeutung Ayrers in der Litteraturgefchichte, der Zeit feiner 
litterarifchen Thätigkeit und feiner Lebensverhältniffe läfst Heller die Aufzählung 
(amtlicher Werke Ayrers aus dem «opus theatricum» folgen. Die erfte Be- 
arbeitung der Ayrer'fchen Reimchronik, bis 1570 reichend, alfo wohl auch in 
diefem Jahre beendet, ift dem Bifchof Veit II. von Bamberg dediciert. Später 
führte fie Ayrer, mit einer Dedikation an Bifchof Johann Philipp von Gebfattel, 
bis 1599 fort, in welcher Geftalt fie von Heller herausgegeben ifl. Diefe Aus- 
gabe ill mit zahlreichen kurzen orientierenden Anmerkungen verfehen. 

Dem Numismatiker Heller verdanken wir den Verfuch einer Befchreibung 
der Bambergifchen Münzen (1839). Es ift nun nicht zu läugnen, dafs ein 
grofser Teil von Münzen und Medaillen gar nicht in diefem W T erke verzeichnet, 
ein anderer fehr mangelhaft befchrieben ift. Verwechslungen des numismatifchen 
rechts und links find nicht gerade feiten, die Infchriften find oft ungenau, die 
charakteriftifchen Merkmale der verfchiedenen Stempel und Varianten ungenü- 
gend angegeben. Allein es wäre bei dem Mangel einer auch nur annäherungs- 
weife vollftändigen Sammlung Bamberger Münzen für Heller geradezu unmög- 
lich gewefen, eine einheitliche lückeri- und fehlerlofe Befchreibung der Bamberger 



XLVII 



Münzen zu liefern.*) Für den Hiftoriker wertvoll find übrigens die zahlreichen 
intereffanten hiflorifchen Notizen, welche von Heller mit muflerhaftem Fleifse 
aus älteren Akten, namentlich den fürfüichen Kammerrechnungen, gezogen und 
der Würdigung der Verdienfte der einzelnen Bifchöfe um das Münzwefen bei- 
gefetzt wurden. 

Schiefslich wäre noch der ungemein regen Beteiligung Hellers an der 
Herausgabe des «Königreichs Bayern in feinen altertümlichen, geschichtlichen, 
artillifchcn und malcrifchen Schönheiten» zu gedenken. Zahlreiche topo- 
graphische Beiträge, dann über den Dom, die Umgebung Bambergs, über 
Klofterebrach, Lichtenfels, Schlüffelau, Burg Lisberg, Pommersfelden, Höchftadt, 
Schefslitz, Schlofs Giech u. f. w. find aus feiner Feder gefloffen. Einzelne 
diefer Darftellungen find nach archivalifchen Quellen fleifsig bearbeitet. — 

Unter den Männern, welche Ende der zwanziger Jahre diefes Jahrhunderts 
ßch um die Entdeckung und Beschreibung heimatlicher Altertümer Verdienlle 
erworben, verdient auch Heller genannt zu werden. Wo der Pflug des Land- 
manns alte Scherben und Knochen aufdeckte, wo immer die Vermutung 
Boden faffen konnte, dafs Grabhügel aus deutlicher Vorzeit vorhanden feien, 
da wagte auch Heller den Verfuch, die Grundlage derfelben nach Möglichkeit 
zu erforfchen, und in den meiden Fällen wurde fein Mühen reichlich belohnt. 
Heller nannte bald eine ziemlich bedeutende Sammlung von Urnen und Urncn- 
Irümmern, von Schwertern, von bronzenen, zierlich gearbeiteten Ann- und 
Ohrringen fein eigen.*') Seit dem Jahre 1827 teilte er feine Refultate regel- 
mäfsig in Zcitfchriften mit. Mit Hans von Auffefs veranflaltete Heller an der 
Auffefs eine Reihe von Ausgrabungen, die ihm, dem Unermüdlichen, immer 
reiche Ausbeute brachten. Im Attgufl 1827 grub Heller mit den beiden Frei- 
herrn von Ruffin Hügel bei Löhlitz auf, dann unterfuchte er die fog. Heiden- 
fladt bei Altmannshof, eine Stunde von Müggendorf, wo er neben Kohlen und 
( iefäfsetrümmern zwei weibliche Skelette und Ohrenringe fand. Im nachflen 
Jahre grub er einen der fchönflgeformten Hügel wiederum bei Löhlitz auf und 
fand ein mit vieler Gefchicklichkeit aus Steinen zufammengefügtes Gewölbe mit 
vier Kammern, in welchen ßch zahlreiche Gefäfsc fanden. Dann öffnete er 
Hügel zu Wolmuthshühl ober Pretzfeld, zu Unterfellendorf und Albertshof, 
ferner zu Tannfeld, Örtlich zwifchen Hollfeld und Thurnau. Das Meide und 
Intcreffantefte entdeckte er indefs in den Grabhügeln bei Eitzendorf, in welchen 
er geradlinige Schwerter von Eifen und Bronze fand, deren eines vergoldet war. 

Befler als durch Alles, was w ir noch am Schluffe unferer Aufgabe zur Würdi- 
gung Hellers als bambergifchen Gefchic htsforfchers zu fagen vermöchten, findet fich 

*) Der 46. Bericht des Bamberger htftor. Vereins (1S74), die Leipziger «Blätter für Münz- 
kunde» und die Nürnberger iNumismatifche Mitteilungen» kündigten eine neue Befcbreibung 
der Bamberger Münzen mit Abbildungen an. Ks blieb indefs bis zur Stunde bei der blofsen 
Ankündigung des Werkes. 

**) Diese Sammlung wurde nach dem Tode Hellers verkauft. 



XLvm 



dies unftreitig durch diefe vielfeitige, aufopferungsfähige, echt patriotifche Thä- 
tigkeit felbfl ausgefprochen. Diefes redliche Bemühen, diefer eiferne Fleifs, 
diefe felbftlofe Hingabe verdient unfere volle Teilnahme und aufrichtige An- 
erkennung umfomehr, als trotz aller abfprechenden Urteile über den Lokal - 
hiftoriker Heller faft keines feiner Werke durch neue Lokalforfchungen verdrängt 
wurde! So bedauerlich es auch ift, dies conftatieren zu muffen, fo beredt fpricht 
diefer beklagenswerte Mangel für den ungewöhnlichen Mut, mit dem Heller 
fich an die Löfung einer fo ftattlichen Reihe fchwieriger Aufgaben wagte. 



VII. 

Hellers Perfönlichkeit und Tod. 



ennt man die Namen der Männer, welche die Pflege der Gefchichte 
der bildenden Künfle, infonderheit die hiflorifche Behandlung der 
neueren Kunfl in ihre Obhut nahmen und dadurch die Begründer der neueren 
Kunflgefchichte, diefer herrlichen Wifferrfchaft, wurden, fo darf man wohl neben 
Rumohr, Kugler, Schnaafe, Waagen auch Jofeph Heller nennen. Aber wie 
grofs und weit — man möchte fagen — wie unüberbrückbar ifl die Kluft, 
welche den fchriftflellerifchen Charakter Schnaafes von dem Jofeph Hellers 
trennt! Nennt man Schnaafe den Philofophen unter den Kunflhiftorikern, fo 
wird man füglich Heller als den Kaufmann unter ihnen bezeichnen müffen. 
Wenn aber der Ausfpruch, dafs ein Kunfthiftoriker auch eine poetifche Ader 
in fich bergen müffe, thatfächliche Berechtigung hat, dann war Heller der am 
meiften Ungeeignete, kunflhiflorifche Studien zu betreiben. Aber dafs er viel- 
leicht beffer wie ein anderer in jener Zeit die Kunflgefchichte als einen wich- 
tigen und wefentlichen Zweig der neueren Gefchichtswiffenfchaft zu betrachten 
verflanden hat, darüber find wohl Alle klar, welche Geh Einblicke in feine 
Thätigkeit verfchafft haben. Und wenn Moriz Thaufmg meint, die Kunfl- 
gefchichte verlange von ihrem Jünger ficherlich nur jenen Grad allgemeiner 
Bildung und Sinnesfrifche, wie fie auch fonfl zur erfolgreichen Kultivierung 
jedes exakten Wiffcnsgebietes unentbehrlich ifl, fo wird ihm jeder Vernünftige 
beiflimmen müffen. Wie es bei einer Wiffenfchaft, die Geh gewiffermafsen erfl 
zufammenfetzen mufs, nicht anders möglich ifl, begegnen uns eigentlich im 
Anfange der Kunflwiffenfchaft lauter Autodidakten. Denn wenn auch die Liebe 
zur Kunfl in jener Zeit fchon mächtig entwickelt war, fo fchien es doch be- 
denklich, fich einem Fache zu widmen, das eigentlich noch gar nicht exiflierte. 
Aber wo fich Liebe zur Sache mit Ernfl des Strebens paarte, war auch der 
Sieg gewonnen. — M. Lazarus hat in einem feiner geiflvollen Werke") darauf 
hingewiesen, dafs es auch guten Köpfen auf dem Felde der Kunflgefchichte 

*) Lehen der Seele. II. B«id, 1885. 
Loitschuii, Mmniorlpta BcIIwIm*. IV 



L 



gar zu leicht gefchehe, dafs fie, wenn auch ftrebfam nach eigentümlichen 
Bahnen für die Besprechung eigentümlicher Werke fuchend, dennoch gar zu 
oft in allgemein ausgefahrene Geleife hineingeraten, dafs flehende Redensarten, 
ftumpfe Kategorieen fich eindrängen und den Bildungsprocefs neuer und felb- 
ftändiger Vorftellungen vernichtend kreuzen. 

Es wäre nicht nötig, in diefem Falle auf die erläuternde Thatfache zu 
kommen, dafs ein feinerzeit fehr berühmter Kunfthifloriker, der alle Kunft- 
fchätze Europas mit eigenen Augen gefehen, von allen eine vollftändige Er- 
innerung, d. h. erinnerte Anfchauung hatte, aber auch über faft alle gefchrieben 
hat, dafs diefer fo ftaunenswürdig anfchauungsreiche Kunfthifloriker für feine 
Befchreibungen diefer Unmaffe von Bildwerken einen Wortfehatz von nicht mehr 
als etwa 30 Wörtern verwendete. Ähnlich verhält es fich nämlich auch mit 
Jofeph Heller. Wir dürfen uns nicht daran flofsen, dafs feinem Wiffen von der 
Kunft der befonders fchwierige Prozefs der Bildung der äflhetifchen Vorftellungen 
und Begriffe völlig fremd ifl — Heller wollte ja kein fchmachtender Äfthetiker 
fein, der feine fchöne Seele zu einem fchönen Sammelpunkt von wachfenden 
Summen von feinen Anfchauungen und felbft immer feineren Anfchauungs- 
differenzen geftaltet: der nüchterne Hiftoriker mufste auf folch' befchwerliche 
Seelenthätigkeit verzichten, felbft auf die Gefahr hin, dafs ihn der äfthetifche 
Bannftrahl trifft, weil feine Anfchauungsweife «wenig Gewinn für eine fteigende 
Erkenntnifs» bietet. 

Das Eine aber läfst fich nicht in Abrede ftellen: gering genug ifl der 
Wortvorrat Hellers; eine neue, den Lefer erfrifchende Wendung, ein wirklich 
gefchickt in Worte gefafster origineller Gedanke ift bei Heller ebenfo feiten, 
wie Sätze mit wunderbar verrenkten Gliedern bei ihm häufig find. 

Es ift aber natürlich, dafs es ftereotype Formeln find, in welchen fich 
Hellers Darftellungsweife bewegt: die Arbeit der Katalogifierung von Kunft- 
werken, welcher er fich ja hauptfächlich widmete, brachte das unvermeidlich 
mit fich. 

Seltfamkeiten aber, wie wir fie in den Schriften Hellers wahrnehmen, 
zeigten fich, freilich noch in viel auffallenderer Weife, auch in feiner Lebensart. 
«Es war ein kuriofes Männchen diefer Kunftlitterat Heller mit feiner feinen 
Stimme, feinen Sonderbarkeiten und feiner einfachen Lebensweife.»*) Auf ihn 
dürfen wir wohl mit Fug und Recht die Worte beziehen, welche Martin Greif 
einem alten Kunflfammler widmete: 

Wir kannten ihn faft nur vom Seh'n, 
Ihm fchien nur wohl zu Haufe 
Und unbequem , hervorzugeh'n 
Aus feiner engen K laufe. 



*) Leift, Bamberg. Ein Führer durch die Stadt 1879. 



Ii 



Wohl war fie fcltfam angefüllt 

Von Bildern und Geräten, 

Mit jeden Jahr der Stapel fchwillt 

Verflaubter Raritäten. 

Doch ihm war's ein geweihter Schatz, 

Ein Buch von hoher Kunde : — 

Jed' Schauflück hatte feinen Platz 

Und feine Muflerftunde. 

Und Karl Friedrich Kunz, fein Freund und Verleger, rief ihm 1825 in 
mehr charakteriflifchem als formvollendetem Liede zu, er möge doch nicht bis 
zum Grabe «uralter Sauerteig» bleiben! Aber alles Bitten verhallte an den 
tauben Ohren des alten Junggefellen. Heller war indefs von Allen, die ihn 
kannten, hochgefchätzt, weil er fich nie überfchätzte, nie über die Verdienfle 
Anderer wegwerfend urteilte. Ein treuer Freund Hellers, der Pfarrer zu 
Huttenheim, Georg Adam Thiem") fchrieb mir:. Ich habe ihn oft bewundert, 
wenn er über die Invektiven, die ihm fo oft ob feiner litterarifchen Thätigkeit 
zugefchleudert wurden, herzlich lachen konnte, ja felbll mit feinen hinterliftigen 
Gegnern in Gefellfchaft frcimdlichfl verkehrte. Er hat mir einmal, als ich ihm 
verficherte, dafs ich diefe Überwindung als grofsartig bezeichnen müffe, mit 
einem Händedrucke bedeutet: «Ich mufs mich fo benehmen, um die Bufch- 
klepper um fo ficherer entwaffnen zu können. Ich habe mir dies zur Regel 
gemacht, und es hat mir auch immer grofsen Vorteil gebracht — befafs ich 
doch dazu ftets die nötige Ruhe!» 

So abgefchloffen fich auch Heller dem eigentlichen gefellfchaftlichen Leben 
gegenüber verhielt, fo gerne weilte er doch unter denen, mit welchen ihn 
gleiche Geiftesrichtung verband. Dem bamberger hiflorifchen Verein wie dem 
Kunllverein war 1 [eller eine eminente Stütze. 

Nach dem Tode Stephan v. Stengels, der mit dem berühmten Dr. Marcus, 
dem geillvollen E. Th. Amad. Holtmann, dein Kupferflecher Rupprccht und 
dem kimflliebendcn Arzt Dr. Ziegler einen kleinen «Kunftverein» gebildet 
hatte, traten 1823 Heller und feine Freunde zufammen, um einen erweiterten 
Kunflverein zu gründen. Die Bedeutung diefes Vereins war in Hellers Zeit 
entfchieilen eine ganz hervorragende. Heller nahm fich der Intereffen des 
Kunflvereins mit einer ungewöhnlichen Wärme und einer folchen Begeiferung 
an, dafs wir feinen felblllofen Beflrebungen einen guten Teil des herrlichen 
überrafchenden Frfolges zufchreiben müffen, welchen der Bamberger Kunllverein 
in den erften Dezennien feines Bellebens erzielte. 

Innige Freundfc haft verknüpfte Heller mit dem herz. bayr. Kabinetsrate 
Dr. Karl Theodori , einem geillvollen, kritifchen Kopfe, den ich als den guten 
Geift, ja als den litterarifchen Schutzengel Hellers bezeichnen möchte. Durch 

*) Es fei mir geftattet, dem hochverehrten würdigen Priedel an diefer Stelle für feine 
freundlichen Mitteilungen herzlicbft ZU danken. Herr Pfarrer Thiem war Heller bis zu feinem 
Tode in treuer Kreundfchaft ergeben. 

IV» 



I.II 



feine Hände find die meiden Werke Hellers gegangen, bevor fie zum Drucke 
wanderten — keinem vertraute fich Heller fo an, wie diefem, feinem aufrichtig- 
flen Ratgeber. 

Freilich ifl es auch ihm nicht gelungen, die dufteren Schatten zu bannen, 
welche Heller in den letzten Jahren feines Lebens verfolgten. Als fein grofses 
Vermögen fafl gefchwunden war, als die Truhen fich immer mehr leerten und 
die Sammlung immer mehr wuchs — da fuchte Heller Betäubung im Genuffe! 

Schon zu der Zeit, als fein einziges Vergnügen darin befland, mit leichtem 
Kleid, mit einem Stock und dem Regenfchirm auf dem Rücken, durch Franken 
zu wandern, gab er denen, die ihn frugen, was er Alles gefehen, fröhlich zur 
Antwort: «Wein, viel Wein getrunken!» 

Aber mit den Jahren fröhnte er immer leidenfchaftlicher diefem Genuffe. 
Zu teurem Wein fehlte ihm freilich das Geld, und fo trank er denn vielen, fehr 
vielen fauren Wein, den er mit Zucker vermifchte. Über diefes leidige Eß, 
efl, eß, klagen Alle, welche mit Heller in diefen Jahren zu verkehren hatten, 
und Carl Aug. Lebfehee konnte es fich in feiner übermütigen Künflerlaune 
nicht verfagen, bei Heller anzufragen, ob er noch am Leben fei, oder ob das 
Effiggetränk , das er Wein zu nennen pflege, ihm den Magen bereits »durch- 
gebrannt» habe! — 

Heller bewegte fich harmlos unter Allen, fie mochten welch' einer religiöfen 
oder politifchen Konfeffion immer angehören: er felbft liefs fich in feinen Ge- 
wohnheiten und Eigentümlichkeiten nicht Hören. 

Der Befuch bedeutender Gelehrter vermochte niemals, ihn aus feiner 
gleichmütigen Ruhe zu bringen: er kam den meiften wohlwollend entgegen, 
verkehrte mit allen in anfpruchslofer Weife und mit derfelben Sicherheit des 
Benehmens, wenn es auch Männer vom höchften Range waren. 

An Ehren hat es Heller nicht gefehlt: namentlich waren es zahlreiche 
hiftorifche Vereine Deutfchlands und Öfterreichs, welche Heller zu ihrem Ehren- 
mitglied ernannten. Lebhaftes InterelTe legte Ludwig I. von Bayern für Heller 
an den Tag: öfters erkundigte er fich nach feinem litterarifchen Schaffen und 
bedauerte lebhaft, dafs es ihm nie gelungen fei, Hellers Sammlung zu befichtigen. 

In den letzten Monaten feines Lebens pochte die ernfte Not an die 
Thüre Hellers: er lebte thatfächlich von dem kargen Verdienfte feiner journa- 
liftifchen Thätigkeit, nur der Hebräer erhielt zuweilen ein Fauftpfand : die Akten 
geben uns ein trauriges, unendlich rührendes Bild von dem bitteren Mangel, von 
den quälenden Sorgen, mit denen er in den letzten Wochen zu kämpfen hatte, 
von dem heroifchen Mute, mit dem er dem Tode kalt ins Auge fah. 

Am 4. Juni 1849, Nachmittags 5 Uhr, verichied Heller plötzlich ohne 
vorangegangene Krankheit. Aus der auffallend rafch erfolgten Verwefung und 
aus dem Umftande, dafs in feinem Pulte ein Fläfchchen Gift gefunden wurde, 
hat man gefchloffen, dafs Heller, ein Opfer feines Sammeleifers, fich den frei- 
willigen Tod erwählte. 



UJI 



Diefes tragifche Schickfal, welches Heller im bellen Mannesalter feinem 
Wirken entrifs, diefes herbe, tief fchmerzliche Los, mufs in jeder fühlenden 
Brufl die innigfle Teilnahme erwecken! 

In Hellers Nachlafs fand man fein frühzeitig abgefafstes Teflament, in 
welchem es wörtlich heifst: «Ich ernenne als Erbin die dahiefige königliche 
Bibliothek in der Art, dafs diefelbe meine Bücher- und Kunfl- Sammlung, welche 
ich mir mit einem grofsen Koflenaufwande angefchafft habe und noch zu ver- 
mehren gefonnen bin, wenn mir Gott das Leben friflet, für den öffentlichen 
(lebrauch erhalte. Da ich aber diefes Vermächtnis aus Liebe für meine 
Vatcrfladt vermache in der edlen Abficht, dafs der Kunflfinn bei jungen Leuten 
geweckt und unterhalten werde, welche ohne dergleichen Sammlung nicht er- 
zielt werden kann ; da dieses auch mein Wille ist, dass diese Sammlung einzig 
für Hamberg auf alle Zeit bellimmt bleiben foll, fo vermache ich zur Unter- 
haltung und Feflfetzung meiner Sammlung den ganzen Refl meines Vermögens, 
welcher nach beflrittenen Legaten übrig bleibt. 

Diefer Überrefl foll als Kapital gegen vorfchriftsmäfsige Sicherheit zu 5% 
angelegt und von den anfallenden Zinfen foll die eine Hälfte für die Ausbil- 
dung eines fehr braven und talentvollen Jünglings, welcher fich dem höheren 
Kunflfache in irgend einem Zweige widmet, auch zu reifen nötig hat, verwen- 
det werden. 

Für die andere Hälfte der Jahreszinsen follen jährlich neue Kunflwerke 
nachgefchafft werden, diefe find ins Inventar einzutragen und zur Aufrecht- 
haltung und Beförderung diefes neuen Hildungszweiges für Kunfl alle Jahre eine 
öffentliche Rechnung bekannt zu machen und auch andere Kunflliebhaber zur 
Unterftützung aufzumuntern. Über die Qualifikation eines Stipendiaten ent- 
fcheidet die Stimmenmehrheit der hiefigen ProfelToren. 

Aus diefem Grunde wünfche ich, dafs bei der königlichen Bibliothek meine 
Sammlung in einem befonderen Zimmer des mittleren Stockes aufgeflellt werde. 
Sollte aber mit der Zeit wie in andern grofsen Städten eine gefonderte Ein- 
richtung für Kunflwerke auch in Bamberg entflehen, fo könnte meine Sammlung 
zur Grundlage dienen, wo jedoch die von mir gemachten Bedingniffe auch 
fernerhin beibehalten werden müfsten. Damit aber diefe meine Sammlung für 
immer nach meinem Sinne zum Beflen unferer Stadt erhalten werde, fo erkläre 
ich meine Anverwandten von Heller'- und Geyer'fcher Seite für den Fall 
als Erben für die werden füllende Stiftung, wenn folche zu einem andern Zweck 
als folchcr von mir beflimmt, verwendet oder von Bamberg weggezogen werde.» 

Nun wurde aber das Mufeum durch Domvikar Jofeph Hemmerlein 
fchon 1838 gegründet, Hei 1 e r's Teflament datirt von 1824, und er felbfl ftarb 
1849. Es war alfo noch lange Zeit, fein Teflament zu Gunflen des Mufeums 
zu ändern. Aber er that es nicht. Hemmerleins bedeutende Gemäldefammlung, 
welche dieser ungeachtet feiner befchränkten Mittel in einer langen Reihe von 
Jahren erworben hatte, war der Stadt als unveräufserliches Eigentum übergeben 



LIV 



worden. Sie bildet die Hauptgrundlage der jetzigen ftädtifchen Sammlung. 
Mit ihr wurden dann vereinigt die Gemälde und Kunflwerke, welche der 1832 
verlebte geifllicheRath und Stadtpfarrer Schellenberger dem Bamberger Kranken- 
haufe vermachte, fowie einige Gemälde aus dem Nachlaffe des im nämlichen 
Jahre verdorbenen Domkapitular Betz. Die Witwe des 1841 verdorbenen Malers 
Joh. Dorn bereicherte die Sammlung 1842 mit 21 Gemälden ihres Gatten. 

Heller kannte diefe Legate und Schenkungen, aber niemals äufserte er 
den Wunfch, feine Kupferftiche mit der Gemäldegalerie vereint zu fehen. Nach 
feinem Tode nahm fich auch Niemand des Vermächtniffes an, als die K. Bi- 
bliothek. Sie befiimmte die Kgl. Regierung, dafs diefelbe fofort die nötige 
Summe zur Deckung der Schulden Hellers bewilligte und erlaubte, dafs 28 
koftbare Antiphonarien der Kgl. Bibliothek veräufsert werden durften, um die 
Legatare zu befriedigen, die zum Teil übrigens zu Gunften der Kgl. Bibliothek 
Verzicht leifteten. So gelangte die Kgl. Bibliothek in den Befitz der Heller- 
schen Sammlung. 



Jofeph Heller ward auf dem Friedhof zu Bamberg an die Seite feines 
treubewährten Freundes Dr. Adam Ziegler gebettet. Ein einfacher Grabflein 
deckt die fterblichen Refte eines Mannes, in dem Originalität der Neigungen 
und des Charakters einen ungewöhnlich lebhaften Ausdruck fand, deffen Gefchick 
manches Seltfame darbot, eines Wohlthäters und Beförderers der Kunft. . . . 

Aber mehr als das ! 

Jofeph Heller fchlofs fich mit rafüofem Eifer einem Heinecken an, der 
wie Max Lehrs richtig lagt, faft ohne Vorarbeiten, nur auf fich felbft ange- 
wiefen, die mifsachteten Refte einer lange unverftandenen Kunftweife vereinigte. 

Es find freilich keine «fonnigen Höhen raphaelifcher Kunft», zu welchen 
uns Heller führt, es find eher reizlofe Klüfte, zu welchen wir hinabfteigen 
müffen, aber dennoch wird fein Name ftets genannt werden inmitten der Namen 
der Männer, welche die moderne Kunftgefchichte in ein neues Stadium einführten 
und den Grundftein zur Bebauung eines weiten Feldes legten, das vor ihnen 
nutzlos als unfruchtbarer Boden brach gelegen. 




KATALOG 

DER HANDSCHRIFTEN 

DER 

HELLERIANA. 



A. 

Historische Manuscripte. 



1. J. II. Msc. hist 1 (II. 54). Pap. 31 X 22'/ a cm. 224 Bl. 10. Jahrh. 
Galendarium mit geschichtlichen Notizen an den einzelnen Jahrestagen ; 
am Rande Notizen über die betreffenden I [eiligen. Jeder Monat w ird 
mit einer : «Annzeigung, wie jn diesem Monat die Sone auff vnd 
linder gehet* und mit einem Spruche: ».Merck, wie man sie Ii in die- 
sem Monat Iialtcn so// n eingeleitet. 
Auf der I. Seite steht: 
Dey dem 124. Blatt finde s tu gemeine Sachen, die ich auff jren tag nit 

hab Setzen mögen. 
Dieses Blatt ist zum Teil herausgerissen ; mehrere andere fehlen voll- 
ständig. 

Provenienz und Gtsch.: Die Handschrift war offenbar im Besitze einer Nürnberger Patrizier- 
familie. Die Aufzeichnungen reichen bis 1596. Über die Jahre 1618 — 27 finden sich 
Nachträge der damaligen Besitzer, die ihre Notizen über Wund erzeich en , Einzüge 
fürstlicher Persönlichkeiten in Nürnberg 11. s. w. bald mit A. E., bald mit E. E. (Ebner : ) 
unterzeichnen. Die Einleitungen zu den einzelnen Monaten, die Überschriften der No- 
tizen und die Randglossen sind mit roter Tinte geschrieben. Das Papier der Hand- 
schrift trägt 3 verschiedene, indefs aus ein und derselben Zeit stammende Wasserzeichen. 

Einband: Ppbd. 



2. J. II. Msc. bist. 2 (1.32). Pap. 31'/ 2 X 21' , cm. 13 Bl. 17. Jahrh. 

Beschreibung der Bischoff von Würtzburg, Aystatt (Eichstätt), vnd 
Bamberg, auch Regenspurg. Nr. 5. 

(Auf der äufscren Decke:) 
Geschrieben vnd verfertigt anno 1610. 

Die Aufzählung der Bischöfe ist fortgesetzt bis 1623. Während sich 
mit Ausnahme von St. Kilian im »Stifft Wurtzburgk* und St. Willi- 
bald im »Stifft Aystatt» die Beschreibung der Bischöfe auf die 
Angabe ihrer Namen und Regierungszeit beschränkt, finden sich 
für das mvor andern lustig vnd herrlich Bisthums Hamberg» kurze 

Leltsciuih. Hanoioript* Hallerlana. 1 



2 



Lebensbeschreibungen der Bischöfe — ein Umstand, der deutlich 
auf den Bamberger Ursprung der Handschrift hinweist. 

Prov. u. Gesch.: Nach dem auf dem ersten Blatte befindlichen Wappen war die Hand- 
schrift im Besitze der Nürnberger Patrizier-Familie Stark von Reckenhof. 
Wasserzeichen: Zwei Türme mit einem Mauerstück dazwischen. 

Ebd.: Als Decke hat eine grün angestrichene Pergamenturkunde Verwendung gefunden. 



3. J. H. Msc hist. 3 (II. 56). Pap. 34 1 / 2 X 22 cm. 13 Bl. 17. Jahrb. 

Allerhand denkwürdige Sachen: 

HistoriscJie Notizen über die Bisthümer und Klöster in Franken. 
Copie einer Handschrift aus dem Beginne des 17. Jahrh. 

Ebd. : Brosen. 



4. J. H. Msc. hist. 4 (III. 212). 31 X 22 1 / 2 «n. 104 Bl. 17. Jahrh. 

Bambergische Ufschwerungen der Domherren von 1500 — 1636. 

Beginn: Nachricht der Uncosten, wann ein Jung vom Adel zu einem 
Dombherrn vff das hohe keysl: Stifft Bamberg auff geschworen 
wird etc. Enthält sodann die Namen der Domherren, eine Auf- 
zählung der Agnaten und Juranten, sowie der letzteren pater, 
mater, patris mater und matris mater. 

Am Schlüsse das schriftliche Testimonium der Geburt und das Formular 
eines «schrifftlich zeugnuss der Vätter vnd Mütterlichen Agnaten.» 

Reicht von Ludovicus Comes de Helfenstein bis Georg Christoph von 
Aufsefs. 

Diese Handschrift ist in vielen Punkten zuverlässiger, als Msc. hist. 7. 

Prov. u. Gesch.: Die Handschrift kam aus dem Besitze Salvers in die Helleriana, von seiner 
Hand finden sich kurze Bemerkungen über Epitaphien u. a. 

Wasserzeichen: Wappen eingeschlossen von den Buchstaben H. u. S. 

Ebd.: Neu Hlbfr. 



5. J. H. Msc. hist. 5 (III. 248). Pap. 35 X 22 cm. Lose Blätter in Mappe. 

17. Jahrh. 

Banakten und Rechnungen des St. Stephan -Stifts zu Bamberg von 
1628—1700. 

Für die Kunstgeschichte von hoher Wichtigkeit. Benützt von Heller in 
seiner Geschichte der Kirche zum heiligen Stephan. (Bamberg 1830.) 

Ebd. : Mappe. 



6. J. H. Msc. bist 6 (III. 131c). p ap . 35 X 23 cm. 40 Bl. 19. Jahrb. 
Geschichte der Bamberger Fürstbischöfe. 

Der Anfang fehlt; unvollst. Manuscript; beginnt mit dem 29. Bischof 
Ludovicus Marchio und reicht bis Melchior Otto. 

Abschrift aus Hoffmanns Annales und Ludewigs Bambergensium epi- 
scoporum novissimi seculi continuatio ab anno 1600. 

Ebd.: I'appbd. 



7. J. E. Msc. bist. 7 (II. 125). Pap. 41 V 2 X 25 cm. 328 Bl. 18. Jabrh. 

Nomina dominorum in imperiali et immediata ecclesia Bambergensi 
de anno 1046 praebendatorum in duos elenchos disposita laboriost 
collccta cum duplici indice: 
Elenchus primus Canonicorum gut in ecclesia imperiali Bambergensi de 

anno 1046 usque 1408 pracbendati fuerc. Fol. 3 — 11. 
Folgt: «Index perillustrium familiarum praecedentis elcnchi.» Fol. 12 — 14. 
Folgt: «Elenchus secundus canonicorum ... ad praebendas admissoruin 

de anno 1408 — 1795.» Fol. 15-268. 
Dann: «Catalogus alphabeticus canonicorum ecclcsiac impcrialis Bam- 
bergensis de anno 1408 ad praebendas admissorum.» Fol. 269—285. 
Zum Schlüsse: «Index familiarum quac in hoc opere continentur.» Fol. 
286—328. 

Prov. u. Gesch.: Von Heller um 2 fl. angekauft. 

Wasserzeichen: Eine Lilie im geschweiften Wappcnschilde mit Krone darüber. 

Ebd.: Originalband. Ilol/deckel mit geprcfslem rergament überzogen; mit messingenen 
Schliefsen. 

Vgl. die Handschrift f. II. Msc. bist. 4. Der Inhalt ist von Comes de Helfcnstein bis 
Georg Christoph von Aufsefs — ein/eine Einträge ausgenommen — fast der gleiche; 
nur ist die Handschrift 4 in vielen Tunkten zuverlässiger. 



8. .1. II. Msc. bist. 8 (II. 131). Pap. 38 X 24 cm. 84 Bl. 18. Jahrh. 

Relationes genealogico-diplomaticae de 
Swidigero II. 
Hardovico III. 
Adalberone IV. 
Gunthero V. 

Sanctae Dci licclcsiae Babenbergensis episeopis ad ' Chronicorum libntm II 
genealogico - diplomaticum i ura et studio Wilhelmi Joannis Heyberger 

1* 



4 



Archivi Bambergensis Ingrossistae anno 1765. — Fol. 32 beginnt 
der Codex diplomaticus. 
Ebd.: Ppbd. 



9. J. H. Msc. bist. 9 (III. 202b). p ap . 36 X 22 cm. 148 Bl. 17. u. 18. Jahrli. 

Verzeichniss deren dem hohen Stifft Wirtzburg vermannt und heim- 
gefallenen Lehenstücken ab anno 1560 

sammt Specification deren Fürstl., gräflichen und otdelicJien Vasallen. 
Mit mehreren Originalschriftstücken. 

Lose Blätter, die stark durch Feuchtigkeit gelitten haben. 
Prov. u. Gesch.: Aus Salvers Besitz. 
Ebd.: Mappe. 



10. J. H. Msc. hist 10 (III 247a). Pap. 32'/s X 21 cm. 7 Bl. 18. Jahrh. 

HÖNN (Georg Paul), Fürstl. Sachs. Rat u. Amtmann in Coburg, Beschrei- 
bung der Stadt Bamberg. 

Am Schlüsse: Copic eines am 27. Nov. 1763 allhicr in Bamberg Prens- 

sischen cingericJitcn Rapports. 
Wasserzeichen: Sitzende Figur. 
Ebd. : Pappendeckelumschlag. 

11. J. H. Msc. hist. 10a-c (III. 343). Pap. 37 X 237a cm. Lose Blätter. 

Materialien zur Geschichte der Domkirche zu Bamberg, gesammelt 
von J. Heller, benützt in seiner Geschichte der Domkirche (1837). 

1. Geschichte der Domkirche, gedruckt 1837. 

2. Notizen über Baustil, Bauplan, innere Einrichtung, Begräbnisstätten, 
Altäre, sowie zur Geschichte des Domes zu Bamberg samt der 
bei Sammlung des Materials geführten Correspondenz. 

3. Inschriften der Domherren -Denkmäler im Dom zu Bamberg nebst 
Abbildungen und chronologischen und anderen Verzeichnissen. 

220 Bl. mit 30 Abbild. Text in 4 0 . Abbild, in Fol. 

Ebd. : Mappe. 



12. J. H. Msc. hist. 10d. Pap. 36 X 24 cm. 43 Bl. 19. Jahrh. 

Materialien zur Geschichte der Erbauung der oberen Brücke und des 
Rathhauses, gesammelt von Jos. Heller. 



5 



Unvollst. Manuscript. 

Gedruckt in den Berichten des hist. Vereins von Bamberg 1848. 



13. J. H. Msc. hist. 11 (III. 201). Pap. 35 X 24 cm. 114 Bl. 18. Jalirh. 

KLINGER (Joh. Georg Jos.), Organist bei St. Mart. in Bamberg. Selbst- 
biographie nebst verschiedenen Notizen über die Zeitgeschichte und 
zur Geschichte von St. Martin, sowie über Einnahmen und Ausgaben 
Klingers. 

Bl. 24—27 sind zum Teil herausgeschnitten. 

Von Bl. 34 an: Spccification aller Einnahmen, so ein zeitlicher Orga- 
nist dahier bey St. Martins pfarkirch samt den Calcanten zu ge- 
niefsen hat. 

Bl. 39 Ceremoniale perpetuum das ist: Ewiger Tagszeicher, was auf 
einen jeden Tag des ganzen jahrs ein zeillicher Organist bey St. 
Martin zu verrichten habe, eingerichtet. 

Bl. 78 Verzeichnifs der Münzsorten und Maajse verschiedener Lander. 

Bl. 80 Verschiedene Hausmittel. t 

Ebd.: Originalhlbfrbd. 

14. J. II. Msc. hist. 12 (III. 131). Pap. .'55 X 23 cm. 26 u L9 BL l9.JahrL 

Divi Bambergenses S. Henricus Imperator, S. Kuncgundis imperatrix. 
a) Vita S. Henrici imperatoris, qui Episcopatum Bambergenscm con- 

didit et fundavit. 
/;) Vita S. Kunegundis imperatricis. 
Schi.- Kap. 26 mit dem «Epilogus cum precatione ad S. Kiincgundcm» 
und zwar mit den Versen: 

Dum caecis, mutis claudis optata salutis 

Ciira venit, dum languor abit, fobrisque recedit. 

Abschrift aus Jacobi Gretseri Divi Bambergenses, herausgegeben von 

Ludewig. 



15. .1. II. Msc. hist. 13 (III. 268). Pap. 37 X 23 cm. 76 Seit. 19. Jahrh. 
Verzeichnifs der Bürgermeister von Bamberg und der Rathsmitglieder 

von 1484 an. Zusammengetragen von J. Heller, geschrieben durch 
Hellers Sekretär Rothneder. 
Ebd.: Ppbd. 



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16. J. H. Msc. List. 14 (III. 322). Pap. 38 X 23 cm. 160 Bl. 19. Jahrb. 

HELLER, J., Reformationsgeschichte des Bisthums Bamberg-. 

Anfang und Ende fehlt. 

Das Manuscript beginnt mit Bogen 50, Seite 77 der gedruckten, 1825 er- 
schienenen Schrift: «Ein Regent, wie Georg von Limburg war» etc. 
mit einigen nicht bedeutenden Änderungen und Abweichungen 
vom gedruckten Werke. 

Ebd. : Papp. 

17. J. H. Msc. hist. 14 a (HI. 145). Pap. 37 X 23 cm. 4 Bl. 19. Jahrh. 
HELLER, J., Beiträge zur Geschichte des gesammten Medizinalwesens 

im ehemaligen Fürstbisthum Bamberg. 

Ebd. : Papp. 



18. J. H. Msc. hist. 14b (in. 145). p ap . 37 x 23 cm. Lose Bl. 19. Jahrh. 

HELLER, J., Beschreibung und Geschichte der Burg Lisberg in Franken. 

Geschrieben von Hellers Sekretär Rothneder. 
Gedruckt zu Bamberg 1836. Verlegt bei Drausnick. 

Ebd. : Papp. 



19. J. H. Msc. hist. 14c (HI. 145). Pap. 37 X 23 cm. 16 Bl. 19. Jahrh. 

HELLER, J., Die Burgen Giech und Gügel. Materialien zur Geschichte 
derselben. 
Ebd.: Papp. 



20. J. H. Msc. hist. 14<* (III. 329). Pap. 36 X 23 cm. 21 Bl. 19. Jahrh. 

HELLER, J., Über Wenden, Wendische Grabhügel und Funde in den- 
selben in der Nähe Bambergs. 

Ebd. : Papp. 



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21. J. II. Msc. bist. 15 (II. 58). Pap. 33 X 23 cm. 127 Bl. IG. Jahrh. 
Würzburger Chronik bis 1525. 

Beginn: Des hochgefreyten löblichen Stadt Wiirtzburg Ursprung, wie 
der zu dem heyl. Christ. Glauben lammen, von einem bischove uff 
den andern regiret worden kurtze und wahrhafftige anzaignung. 
1 539 tertia decembris. 

Dann : Wie das Romische Reich zu christlichen Glauben körnen. 

Die Jahre 1442 — 15 18 fehlen. 

Endet mit der Beschreibung des Bauernkrieges und mit einer Verschrci- 
bung, welche beginnt: « 0 T nd haben alle und yede oberzclte A//i/>t 
vnd Stedt nachfolgende Versckreibung vnther zwier Edelmänner 
Insigel ober sich geben, (die) also laudt : .... 

Folgt die Verschreibung, die leider durch Nässe gelitten hat und un- 
vollständig ist. 

Auf der Rückseite des Titelblattes finden sich die Namen der Familien, 
welche die vier Stiftsämter bekleideten. 

Ebd. : Schweinslederband, auf dem die Buchstaben C. H. S. gedruckt sind. 



22. .1. II. Msc. hist. 16 (II. 50). Pap. 34 X 22 cm. 446 151. 1 6. Jahrb. 

Rechnungen über Einnahmen und Ausgaben der Bruderschaft des h). 
Paulus in Haug (in Würzburg). 
Angefangen anno 1 566. 

Computus fraternitatis S. Pauli in Haugis. 

Bl. 85 — 94 sind teilweise herausgerissen, ebenso fehlen am Ende meh- 
rere Blätter. 

Prcv. u. Gesch.: Wie aus der Aufschrift auf dem Einbanddeckel ersichtlich, einst Eigen- 
tum der Bruderschaft selbst. 

Ebd. .' Holzdeckel mit geprefstem Schweinsleder überzogen, mit Mcssingschliefsen und der 
Aufschrift : Fraternilas S. Pauli in Haugis. 



23. J. EL Msc. hist. 17 (II. 55). Pap. 31 X 21'/» cm. 70 BL 17. Jahrh. 
Verzeichnis der Jahrtäge der Brüderschaft des hl. Paul zu Haug zu 
Würzburg. 

Auf dem Titelblatte: Hunc librum anniversariorum fraternitatis 



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5. Pauli in Hangt s renovavit R. D. Nicolaus Stoer vicarius et pro- 
motor kujus fraternitatis a. 1626. 

Ebd.: Holzdeckel halb mit geprefstem Schweinsleder überzogen, mit Messingschliefsen. 



24. J. H. Msc. bist. 18 (II. 44). Pap. 35 l / 2 X 21'/ 2 cm. 592 Bl. 17. Jahrh. 
Würzburger Chronik : Histori der Bischoffen zu Würtzburg durch Lorentz 
Fries zusammengebracht. 
I. Teil bis Joh. v. Egloffstein (141 1) schliefst mit den Worten: » Von 

Bischoff Johannes des ersten Todt. Bischoff Johannes von Egloff- 
stein starb im Jahre des Herrn 141 1 am S. Cäcilieutag am 21. des 
Wintermondts«. u. s. w. Hierauf folgt noch der «Kuudtspruch» : 

Johannes der Erst von Egloffst \ . 
Rieht auf ein hohe schuel gern — / ' 



Daher das Sprichwort ward erd \ ^ ^ 

So von der Schuel hie ist gern » 

Dafs sie selten gerath. 

Abschrift der Friesschen Chronik. 

Ebd.: Brauner Lederband. 



25. J. H. Msc. List. 19 (II. 127). Pap. 35 X 22 cm. 812 Seiten. 18. Jahrh. 

Würzburger Chronik: Histori der Bischoffen zu Wirtzburg bis 1350 durch 
Lorentzen Friesen Fürstl. Rath und Syndicus daselbst zusammen- 
gebracht und geschrieben. Mit einer Vermanung zu dem Leser in 
Versen: «.Lies vor, zviss wol, darnach tirtheil» 
Schliefst: Wie Herr Conrad von Schlüsselberg der letzt gestorben und 
zwar mit den Worten: Und ist in der Theilung zwischen den 
Bischoffen Gebrüdern Senfftcnberg, das ScJiloJs und Ebermannstadt 
an den Stifft Bamberg . . . das ScJiloJs sampt der Stadt Schlüssel- 
feld dem Stifft Würtzburg zugefallen. 
Abschrift der Friesschen Chronik. 
Ebd. : Pappbd. 

Litt.: Kern, Nachr. von der hist. Commission 1860. 



26. J. H. Msc. hist. 20 (III. 219) Pap. 38 X 23 cm. 442 Bl. 18. Jahrh. 
Verzeichniss der Domherrn zu Würzburg von 1120—1760 mit kurzen 
biographischen Notizen samt «Register deren Dom -Herren des hohen 



9 



Dom Stiifts zu Wirtzburg vom Jahr 1160- 1760". Mit sehr vielen 
illuminirten Wappen. 

Prov. u. Gesch. : Aus Salvers Besitz. 
Lose Blätter in einer Mappe. 

27. J.II. Msc. hist. 20«. Pap. 35 X 22 cm. 5 BL 17. Jahrh. 

Ordnung aller Bischoffen zu Würzburg aus der Cosmographia Sebast. 
Münsters. 
Ebd.: Papp. 

28. J. 11. Mac. hist. 21 (III. 70). Perg. m Pap. 27 X 19 cm. 1 CoL 24 BL 

15/16. Jahrh. 

Nürnberger Jahrtag-Verzeichniss. Uber anniversariorum S. Egidii. 
lieg.: Anniver sarins domini Friderici sacerdotis . . . in Schonberck. 

Auf fol. 2 steht rot: 
Anniversarius Conradi illustrissimi regis Romanonim fundatoris hujus 

monasterii S. Egidii neenon domne Gertrudis ülustrissittU regine 

Rom. coujngis ipsius. 
Schliefst Fol. 27: Anniversarius Georgi schlauderspachers et uxoris ejus... 
Hier folgt Papiereinlage und auf fol. 31 : Proxima dominica post festum 

S. Jlfie/iae/is est dedicata eeclesieie . . . schliefst: bedenckt durch 

gotz willen des erbiedigen Herrn hermcinn schedels. 
Fol. 35 folgt: Anniversarius domini friderici Hacken. 
Das ganze Manuscript ist von einer Hand in Absätzen geschrieben mit 

Vermerk der Gabe und der dafür zu lesenden Messen und sonstigen 

Agenden. Daten sind nicht angegeben. Das Mscpt. reicht bis zum 

Jahre 1506. 

Prov.: Diese 1 lantlsehrift war nach einer Bemerkung auf der ersten Seite einst im Besitze 

von M. G. Jac. Schwindel] in Nürnberg 1727. 
Wasserzeichen: Ochsenkopf mit Kreuz und Schlange. 
Ebd.: Ppbd. aus neuerer Zeit. 

Litt.: l'ertz IX, 548 und Kern, Nachr. von d. hisl. Comm. 1860. 



29. J. EL Msc hist. 21a (Ii. 59a). Pap. :i2 X 23 cm. 107 BL 1 CoL 

15/16. Jahrh. 
Nürnberger Chronik. Beg.: Anno Dm. 1500. 

Unnser herren vom Rate sind daran kotnen aiu iosung zu nemen vnd 
die tvirdet man geben in der weis als hernach gesc/tribeu stet cum 
ersten ain pfundt nezver heller. 



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Bl. 15: Item MCCC vnd 40 jar da pawet man den ober turn zu sebalt 

da kam zu dem dach C vnd vier zentner. 
Bl. 161 sind die Burgermeister von 1340 — 1444 und bis 1528 verzeichnet. 
Bl. 186 folgen noch Notizen über Nürnberg, wie: anno 1500 haben die 

hernach geschriebenen der Stadt Nürnberg entsagt. 

Vorausgeschickt sind Bemerkungen von späterer Hand aus d. J. 1500 

u. 1509. 

Wasserzeichen : Ochsenkopf u. in späteren Lagen Kaiserkrone. 

Ebd.: Brauner Lederband. Holzdeckel zur Hälfte mit braunem geprefsten Leder über- 
zogen. Schliefsen sind entfernt. (Der Band selbst ist zum Teil aus der Decke 
gerissen.) 

Litt.: Chroniken der deutschen Städte. 10. Band. Nürnberg. IV. S. 95 u. ff. Cat. bibl. 
Ebner. V. 75. Nr. 127. Pertz, Archiv IX. 549. Heller, Beiträge zur Kunst- u. Litt.- 
Gesch. 6. Nachrichten von der hist. Commission 1860. 



30. J. H. Msc. hist. 22 (II. 66a). p ap . 32 X 21 cm. 150 Bl. 17. Jahrh. 

Nürnberger Chronik. 

aNürmbergische CJironica.* WahrJiafftige und aigendlicJie Beschreibung 
der . . . hochberumbten Kaysserlichen freyen Reichsstadt Nürmbcrg 
von jrem Uhrsprung und Erbauung bis 1 543 (Bruchstück). 

Mit sehr vielen colorirten Zeichnungen. (Bl. 46 zum Teil herausgerissen.) 

Das Buch schliefst mit dem Jahre 1534: Zwyspalt zwischen denen von 
Nürmberg vnd dem Markgr'affen; hierauf folgt noch eine Lage 
von 4 Bogen vom J. 1536 — 1543 mit dem Kapitel: Zwei grössere 
Sterben zue Nurmberg und den Worten: In diesem 1543 Jar... 
hatt allhie zue Nurmberg angefangen zimlich zue sterben, das hat 
gezvert biss . . . damit bricht das Manuskript ab. 

Auf dem ersten Blatte ist das Nürnberger Stadtwappen koloriert. 

Ebd.: Die Handschrift ist geheftet in ein Blatt eines Pergament -Manuskriptes. 



31. J. H. Msc. hist. 23 (I. 59b). p ap . 34 X 22y 2 cm. 101 Bl. 16. Jahrh. 

Nürnberger Chronik. 

In kurzer Regestenform bis 1570 nach Materien geordnet; mit Register 
am Anfang. 

Prov.: Von Hellers Hand steht am Schlüsse: Heerdegen XXXIV, 178. (Von dieser An- 
tiquariats-Handlung hat Heller die vorliegende Chronik gekauft.) 

Ebd.: Brauner Lederband. 



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32. J.II. Msc. hist. 24 (III. 6). Pap. 34 X 22 '/ s cm. 120 BL IG. Jahrb. 

Nürnberger Reimchronik bis 1570 — wahrscheinlich von Jak. Ayrer 
dem Jüngern. 
Mit vielen illuminierten Abbildungen und Wappen. 
Beg.: Ainsmalss ich mit einem herolt 

Nach Nürnberg verraisen soll . . . 
Dieser Codex stimmt überein mit dem Msc. Goth. f. m. 534. — Der 
dort vorhandene Titel und die Widmung scheinen liier heraus- 
gerissen zu sein. 

Ebd.: Schweinslederband. Schliefsen sind verloren. 
Litt. : Kern a. a. O. 

33. J.II. Msc. hist. 25 (III. 5). Pap. 31 X 22 cm. 228 BL 16/17. Jahrh. 

Nürnberger Chronik bis 1573 mit späteren Zusätzen. 

Beg.: Vom Ursprung vnnd Ersten Namen der Stadt Nürnberg. Wir 

lesen bey denn alten Geschichtschreibern vnnd in denn historieu. 
Schliefst: Grosses Gewäser inn Nürnberg anno 1573 mittzvoch den 

7. Jannarij . . . 

und dann : Sambstags den letzten Januarij ist zu Nürnberg Thcronimus 
Koller Stadtrichter mit Todt abgangen; den 2. I'ebrttarij zu S. 
Johannes begraben u. Sigmund t 1 laller an sein stadt verordnet 
worden. 

Ebd.: Originalcinbd. Kücken und Ecken in Schweinsleder. 
Litt. : Kern a. a. O. 

34. J. H. Msc. hist. 26 (II. 146). Pap. 31 X 21 cm. 7f> BL 16. Jahrh. 

Nürnberger Chronik bis 1560. 

Kurtzc beschreibung der iveitberumbten keiserlichen Reichsstat Nürnberg 
von Irem anfang vnd erbaunng auch ivas für krieg sie ge/urt, 
neben andern lieblichen historieu von teutscheu Köngen vnd keisern 
was sie zu Nürnberg gehandelt . . . 

Vorrede: Ursprung vnd anfang der weitberümbten Reichsstadt Nürn- 
berg . . . 

Dann : Es ist kundt vnnd offenbar, das vor Zeiten die Römer . . . 

Schliefst: Anno 1560 den 29. Martij hat man zu Nürnberg dem edlen 
Sebalt Schirmer aus seinem schenckel ein biet Kttgl geschnitten, 
welche 24 Vag weniger dann 26 Jar bei im gelegen ist. 

Ebd.: Ppbd. aus neuerer Zeit. 



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35. J. H. Msc. hist. 27 (III. 4). Pap. 34'/ 2 X 24 cm. 177 Bl. 17. Jahrb. 

Nürnberger Chronik bis 1573. 

Beg.: Anfang dieser Kronica. Wir lesen in denen alten Historien das 
die Römer . . . 

Anno 16 nach der geburt Christi begab es sich unter dem Kaisser 
Tiberio . . . 

Schliefst: A° 1573 2,1 der neuen Jarssnacht ist vor der Stat alliier das 
Franzossenhauss .... abgebronen. 

7. Jener: Grofs Wasser. 

8. August: ein Jungfrau in Brtuien gefallen. 

Ebd.: Geprefster brauner Lederband mit der Aufschrift: 1619 Jornal. 



36. J. H. Msc. hist. 28 (II. 66b). p ap . 32 X 22 cm. 193 Bl. 17. Jahrh. 

Nürnberger Chronik bis 1554. 

a) Ein schöne vnd kurtz gcgründc Cronica der zveitbcrumbten Reich- 

stat Nürnberg von jrem Anfang, Vrsprung Erzveitterung und man- 
clierley Kriegen sampt andern mehr zviclitigen Thaten. 

Nach kurzer Einleitung beg. : Günstiger, freundlicher, lieber Leser auss 
sotiderlicher Lieb und gunst . . . der Geschichten dieser loblichen 
vnnd zueitberümbten Stat Nürnberg hab ich atiss bitten vnnd bc- 
geren etlicher meiner . . . freund diese mühe auf mich genommen, 
eine kleine Cronic . . . obgedachter Reichsslati zu beschreiben. 

Nach der Vorrede folgt : Vrsprung der loblichen Stat Nürmberg. Wir 
lesen bey den alten Geschichtschreibern u. s. w. 

Schliefst: «Anno 1504 fing sich der Bairisch Krieg an» und «.die von 
Nurmberg belagern Neuenmarkhs> 

Bl. 1 — 104 (105 — 118 leere Blätter) 
Dann folgt: 

b) Rathsbuch der Statt Nürnberg darinnen beschrieben alle Raths- 

personen so von dem 1340 jar bis auff gegenzuertige zeit in Rath 
gangen, wann zu burgermeister , Alte Herrn, Obersten Hauptlcuth 
worden — 1594- 

Bl. 119 — 155 (156-173 leer). 



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c) Statistische Angaben über den Fürstentag von 1611 nebst Furier 
und Futterzettel d. i. Angabe, wieviel Bedienung die einzelnen 
Fürsten zum Fürstentag in Nürnberg mitbrachten. 
BL 174—193- 

Erov.: Von Heller gekauft zu Nürnberg 13. Okt. 1821. 

Ebd. : Schweinsleder ohne I Iolzdeckel. 

Litt.: Kern, Nachr. von d. hist. Comm. 1860. 



37. J. H. Msc. hist. 29 (II.59c). Pap. 35 X 23 cm. 359 BL 17. Jalirh. 
Nürnberger Chronik. 

Am Anfange Bl. 1—37 gutes Register; hierauf folgt: Vorrede an den 
Leser, dann von dem Lobe der Stadt Nürnberg Bl. 4: Nürnberg 
ist im heiligen Römischen Reich ein he rümpfe vnnd namhafte Statt. 

Schliefst Bl. 359 anno 1 58 1 mit 12. Martij, an welchem Tage ein Gold- 
schmidtsgeselle erstochen wurde. 

Ganz am Schlüsse, nachdem sehr viele Blätter leer geblieben, folgt 
eine Beschreibung der « Plünderung der Statt Antorff» nach dem 
Bericht eines Augenzeugen über die Vorgänge vom 2.— II. No- 
vember (des Jahres 1576) und eine Beschreibung des Leichen- 
begängnisses Kaiser Maximilians II. auf 1 1 Blättern. 

Ebd.: Geprefster Schweinslederband mit Buckeln und Schliefsen auf Bünde mit der Auf- 
schrift : Chronika. 
Litt.: Kern, Nachr. von d. hist. Comm. 1860. 



38. .1.11. Msc. bist. 30 (II. 59>l). Pap. 33 */« X 21 cm. 894 Bl. 17. Jahrb. 

Nürnberger Chronik bis 1579. 

Beg.: Anfang diser Chronica. Wir lesen in den alten Historiis, das 
die Römer . . . 

Anno 42 vor der gehurt Christi nach dem Julia ist August 11 s OctaviatiUS 
zu einem Rom. Kaiser criveltlet worden, hat $6 Jar regiert. 

Schliefst auf Bl. 394: den Ii. Aug. hat ein Schreinergesell Reinhardt 
Scherr seine maisterin . . . ermört. 

Ebd.: Brauner Lederband, 



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39. J. H. Msc. hist. 31 (III. 9). Pap. 34 X 23 cm. 261 Bl. 16/17. Jahrh. 
Nürnberger Chronik bis 1641. 

Cronica der statt Nürmberg. Ein scJiönne vnnd kurtzgegründte cronica 
viller allter ergangener v?tnd verlofner Geschichten. 

Beg. : Es ist kunth vnnd ofenbar das vorzeitten die Römer nalicndt . . . 
vnnd auff dissmal ist Teutschlandt eitel Haiden gezvest. Bis Bl. 163, 
von derselben Hand geschrieben, schliefst: Anno 1558 Melchior 
Zobel Bischoff zu Wirtzburg erschossen worden. 

Folgen Nachträge von anderer Hand. 

Bl. 200: 

Relation und Bericht wann und mit was Gelegenheit der key serliche 
ornat und ReicJiscleinodien wie auch das daran gehengte Heilthumb 
in die Stadt Nürnberg gebracht vnd in des Raths Verwahrung auf 
ewig befohlen worden. 

Ebd.: Schön geprefster Schweinslederbd. mit derAufschr.: «Nurmberger Chronica" und mit 
Buckeln und Schliefsen , von denen eine fehlt. 



40. J. H. Msc. hist. 32 (II. 139). Pap. 33 X 21 cm 84 Bl. 17. Jahrh. 

Nürnberger Chronik vom 1. Jahr der Geburt Jesu an bis 1390 (Bruch- 
stück), dann von 1579 bis 1582. 
Nach der Vorrede heifst es: 

Von der Stadt Nürmberg Vrsprung Anfang Erbazvung vnnd ihren alten 

vnnd ersten Wappen. 
Schliefst: In diesem Jahr (1582) den 6. May ist ein bub bey Sanckt 

JoJiannes erschossen worden. 
Ebd.: Brosch. in Pergamentumschlag. 



41. J. H. Msc. hist. 33 (III. 8). Pap. 33 X 23 cm. 339 Bl. 17. Jahrh. 

Nürnberger Chronik bis 1447. 

Beginnt mit einem gereimten Lobspruch auf die Stadt Nürnberg von 

Hans Sachs. 
Mit vielen illum. Wappen- Abbildungen. 
S. 24—26 Wappen der Bamberger Bischöfe. 
Nach dem 339 Bl. sind mehrere Blätter ausgeschnitten. 



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Beg. : Die löbliche vnnd weit bestickte kayserliche Kcic/is-i'estcn und Statt 
Nürnberg hat ihren ersten Anfang genommen v?inter dem Kaiser 
Octavio Augusto. 

Schliefst: Von den Lemlcin ist allein diser hernach gesetzte Hanns 
Lemlein biss vjfs Jahr 1473 inn Rath gangen, vnnd ist ein Kriegs- 
herr vnnd Haubtmann über die Raisigcn gewest. 

Dass Geseilt echt hat sonst en seine Ankunfft von Ramberg, wie dann 
dose/bs Ihrer ettlicJien gedechtnus gefunden ivorden. 

Folgen sodann die Wappen von Thomas Reich! und Hanns Lemlein. 

Ebd. : Schweinslederbd. 



42. J. II. Mac. bist 34 (IT. 52). Pap. 32*/i X 22 Cm. 1 CoL 512 Ul. 17.Jahrh. 

1) Nürnberger Chronik. 

Chronik der Reichsstadt Nürnberg bis zum Jahre 1558. 

Eine schöne wolgegriinte Cronica viler all t er erganngner verloffner Ge- 
schichten gern zu hören vnd mit sonderm höchsten i'leis vnnd nach' 
trachtung Zlisam getragen. (Die Hälfte des Bialtes ist abgeschnitten.) 

Diese Chronik stimmt mit Msc. Germ. f. 685 der k. Bibliothek zu Berlin und mit Msc. n. 6 
der Handelsbibliothek zu Nürnberg überein. 

Bl. 1-269. 

Ferner : 

2) Ein kurtze Cronica vieler alter ergangener geschienten der lob- 

lichen Stadt Rotenburg uff der Tauber. 

Bl. 271 — 295. 

3) Nürnberger Chronik. 

Beg.: Anno 1 198 wurden die Juden zu Nurmberg und inn Franc ken- 

land erschlagen (Annalenform). 
Schliefst: Anno 1564 vnd in diesen Jar hat man noch umb 2 ,«| das 

vugelt erhoeht, auch ist in diesem Jahr der /uinmgcrtuer gestorben. 
Bl. 300—513. 

Prov : Auf der Rückseite des Deckeneinbandes steht : 

Ex libris Simonis Eisneri Ao 1598 

Endend Eabri pistoris olim coenobii 1 leylsbronnensis. 
Ebd.: Holzdeckel, mit braunem Schweinsleder zur Hälfte überzogen. 
Litt.: Kern, Nachr. von der bist. Comm. 1860. 



16 



43. J. H. Msc. hist. 35 (II. 59 c). Pap. 33 '/ 2 X 22 cm. 167 Bl. 17. Jahrh. 

Nürnberger Chronik bis 1530. 

Cronica der Statt Nürmberg. 

13 eg. : Ehe wir reckt ztir Chronica greiffen, wollen wir zuvor den 

Rum . . . auf das kürzlichst anzeigen. 
Seite 364 steht: 

Ende des ersten Tlieils. 

Folgen dann einige Blätter: 

Ex gravaminibus in angestellter Revisions Sack Nürnberg contra 
Brandenburg A. 1585. 
Ebd.: Pergament, beschrieben mit einem medic. Traktat. 



44. J. H. Msc. hist. 35a. p ap . 34 X 22 cm. 44 Bl. 17. Jahrh. 

Bruchstück einer Nürnberger Chronik. 

Ein schone Cronica von der weitberwnbten . . . freien Reickstadt Nürmberg. 

Bl. 17—48, 51—62. 

Schliefst: Von dem Bairiscken Krieg Anno 1504 So wurden die Stet 
Vlm, Augspurg vnd Nürmberg auch angelegt Gelt her zu leihen. 

(Von Mäusen angefressen.) 
Ebd.: Ungebunden im Umschlag. 



45. J. H. Msc. hist. 36 (II. 148). 33 X 22 Va cm. 255 Bl. 1 Col 16/18. Jahrh. 

Nürnberger Chronik bis 1594. 

1) Eine schonne vnnd hirtze Cronnica viller alter ergangener gesckicktenii 
insonderJicyt von der keysserlicken Reick statt Nürmberg — 1594 
kabe ick selber geschrieben. G. D. 

Bl. 1 — 128. 

2) Stattgerichts -Personen v. 1507—1576. 

3) Namensverzeichniss der Sckultheissen, Richter u. Schöpfen des Stadt- 

gerickts Nürnberg. 
I>i diesem BncJi ist beschrieben wer dem Stattgericht allhie zue Nürn- 
berg beygewohnt vom höchsten Staudt an bis auff den niedersten. 

1507— 1576— 1630. 
Bl. 129—208. 



17 

4 Nürnbergische Cronic, welche ihren Anfang hat von Ursprung und 
Erbauung der Stadt durch Wolffgang Christoph Lang. 
Der Anfang zu schreiben geschähe anno 1720. 

Bl. 209 — 255. 

Ebd. : Pappband. 



46. J.II. Msc. bist. 37 (I. 30). Pap. 38 X 26'/ 2 cm. 307 Bl. 1 CoJ. 16. Jahrb. 

Nürnberger Chronik bis 1601. (Von 1599 an sind die Nachträge von 
anderer Hand.) 

Anfang vnd Ursprung der kaiserlichen Reichstadt Nüvmberg votin ihrem 
Alter vnnd erstem Pawmaistcr wan vnnd wolle ihr der nammen 
Nürmberg herkhombt. 

lieg.: Ehe wir zu dieser Cronica grcijfcn, wöllcnn wir zurvor den 
Rumb vnnd Staudt damit iczundt zue diesen Zeiten Nürmberg be- 
gnadet ist aufs kürzte so vi/ möglich anzaigen. 

Schliefst: Anno 1601 Jar ist ein sehr grosse theueritug gnvessen. 

Am Ende sind die früher eingelegten Karten verloren. 

Ebd.: Geprefster Schweinslederband mit Messingschliefsen. 



47. .T. II. Msc. bist. 38 (III. 215 c). Pap. X',\ , X ->-> ein. 70 Bl. KI. Jalirli. 

Nürnberger Chronik bis 1585. Bruchstüi k, 
Beg. : Wir lesen in den alten Historien . . . 

Anno 46 jar vor Christi Geburt ist Julius zu einem Rom. Kayser er- 
wählet worden. 

Fol. 1 — 16. Dann 63—117. 

Schliefst : 1 585 Jar Am IJiugstag den 1 1 Febr. füret man eines Hcjfncrs 
son der heffner Eridlein genandt auff einem Wagen auss vnd gab 
im zwen Zwick mit einer gliienden Zangen vnd darnach gereder t. 
In diesem Jar an Sanct Laurenzentag Wardt der neue Rom Brunnen 
bey Sanct Lorenzeit Kirchen ganz und gar mit Ratten vollendt vnd 
dass erste mal mit wasscr gelauffen. 

(Die ersten 16 Blätter sind unten rechts von Mausen angefressen.) 
Ebd.: Ungeb. in einem Umschlag. 



Leitscliuh, Mamiicri|itu I lelltTiuna. 



2 



18 



48. J. H. Msc. hist. 39 (I. 36). Pap. 39 X 24 cm. 437 Bl. = 874 S. 18. Jabrh. 
Nürnberger Chronik bis ca. 1499. 

Nach 17 Blatt Prolegomena folgt: von dem ersten Anfang des Schlosses 
u. Fleckens Nurenbcrg worinn nicht allein die Beschreibimg dieser 
Stadt, sondern aucli alles was auf diese alte Republik Bezug hat 
nebst denen Markgraf, und andern Kriegen begriefen in 3 Abtei- 
lungen enthalten ist, wovon die erste von dem Ursprung Nürnbergs 
bis 1299 (S. 1 — 349), die zweyte von 1300 — 1399 (S. I — 215) und 
die dritte von 1400— 1499 (S 1 — 311) mit vi ehr als 800 t h ei Is ge- 
zeichneten mehrentheils aber gemalten Wappen, reicht. 
Ebd.: Starker Pappbd. 



49. J. H. Msc. hist. 40 (II. 62). Pap. 36 X 23 cm. 297 Bl. 18. Jahrh. 

Nürnberger Annalen. 

Beg.: König Rudolph der Erste geborn von Habspurg. Nachdem das 

Römische Reich nun viel Jahr olin ein Haupt gewest 

hat Ao. 1274 König Rudolf seinen ersten Reichstag zu Nürnberg 
gehalten. 

Schliefst mit dem Absatz : Papst Innocentius hat diess Jahr auf Inter- 
cession Kaysser Carls bewilliget, dafs die Bürger zu Nürnberg 
nicht schuldig seyn sollen vor dem Decanat GericJit zu Bamberg 
zu erscheinen. a° 1 361 

Und diese Vergunst hat JoJiannes Herzog in Bayern noch weiter exten- 
diret, nemlich wann ein Schiff in seinen Landen auf dem Wasser 
untergienge. (Unvollständig.) 

Ebd. : Halbschweinslederbd. 



50. J. H. Msc. hist. 41 (II. 57). Pap. 36 X 22 Vs cm. 57 Bl. mit 5 Bl. Keg. u. 

1 Bl. Einl. 18. Jahrh. 

S. Meisterleins Nürnberger Chronik. 

Exaratio verum gestarum inclutae civitatis Newronbergensium aufhöre 
Sigismundo Meisterlein ecelesiaste Grundlaccnsi An. 1480. 

Beg. : Eine jedzvede Schritt, ob sie gleich mit so?iderbarcm Fleisse ver- 
fertiget worden, . . . ist doch alle Zeit dem Neid und Tadel unter- 
worffen. 

Das erste Capitel. Von K. Octaviano Augusto. 



19 



Das 28. Capitel. Von der Gelegenheit des Königreichs Böhmen. 
Das 29 u. letzte. Von dem Ursprung der Hussitischcn Ketzerey. 

Übersetzung ohne lateinischen Text. Originalhandschrift scheint verloren. Abschriften sind 

zahlreich, jedoch keine dem XV. Jahrh. angehörig. 
Ebd.: Pappbd. 

Litt.: Chroniken der deutschen Städte III. Band. S. 24 u. ff. 



51. J. H. Msc. hist. 42 (I. 40). Pap. 35 X 23 cm. 161 Bl. 18. Jahrh. 
S. Meisterleins Nürnberger Chronik. Bl. 1—78. 

Exaratio rerum ge stamm inchitae civitatis Newronbergensium autore 
Sigismundo Meister lein ecclesiaste Grundlaccnsi 1480, dann folgt 
Bl. 79 — 1 6 1 : Chronicon Sigmund Aleisterleins, verteutscht 
durch Herrn Wcissmann a. 1724. 

Die im 18. Jahrh. entstandene deutsche Übersetzung hält sich im Gegensatz zu Meisterleins 

eigner Übersetzung genau an das lat. Original. 
Litt.: Chroniken der deutschen Städte. III. Band. S. 1 8 1 u. ff. 



52. J. II. Msc. bist. 43 (III. 7). Pap. 33 X 21 '/ 2 cm. 526 Bl. 18. Jahrh. 

Nürnberger Chronik bis 1623. 

Ein schön woUgegründe Cronica von der Kay serlichen freyen Reichsstatt 
Nürnberg. 

Wichtig besonders wegen Reformation und Schwedenkrieg. 
Ebd.: Schweinslederbd. 

53. .7. EL Msc. hist. 43a (TL 148J). Pap. 32 X 23 cm. 28 BL 17. Jahrh. 
Bruchstücke aus Nürnberger Chroniken. 

54. J. EL Msc. bist. 44 (IL 61). Pap. 35 X 23 cm. 504 Bl. 17. Jahrh. 

Nürnberger Annalen von Müllner. 

Beg. : anno 1525 alss dieser Zeit die Prediger in den Pfarren . . . sich 

in ihren Predigten efruas widrig erzeigt . . . 
Reicht bis zum J. 1 598. 

Schliefst: Den %ten Dcccmbris seynd die sween margg räpkiseke Wild 
Knecht auf eine gemeine Urphed mit Bezahlung der Azung auch 
von stalten gelassen zuorden, dem Nürnbergischen Bürger [dessen 
hieroben gedacht), der vor dem Spittler Thor hinweg gesell lept und 
des bezüchtigten W'ildprcts schicssens allerdings unschuldig befunden 

2* 



20 



worden, hat der Marggraff auf vielfältig Sollicitation für seine er- 
littene Schmerzen und Unkosten 30 ß. bezahlen lassen. 

Bl. 488 folgt die « Präsentatio Annalium Norimbergensium » an den Rat 
durch Stadtschreiber Johann Müller (sie!) 

Hieran reiht sich: Conclusio totius operis «kurzer Bericht von dem Ur- 
sprung und Aulass dieser Nürnbergischen Annalium, zvas in den- 
selben fürne Jimlich traclirt 7vorden». Bl. 494—504. 

Ebd.: Pappbd. 



55. J. H. Msc. hist. 45 (I. 42). Pap. 36 '/ 2 X 24 cm. 5 Bde. u. Reg. 3537 S. 

18. Jahrh. 

Nürnberger Annalen von Müllner bis 1552. 

5 Bde. u. 1 Registerbd. (6. Bd. fehlt.) 

I. Bd. Schliefst mit dem Jahre 1398 und der «Historia von St. Lau- 

rentio aus dem Legenten Buch». Die letzten Worte lauten: Nun 

bitten wir St. Lorentzen durch seine heilige Marter, dass er uns 
um Gott erwerb, dass wir auch kommen zu den ewigen Freuden. 
Amen. (886 S.) 

II. Bd. beginnt mit: König Rudolff der Erste gebohrn von Habsburg. 

Schliefst mit dem Jahre 1399: Hains Werniger, der Jünger, ist 
Bürger zu Nürnberg worden A. 1367 . . . Eins Werniger Wappen 
hängt in St. Sebalts Kirch, ist aber bei Rcnovirung derselben 
Ao. 1657 andern alten Gedächtmissen aus der Kirchen gethan 
worden. (1003 S.) 

III. Bd. (1400). Im Monat Maß liaben die CJiurfiirsten wiederum einen 

Wahltag gen Frankfurtt bestimmt auf St. Urbanstag , dabey sind 
persönl. erschienen u. s. w. 
Schliefst m. d. J. 1467: Auf Simonis und Judo? Tag hat Kaiser Friedrich 
einen Tag gen Regeusburg bestimmt. Ein Stimmer Korn hat dis 
Jahr gölten sechs Pfund u. Ein S>'- Haber fünjf Pfund. Der Wein 
zu Bamberg und Vorchlieim zween Pfenning. (2052 u. IX S.) 

IV. Bd. (1468). In diesem Jahr 8 Tag vor Jacobi ist Bruder Jacob von 
Grofs Glogau, ein Parfüsser Mönch von Bischoff Rudolf zu Breslau, 
Päpst. Legaten gen Nürnberg geschicket worden, das Creuz wider 
die Kezer in Böhmen zu predigen. 

Schliefst: 1 523 Victualientax. Das Bier ist ausgeschenkt worden die 
Mass um 2 Der Wein ist um 10 Jj zu schenken erlaubet und 
der neue Wein auf 8 J, gesezet. Das Ochsenfleisch hat man ge- 
sezt um 5 J), das Kalb- und Kühe- Fleisch um 4 J). (608 S.) 



21 

V. Bd. (1524). Zu Eingang dcss Jahrs haben etliche erbare junge Ge- 
sellen Mummer eyen angestellt in München- und Pfaffenkleidern, 
die hat der Rath desszuegen mit dem Thurm gestrafft. 

Schliefst: 1552 den 23. Dec. hat der Rath zu Nürnberg befohlen, die 
Christmetten zvie vergangenes Jahr geschehen zu singen und zu 
halten . . . auch hat der Rath befohlen, das Fest Corporis Christi 
ferner mit zu verkünden. (818 S.) • 

Registerband 190 S. 

Originalhandschrift im Kgl. Archiv zu Nürnberg. 

Prov. u. Gesch.: Aus Feuerleins Bibliothek mit dem Kcuerle irischen Buchzeichen. 
Ebd.: Rücken u. Ecken in Schweinsleder. 

Litt. : Heller, Beiträge zur Kunst- und Literaturgeschichte S. 6. 



56. J. II. Msc. hiflt 4(5 (II. 61). Pap. .'51 1 2 X '21cm. 452 u. 252 Bl. 18. Jalirli 

Nürnberger Annalen von Müllner. 

V. Bd. 1509 -1554. 452 Bl. 
VI. Bd. 1555— 1600. 232 Bl. 

Am Schlüsse des VI. Bandes Register. 

V. Bd. beginnt: Anno 1509 ist Frantz Im Hoff ein Gi sellentanz auf 

dem Rathhauss zu halten und darzu die Stadt Pfeiffer vergönnt 
worden. 

Schi. Bl. 452 a : Ao. 1554. Man hat diess Jahr ein Umgeld vom Getränk 

auf dem Land zu nehmen angelegt. 
Allcrley Fleisch hat man das tt auf 7 J> gesezt. Ein Pfundt Unschliett 

Liccht hat man um 16 ^ verkaufft. 

VI. Bd. beginnt: Anno 1555 zvicwol Kaiser Carl in den verschienenen 

1553 Jahr einen Reichstag gen Augspurg auf den 16. August 1 und 
nochmals auf den I. Oc tober ausgeschrieben, welcher hernach . . . 
auf den 8. Aprilis und lezlich auf Martini dcss 1554 Jahres pro- 
rogirt zuordeu. 

Schliefst 1600 mit den Worten: Im nachfolgenden Jahr hat die Tlnu- 
rung noch mehr zugenommen. Hernach folgt was in den neckst 
abgewichenen 50 Jahre für vornehme neue Leuth Wider der Burger- 
schafft gefunden worden. 

Ebd.: Schweinslcderbd. 



22 



57. J. H. Msc. hist. 47. Pap. 34 X 22 cm. 285 Bl. = 570 S. 18. Jahrh. 
Fortsetzung von Müllners Nürnberger Annalen. 

Continuatio Annalium Mülleri (sie!) jussu Magistratus Norib: a. J. Hie : 

ronymo Im -Hoff fabricata. 
Anno 1601 kam Siebenbürgen an Kayser Rudolph II. Reicht bis 1620. 

Demnach dass Böhmische Wesen dergestalt über handnahm 

woran sich dann eine Aufzählung verschiedener Vorfälle dieses 

Jahres anschliefst. 

Ebd. : Schweinslederbd. 



58. J. H. Msc. hist. 47a. Pap. 33 X 21 cm. 8 Bl. 18. Jahrh. 

Bericht von dem Ursprünge und Anlass der Nürnbergischen Annalen 

von Müllner, was in denselben fürnemlich tractiret worden und in 
Durchlesung derselben in acht zu nehmen. 

(Von Mäusen stark angefressen.) 
Ebd.: Pappbd. 



59. J. H. Msc. hist. 48 (II. 43). Pap. 34 X 22 cm. I. Bd. 1358 S. 
II. Bd. 1425 S. 18. Jahrh. 

Nürnberger Chronik, d. i. «Historische Nachricht von dem Ursprünge und 
Wachsthum der heil. Rom. Reichsfreyen Stadt Nürnberg auch man- 
cherley Kriege und Thaten fleissig und ordentlich gefertigt von Joh. 
Sigmund von Mayr.» 
I. Bd. beg.: Ehe ich recht zur Chronica schreite, will ich zuvor den 
Ruhm und Standl damit jetzunder zu diesen Zeiten Nürnberg be- 
schaffen ist, soviel mir möglich, anzeigen. 
Schliefst mit dem Jahre 1627 mit den Worten: Dieses Jahr segnete 
Gott mit Getreid u. Wein - Wachs gnädiglich , so dass an Summer- 
korn, [welches im verschienenen Jar 15 Rlhr gölten) wiederum nur 
7 1 / 2 u. 7 Rthr galt. 
Von S. 1310 bis zum Schlüsse folgen einige Urkunden. 

1358 Seiten. 

Bd. II beginnt mit dem Jahre 1628 und den Worten: 

Den 26. Jan. geschalt folgende Vermahlung zu wahrer Reu und Buss 
samt einem andächtigen Gebet u. Ordnimg wie es bey angestellter 
wöchentlicher Bctstundt in der Nürnbergischen Stadt gehalten 
werden soll. 



23 



Die Chronik schliefst mit dem Jahre 1754 mit den Worten: 14) — es 
wird ein Reichshofratsgutachten in Abschrift mitgeteilt — können 
die von des Magistrats-Dcputirten Krcss von Kressenstein zur kays. 
Hof - Commission übergebenen Originalrechnungen zurückgegeben 
werden', nachdem vorher gemeldet worden war: dass die Schloss- 
capelle zu Hiltpollstein bis auf den Chor gantz neu erbauet worden. 

Ebd.: Rücken u. Ecken in Schweinsleder. 

Litt.: Heller, Beiträge zur Kunst- und Literaturgeschichte S. 7. 



60. J. H. Msc. bist, 48 a. Pap. 34 X 21*/j cm. 38 Bl. 17. Jahrb.. 

Nürnbergische Jahrbücher. 

Abschrift einiger Merkwürdigkeiten von 1 [errn Jobst Friedrich Tetzcl, 
so 161 2 gestorben, aufgezeichnet und geschrieben von Christoph 
Schlüsselfelder. 1574 — 1587 mit Nachträgen. 

Ebd.: Papp. 

61. J. H. Msc. hist. 49 (II. 69). Pap. 33 X 21' \ cm. 38 IM. 16. Jahrh. 

Memoriale der Begrebnus dess Barfüsser Closters zu Nürnberg ab 

anno 1304 bis ca. 1500. 

Mit vielen color Wappen. 
Ein Necrologium nicht der Mönche, sondern nur der Laien, offenbar 

Abschrift eines alteren. 
Beg. : Anno Doniini 13 17 obiit Udalricus Ebner, sepultus in avibitn 
inferiori. 

Der erste Eintrag aber datiert vom Jahre 1304 und lautet: Anno dotuiut 

1304 obiit Kungundis llbncrin sipulta in antbitu exteriori. 
Das Ganze Sehl : Memoria benefactorum sequentium Itabeatur in fratribus. 

Vcigl. Msc. hist. 62. 
Ebd.: Schweinslederbd. 
Litt.: Pertz, Archiv IX, 549. 



62. J. H. Msc. hist. 50 (II. 95). Pap. 3OV2 X 20« jS cm. 182 Bl. 17, 18. Jahrh. 
Geschichte der umliegenden Ortschaften und Clöster Nürnbergs. 

Beginnt mit Wöhrd, «ein Marktflecken bei der Statt Nürmberg gelegen, 
des Römischen Reichs Lehen,» folgt Grundlach, ein Frauencloster. 
Closter Engelthall, Closter Pillenreutt, Closter Frauenaurach. Das 
Cartheusser - Closter Bl. 23. Von St. Mauritzen Capellen Bl. 90. 



24 



«Stifftung der 12 Brueder bei St. Egidi Closter Bl. 48. Lauff, eine 

Stadt dess Böhemischen Königreichs Lehen Bl. 123. Herspruckh 

eine Statt dess Böhmischen Königreichs Lehen Bl. 131. Altorff, 

Statt, darin ein Universitet, Bl. 14O. Gräfenberg, Liechtenaw, ein 

Schloss 158. Petzenstein, Hilpoltstein 173. Stierberg, Wildenfels, 

Hausseck.» — Mit schön kolor. Wappen u. Abbildungen. 

Prov.: Nach einer Einzeichnung auf der Rückseite der Decke einst im Besitz von Haupt- 
mann Paul Harsdörfer. Auf dem ersten Blatte ist das Nürnberger Stadtwappen. 
Wasserzeichen: Grofses Nürnberger Stadtwappen. 
Ebd. : Grün gefärbter Lederband. 



63. J. H. Msc. bist. 51 (II. 93). Pap. 35 X 22 cm. 44 Bl. 17. Jahrh. 

Nürnberger Chronik 

d. i. «Wahrhafte und gründliche Beschreibung der Stadt Nürnberg An- 
fang, Zerstörung und dreymal wieder erbau: und Erweiterung, 
was darinnen an Gebäuen als Kyrchen, Rathhauss, die Reichs 
Vesten, Gassen, Hauslein, Brunnen ... zu sehen . . . mit sehr 
mühsamen Fleiss . . . zusammen getragen. So geschehen in Nürn- 
berg im Jahre 1683.» 

Nach einer Einleitung folgt Bl. 3, wie die Stadt Nürnberg von Kaiser 
Heinrich V. eingenommen und zerstört worden, dann Beschreibung 
aller Kirchen, die in Nürnberg sind, und der Klöster. Schliefst 
mit der Kirche zu Reichenschwand. 

Eid.: Brosen., mit Originaldecke versehen. 



64. J. H. Msc. bist. (III. 247'). 34'/ 2 X 22'/ 2 cm. 16 Bl. 17. Jahrh. 

Clara -Closter in Nürnberg. 

Vorschlag zur Stiftung eines Frauen- Klosters nebst einer Beschreibung 

des Clara- Klosters , der Namen der Äbtissinnen und Nonnen. 
Beginnt 1601. 

Wellie her Gestallt ein Closter von Frawen vnd Jungfrauen , auch jungen 
döchtern mochte besalzt werden, von zur lob, ehr vund preiss auch 
viellen zur Trost vnd nutz. — 

Schliefst mit Anführung der Namen der Frawen, die im Closter zue 

St. Ciaren seindt gewesen. 

Ebd.: Pappbd., neu. 
Litt.: Kern, 1. c. 1860. 



25 



65. J. H. Msc.hist.52a. Pap. 35'/2 X 22 cm. .54 Hl. 18. Jahrb. 

Extract aus des löbl. St. Clara Closters . . . Bortenbuch angefangen 
a. 1455 (Abschrift.) 
Ungeb. im Umschlag. 



66. J. H. Msc bist 52b. p a p. 35'/, X 22 cm. 10 BL 1H. Jahrh. 

Notatu digna Genealogica. 

Abschrift aus einem auf Pergament geschriebenen Codex des Clusters 
Set. Egidien. 

Ungcb. im Umschlag. 

67. J. H. Msc hist. 52c Pap. 35 Vj X 22 cm. 10 BL 18. Jahrb. 
Notatu digna in rebus genealogicis et aliis rebus historicis aus dem 

Saalbuch des Set. Egidien Clusters in Nürnberg 1464. (Abschrift.) 
Ungeb. im Umschlag. 



68. J. EL Msc. bist. 52d (III. 217). Pap. 35 X 22 cm 23 Bl 18. Jahrh. 

Extract aus des löbl. Set. Catharinen Closters Saalbuch u. briefl. Ur- 
kunden vom Jahre 1583. 
Ebd.: Papp. 

Litt. .' Nachrichten von der hist. Comm. 1860, S. 27. 



69. J. II Msc. bist. 52c (III. 217 w). Pap. 35 X 22 cm. 18 BL 18. Jahrh. 

Calendarium emortuale Monasterii Div. Francisci Noribergae. 

Ao. 1228— 152 1. 

Abschrift. 

Mit vielen kleinen illuminierten Wappen. 

Ebd.: Pappbd. 

I-ilt.: Nachr. von der hist. Comm. 1860, S. 27. 

70. J. EL Msc. hist. 52f. Pap. 34 X 12 cm. 1 Bl W. Jahrh. 

Eintritt verschiedener Frauenspersonen aus der Familie Haller in 
das Closter. 



26 



71. J. H. Msc. hist. 52 g (III. 246 e). Pap. 34 X 22»/ 2 cm. 8 Bl. 18. Jahr h. 
Norimbergensia. 

Privilegien, welche Predigern und Caplänen der Nürnberger Kirchen 

und den Genannten des grössern Raths von Römischen Kaisern 

ertheilt worden sind. 

Prov.: Aus der Büchersammlung des Christoph Jacob Wilh. Waldstromer von Reichelsdorf. 
Ebd.: Papp. 



72. J. H. Msc. hist. 52h. p ap . 35 X 22 cm. 12 Bl. 18. Jahrh. 

Jahrtäge u. Ordnung an der Capelle zu unserer lieben Frau am Markt 
zu Nürnberg. 

Ebd.: Papp. 



73. J. H. Msc. hist. 521 (m. 246k). Pap. 35 X 22 cm. 9 Bl. 18. Jahrh. 
Auszüge 

aus dem Ordnungsbuch der Capellen zu unserer lieben Frauen am Markt. 



74. J. H. Msc. hist. 52k. p ap . 35 X 22 cm. 2 Bl. 18 Jahrh. 

Fragen eines Frauenzimmers das Nürnberger Gesangbuch betreffend. 
2 Bl. mit Abschr. 



75. J. H. Msc. hist. 53 (II. 141). Pap. 33V 2 X 22 cm. 280 Bl. 17. Jahrh. 

1) Beschreibung der Statt Nürnberg. 

Beg. : Zu ordentlicher gründlicher Beschreibung einer Stadt oder 
Landschaft ist zii vorder st zu wissen vonnötlien, ivo und an was 
Orthen der Welt oder in was Landsart dieselbe gelegen; folgt 
Beschreibung aller Gassen, Höfe, Badstuben, Mühlen u. s. f. 

Bl. 1—36. 

2) Cometen und Wunderzeichen zu Nürnberg. Kalte Winter, warme 

Winter, heisse Sommer, Erdbeben, Pestilenz zu Nürnberg — 1680. 

Bl. 37-98. 

3) Nürnberger Jahrbuch. 

Bl. 170 Volgen zzueen Kaujf Brieff einer des Marggraffcn über die 
Burgk, der ander Kayser Sigmunds um Bestätigung der gütter. 

Bl. 99—266. 



27 



4) Doctor Nicolaus Gieger gefangen und mit dem Schwerte ge- 
richt. 1605. (Bl. 267-280.) 

Wasserzeichen : Wappen mit den Buchstaben G. II. 
Ebd.: Pappbd. 



76. J. H. Msc. bist. 54 (II. 76). Pap. 35 X 22 1 2 cm. GO Bl. 18. JahrL 

Die Stadt Nürnberg mit ihrem Lager, Umfang, Plätzen und Gebäuen 

auch «Regiment geist- und weltlicher Aembtern bürgerlichen Nah- 
rungen in 28 Tabellen von P. J. G. Doppelmayer.» 
(Will bibl. Nor. P. I. p. 9. N. 16 kennt nur 23 Tab.) 

Prov.: Nach einer Notiz auf der ersten Seite stammt das Blatt «ex bibliotheca von Königs- 

thal 1779". 
Ebd : Halbschweinslederbd. 



77. J. H. Msc. bist. 55 (II. 94). Pap. 34 X 22'/ 2 cm. 166 Bl. 18. JahrL 
Beschreibung aller Kirchen, Kloester, Capellen und Hospitäl so in 
der Stadt Nürnberg sind, deren Ursprung, Stifft und Erbauung 
auch aller derer Kirchen Diener und Pröbstc noch im Pabstum und 
nach den Auffgang und wahren Liccht dess Ezangelii aller Ha ren 
Prediger und Caplän. (720 — 1669.) [Bl. I — 108.] 
Beg.: Ursprung und Erbauung der Pfarrkirchen zu St. Schaidt. 
Von Bl. 113: Die Herrn Geistlichen au ff den Land in den Nurnbergi- 
schen von Anno 1500 biss 1721 und so fort. Schliefst mit Auf- 
führung der Namen der Pfarrer von Willmersdorf^. 1659 M Mel- 
chior Krauti kam nach Jlfichelbach 1669. 

Wasserzeichen: Baum aus einem Wappenschilde wachsend mit den Buchstaben U.M. Weib- 
liche Figur. 
Ebd.: Halbschweinslederbd. 



78. J. H. Msc. bist. 56 (II. 74). Pap. 33 X 21 f /j cm. 12 Bl. 17. Jabrb. 

Beschreibung etlicher springender Brunnen und Wasserwerke in 
Nürnberg. 

Beg.: Das Wasseituerck im 1 hur tu beym bloben Stern. 
Schliefst mit dem 

Röhrbrunnen im Gostenhof ... der Abfall davon läufft durch Gabriel 

Mörders Garten hinab in den Sauiveyher. 

Ebd.: Papp. 



28 



79. J. H. Msc. bist. 57 (II. 96). Pap. 34 X 23 cm. 403 Bl. mit vielen Ab- 
bildungen. 17. Jahrb.. 

1) Beschreibung der vorzüglichsten Kirchen und Gebäulichkeiten 

Nürnbergs nebst Abbildungen: 
der Sebaldskirche, des Sebaldigrabes, der Clarakirche, der Laurenzi- 
kirche, des Sakramentshäuschens der Lorenzikirche und der Egy- 
dienkirche, sämmtlich von Joh. Ulr. Kraus in Kupfer gestochen. 

246 Seiten. 

2) Heiligthums Beschreibung: 

Wie das liocJnuürdigst auch kay serlich Heiligthumb und die grossen 
Rbinischen Gnad darzu geben ist, und alle Jahr aussgeruffeu und 
gciuiesen ivird in der löblichen Stadt Nürnberg. 

Mit 28 kolor. Abbildungen der Reichskleinodien und der Heiligtümer. 

S. 247—294. 

3) Beschreibung der Klöster u. anderen Kirchen 

mit Abbildung der Jakobskirche, des Baugerüstes an der Barfufserkirche, 
der wieder erbauten Barfufserkirche und Abbildungen von Mönchen 
und Nonnen. S. 295—592 u. 12 S. Register. 

4) Verzeichniss aller Städt, Märckt und Dörffer nebst Schlössern, Herrn 

Sictz, Kirchen und Capellen, so in Frank heu zivischeu den 3 Stifftern 

Bamberg, Würzburg und Eychstatt liegen. 

, 7 . „ , . ■ , 62 Bl. nebst 2 Bl. Register. 

Vergl. Msc. bist. 60. ° 

5) Verzeichniss der um Nürnberg liegenden Pfarreien nebst Beschrei- 

bung derselben und Verzeichniss der Pfarrer; beg. mit Altdorf, schliefst 
mit Tennenloh. 8q Seken _ 

Ebd.: Pergamentbd. 



80. J. H. Msc. hist. 58 (II. 145). Pap. 33 X 21 cm. 33 Bl. 17. Jahrh. 
Beschreibung der Nürnbergischen Landschaft, welche in Chroniken 
und Annalibus bisweilen der Nürnbergische Craiss genannt wird, zvie 
sie alters hero biss auff unsere Zeit gestaltet gewest. 
Beg. : Erstlich ist diese Landschafft mit dreyen Wasserflüssen deren 
doch keiner Schiffreich ist, fast gar umbgebeu . . . das erste Wasser 
die Schwobach genannt, entspringt oberhalb Walckersbrunn. 
Schliefst: Und so viel von dem Nürnbergischen Creyss, so vor alters 

das Schwanfeld oder Schwabenfeld genennet zuorden seyn soll. 
Ebd. : Brosch. mit Originaldecke. 



29 



81. J.II. Msc. bist. 59 (II. 98). Pap. 34 X 22 cm. 430 Bl. 18. Jahrh. 
Norimbergensia. 

1. Beschreibimg des Niirnbcrgischcn Gebiets. Bl. i — 127. 

2. Von dem Ambt Graevenberg. 128— 133. 

3. Die NacJistcuer wie es zwischen Nürnberg u. andern Hohen Herr- 
schaften gehalten wird betr. 134—139 

4. Die Vbermaas oder den Zugang der Güttcr betreffend. 140 — 153. 

5. Copulationcs und Hochzeitha/tcn in Niirnbcrgischcn Gebiet betreffend. 
154—165. 

6 Nachrichten von Rothenberg. 166 — 253. 

7. Nomina defunetorum et sepultorum in coenobio ad D. l-'ranciscum. 
255 - 272. 

8. Hierinnen werden begriffen hernachbenannte Herren und Personen, 
welche mit Todt abgangen sind von ao 1540 bis anno 1570. 273 — 312. 

9. Kurze . . . Vorstellung was es mit denen im Nürnberg. Craiss 
sesshaften Untcrthanen und der darauf praetendirendeu Territorial- 
Gerechtsame vor eine Beschaffenheit habe. 313 — 386. 

10 Judicium Caesarea- Provinciale Noricutm a Joach. Hcinr. Hagen Ha- 
ndln. Typis Jo. Gebhardt. 387 — 430. 

Ebd.: I Ialbschweinsleder mit der Aufschrift Manuscripta Noricorum. 



82. .1. II. Msc. Inst. G0 (I. 41). Pap. 3ti X 22' cm. 21* Hl. IS. .Tal.ili. 

Topographische Beschreibung von Franken in alphabetischer Ordnung 
nach dem in der Landpflegstube aufgelegten Buche extrahirt. 

Reicht bis Zcnn. 

Bcg.: I Herinnen folgen kürzlich verzeichnet vndt dem Alphabet nach 
zu finden alle Statt, Märckt vnd Dörffer, darinnen Schlosser, Herrn- 
Sitze, Kirchen vnd Capellen gehaltet und zwar in Francken zwi- 
schen den Stiftern Bamberg, Würzburg und liychstatt gelegen seyndt. 

Vergl. Msc. bist. 57. (4). 
Ebd.: Pappbd. 

Litt.: Erwähnt in den Nachr. der bist Conim. 1860, S. 17. 



30 



83. J. H. Msc. bist. 61 (II. 78). Pap. 33 X 22 cm. 8 Bl. 17. Jahrh. 

Verzaichnete Aempter, Statt und Schlösser eines edlen ehrnvesten 
Raths, so thails in dem bayrischen Krieg ao. 1504 erobert u thails 
erkaujft worden scindt. 
(«Extract auss einem alten Buch, so in roth leder eingebunden.») 

Prov. 7i. Gesch.: Aus der Bücher -Sammlung Chr. Jac. Wilh. Waldstromers von Reichels- 
dorf. Von Heller gekauft zu Nürnberg 12. Oct. 1821. 
Ebd.: Brosch. im Originalpap. 



84. J. H. Msc. hist. 62 (II. 65). Pap. 35'/ 2 X 23V 2 cm. 375 Bl. 16; 18. Jahrb. 
Norimbergensia. 

Der Codex, dessen ganzer Inhalt sich auf Nürnberg bezieht, ist von 
verschiedenen Händen auf Blättern von verschiedenem Format ge- 
schrieben und erst später zusammengebunden; ein Teil davon ist 
wichtig, da er, wie es scheint, ziemlich genaue Abschriften ver- 
lorener Originalien darbietet. 

Bl. 1 steht oben: Ex communicatione Cliristophori Löffelholz. Ex veteri 
membranacco in der Losnngstiibcn. Folgen bis F. 4 Auszüge aus 
der noch vorhandenen ältesten Gesetzsammlung Nürnbergs, dem 
sogenannten Bürgerbuche im Archive zu Nürnberg. 

Bl. 7 «.Extract auss dem Alten Wandelbucli so auf Pergamentschrifft 
in der vntem Registratur». Enth. die Bürgeraufnahmen der Jahre 
1335 — 1448. Das Orig. ist verloren. 

Bl. 18 Genanntenverzeichnisse, von denen die letzten (F. 28 — 30) gleich- 
falls einem Originale des 14. Jahrh. entnommen scheinen 

Bl. 31 — 32» Urkundenextrakte aus einem Stadtbuche oder Copialbuche 
s. XIV mit Angabe der Seitenzahlen des Originals. 

Bl. 34 — 38 Pflicht der Genannten 15 15. 

Bl. 39 — 55 Genanntenliste 1340 — 1519- (Von ders. Hand wie 18 — 30.) 

Bl. 56 — 95 die Genannten von 1520 — 1654. (Von ders. Hand wie 34 — 38.) 

Bl. 1 1 3a- A. 1490 Jalir da schrieb ich Micliael BeJieim diss btichlciu ab, 
von des alten Vlman Stromers Sei. buclilein. das liehe mir hanss 
haller am Kirchhof Scbaldi — folgt Ulmann Stromers Geschlechts- 
buch und Verzeichnis der Zeitgenossen nach seiner zweiten Re- 
daktion. 

Bl. 123. Hans Hallers Abschr. desselben Geschlechtsbuchs mit s. eigenen 
Zusätzen. 



.",1 



Bl. 129 — 165 Hansz Hallcrs Buchlein. Dessen eigenes Geschlechtsbuch 
und Verzeichnis aller Zeitgenossen. (Gleich dem in c. H. der 
v. Scheurlschen Bibliothek in Nürnberg F. 88—132.) 

Bl. 168—172 Conrad Herdegens Chronik von Nürnberg 1412— 1479 lat., 
gedruckt bei Würfel, Nachrichten von der Nürnberg. Stadt- und 
Adelsgesch. Bd. I, S. 227 — 247. Die Abschrift ist einer Hand- 
schrift des XV. Jahrh. entnommen und berichtigt den Druck an 
vielen Stellen. (Von ders. Hand wie Bl. 113 — 124 geschr.) 

Bl. 176 Lazarus Holzschuhers Beschreibung der 151 1 lebenden Personen 
in den Nürnbergischen Familien. Die Urschrift findet sich im Holz- 
schuherschen Geschlechtsbuch, hier liegt eine 1562 durch Veit 
Holzschuher vorgenommene Erweiterung vor. 

Bl. 192 — 273 Hochzeitregister der Nürnbergischen Geschlechter aus dem 
16. u. 17. Jahrh. 

Bl 275 — 297 Necrologium der Parfüsser zu Nürnberg. Mit gemalten 

Wappen am Rande. (Dass. wie Msc. hist. 49.) 
Bl. 300 — Ende. Verzeichnis der Gestorbenen, «den man zu sant Schalt 

mit der grossen Glocken gclcwt hat" von 1439 — 15 17 von Seb. 

Schreyer, Kirchenmeister f 1520 zusammengestellt. 

/./'//.: Kern, «Nachr. von der hist. Comm.*, 3. Stück 1860. J. Heller, Beitr. zur Kunst- 
u. Litteraturgesch., S. 7 u. 11. — Lochner irrt, wenn er diese von Heller benützte 
Handschrift im Besitze des German. Museums zu Nürnberg glaubt. 

84a. J. H. Msc. hist. 62a. 62X17V2 cm. 48 Bl. 16. Jahrh. 
Chronik Ulmann Stromers. Pu ecket von mein geschleckt untt vom Abenteuer. 
Ebd.: Pappbd. 

Litt.: Chroniken der deutschen Städte L B<'. S. 18. Kern, Nachrichten S. 24. 

84b. J. H. Msc. hist. 62b (ad II. 65). 10X16 cm. 1 Bl. 14. Jahrh. 
Blatt aus Ulimann Stromers Geschlechtsbuch, von ihm selbst geschrieben, auf dir 
einen Seite das Verzeichnis der Haller, auf der andern das der Schürslab. 
Litt.: Wie bei Msc. hist. 62a. 



85. J. n. Msc. hist 62c Pap. 34»/« X 21'/a cm 10 BL 16. Jahrh. 

Rathverläs was anno 1542 vud 44 des gemainen Pfenniges halben bey 
einem erbarn Rath verlesen scy worden. 

Ebd.: Geheftet in einen Umschlag. 



32 



86. J. H. Msc. bist. 63 (II. 92). Pap. 34 X 22 cm. 180 Bl. 16/17. Jabrh. 
Nürnberger Raths Verlas Buch ab ao. 1 591 — 1605. Mit alphab. Register. 

Prov.: Von Heller gekauft in Nürnberg 13. Okt. 1821. 
Wasserzeichen : Kleines Nürnberger Stadtwappen. 

Ebd.: Originaleinband von geprefstem Leder mit Buckeln u. Schliefsen. 
Litt. : Erwähnt in den Nachr. d. hist. Comm. 1860. 



87. J. H. Msc. hist. 64 (II. 60b). Pap. 33 X 22 cm. 186 Bl. 17/18. Jahrli. 

Norimbergensia. 

a) Die Beschreibung der Burggraffen, Schuldtkeissen, Losungern. 

Bl. 1 — 121. Mit vielen illum. Wappen. 

b) Von dem Zzvölf Brüder Haus gegen der Carthausen über gestiftet 

ao - J 3 88 - Bl. 122-137. 

c) CartJtausc gest. 1 380. Anfang u. Stijftung der Carthaussen zu Nürnberg. 

Bl. 138-186. 18. Jahrh. 

Ebd. : Pappbd. 



88. J. H. Msc. hist. G5 (II. 67). Pap. 32 X 2l7 2 cm. 120 Bl. 17. Jahrh. 
Norimbergensia. 

Kgl. Donation betreffend das deutsche Haus und andere geistl. Höfe 
in der Stadt, wie auch die Dompröbstlichen Güter und Zehenden 
ausserhalb der Stadt Nürnberg zwischen den zweien Wassern ge- 
legen. Bl. 1 — 36. Auszug aus dem Rath- und Bürgermeister- Buch 
von den Schultheissen und uralten Geschlechtern der Stadt Nürn- 
berg gezogen Bl. 37 — 47. Folgt hernach von etlichen uralten 
Geschlechtern Bl. 48. Pflicht der Genannten des grössern Raths 
Bl. 56. Namen der Genannten von 1520 — 1667. Bl. 72 — 120. 

Wasserzeichen: Zwei Türme mit einem Mauerstück dazwischen. 
Ebd.: Pergamentbd. 



89. J. H. Msc. hist. 66 (II. 150). Pap. 34 X 22 cm. 184 Bl. 17. Jahrli. 

Nürnberger Raths -Buch. 

Es sind verzeichnet die Schultheisse zu Nürnberg vom 1282. Jahre; die 
Geschlechter, die man in dem alten Rathsbüchlein findet; folgt das 
Bürgermeister-Büchlein ; sodann : Electores, Consules, Scabini, Hand- 
werker, Altgenannte bis 1700. 

Ebd.: Originaleinband, braunes Leder mit Golddruck mit der Aufschrift : Raths Buch 161 1. 



33 



90. J. H. Msc. hist. 67 (III. 269). Pap. 34 X 21 >/ 2 cm. 55 Bl. 19. Jahrb. 
Norimbergensia. 

1) Namens- Verzeichniss der Genannten des Raths zu Nürnberg von 

1480- 165 3. (4 Bl.) 

2) Auszug aus der Sterbmatrikel von 1439— 15 17 auf 9 Bl. 

3) Ebensolcher von 15 18 — 1572 auf 36 Bl. 

4) Hochzeits-Verzeichnisse von 1491— 1648. 6 Bl 

(Auf Hellers Veranlassung gefertigte Abschrift^ 
Ebd. : Pappendeckelumschlag. 



91. J.H. Msc. bist. 68 (II. 85). Pap 33«/» X 23 cm. 221 Bl. 16/18. Jahrb. 
Rathsbuch der Stadt Nürnberg v. 1282 - 1795. 

Beg. : Hier innen inn diesem buch stett gcscltribcn, wer alle jar dess 
Raths der statt Nürtnberg welker scind gewessen Vffitd wen sie 
darein erwehlt haben etlich jar nach Anfang disses buchs. 

Folget hernach: wer zw Nürnberg scliuldthais gewessen vom 1282 jar 
wind wenn ein annder angetrettenn ist. 

Folget hernach : wer hie Losnngcr ist gezvest, dann Burgermeisterbuch. 

Von gleicher Hand geschrieben bis 1554, dann folgen Hintrage von 
Verschiedenen bis 1610, hierauf folgen wiederum Einträge von glei- 
cher Hand bis 1782. 

Wasserzeichen: Zwei mit Zinnen versehene Türme. 

Ebd. : Schön geschriebenes und gut erhaltenes Manuscript im Originaleinband von schwar- 
zem Leder, an dem jedoch die lieschlage und Schliefsen fehlen. 



92. Msc bißt 68a (HJ. 220). Pap. 34 X 22 cm. 38 BL 18. .Jahrb. 

Nürnberger Rathsbuch. Bruchstück. 

Fortlaufendes Verzeichniss Nürnberger Patrizier in der Ordnung, in 
welcher sie in den Rath kamen, mit weitem Bemerkungen, ob sie 
Bürgermeister, Losunger, Schultheissen u. 9 w. geworden sind und 
wann sie starben. 
Ebd.: Pappendeckel -Umschlag. 

93. J.H. Msc. hist. Gl) (111. I). Pap. 34 X 28 cm. 408 BL 18. Jahrh; 
Norimbergensia. Der Noris Aemterbuch in 3 Theilen von Christoph 
Jakob Waldstromer von Reichelstjorf ao. 1729 d. [. Aug. 

Leitach MsnulCriptA llellcrinna. 3 



34 



I. Verzeichniss der Patrizier und Rathsherrn. 

Seite i — 174 mit Register. 
Beg.: «Der erste Theil 

besteht aus dem Patriciat 
Und zeigt die Series der Edlen Raths -Personen 
Die Aemter, welche noch in unsern Noris Staat 
Die treuen Dienste der Geschlechtere belohnen, 
Sind hier und auf dem Land, dem Wercke einverleibt, 
Und hat die Lieb zur Stadt denjenigen getrieben, 
Der zu gemeinem Nutz allstets gewiedmet bleibt 
Und gegenwärtiges gesammlet und beschrieben.» 

II. Verzeichniss der Pfarrer, Pfleger und Stifter ao. 1729 1. Mai. 

S. 1 — 534 mit Register. 

Beg.: «Der andre Theil 

Begreifft die Lehrer Gottes Worts 
So in Bedienungen zu Land und hiesigs ordts, 
Da bey den Kirchen ich besonders nahm in Acht, 
Dass ihrer Pflegere und Stiffter wurd gedacht.» 

III. Verzeichniss der Schreiber ao. 1729 d. 3. Oct. 

S. 1 — 99 mit Register. 

Beg.: «Der dritte Theil 

Enthält die Schreiber insgesammt 
So in- und aufserhalb der Stadt zu treuen Pflichten 
Das anbefohlene, nach eines jeden Amt 
In Dienst -Ergebenheit sind schuldig zu verrichten.» 

Wasserzeichen : Krone. 

Ebd.: Schweinslederband mit Goldpressung und der Aufschrift: Der Noris Aemterbuch. 



94. J. H. Msc. hist. 70 (II. 77). Pap. 33 X 22 cm. 110 Bl. 18. Jahrh. 
Norimbergensia. 

a) HalsgericJitsordming ao. 1526. Ordnung des HalssgericJits alkier zu 
Nürnberg. 3 Bl. 

Beg.: So ein erbar Rath zu Nürnberg vor hat ein übclthätcr auf an- 
rufen der Beschädigten oder vom Ambts wegen für sich selbst mit 
peinlichen gericht zu rechtfertigen, so soll nachfolgendte Prozess 
vndt Ordnung- gehalten werden. 



35 



b) BescJircibwig aller Hinrichtungen , welclic Meister Franz Schmidt, 
Nachrichter zu Nürnberg exekutirt hat. Angefangen zu Bamberg 
für Meinem Vattcr ao. 1573. 
Bl. 4— HO. (Enth. die von 1577 — 1672 vollzogenen Hinrichtungen.) 

(Genau nach dem Manuscript abgedruckt und herausgegeben von J. M. F. v. Endter. 
Nürnberg 1801.) 
Ebd.: Moderner Pappbd. 



95. J. H. Msc. bist. 71 (II. G8). Pap. 34 X 22 cm. 64 BL 17. Jahrh. 
Nürnberger Hochzeitsbuch. 

Verzeichnus aller fümemeu Hochzeittcn vom geschlecht vnd fürnemen 
Kaufflcittcn, so zu Niirmberg gelullten worden Anno 1462 biss vjf 
vnsser Zeit von jfhar zu Jliar. 

Beg.: Hr. Jobst Tczcl Margaretha Martin /Kesslers locht er haben hoch- 
zeit gehalten 1462 1 1. fuly. 

Schliefst: Hannss Heidt Hagels Hanner genannt, mit Junckfrau Anna 
Katharina Martin Dillherrn ehe/eibl. tochter haben hochzeit ge- 
halten den 17 fuly Anno 1620. 

Wasserzeichen : Wappenschild. 

Ebd.: Pergamcntbogen aus einem Missale des 15. Jahrh. 



96. .1. II. Msc-. l)ist. 72 (1. 10). Pap. :\U X 22 cm. 4.s:s S. IS. Jahrh. 

Nürnberger Kauf- und Schankungsbrief'e vom Jahn [270 bis 1445 — 
1463 und ferners bis 1522. (Abschriften.) 

Ebd.: Weifser Schweinsleder bd. 

Litt.: Erwähnt in Nachr. von der hist. Comm. 1860 S. 16. 



97. .1. EL Msc. bist. 7:5 (II. 2.'5. 24. 103. 105. L06 u. s. w.). Pap. :5. r > X 20 cm. 

18. Jahrh. 

Norimbergensia. 

Relationen oder Berichte, die sog. Müllncrischen Relationen: 

I. Von der Nürnbergischen Reichs -Vesten u. demselben Reichsvogtei 
auch ihrem Herkommen und Zugehörungen. (41 S.) cf. Will. 
Bibl. Nor. I. 474. 

Von C. F. (). Schad herausgeg. zu Frankf. 0. I.eipz. in 4 0 . 

II. Vom Burggravthum Nürnberg. (192 S.) 

III. Bericht von dem Landtgericht Nürnberg u. dessen Herkommen 
(36 S.) 

3* 



36 



IV. Bericht von dem herkommen der Schulthessen Ambt in der Stadt 
Nürnberg u. was für Veränderung mit demselben vorgangen. (96 S.) 
V. Von denen Herkommen und Gerechtsahmen beeder Nürnberger 
Wäldte. (93 S.) 

VI. Bericht von dem Wildpahn in dem Nurmbergischen Creiss auch 
in der Stadt Nürmberg Aembtern. (51 S.) 
VII. Bericht von der Glaitens Gerechtigkeit der Nürmbergischen Reichs 

Vogtey der Burggraffen und der Stadt Nürmberg. (83 S.) 
VIII. Bericht von dem Reichszoll zu Nürnberg desgleichen von den Burg- 
gravischen Zöllen und der Stadt Zoll Freyheiten. (115 S.) 
IX. Von der Nürnbergischen Reichsvogtey auch der Burggraven und 
der Stadt Nürnberg Münzwesen. (169 S.) 
(Von Mäusen zum Teil zerfressen; abgedr. in Hist. diplom. Nor. 1738.) 

X. Von der Stadt Nürnberg, dass sie vor alten Zeiten sei dem Reich 

unmittelbar zugethan gewesen. (94 S.) 
XI. Von der Nürnberger Stadt Regiment, und was für Enderungen bei 
demselben fürgangen. (184 S.) 

(Abgedr. in der Praxis judiciaria.) 

XII. Von ErkaufF u. Erbauhung des Rathhauss und wo zuvor das alte 
Rathhauss müsse gestanden seyn. (24 S.) 

(Abgedr. in Praxis judiciaria 1732.) 

XIII. Von der Stadt Nürnberg, auch dero Bürgern u. Unterthanen Be- 
freyung von frembten sowohl geistl. als weltl. Gerichten. (112 S.) 

XIV. Von der Stadt Nürnberg privilegirten Obrigkeit auf Verfolgung 
schädlicher Leuth angesehen. (153 S.) 

XV. Bericht wegen Gerechtigkeit der Oeffnung auf den Landhäussern 
in dem Nürnberger Gebiet und andrer Orthen gelegen. (39 S.) 

XVI. Von der Nürnbergischen Stadt, Steuer, Steuergerechtigkeit und 
was desswegen mit andern Herschaften gehandelt worden. (60 S.) 

XVII. Von den Juden so in Nürnberg gewohnt und ihren Freyheiten. 

X VIII. Von der Stadt Bündnussen, die sie zu Fried u. Unfriedszeiten mit 
Fürsten, Städten und andern Ständen des Reichs eingangen. (224 S.) 

XlXa- Von der Stadt Nürnberg Reichslehen und derselben Ankauff. (48 S.) 

XIXb. Von der Stadt Nürnberg böhmischen Pfandtschillingen und Lehen, 
auch derselben Herkommen. (180 S.) (Von. S. 18 mit dem voraus- 
gehenden gleichlautend.) 
XX. Von dem alten Spittal zu St. Elisabeth und von dem teutschen 
Hauss zu Nürnberg. (77 S.) 

(Abgedr. im Append. ad Relat. vom Teutsch. Haus in Nürnberg 1732.) 
(XXI. Von dem Kayserl. Ornat und Reichs-Kleinodien — fehlt.) 



37 



XXII. Von Enderung der Rclig. und Abschaffung des Papstthums in der 
Stadt Nürnberg und was deswegen fürgangen bis 1607. 

(Abgedruckt in: Ilist. Norimb. diplom., später v. Strubel 1 774 — mit dem Titel: 
Johann Müllners Rcformationsgeschiclite — jedoch gekürzt.) 

Vgl. Will. Bibl. Nor. I. 474. Das im Besitze des Herrn Emil Frcih. von Marschalk 
befindliche Exemplar hat von Kelat. XVIII an andere Einteilung. 



98. J. H. Msc. liist. 74 (II. 80). Pap. 34 X 22 cm. 43 Hl. 17. Jahrh. 

Churfürstlicher Collegialtag gehalten in der Reichsstadt Nürnberg ao. 161 1 
im Monat October. Mit illum. Wappen der Churfiirsteo. 
Beg.: Nachdem dess heiligen Rom. Reichs Churfürsten die beschwerten 
vnd gefehrlichenn Leuff . . . bedacht, zvic solchem viel vnnd vnglück 
vorzukommen . . . haben sie aus sonderlichen hräfftichen Ursachen 
eine Zusammenkunfft angestelt. 
Hierauf folgt: 

Beschreibung des Einzugs der einzelnen Fürsten in Nürnberg, sowie der 

ihnen zu Uhren veranstalteten Festlichkeiten. 

Ebd.: Pappbd. 

Litt.; l'ertz, Archiv IX, 549. 



99. J. E. Msc bist. 75 (II. 7. r >). Pap. 34 X 22', . 2 cm. IS Hl. lti 17. Jahrb. 
Norimbergensia. 

Beschreibung des Einzuges Kaiser Ferdinands in Nürnberg i. J. 1 540 
und Kaiser Karls 1541. 

Beg.: Verzaichuus welcher gestalt der allenlurchleuchtigst grossmech- 
tigst Fürst vnnd Herr Ferdinandiis Romischer Hungerischer •■und 
Behemischer Kiiu/g vnnser allergnedigster Her zum erstenmal am 
Römischer Küttig zu Nürnberg eingeritten, was jrer als fur Uhr 
erzaigt, wie sie empfangen, vereert vnd wider von dannen ge- 
schiden ist. Bl. 1 — 13»- 

Bl. 13k- Verzaichuus wellicher gestallt der allcrdurchlcuchtigst Fürst 
vnd Jierr Herr Carolus der fünfft Ro: Kay: & vnser allergnedigster 
Jierr au ff 16. February Ao 1541 zu Nurmberg eingerytten vnd wider 
von dannen verrätst ist. Bl. 13k — 18. 

Ebd.: Brosch. 

Prov. it. Gesch.: Trägt auf der I. Seite die Signatur 28 und den Ankaufspreis. 



38 



100. ,1. H. Msc. hist. 76 (II. 71). Pap. 33>/ 2 X 22 cm. 68 S. 18. Jahrh. 

Nürnberg gewährte Privilegia und Freyheiten. 

Darlegung von Privilegien, welche von verschiedenen Kaysem- und 
Königen die löbliche Stadt Nürnberg insonderlicit erlangt hat ab 
ao. iooi — 1440. Bürgerordnung u. Special -Privilegia, welche vom 
Kay sc r Carolo V 1541 • • • confirmiret zvorden. 

Ebd.: Brosch., Originaldecke. 



101. J. H. Msc. hist. 77 (I. 33). Pap. 33 X 21 cm. 20 S. 18. Jahrh. 

Beschreibung vom h. Sebaldus und der Sebalder Kirche aus einer alten 

Nürnbergischen Chronik. (Abschrift.) 

Prov. tt. Gesch.: Aus der Bücher-Sammlung von Chr. Jac. Wilhelm Waldstromer von 

Reichelsdorf. 
Ebd.: Roter Umschlag. 



102. J. H. Msc. hist. 78 (II. 79). Pap. 35 '/ a X 23 cm. 65 Bl. 17. Jahrh. 
Norimbergensia. 

1) Ordnung und Verein der Gesellschaft St. Georgen: Schild an der 

Donau v. 1470 — 1482 (mit «abconterfeyung» eines solchen Ritters). 
Bl. 1—46. 

2) Ein alter Türkenzug und Ordnung 1466 zu Nürnberg fürgenommen. 

Bl. 47-65. 

Ebd.: Pappbd. 

Litt.: Pertz, Archiv IX, 548. Kern, Nachr. von der hist. Comm. 1860 S. 20. 



103. J. H. Msc. hist. 79 (II. 72). Pap. 34 X 23 cm. 26 Bl. 17. Jahrh. 

Miscellanea Norimbergensia. 

a) Verzeichniss der Namen der aus den Handwerkern in den Rath er- 

wählten Bürger von 1370 — 1724. Bl. 1 u. 2. 

b) Verzeichniss der Waldamtleute über den Lorenzer- und Sebaldi Wald. 

1289— 1684. Bl. 3 u. 4. 

c) Spruch, gedichtet auf einen Zeugmeister, der ao. 1584 ein Feuer in 

einem Thurm zu Nürnberg anrichtete. Bl. 5. 

d) Erklärung des schönen Brunnens, ein Gedicht von Hans Weber 1587. 

Bl. 6- 8. 

Vergl. Anzeiger f. Kunde d. d. Vorzeit 1854, Nr. 6. 7. 



39 



e) Ein anderes Gedicht über denselben Gegenstand v. Fr. Beer 1587. 

Bl. 9—17. 

Vergl. Waldau, Bcyträge z. Gesch. der Statt Nürnberg III, 226 ff. 

f) Verzeichniss von dem geistl. Bann 1531. Bl. 19—22. 

g) Judicium Melanthonis ac Mart. Luthcri de Swenkfeldio ao. 1553 

Bl. 23—25. 

h) Kurze Genealogie derer von Seidel. 26 Bl. 

Ebd. : Pappbd. 



104. J. H. Msc. List. 80 (I. 15). Pap. 32 X 2 1 «/ 2 cm. 241 BL 17. Jahrb. 
Genealogie der Nürnberger Patrizier- Familien. 

Patricii reipublicae Norimbcrgensis. 

Genealogische Tabellen über 83 «uralte adeliche Patrizierfamilien in der 
Stadt Nürnberg, darauss der Rath zu Nürnberg von 300 Jahren 
her crwehlt und noch das Regiment fuhren». 

Beg.: Dass ein vernünftiger Mensch seines Vatterlandtes nickt leicht lieh 
vergiesset, es liebet und preisset . . . das giebt die von Gott ein- 
gepflanzte natürliche Neigung. Bl. 1 — 7. 

Bl. 8. Die Waldtstromer. 

Schliefst Bl. 240. Die Schlüsselfelder. 

Ebd. : Originaleinbd. in I'appe. 



105. .1. II. Msc. bist. 81 (I. 13) Pap. 33', a X ai'/a cm. 100 BL 17 Jahrb.. 
Genealogische Tabellen alter Nürnberger Patrizier- Familien des XVI 
u. XVII. Jahrh. 

Beginnend mit der Familie Schlüsselfelder, folgt: Stockamer, Tücher, 
Tctzel, Pfintzing, Pömer, Weisser u. s. w. Schliefst mit Nutzel. 

Ebd.: Rücken u. Iicken in Schweinsleder. Originalemband. 



106. J. II. Msc. bist. 82 (I. 8). Pap. 32*/i X 21 , / 2 cm. 190 PI. 17. Jahrh. 
Geschlechtbuch dess heiligen Reichs Stat Nürnberg darinnen alle alte 
und neue adeliche Geschlecht daraus der Rath von 300 Jahren herr 
erwölth worden hierin zusamgebracht anno 1610. 
Mit sehr vielen (81) Ulumin. Abbildungen u. Wappen. 



40^ 

Wahrhaffte vnd kurtze Beschreibung aller vnd jeder geschlecht der 
Reichs Slat Nürnberg, welche vor vielen hundert Jaren von den 
Römischen Teutschen Kciscrn zum Regiment verordtnet, daraus der 
Rat erwölt sambt derselben herkufnen auffnemung vnd Stifftung . . . 
Beg. mit dem Geschlechte der Waldstromer, dem dann folgen: 

Pfintzing, Tucher, Hallcr, Pilgram, Volckamer, Koler, Neuen- 
marck, Holtzschuher, Ebner, Gruntherr, Mentelein, Muffel, 
Weigel, Stromer, Nützel, Kuedorffer, die vom Stein, die Gros, 
Behaim, Ortlieb, Förchtel, Katterbeck, Schopper, Eisvogel, 
Teuffei, Schmugenhoffcr, Maurer, Tetzel, Puckn, Grolandt, 
Heuschmit, Nadler, Langman, Kräutter, Effler, Seibolt, Beuder, 
Müntzmaister, Schirstab, Dörrer, Kestel, Mendel, Haiden, Ammon, 
Sachsen, Ehinger, Denner, Wagner, Flechsdorfer, Grabner, 
Pirckheimer, Pomer, Graser, Paumgartner, Stemlinger, Zolner, 
Rummel, Imhoff, Fatzner, Schütz von Haggenbach, Kress, 
Zingel, Rieter, Löffelholtz, Heyner, Camerari, Reichel, Lemmel, 
Harstorffer, Starck, Hirschfogel (sie!), Meichsner, Prünstrer, 
Rehlinger, Topler, Wolf v. Wolfsthal, Fürer, Weisser, Fütterer, 
Schlusselfelder. 

Prov. u. Gesch.: Kostete 10 fi. 15 kr. nach einer Bemerkung auf der I. Seite. 
Ebd.: Originaleinband in Halbschweinsleder. 



107. J. H. Msc. bist. 83 (I. 7). Pap. 35 X 32 cm. 57 Bl. 17/18. Jahrh. 
Genealogie der Nürnberger Patricierfamilie Ebner von Eschenbach. 

Ebd.: Pappbd. 

108. J. H. Msc. hist. 84 (I. 5). Pap. 33 X 21 Vi cm. 110 Bl. 17. Jahrh. 

Marx Christoph Gugel's Genealogie des Gugel'schen Geschlechtes. 
Mit vielen illuminierten Wappen. — Zu Nürnberg 1653 geschrieben. 

Prov. ti. Gesch.: Auf der Einbanddecke steht: Ursula Regina Dilherrin geb. Guglin 1728. 
Ebd.: Schweinslcderbd. mit Goldpressung. 



109. J. H. Msc. hist. 85. Pap. 33>/ 2 X 22 V ä cm. 176 Bl u. 73 Bl. Iiilage. 

15/19. Jahrh. 
Mufflisches Ehren -Gedächtnis. 

Manuscript mit vielen Original - Beilagen, kolorierten Wappen, Zeich- 
nungen und Urkunden. Fortgeführt bis zum 19. Jahrh. 



41 



Die Selbstbiographie des bekannten Kalhsherrn Nikolaus Muffel stimmt mit der Münchner 
Handschrift (Cod. germ. Nr. 1279) uberein. Gedruckt 111 den Chroniken der deutschen 
Städte XL Bd. 

rrov. u. Gesch.: Auf dem ersten Blatte steht: Von Fräulein Rosina Helena von Holz- 
schuher zum Geschenk erhalten H. S. Kicfhaber. 
Dieses Werk wurde der hiesigen Kgl. Bibliothek von dem damaligen Premierlieutnant 
und Adjutanten von Muffel im Jahre 1878 zum Geschenk gemacht und zur Ergän- 
zung der Heller'schen Sammlung hier eingereiht 
Eid.: Pergamentbd. mit Goldverzicrung. 

Litt : Zum erstenmal erwähnt in'dcn Anmerkungen zu A. Dürers Tagcb. Leipz. 1884. S. 166. 

110. J.II. Bf sc hist. 86 (L 18). Pap. 36 X 23 cm. 225 BL 18. Jahrb. 
Der Pöraer Geschlechtsbuch mit sehr vielen (135) illuminierten Wappen. 
Grabmonumenten vom J. 121 5 an. 

Ebd.: Pappbd. 

Litt.: Erwähnt in den Nachrichten von der hist. Comm. 1860 S. 16. 



111. J. II. Msc. bist 86» (I. !)). Pap. 33 X 21 em. 380 BL 17. Jahrb. 
Genealogische Notizen über die Nürnberger Patrizier-Familien, mit vielen 
illum. Wappen U. genealog. Tabellen. 
Bog.: Der Herten Waldtstromayer Vr Sprung vndt kerihammendt. 

Prov. U. Gesch.: Aus der Büchersammlung des Christoph Jakob Wilhelm Waldstromer von 

Reichelsdorf. 
F.lnl. : Originaleinband in Pappe. 

112. J. H. Msc hist 87 (II. 49). Pap: 37 X 23*/* em. 546 Bl 17/18. Jahrb. 

Acten- und Protokollen Fascikel die Stadt Fürth betreffend vom Jahn 
1547 u. ff. 

Beg.: Tkuntbröbstische Amt- Leuth. 

Anno 1593 gab es zwischen Cunz Vilhelm zum Hoffen, Carl Imhoff 
und Leonhardt Schuck Thuntb- Prdbstischen ( 'u/er ///au zu Fürth 
wegen Beziichtigung eines Diebstahls grossen Stritt. 

Folgen dann: Thuntb- rröbstische Beschwerden Hl. 19 u. Thumbpröbst. 
Neuerungen Hl. 33. Fraissfälle zu Fürth. Fraiss u. Freve/sachen 
zu Fürth. Wasser u. Mihl-Sachen. Blaidt zu Fürth. Juden zu Für/h. 
Thumb- Pröbstische Leiten- Leuth. 

Hl. 161 Marggräffische newrliche Eintrag und Fcsclnvcrungs- Puuclcn. 

Rathschlag Herren Doclor Adamen in Sachen nachbarlicher Irrungen 
der Phomprobstcy ämter Fürth und Büchenbach belangendt contra 
Marggraffen Georg Friedrich von Brandenburg, 



42 



Bl. 283 folgen: die Pfarr- und Kirchen -Dienst (Sachen) zu Fürth. 
Bl. 337 Mareks Fürth Beschaffenheit. 

Bl. 361 folgen: Bemerkungen über verschiedene Ortschaften der Um- 
gebung Fürths, wie: Oberfarrenbach, Grossenreuth, Hiltmannsdorff, 
Höffen, Kleinreuth, Schenck-Statt zu Poppenreuth, Schweinau, 
Stadeln. 

Ebd. : Originaleinband. 



113. J. H. Msc. bist. 88 (III. 203b). Pap. 35 X 22>/ 2 cm. 17/18. Jahrb. 

Materialien zur Schweinfurter Chronik. 

1) Schweinfurter Chronik unter dem Titel: Mein Müssiggang Georg 

Salomons Bürger in ScIiweinfurtJi 161 o — 1644. 88 S. 

2) Rathswahl von Schweinfurt oder: derjenigen Raths -Herren so von 

Anno 1554 als Marggraf Albrecht die Stadt eingenommen, im Rath 
gezuesen, und was vor Per söhnen nachgehends von derselben Zeit 
in die Rathsmittel erzvcJdet und zuann ein jeder gestorben oder 
sonsten erlassen zvorden. 

3) Eine von dem vorhergehenden Manuskripte etwas abweichende Liste. 

4) Protokollbuch über die Getreidetaxe von 1622 an. 

5) Baukosten des neuen Rathhauses durch Wolff Kremer und Johann 

Vischer, Baumeister des 1659 Jahrs. 

6) Rechnung des Hanns Heydenfelder u. Kilian Göbel von 1563. 

(Hat von Wasser stark gelitten.) 

7) Stück einer Chronik von Schweinfurt v. 1728 — 39. (18. Jahrh.) 

8) Rechnung Doctor Johann Hoefels über alle Einamen und Ausgaben, 

so er vom 22. Okt. 1625 biss auf den 14. April 1636 als Selbiger 
von den 4 freien Reichsstetten des Fränk. Kreyses, Rottenburg an 
der Tatiber, Windsheimb , Schzveinfurt u. VVeissenburg hatte. 

9) Genealogische Notizen über die Familien Güt, Höfel, Zeiterlein, 

Graser. 17 Bl. 

10) Kleinere Notizen über Schweinfurt. 18 Bl. 

Prov. u. Gesch.: Wahrscheinlich aus dem Nachlasse des Dr. Höfel (Hofelius) in Schweinfurt. 
Ebd.: Mappe. 

Litt.: Erwähnt in «Nachr. von der hist. Comm.», 1860 S. 26. 



43 



114. J. H. Mbc. bist 89 (II. 136). Pap. 34'/a X 22 cm. 90 Bl. 18. Jahrb. 

Verträge zwischen dem Hochstifft Würtzburg und dess H. Reichss 
Statt Schweinfurt de anno 1562, 1572 u. 16 1 8 (23. Febr.) nebst einer 
Chronik von Schweinfurt bis 1657. 

Beschreibung' der dess h. Rötnischen Kays, freyen Reichs Statt Schwein- 
furth oder die sogenannte Sclnveinf urthisclie Cronick. 

Dieselbe schliefst 1599 d. 2. Oct. mit der Bemerkung, dafs an diesem 
Tage Nicodcmus Schön, Stadtschreiber, gestorben sei. 

Hierauf folgt: Ex aliis scriptis annexa et excerpta: A. 1634 Anrichtiuig 
des Gymnasii zu Schweinfurt. 

Schliefst 1659 mit der Bemerkung: 12. Martij ist allhier im San Mayn 
durch unsere Fischer ein grosser Saline gefangen worden , welcher 
gezvogen hat 19V2 ^- Auf dem letzten Blatt sind die Namen der 
Geistlichen von 1542 bis 1742 aufgeführt, die in Sclnveinfurt wirkten. 

Die Chronik ist dem Inhalte nach dieselbe wie Msc. bist. Nr. 90. 
Ebd.: Pappbd. 



115. J.H. Msc bist 90 (II. 137). Pap. 34 X 21 •/« em. 130 Bl 18. Jahrb. 

Schweinfurter Chronik bis 1599, wahrscheinlich von Nikol. Schön, mit 
spät. Zusätzen. 

Beg.: Schweinfurth, tuoher es den Namen hat. Von der Stadt Schwein- 

furtli Namen WO Er herkommen seynd unterschied!. Meynung. 
Dann folgt: KU. Göbels kurtze u. summarische Erzeh/uug Wie Marg- 
graff Albrecht die Stadt Schweinfurth im Land zu Francken Anno 
1553 den andern JYtngst- Tag eingenommen . . . in Summa ivas sich 
in uudt ausserhalb der Sclnveinf iirthischen Belagerung von Tag zu 
Tag zugetragen. 

(Die hier aufgeführte Chronik ist gleichlautend mit jener, die dem Vertrage zwischen dem 
llochstift Würzburg und der Stadt Schwcinfurl beigcschricbcn ist. cf. Msc. bist. 89. 
Gedruckt bei Reinhard, Beitrüge zur Ilist. des l'iankenlandes II. 209 — 258, ebenfalls 
nach einer späteren I Iandschrift.) 

Litt. : Nachr. von der bist. Comm. 1860 S. 24. 

Ebd.: Pappbd. 



116. .1.11. Msc hist. 91 (II. 137b). Pap. 34 X 21 cm. 90 8. 18/19. Jahrh. 

Schweinfurter Chronik von Schön. 

Nach S. 90 folgt Kilian Göbels kurze und sumarische ersehfung, was 



44 



sich im Krieg zwischen Marggraffen Albrecht und den Bundes- 
verzvanden in Land FraJicken zugetragen. 53 S. 

Am Ende: Actum die Ii. Julio A. 1582 Kilian Göbel den Nachkommen 
zum besten aufs Papier gebracht. 

Dann folgt: A. 1744 d. Ii. Od. Georg Mathäus Diedoljf (zweifellos der 
Abschreiber der Chronik) und dann eine Feder-Zeichnung von 
Schweinfurt u. mehrere leere Blätter, wahrscheinlich von M. Diedolff. 

(Gleichlautend mit den unter Nr. 89 u. 90 der Msc. hist. aufgeführten Chroniken.) 
Ebd.: Biosch. Pappe. 

Litt.: Nachrichten von der hist. Commission 1860 S. 24. 



117. J. H. Msc. hist. 92 (II. 51). Pap. 37 X 22 cm. 179 Bl. 18. Jahrb.. 

Schweinfurter Jahrbücher aus mehreren Nachrichten zusammengetragen 
und bis 1720 fortgesetzt von M. Joh. Kaspar Bundschuh diac. u. 
Prof. hebr. ling. 

Nach einer kurzen Vorrede insbesondere über die Quellen beginnen 
die Jahrbücher. 

1304 d. 3. Juli versetzte und verpfändete König Albert die Stadt und 
Schloss mit allen Pertinenzien.- 

(Es fehlen manche Blätter.) 
Ebd.: Originaleinband in Halbfr. 

Litt: Nachrichten von der hist. Commission 1860 S. 17. 



118. J. H. Msc. hist. 93 (II. 47). Pap. 37 X 23 cm. 144 Bl. 18. Jahrb.. 

Materialien zur Schweinfurter Geschichte gesammelt und geschrieben 
von Joh. Kasp. Bundschuh. 

a) Privilegien, welche der Stadt von den Kaisern gewährt wurden, v. 

1203 — 1650 in Registerform. Bl. I — IO. 

b) Recesse der Stadt Schweinfurt mit Henneberg, Würzburg, dem 

deutschen Hause Hessen u. s. w. Bl. 22 — 47. 

c) Verzeichniss aller Mitglieder des Rathes mit Angabe ihrer Geburts- 

zeit u. s. w. v. J. 1534 — 1799. Bl. 59 — 76. 

d) Verzeichniss aller Herren Geistlichen der Reichsstadt Schweinfurt v. 

1542. Bl. 80 — 84. 

e) Verzeichniss der Rektoren, Conrektoren, Praeceptores des Gymnas. 

in Schweinfurt. Bl. 86 — 93. 



45 



f) Zusammenstellung von Gelehrten und berühmten Männern Schvvein- 
furts mit alph. Register am Ende des Manuscripts. BL 100—126. 

Auf Bl. 140 sind noch eingeschrieben: Gotthardt Schmidf s, Pfarrers zu Sch'oein/urt, Ge- 
danken von dem Bibthvtrkl des Wirtheimischen Schmidt, seines Landsmannes. 
An einigen Stellen sind mehrere Blätter herausgeschnitten. 

Prov. und Gesch.: Das Manuscript war im Besitze der Familie des Schweinfurter Gelehrten 
Bundschuh. 

Ebd.: Halbfranzbd. 



119. J. H. Msc. bist. 94. Pap. 34 X 21'/i cm. IC Bl. 19. Jahrb. 
Notizen über die verschiedenen Besitzer des Ritterguts Trabelsdorf. 

Ebd. : Mappe. 

120. .J. II. Msc. bist. 95 (II. 122). Pap. 35 X 24 cm. 54 Bl. IG. Jahrh. 

Über Plassenburg- und Kulmbach. 

Ubergang der 1 IerrscJiaft des Schlosses Plassenburg , auch der Statt 
Cidmbacli und anders zu solchem gehörig von Graf Otto von Orla- 
mundt an Joliannscn Burggraffen it. Herrn zu Plassenburg. 

Bl. 9 folgen die Jherlich entkommen des Amptcs C Himbach und der 
übrigen Acmter. 

Bl. 41 Auszug aus dem Landtbuclt vber das Schloss vnd Ambt Stain 

sam/'t andern Aemptem. 

Wasserzeichen : Ochsenkopf und später zwei Thürme mit /innen. 
Ebd.: Ppbd. aus neuerer Zeit. 



121. J. II. Msc. liist. 9G (III. 13). Pap. 32 X 22 cm. 56 151 L7.Jahik 

Chronik von Neumarkt in der Oberpfalz. 

Beg.: Cronica vetus A T ovi Fori oder alte Neumärkhische Chronic übe in 
verlauf mit der obern Chur/ürstl. Ifalz in Bayern Statt Newemnarckh 
und ettlicher benachbarter Orten und Pcrsohucu abgeschrieben a. 162 1 
per Abr. Esslingcr durch N. P. N. C. F. G. a. 1676. 

Mit vielen illum. Wappen des Pfälzer Adels. 

Die Chronik springt vom Ende des 14. Jahrhunderts auf den bayr. Krieg 
über. (Die Verse des Job. Prusch über den Ursprung der Stadt 
scheinen hier gekürzt zu sein.) 

Ebd.: Rotgefärbter Liderbd. — Mit dieser Decke war ursprünglich das Einnahme- und 

Ausgabebuch der Sibylle Wollt' eingebunden, wie aus den Aufschriften hervorgeht. 
Litt.: Nachrichten von der bist. Commission 1862 S. 22. 



46 



122. J H. Msc. bist. 97 (II. 63). Pap. 33V 2 X 24 cm. 250 Bl. 16. Jahrh. 
Ratisbonensia. 

a) ReicJisproposition der Römisch Kays. Majestät vnsers allergcncdig- 

sten Herrn auf dem Rathhause zu Regensburg publiciret ao. 1 597. 
Bl. 1 — 122. 

b) Anbringen zvegen der Stadt Regcnspurg erhalten Besclnverdten vnd 

Bedrengnussen von Hersogen Wilhelm in Bayern ao. 1598 27 Jan. 
Bl. 124 — 213. 

c) Fürstlich Bayerische Petition und Protestation contra Statt Regenspurg 

eingegebne Supplication 15/25 Febr. 1598. Bl. 215 — 250. 

Wasserzeichen: R, darunter 2 Schlüssel über Kreuz. 
Ebd.: Pergam., mit einem tlieol. Tractat beschrieben. 



123. J. H. Msc. bist. 98 (II. 48). Pap. 31 X 22 cm. 281 Bl. 16/17. Jahrh. 

Matrikel oder Catalog der Franziskanerschule in Rothenburg v. J. 

1559- 1689. 

Auf dem ersten Blatte stehen die Worte: Anno 1559 introducla est 
schola in monasterium Franciscanorum die 8. mensis Novemb. Anno 
1592 7 Sept. translata in novum magno 13666 fl. sumptu extruclum 
scholasterium. 

Fol. 2 folgt: Scholarcharum scholae rcelorum catalogus. 

Wasserzeichen: Mann mit Helm. 
Ebd.: Originallederband. 

124. J. H. Msc. bist. 99 (II. 45). Pap. 32 X 22 cm. 316 Bl. 16. Jahrb. 
Erfurter Chronik 

von Cunrad Keiner Z7im gülden Rade viel mit eignen Augen gesehen 
und 1 5 20 mit eigner Hand geschrieben. Beginnt im Nahmen Jesu : 
Nach der sindtflut als die s'öne Noha Sem Cham vndt Japhct etc. 

Die eigentliche Chronik beginnt Bl. 9 mit den Worten: Zu denselben 
Zeiten stundt das Dorff Schilderoda , an dem ende, da itzo S. An- 
dreas Kirche ist. . . . Ein namhafter Midier . . . hicss Erjf 7>ndt 
nach Geburti Christi 438 jar zu den Zeitten Clodovici des Königs 
in Frankreicli ist von des Müllers namc vndt von dem Furth — 
Erffcnfurdt oder Erffurdt genandt. 

Die Chronik schliefst mit dem Jahre 1550: Im Anfang des wintermonats 
starb Hcrtzog Virich von Wiertenberg, nach im kam sein Son Hertzog 
Christoff ans regimendt . . . 



47 



Dazumal war auch der Gr äff von Heideck, welchen der Kaiser in die 
Acht erklerl hatte, im landt zu Sachsen. 

Bl. i — 279. 

Hierauf folgen verschiedene Rathserlasse — Verordnungen der Stadt 
Erfurt. Bl. 296—316. 

Wasserzeichen : Arabeske und in späteren Lagen zwei Thürme mit Zinnen. 
Prav. u. Gesch.: Auf der Innenseite der Einbanddecke steht: 4 fl. d. 5 Mertz 1661. Auf 
dem ersten Blatte: M. Richey 1703 Hamb. 



125. J. H. Msc. Inst. 100 (III. 247). Pap. 35 X 22 cm. 47 Bl. IC/17. Jahrb. 

Urkunden und Notizen über die Klöster: Himmelspforten 25 Bl. Lie- 
benau 1 Bl. Schlüchtern 15 Bl. Schlüsselau 1 Hl. Schönau 2 Bl. 

Ebd. : Mappe. 

Litt : Erwähnt in den Nachrichten von der h ist. Commission 1860 S. 27. 



126. J.II. Msc. bist. 101 (III. 247g). Pap. 35 X 23 cm. 253 Bl. 17. Jahrb. 
Extractus documentorum des Engelthaler Klosters. 

Beg.: Priorin des Clostcr Engelthal sendet man aus den briefflicken 

Urkunden finden können. S. i — 5. 
Ferner: Relation aus etlichen alten Briefen des Closters Engelthal. 

S. 7-253. 
Ebd.: Pappbd. 

127. J. H. Msc. bist. 102 (II. 134). Pap. 30 X 22 cm. 4« Bl L6. Jahrb. 

Markgrafen Albrechts Krieg 1449. 

Interessante Notizen, wic's in diesem Kriege zugegangen ist und in 

Nürnberg gelullten wurde, 
Beg.: Ordnung inn der Kuchen. 

Item zum Ersten Wardt einer des Rats mit A T amen herr Jacob Tegel 
oberster Kuchenmeister gemacht ... ferner: Item mehr Mordt ge- 
macht auff der schütt bey dem wasser. 

Bl. 16: Ordnung wie man es gehalten hall mitt der statt armen leutten 
so die gefangen wurdenn. Ferner: Ordnung des waldts inn Saut 
Lorenzen Pfarr. 

Ferner ist Bl. 24 verzeichnet die: Ordnung der puchsenvieister zu den 
grossen werklteu auff den thurmeu umb die Statt. 46 Bl. 



48 



Ein Theil dieser Handschrift ist verloren. Das Erhaltene enthält die 
Ordnungen und statistischen Angaben aus dem ersten Markgrafen- 
krieg, die sich sonst dem Kriegsberichte Erhard Schürstabs, der 
vielleicht hier vorherging, einverleibt finden. 

Ebel '.: Papp. 

Lid.: Nachrichten von der hist. Commission 1860 S. 21. 



128. J. H. Msc. hist. 102a (III. 114). Pap. 34 X 21 cm. 96 Bl. 19. Jahrb. 

Bauernkrieg in Schwaben v. 1522 bis 1526. 

Aktenauszüge aus dem Staatsarchive in Stuttgart vom Regierungs-Rath 
v. Günzler. 

Ebd.: Papp. 

129. J. H. Msc. hist, 103 (III. 15). Pap. 34 X 21 '/ 2 cm. 1544 u. 397 Bl. 17. Jahrh. 
Goloniensia. 

Karg v. Bebenburgs Churkölnisches Wahlgeschäft im J. 1687 — 88 in 
einem Bde. 3087 Seit, und Behandlung derselben Materie im Jahre 
1689 in einem zweiten Bande auf 397 Bl. mit sehr wichtigen Doku- 
menten. 

Prov. u. Gesch.: Aus dem Besitze der Familie Karg -Bebenburg, wie das Wappen auf dem 

Einbanddeckel anzeigt. 
Ebd.: Brauner Originallederband. 

Litt.: Leonh. Eimen in seiner Schrift «Der span. Erbfolgekrieg u. der Churfürst Johann 
Clemens von Köln nebst Zugabe von ungedruckten Dokumenten und Briefen des 
Kanzlers Freih. Karg von Bebenburg 11 hat diese Aktenstücke und Briefe im Jahre 185 1 
benützt. 



130. J. H. Msc. hist. 103a (III. 17). Pap. 34 X 21 cm. 658 S. 17. Jahrh. 

Einführung der Benediktiner in Bayern. 

Congrcgatio Bciicdiclino- Bavarica. Ejus creflio et iiistitutio sub Irino- 

centio XI. Romac 1686. 
Wichtige Actenstücke im Original. Benediktiner in Bayern, Karg von 

Bebenburg, Lothar Franz v. Bamberg betr. 

Prov. u. Gesch.: Früher im Besitz der Karg-Bebenburgschen Familie, wie aus dem Wappen 
auf dem vorderen Einbanddeckel ersichtlich. 



49 



131. J. H. Msc. bist. 104 (11.46). Pap. 35 X 227 2 cm. VI u, 313 S. 18. Jahrb. 

Fränkische Geschichte. 

Verzeichnus etlicher fümehmen Historien vnd Geschichten, so sich in 
Schlössern Ctöstem Städten und Flecken des Francken Lands von 
Jahrn zue Jahrn begeben vnd zwar vnter den 

I. Bischoffen zne Bamberg, Würtzburg , Aichstadt vnd Teilt 'sehen 
Meister, 

II. Marggrajfcn zue Brandenburg vnd Fürsten zue Henneberg, 

III. Gr äff en vnd Herrn zue Hohenlohe , Castell, Wertheini, Rincck, 
Limpurg it. s. zu., 

IV. Reichstäden Franckfurth, Nürnberg, Rotte nbnrg, Windskeim, 

Schweinfürth von Jahrn zue Jahrn begeben. Auss vielen 

getruckten vnd geschriebenen Büchern mit fleiss colligirt vnd 

ordentlich uffzeichnet worden durch Joanncm Aldcnberger 

Pfarrern zu clostcr Sultz. 

Litt.: Näher beschrieben in Petzholdt, Anzeiger für Bibliographie, Heft 8. 9. 1882. 
Ebd.: Illbfr. aus neuer Zeit. 



132. J. II. Msc. liist. 104a (II 169b). Pap. 32 X 22 V 2 cm. 15 Bl. 17.Jal.rli. 

Landtag zu Clausenburg 1601. 

Sendtschreiben von Ii. Februar Ao. 1601 was sich im Fiugang des 
Monats Febr. auf dem Landtag zu Clausenburg in Sybeiibürgen 
mit der iiezucn Wahl des Sigissmitndo verlauffen hat. 

Ebd.: l'appbd. 



133. J. H.Msc.hist. 104b (III. 169c). Pap 34 X 22 cm. 73 Bl. 17. Jahrb. (1669). 

Einkommen, jährliches und Ausgaben, was zur Bestreitung der Hoff- 
Stadt, Illingarischer Gränzhäitssern als auch Kays. Armada angewen- 
det 11. ausgegeben werden mitss. 

Original - Manuscript. 
Beg.: Gehaimc Coufereuz Ihro Rom. Kays. Majcst. Johann Adolph 

Fürst von Schwarzcnbiirg Reichs Hoff Raths Praesideut. 
Schliefst mit: Erneurte Taxroll wie inskünfftig alle und jede kays. Pri- 
vilegien und andere taxbalter Brieff bey dem Reichshoff Canzlcy 
Taxambt taxirt werden sollen. 
Ebd.: Pappbd. 

Lelttohnh, Hanniorlpta lleiicrlana. I 



50 



134. J. H. Msc. hist 104c (III. 169). Pap 35 X 22 </ 2 cm. 57 Bl. 17. Jahrh. 

Einkommen Jährliches und Ausgaben, was zur Bestreitung der Hoffstadt, 
HungariscJier Grenzhäussern als auch Kays. Armada angezvendet und 
ausgegeben werden muss. 
Als Anhang: Erneuerte Taxroll wie inskünjftig alle und jede Kays. 
Privilegien und andere taxbalire Brief bey dem Reichshoff Canzley 
Taxambt taxirt werden sollen. 

("Abschrift der vorigen Handschrift.) 

Ebd. : Pappbd. • 



135. J.H. Msc. hist. 105 (III. 99). Pap. 25 X 38 cm. 2 Bde. 92 S. 18. Jahrh. 

Beschreibung einer Reise ins Pürstenthum Bayreuth. 

Relation einer antiquarischen und auf andere nützliche Gegenstände 
gerichteten Reise in das obergebürgisclie Fürstenthum Bayreuth auf 
gnädigsten Befehl unternommen und ausgefertigt von Joh. Gottfr. 
Koeppel kais. Landgerichts -Registrator in Anspach. 

Mit Handzeichnungen. 

Beg.: Zu gegenwärtiger Arbeit habe ich mich weder der Hilfsquellen 
einiger älteren Brandenburgischen Geschichtschreiber bedient, noch 
weniger bin ich den neueren gefolgt, die mit meinem selb st entworfe- 
nen Plane gar nichts gemein haben. — Schliefst im 2. Bde. mit 
der Beschreibung der höchsten Spitze des Fichtelgebirges, des 
Ochsenkopfes. 

Ebd.: Gleichzeitiger Pappbd. 



136. J.H. Msc. hist. 106 (III. 100). Pap. 247a X 38 cm. 26 S. 18 Jahrh. (1793). 

Beschreibung einer Reise durch das Oberamt Uffenheim. 

Reise -Relation fünfte untergebirgische durch das Oberamt Uffenheim. 
Mit einem Anhange der Aemter Waizendorf und Forndorf 1793, 
gefertiget von dem kais. Landgerichts-Registrator Joh. Gottf. Koppel. 

Beg.: Keines vo?i den Königl. Oberämtern dieses untergebirgiscJicn Fürsten- 
thums hat so wenige Alterthümer aufzuweisen, als das Oberamt 
Uffenheim. Schliefst mit Beschreibung des Pfarrdorfes Wieseth. 

Ebd.: Gleichzeit. Ppbd. 



öl 



137. J. H. Msc. bist. 107 (II. G4). Pap. 34 X 22 cm. 274 S. m. XIV S. Reg. 

17. Jahrb. 

Beschreibung des Mains von seinem Ursprünge bis zu seiner Mün- 
dung, von Joh. Christoph Fritsch, dedizirt dem Bischof zu Bamberg 
und Würzburg Peter Philipp ao. 1683. 
Auf dem Titelblatt: Des edlen Dernbacliischcn Maynflusscs Ursprung, 

Fortlauff vnd Atissgang. 
Beg.: Vorbereitung (Vorwort). Es ist bey den Alten bewehrten Histori- 
eis bekandt, dass als nach Abgang dess Alten Carol. Geschlechts 
die Kaysser- Würde an den Sachs: Königl. Stamm gelanget. . . . 
S. 22 folgt das Capitel über den «Ursprung des Mayns». S. 36 ll'achs- 
thumb des Hayns. S. 44 Der Maynfluss vndt die Fisch u. s. w. 
Der Bambergische Rednitz- May n. Der Würtzburgische J/ayn. 
Der Tauber -Mayn. 

Protl. u. Gesch.: Aus der Hessbergischen Bibliothek mit dem Buchzeichen Johann Sigmunds 

von Hessberg. 
Ebd.: Schweinslederbd. 



138. J. H. Msc. bist. 108. Pap. 36 X 24 cm. 24 Bl. 19. JahrE 

Lebensbeschreibung Gutenbergs. 

Geschichtlicher Versuch des Lebens Johann Gutenbergs von I lieron. 
Jacob Oberlin. 

Abschrift der seltenen 1801 zu Strassburg erschienenen Druckschrift. 



139. .1. H. Msc. bist. 109 Pap. 37 X 23 cm. 16 Hl. 19. .labi l,. 
HELLER, Biographie Johann von Schwarzenbergs. 

II Bogen Text, wovon Bogen 6 fehlt, nebst 10 Seilen Anmerk. 
Ebd.: Ppbd. 



140. J. II. Msc. bist. 109« (III. 246 f). Bap. 34 X 23 cm. G Bl. IX. Jahrb. 
Beiträge zu Nicolaus Selneccers Lebensbeschreibung. 

Observanda zvoraus mehrere Pcculiaria zu des II. Nicolai Sehtecceri 

Leben hon neu beigebracht werden. 
Ebd.: I'pbd. 



4* 



52 



« 



141. J. H. Msc. Mst. 110 (II. 143). Pap. 36*/a X 23'/s cm. 175 Bl. 18. Jahrb. 
Biographische Notizen (oder wie der Verfasser Franz Paula von Schrank 
es nennt), «Bibliographische Sammlungen». 
Eigenhändiges Manuscript des berühmten bayer. Naturforschers Franz 

Paula v. Schrank mit der Autobiographie am Ende des Buches. 
Das Manuscript enthält biographische Notizen über : Samuel Klingen- 
stierna; ferner Martin Strömer, Joh. Paul Wurfbain, Renaudot 
(fehlt Anfang) And. Chrys. Zaluski, Cibot, Morosini, Nieuwentyl, 
Joh. Owen, Janns Pannonius, Paul Rayger, Joh. Adam Genselius, 
Dan. Wilh. Moller, Andr. Berg, Joh. Sambucus, Samuel Timon, 
Ladisl Sennyei, Nikolas Rosen von Rosenstein. 

Ebd.: HIbfrbd. 



142. J. H. Msc. bist. 111 (III. 187. 175. 181. I. 6. III. 190. I. 16. III. 179. 
III. 108. u. s. w.). Pap. 35 X 23 cm. Lose Blätter. 18/19. Jabrh. 

Genealogische und historische (grossentheiis ungedruckte) Notizen über die 
Familien : 

i. Abensberg. 2. Abersberg. 3. Absperg. 4. Ackoltshausen. 5. Adel- 
mann von Adelmannsfeld. 6. Adelsheim. 7. Aham. 8. Aichinger. 
9. Alendorf u. Altendorf. 10. Altertheim. ri. Andlau. 12. S. 
Andree. 13. Anhalt. 14. Anweil. 15. Arnstein. 16. Aschbach. 
17. Aschhausen. 18. Auer von Herrenkirchen. 19 Aufkirchen. 
20. Aufsees. 21. Aulenbach. 22. Aurach. 23. Aysch. 24. Bach. 
25. Baden. 26. Baiern. 27. Baldenstein. 28. Bassenheim. 29. Bast- 
heim. 30. Bauer v. Eiseneck. 31. Baunach. 32. Bebenburg. 
33. Bebendorf. 34. Bechtolsheim. 35. Beeck (Beaurien). 36. 
Bemelberg. 37. Berg. 37a. Beringer. 38. Berlichingen. 39. 
Bernbecker. 40. Berneck. 41. Bernheim. 42. Bertolshofen. 
43. Beschwitz. 43 a. Bettendorf. 44. Biberbach. 45. Biberern. 
46. Bibergau. 47. Bibra. 48. Bickenbach. 49. Biesenrodt. 
50. Birckig. 51. Blassenberg. 52. Blümlein. 53. Bobenhausen. 
54. Bodeck, 55. Boineburg. 56. Boischot. 57. Boos. 58. Bracken- 
lor. 59. Braitbach. 60. Brambach. 61. Bramberg. 62. Branden- 
burg. 63. Brandenstein. 64, Braunschweig. 65. Brockdorf. 
66. Broemsen. 67. Bronsart. 68. Bubenhofen. 69. Bubenheim. 
70. Buchenau. 71. Bucholz. 72. Bulach. 73. Bundorf. 74. 
Burdian. 75. Burkmilchling. 76. Busek. 77. Buttlar. 
78. Camerarius. 

Ada in Causa der Herrn Camerari zu Stegaurath contra Hochfürsilich Bambergisches Amt 



53 



Zeil ab anno 1388 usi/ue ad 1723 puncto Steuer und jurisd. Vogt. — Acta und Correspondenz 
in Sachen des Frhrn. von Münster auf Lissberg gegen die venuittibte Freifrau von Catnerari 
zu Stcgaurach v. f. 1 74 1 — 1751. Success. feudal, etc. betr. Vergl. auch 349. Münster. 

79. Cammerstein. 80. Carben. 81. Castell. 82. Cazenellen- 
bogen. 83. Chobrzan. 84. Clebis. 84a- Clesheim. 85. Coburg. 
86. Cortenbach. 87. Cottenheim. 88. Crailsheim. 89. Craz. 90. Cri- 
stans. 9i.Cronberg. 92. Cunstadt. 93. Dachenrod. 94. Dachsbach. 
95. Dalberg. 96. Dangries. 97. Dannbach. 98. D' Avila. 
99. Degenfeld. 100. Delmenhorst. 101. Demandstein. 102. Dorn. 
103. Dernbach. 104. Dcttelbach. 105. Deuerlein. 106. Dhüna. 
107. Diemar. 108. Dobcneck. 109. Docrzbach. 1 10. Donneck. 
1 1 1. Dornberg. 1 1 2. Dottenheim. 1 13. Drachsdorf. 1 14. Dumi- 
nique. 115. Düren. 116. Dürckheim. 117. Ebersberg. 

1 18. Eberstein. 

Verglichen und geordnet am 23. u. 24. Sept. 1878 von L. Frhrn. v. Eberstein, dem 
Verfasser der Geschichte derer von Eberstein. (1860 — 83.) 

119. Echter. 120. Effern. 121. Egersberg. 122. Egg. 123. 
Egloffstcin. 124. Ehenheim. 125 Einthal. 126. Eichlcr. 
127. Eichfeld. 128. Eisenberg. 129. Eidern. 130. Ellrichs- 
liausen. 131. Elm. 132. Elster. 133. Eltershofcn. 134. Elz. 
135. Engelbron. 136. Eppstein. 137. Erbach. 138. Erffa. 
139. Erlbcck. 140. Emberg. [41. Esel. 142. Estcnfeld. 
143. Euscnheim. 144. Exdorf. 145. Eyb. 146. Ealckenberg. 
147. Eastungen. 148. Eaust v. Stromberg. 149. Eechenbacli. 
1 50. Eeilitsch. 1 5 1. de la Eertie. 152 Eleckenstein. i 53. Flügelau. 
154. Flüglingen. 155. Förtsch. 156. Forstner. 157. Francking. 
158. Frankengrun. 159. Erankenstein. 160. Freundstem. 161. 
Freyberg. 162. Frick von Frickenhausen. 163. Friesen. 164. 
Fronhofen. 165. Fronsberg. 166. Fuchs. 167. Fuchstadt 
168. Fugger. 169. Eulbach. 170. Funk. 171. Gailingen. 
172. Gauberstadt. 173. Gaugreben. 174. Gebsattel. 175. Gem- 
mingen. 176. Geyer von Giebclstadt. 177. Geyinhausen. 
178. Geysso. 179. Giech. 180. Gleichen. 181. Gleissenberg. 
182. Gnodstadt. 183. Gocz. 184. Gottfahrt. 185. Gotsmann. 
186. Graerod. 187. Greifenclau. 188. Greusing. 189. Gropen- 
dorf. 190. Gross v. Trokau u. Pfersfeld. 191. Groyssbeck. 
192. Grünstein. 193. Grumbach. 194. Grundlach. 195. Gün- 
ther v. Brünhausen. 196. Güss. v. Güssenberg. 197. Gundels- 
heim. 198. Guttenberg. 199. Habcrkorn. 200. I labermann. 
201. Habern. 202. Hacke. 203. Hagen. 204. Hainach. 205. Halb- 



o4 



ritter. 206. Hanau. 207. Hanstein. 208. Harff. 209. Harrach. 210. 
Harrant. 21 I.Harras. 212. Hartheim. 213. Hartlieb. 214. Hassberg. 
215. Hasslach. 216. Hattstein. 217. Haugewitz. 218. Hausen. 
21 8a- Hatzfeld. 218b. Hedersdorf. 228c Heideck. 2 i8d- Heiden- 
heim. 2i8e. Helbe. 219. Heldritt. 220. Heller. 221. Hendrich. 
22 i a . Henneberg. 

Geschichtliche Notizen über die Grafen von Henneberg. Unvollständiges Manuscript. 
In Schuhes Geschichte abgedruckt. 

222. Herbilstadt. 223. Herda. 224. Herisen. 225. Hertenberg. 226. 
Herteneck. 227. Hessberg. 228. Hessen. 229. Hettersdorf. 230. 
Heusslein. 231. Heyden. 232. Heyne. 233.Hirch.berg. 234. Hirsch- 
haide. 235. Hirnstein. 236. Hoelein. 237. Hoheneck. 238. Hohen- 
feld. 239. Hohenlohe. 240. Holzhausen. 241. Holzschuher. 242. 
Hompesch. 242a. Honstein. 243. Horben. 244. Horda. 245. 
Horneck. 246 Hornstein. 247. Hüffel. 247a- Hund. 247b. Hund- 
piss. 247c Husslode. 2470- Huyn. 2476. Hutten. 248. Jah- 
nus u. Petschowitz. 249. Jaxtheim. 250. Ilten. 251. Imhof. 
252. Ingelheim. 253. Joestelsberg. 254. Ippt von Ippthausen. 

255. Isenburg. 255a. Karg von Bebenburg: vergl. auch Bebenburg. 

256. Keer. 257. Kemnat. 258. Kempf v. Angroth. 259. Ker- 
pen. 260. Kesselstadt. 261. Kirchberg. 262. Kitscher. 263. Kleist. 
264. Klinckhard. 265. Klüppel. 266. Knöringen. 267. Koenigs- 
eck. 267a. Königsfeld. 268. Königshofen. 269. Könitz. 
270. Koesel. 271. Kolb v. Rheindorf. 272. Kotner. 273. Kott- 
witz. 274. Kozau. 275. Kress. 276. Kronegg. 277. Kuchen- 
meister. 278. Künsberg. 279. Laber. 280. Lamberg. 281. 
Lammersheim. 282. Lamprecht. 283. Landsberg. 284. Langer- 
schwanz. 285. Lannoy. 286. Lauffenholz. 287. Leibersdorf. 
288. Leik. 289. Leineck. 290. Leitersheim. 291. Leonrod. 
292. Leuchtenberg. 293. Leutersheim. 294. Leyen. 295. Lichten- 
berg. 296. Lichtenstein. 297. Ligritz. 298. Limpurg. 299. Lindel- 
bach. 300. Lindenfels. 301. Linsingen. 302. Lissberg. 303. Lo- 
chinger. 304. Lochner. 305. Lodron. 306. Loen. 307. Loewen- 
stein. 308. Lonnerstadt. 309. Loubenberg. 310. Lüchau. 
31 1. Lützelburg. 312. Mannsbach. 313. Mannsfeldt. 314. Mann- 
teufel. 315. Marschall v. Ebneth. 316. Marschall gen. Greif. 
317. Marschalk v. Ostheim. 318. Marstaller. 319. Marten. 
320. Masbach. 321. Mayenberg. 321a. Mayerberg. 322. Mayen- 
thal. 323. Mecklenburg. 324. Meding. 325. Melber. 326. 



55 



Memmelsdorf. 327. Memminger. 328. Mendel. 329. Mengers- 
dorf. 330. Merzdorf. 331. Meussbach. 332. Milz. 333. Mindel. 
334. Minigerode. 335. Mörlbach. 336. Mörlau. 337. Moller. 
338. Montmartin. 339. Mordeisen. 340. Morstein. 341. Mosau. 
342. Moser von Filseck. 343. Motschiedler. 344. Muckenthaler. 
345. Mudersbach. 346. Mühlholtzer. 347. Muhlstein. 347a. Mu- 
lich u. Vocht. 348. Müller von Lengsfeld. 

349. Münster. 

Actenstücke in Sachen des Krhrn. von Münster auf Lissberg gegen verwittwele Frei- 
frau von Camerarius zu Stegaurach. (Vergl. 78. Canierarius.) 

a) Acta u. Correspondenz in Sachen des Herrn Geheimraths Freih. von Minister auf Listberg 
gegen obengenannte Frei/r. v. Camerarius ; 

b) Abrede u. Wette zwischen Frau Genera/in Veron. Magdalena von Munster geb. Zoblin 
v. Gibeistat Wittib, dann Claus Diterich v. Brembs und Sophia Magdalena v. ßretnbscn 
wegen hallung ihres Wittwen Standes oder Verheyrathuni; 8 März 1685; 

c) Ada die schuld/orderung Herrn v. Slibar zu Huttenheim betr.; 

d) Original- Quittungen, welche die Frau General Wacht/u Freiin von Munster geb. v. Zoblin 
curatorio nomine ihrer Fräulein Tochter Sophia Charlotta über empfangene Obligations- 
gelder gestellt a. d. Jahre 1684; 

e) Abrechnung zwischen der Frau General Wachtmeisterin Frcifr. v. Münster geb. v. Zoblin 
u. //ans Fyrich von Münster 1685 u. 87; 

f) Abrechnungen zwischen den Herren Gebrüdern als Hanns Fyrich Gustav u. Lorenz 
Ludwig v. Münster 1676 — 85; 

g) Heirathsverträge , Verzichtleistungen , Forderungen , Vergleiche. 

h) Ada über die zu Anspach und Würzburg nachgesuchte hochstlehenherrUche Consense ad 
alienandum der Ritter Mannlehen Güter Breitenlohe und des Hofes zu Buchbach. 1782. 

i) Akten u. Correspondenz über den Kauf des Eigenthum Uuchbach, welches Lorenz von 
Münster ao. 1593 von dem Herrn von Grumbach erkaufet. 2) den Anschlag über den 
lehnbaren Hof zu Buchbach. 
k) Projekt des Kauf- und Tausch- Becess zwischen Seiner hochfürstlichen Gnaden und den 
Freiherrn von Münster. 28 Jan. 1 739. 25 Bl. 

350. Münzer. 35 I. Muffel. (Vgl. Msc. h.st. 85.) 352. Muffclger. 353 Mug- 
genhoff. 354. Muggenthai 355. Multz. 356. Murach. 557. 
Murr. 358. Musslo. 359. Nassau. 360. Happerg. 361. Nessel- 
rod. 362. Neuburg. 363. Neubrunn. 364. Neueneck. 365. Neu- 
stetter gen. Stürmer. 366. Neydccker. 367. Nordeck zu Rabe- 
nau. 368. Nostitz. 369. Nuctz v. Wartenberg. 370. Übernitz. 
371. Ochs v. Gunzendorf. 372. Ochsenfurt. 373. Oettingen. 
374. Offner. 375. Orsbeck. 376. Ortenburg. 377. Pallant. 
378. Pallast. 379. Pappenheim. 380. Petschwitz. 381. Pfauen- 
burg. 382. Pfürt. 383. Plassenberg. 384. Plittersdorf. 385. Plo- 
feldcn. 386. Poellnitz. 387. Portzig. 388. Poyssel. 389. Pra- 
beck. 390. Preising. 391. Prüschenick. 392. Pucckler. 393. 
Punzendorf. 394. Rabenstein. 395. Rambach. 396. Ramschwag. 397. 



56 



Randsacker. 3g8.Randekh. 399. Rapp. 400. Rauch. 40i.Raueneck. 
402. Rebstock. 403. Rechberg. 404. Rechtern. 405. Redwitz. 

406. Reigersberg. 

Reigersbergisches Stammbuch. Mit vielen illuminirten Familienwappen. 4 Bl. Text und 
10 Bl. Stammbäume u. Wappen. Erkauft aus der Auction des A. Hennemann in Würzburg 
(1837) um 3 fl. 48 kr. 

407. Reinach. 408. Reinsbrunn. 409. Reinstein. 410. Reizen- 
stein. 41 1. Renner von Almerdingen. 412. Reurith. 412 a. Reuss 
zu Plauen. 413. Riedern. 414. Riedesel. 415. Riedheim. 

416. Rieneck. 

Aussfürl. Beschreibung dess wohladelichen Voytischen Geschlechts von Rieneck. 

417. Rieter von Kornburg. 418. Rimbach. 419. Ritter zu Grunstein. 
420. Roesch. 420a- Roggenbach. 421. Rosenbach. 422. Rosenberg. 
423. Rossach. 423a. Rotenhan. 424. Rotenburg. 425. Rotschütz. 
426. Ruck von Wald. 427. Rückershausen. 428. Rüd von 
Collenberg. 429. Rüdesheim. 430. Rügheim. 431. Rüsenbach. 
432. Rumrod. 433. Rumerskirchen. 434. Russwurm. 435. Saal. 
436. Saxen. 437. Schafstal. 438. Schalkfeld. 438a. Scharfenstein. 
439. Scharstetten. 440. Schaumberg. 441. Schenk v. Schenkenstein. 
442. Schenk v. Schweinsberg. 443. Schenk v. Simau. 444. Schenk 
von Staufenberg. 445. Schernberg. 446. Scheitel. 447. Schezler. 

448. Schlammersdorf. 

15 Aktenstücke d. d. 1675 — 1681, die durch Absterben des H. Willi, Friedr. von Schlam- 
mersdorf auf dessen Vettern Hans Peter von Schlammersdorf hochf Mecklenburg. Oberforst- 
und Jägermeister angefallenen Lehengüter Plankenfels, Plankenstein, Wattendorf und 
Hopfenohe und die von den Schlammersdorf sehen Aigenserben darüber erhobenen Ansprüche betr. 

449. Schletten. 450. Schlieben. 451. Schliz. 452. Schlottheim. 
453. Schlüsselberg. 454. Schlüsselfelder. 455. Schmidt v. Eisen- 
berg. 45 5.a. Schnabel v. Dampfsdorf. 456. Schoder. 457. Schön- 
berg. 458. Schönborn. 459. Schönstatt. 460. Schott v. Schotten- 
stein. 460a- Schrautenbach. 461 Schreckenstein. 461a. Schrimpf 
gen. Berg. 462. Schrottenberg. 463. Schulten. 464. Schumann. 
465. Schuzbar. 466. Schwab. 467. Schwabach. 468. Schwalbach. 
469. Schwarzenberg u. Seinsheim. 470. Schweigern. 47i.Schweik- 
hard. 472. Seckendorf. 473. Seifried. 

474. Seinsheim. 

Salvers Geschichte des Gräflich Seinsheimschen Hauses. Seinsheimischer Heldensaal. 
Prachtvoll auf Pergament von Salvers Hand geschriebenes Manuscript mit Initialen, 24 Hand- 
zeichnungen, Randleisten und einer geographischen Tabelle der Erb-, Lehen- und anderer 
Güter des Seinsheimischen Hauses. 



57 



Nach 2 sehr sinnvoll und schön ausgeführten Dedikationsblättern '■Adamo Frlderico 
Conservatori Patriae» folgt die Vorrede und ein weiteres Weiheblatt. 

Hierauf auf 6 Blatt die Dedikation an den Fürstbischof mit der Unterschrift des Ver- 
fassers Joh. Octavian Salver d. Z. Hochfür stl. Würzbui gischer Regierung* - Lehen A'egislrator. 

Nach weiteren 5 Blatt Vorrede folgt auf Bl. 19 Des Erlattchten Reichs Graß. Seins- 
heimischen Stammens Neues- Heim oder Ehren Gebäude das ist Erster Theil der Hoch- 
Reichs- Gräflichen Geschlechts Geschichte. 

Das erste Ilauptstück handelt von den Vorzügen des Adels. 

Das zwölfte und letzte auf Bl. 52 : Von den hohen Vorzügen dieses Erlauchtesten Reichs 
Gräflichen Hauses. — Ebd.: Halb- L'ergamentbd. 

475. Selbach. 476. Selwiz. 477. Senger. 478. Seyboldsdorf. 479. 
Seyboth. 480. Sickingen. 481. Siebenbürgen. 482. Solm. 483. 
Sommerau. 484. Sparneck. 485. Specht. 486. Spessart. 487.Speth 
v. Zwey falten. 488. Staal. 489 Stadion. 490. Stein. 491. Stein 
v. Altenstein. 492. Stein v. Nordheim u. Ostheim. 493. Steinach. 
494. Steinau. 495. Sternberg. 496. Sternfels. 497. Stetten. 
498. Stettenberg. 499. Stibar. 500. Stipplin. 50 1. Stockheim. 
502. Stollberg. 503. Streitberg. 504. Sturmfeder. 505. Suezel. 
506. Sugenheim. 507. Sultz. 508. Tann. 509. Tannberg. 
510. Tattenbach. 511. Taufkirchcn. 512. Tettenborn. 513. 
Thüngen. 514. Thüngfeld. 515. Thürheim. 516. Thumberg. 
517. Thum u. Taxis. 518. Trauttenberg. 519. Trimberg. 
520. Trotten. 521. Truchsess v. Baldersheim, v. I Iennebcrg, 
v. Pommersfelden, v. Sternberg, v. Wezhausen. 522. Trumbach. 
523. Truhendingen. 524. Tücher. 525. Tubingen. 526. Utt- 
feld. 527. Uttcnhofen. 528. Varell. 529. Venningen. 530. Vesten- 
berg. 531. Vinstcrlohc. 532.Vischer. 533. Voit von Rincck. (Vgl. 4 16.) 
534. Voit von Salzburg. 535. Volckersdorf. 536. Vorburg. 
537. Wachtendonk. 538. Walbrunn. 539. Waiden. 540. Wallen- 
fels. 541. Waldner. 542. Wallenrod. 543. Waltcrsdorf. 
544. Waltershausen. 545. W'anbach. 546. Wanhold. 547. 
Wartensleben. 548. Wechmar. 549. Wehm. 550. Weinsperg. 
551. Weiden. 552. Welz. 553. Wenkheini. 554. Wernau. 
555. Werner. 556. Werthheim. 557. Westheim. 558. Weveld. 
559. Wichsenstein. 560. Widmann. 561. Wiesenbrunn. 562. 
Wiescnthau. 563. Wiescr. 564. Wildberg. 565. Wildbrechts- 
rod. 566. Wildenstein. 567. Wiklungen. 568. Wimpfen. 
569. Windeck. 570 Windheim. 571. Winkelhausen. 572. Wink- 
ler v. Mohrcnfels. 573. Winzingrod. 574. Wipfeld. 575. Wirs- 
berg. 576. Wirtenberg. 577. Wittstadt. 578. Wizleben. 579 
Weide. 580. Wolff von Karsbach. 581. Wolfskcel. 582. Wolf- 



58 



stein. 583. Wolfsthal. 584. Wolmeringshausen. 585. Wolmers- 
hausen. 586. Wolzogen. 587. Würzburg. 588. Wurmb. 
589. Wurmser. 590. Zabelstein. 
590 a - Zeiterlein. 

Doctor Johann Höfels des heil. Reichs Stadt Schweinfurth Consulentens Genealogische 
Beschreibung der Kinder, Kindeskinder u. anderer Nachkommen von Cunrad Zeiterlein Bürger- 
meister u. Oberrichter zu Windsheim. — Ebd.: Pappband. 

20 Bl. mit theilweiser Copie auf 18 Bl. 

591. Zettwiz. 592. Zierotin. 593. Zingel. 594. Zink v. Herrn- 
zinken. 595. Zobel von Giebelstadt. 596. Zollner von Birken- 
feld. 597. Zollner v. Brand. 598. Zollner v. Haiburg. 599. Zollner 
v. Rotenstein. 600. Zollern. 601. Zorn v. Plobsheim. 602. Züln- 
hart. 603. Zu Rhein. 604. Zweyer. 

Prov. u. Gesch.: Meistens aus dem Nachlasse Salvers von Heller erworben. 
Ebd.: Mappen, soweit nicht ausdrücklich anders bemerkt ist. 



143. J. H. Msc. bist, lila (Hl. 197). p ap . 36 X 24 cm. 158 Bl. 18. Jaluli. 

Verzeichniss der erloschenen und florirenden Mitglieder der Ritter- 
kantone : 

a) Altmühl, b) Gebürg, c) Oberrhein, d) Mittelrhein, e) Niederrhein, 
f) Ottenvvald. g) Rhön- Werra. h) Steigerwald, i) Vogtland. 

Prov. u. Gesch.: Wie oben Nr. 142. 
Ebd. : Mappe. 



144. J. H. Msc. bist. 111b (III. 193). Pap. 36 X 24 cm. 129 Bl. 18. Jahrb. 

Notizen, genealogische, besonders über einige Franz., Italienische und 
Spanische Familien. 

Ebd.: Mappe. 



145. J. H. Msc. bist. 112 (I. 17). Pap. 32 X 22 cm. 164 Bl. 15. Jahrb. 

«Landferer» Reisebeschreibung in 5 Büchern. Von Otto v. Dyeme- 
ringen, Domherr zu Metz. Mit Initialen. 
Am Anfang und Ende des Cod. finden sich F. 1, 2, 164b Bruchstücke 

einer Würzburger Chronik aus dem XV. Jahrh. 
Beg. : Hie hebt sich an das buch das man den lantferer heist. Ich Otto 
von Dyemeringen Thumherre zu Metze in lutringen gelegen liann 
diss buch verwandelt. 
F. 3 a Diss Jiernachgescltriben Jst die Satzung der herrn vom oberen rat, 



59 

was ein itzlichcr ynwoner geistlich oder werentlich zu I \ irtzpurgk 
der stat den sneyderen daselbst von einem ydem cleyde zu lone 
geben solle vnd der sneyder zu mach lone nemen solle etc. Vom 

J- H77- 

F. 4 a : Item vff den tag do k. m. zu Franckfurt gewest mit den hernach- 
geschriben fursten grauen vnd herren etc. anno etc. IXXX sexto — 

(Stimmt nur zum Theil mit den beiden Verzeichnissen bei Müller, Reichstagstheat. 
Friedrichs III., VI, 2 11. 3 ff. Es ist indess nur ein Blatt hiervon erhalten, zwei 
folgende sind herausgerissen.) 
Dann f. 5a — 162a folgt von anderer Hand die Reisebeschreibung Johanns von Mandeville in der 
Übersetzung des Otto von Dyemeringen, Domherrn zu Metz. Mit gemalten Initialen. 
131. 163 — 164a ein erzählendes Gedicht über die Hinrichtung des Niklas Muffel zu Nürnberg 
1469. (Im Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit von I löfler abgedruckt 1858, 
Nr. I u. 2, hierauf 1865 von Lilienkron in den Volksliedern der Deutschen; später 
noch erwähnt in den Chroniken der deutschen Städte Bd. XI.) 

Wasserzeichen : Ochsenkopf, darüber siebenblättrige Blume. 

Prov. 11. Herk. : Nach dem auf der Rückseite des vorderen Bücherdtckels eingeklebten 
Bücherzeichen war die Handschrift früher im Besitze des Rechtsgelehrtcn und Schwein- 
furter Käthes Johannes Höfel, dessen Bildnis von je 12 Versen umschlossen ist. 

Ebd.: Originaleinband in rothgefärbtem Leder, der früher Buckeln und Schliefsen halte, 
die indefs jetzt fehlen, ebenso wie ein Stück des Ilolzdeckels der Rückseite. 



146. J. II. Msc. bist 118 (III. 191). Pap. 35 X 23 cm. 139 Bl 18. Jahrh. 

BUNDSCHUH, Joh. Kaspar, Ansichten und Erdbeschreibung (sie!) von 

Franken von den ältesten bis auf die neuesten Zeiten, besonders 

mit einer umständlichen Beschreibung, Ostfranken im Mittelalter 
nach seinen Gauen. 

Lose Blätter in Mappe. 

147. J. B. Msc. Iiist. 1 13«. Pap. .'i. r > X 23 ein. 196 S. 18. Jahrb. 

BUNDSCHUH, Pranken. 

Das Land und das Volk. Wichtige geschichtl, Notizen, am Schlüsse 
Glossar. 



148. J. H. Msc. bist. 113b Pap. 35 X 23 cm. 58 Bl. 19. Jahrh. 

Gesetzesstatistik des k. Landgerichts Eltmann, verfafst vom k. Land- 
richter Kummer. 

Ebd.; Pappbd. 

* * 

* 



60 



149. J. H. Msc. hist. 114 (III. 135). Pap. 21 '/ 2 X 18 cm. 787 S. 19. Jahrh. 

Heller's Excerpte aus Bamberger Stadtbüchern und Rechnungen von 
1435 bis 1496. 

Mit vielem Fleifse zusammengetragene, dem Historiker interessantes 

Material bietende Notizen. 

Gesch.: Heller war so glücklich, einen vollst. Einblick in die Stadtrechnungen gewährt zu 

erhalten und diesem glücklichen Umstände verdanken wir die Excerpte. 
Ebd.: 3 Fase, in I Mappe. 



150. J. H. Msc. hist. 115 (III. 134). Pap. 22 X 18 cm. 936 S. 19. Jahrb. 
Heller's Excerpte aus fürstlichen Kammerrechnungen (1450 bis 1750). 

Gesch.: Eines der wenigen, von Heller selbst geschriebenen Manuscripte. Aus den im 

k. Archiv aufbewahrten Rechnungen ausgezogen. 
Ebd. : 3 Fascikel in i Mappe. 



151. J. H. Msc. hist. 116 (III. 136). Pap. 22 X 18 cm. 212 S. 19. Jahrh. 

Excerpte Hellers aus verschiedenen Manuscripten über: Bamberg, 
Bamberger Militär und die Bambergischen Orte Staffelstein, 
Schesslitz, Mühlhausen. 

Ebd.: Lose Blätter in einer Mappe. 



152. J. H. Msc. hist. 117 (III. 141). 22 X 18 cm. 16 Bl. 19. Jahrh. 

Kriegsbegebenheiten in Bamberg von 1619 — 1649. (Schwedenkrieg.) 
Heller's kurze Notizen über die in diese Zeit fallenden Kriegsbegeben- 
heiten (auf wenigen Quartbogen). 



153. J. H. Msc hist. 118 (III. 41). Pap. 21 X 17 cm. 89 Bl. 17. Jahrh. 

Statuten des Collegiat- Stiftes St. Jakob. 

Statuta Ecclesiae Collegiatae seti. Jacobi Apostoli majoris penes Bam- 
bergam per Leupolduvi de Bebenburg confirmata. Conscripta et in 
kutic ordinem redacta sunt studio pro tempore obligarii Joannis 
Kistneri Eltvianensis 161 3. 

Ebd.: Schweinslederband. 



61 



154. J. H. Msc. bist. 119 (III. 103). Pap. 19'/ 2 X 16 Cm. 66 BL 17 Jahrb. 

Namens Verzeichniss der Novizen, welche in einem Bamberger Manns- 
kloster eingekleidet worden sind v. 1649 bis 1678. 

Das erste Blatt ist fast völlig herausgerissen ; der Anfang des zweiten 
lautet: 

Anno 1649 2. die Maijfuit vestitus ingenuus Adolescens Valentinas Sclinee 
Bambcrgensis actatis sitae 21 patre Joanne Michaile Schnee et 
Margaretha ejus matre; demissus est 11 Februar ii 1650 quia non 
obedire neque se aeconimodare voluit. 

Bl. 66 ist ebenfalls grofsentheils herausgerissen. 

Ebd.: Blatt eines Missale aus dem XVI. Jahrh. 



155. J. II. Msc. hist. 120 (III. 90). Pap. 22 X 17'/j cm. 211 Bl. 17. Jahrh. 
Lebensbeschreibung des hl. Otto. 

Von S. Ottonis Vatterland vnd ge schlecht vnd wie er sich in Pol 01 
verhalten hab. 

Beginn : Der hcilligc Otto ist aus tcutschen Landen burttig gevjcst. 
Schliefst: Freue Dich ßaniberger Bisthumb, zveil Du mit dem gcwa/l 
und mächtigheit eines so hoclnvitrdigcn Bischoffs gezirt bist. 

Abschrift. 

Ein! : Brauner Lederband mit Schliefsen. 



156. J. II. Msc. bist. 121 (III. 119). Pap. 23 X 19 cm 219 Bl. 18. Jahrh. 

Ehrenrettung des Buches brevis notitia monasterii Ebracensis (mit der 
Aufschrift:) Innocentia (?) Libri, cui titulus: 

Brevis notitia monasterii B. V. AI. Ebracensis ', sacri ordinis Cistercicnsis 
in Franconia ao. 1739 divulgati contra analysim a Domino Nicolas 
Antonio Seitz ao. 1740 Wirccburgi axpositatn vindicata et donon- 
strata. 

Prov. u. Gesch.: Über die Herkunft und Geschichte dieses Manuscriptes giebt uns am 
besten Aufschluss die auf der I. Seite eigenbändig eingeschriebene, buchst interessante 
Bemerkung des Abtes Eugen Montag, welche schliefst: «///</<• et hu jus libelli dkwlgatio 
suppressa, quem UM cum annexis tompactura honorandum censui. Praesens Mantiscriptum 
seil Vindiciae libri notitia brevis monasterii Ebracensis eont Analysin Seitzianam typis 
a Reverendissimo D. Vindice Abbott Guillelmo / pientissimae memoriae destinatum erat, 
jamque consti/tttus R. P. Envinus Eleiselimann , ul Xorimbcrgae typis dare curat et; 
verum biduo posl aeeeptam signaturam nt ex facultate ordinis sci/ueitti ejusque dato Hauet, 



62 



nempe pridie festi, ni fallor, vel in /es/o St. Marci Evang., dum chorus fratrum in- 
cipiebant hymnum in vesperis: Tristes tränt Apostoli de nece stti domini etc. altefatus 
Praesul diem clausit praeclarissimis suis /actis ultimum. Sequens in Abbatia die 16. Maij. 
ej. an. 1 741 Rmus. D. Abbas Hieronymus, qui Romae interea haue causam egerat satis 
prospere una cum doctissimo Advocato tum Curiae Rom. Nicoiao Cucuvillo ubi se R m0 
ac Gel'" 0 Principi Herbip. Carolo Friderico p?-aesen/averat, praeventus hujus magni Prin- 
eipis gratia, dicentis: H. Praelat, wir wollen gut Freund seyn etc. etc. vela pro- 
cessuum et vindiciarum contraxit, politicis exin vehiculis usus, at non Semper felicibus, 
nec innoeuis. 

Ebd.: Rücken u. Ecken: geprefstes weifses Schweinsleder. Wie aus vorstehender Bemerkung 
hervorgeht, wurde das Buch auf Befehl des Abtes Eugen Montag gebunden. 



157. J. H. Msc. hist. 122 (III. 54). Pap. 22 X 17 cm. 163 S. 19. Jahrh. 

Verschiedene Begebenheiten und Abänderungen in Bamberg 1803 bis 
1813 , sonder liclt was den Gottesdienst in St. Martin betrifft. Zu- 
sammcngestcllt von dem Organisten Klinger. 
Ferner: Verzeichniss von Einnahmen für kirchliche Funktionen in St. 

Martin. Zus. 93 S. 
Vorausgeschickt ist: Von dem Orgelbau, den Bestandteilen einer Orgel 

und dem Examinc einer neuen Orgel. 70 S. 
Mit vielen für die Geschichte der Pfarrei St. Martin interessanten Notizen, 
so z. B. S. 77. 

Prov. u. Gesch.: Früher im Besitze der Familie des Organisten Klinger, später von Heller 

erworben. Leider sind verschiedene Blätter herausgeschnitten. 
Ebd.: Brauner Lederband. 



158. J. H. Msc. hist. 123 (III. 123). Pap. 22 X 18 cm. 1424 u. 6 S. 18. Jahrh. 
BIEDERMANN, Topograph. Beschreibung des Pürstenthums Bamberg. 

Original -Manuscript des Verfassers V. J. 1752. 

Auf 142 Seiten sind 767 Ortschaften verzeichnet und am Schlüsse ist ein Verzeichniss der 
evangelisch -lutherischen Geistlichkeit im Bisthum Bamberg angefügt. 

Ein mit Biedermannschem Fleifse ausgearbeitetes Manuscript mit vielen interessanten Notizen. 

Prov. u. Gesch.: Nach dem Eintrage auf der ersten Seite einst im Besitz des Frhrn. Hans 
von Aufseefs. 

Ebd.: Pappbd. aus neuer Zeit. 



159. J. H. Msc. hist. 124 (III. 262). Pap. 22 X lÖ'/a cm. 34 Bl. 18. Jahrh. 

Graf Albertus von Babenberg. 

Geschichte der damaligen Zeit. 

Ebd.: Pappbd. 



63 



160. J. H. Msc. bist. 124a. p ap . 24 X 18 cm. G6 Bl. 19. Jahrh. 
HELLER (Jos.), Geschichte der Stadt Bamherg bis zum 16. Jahrhundert. 

Ebd. : Papp. 



161. J. H. Msc. bist. 124b. p ap . 21 X 17 '/ 2 cm. 48 Bl. 19. Jahrh. 

HELLER (Jos.), Bambergs Umgebung. 

Geschrieben von Rothneder. 

Unvollst. Manuscript, zum Theil Ergänzung zu Heller's Taschenbuch von 
Bamberg. 

Lose Blätter im Umschlag. 

162. J. H. Msc. bist. 125 (III. 138). Pap 22 X 19 cm. 19. Jahrh. 
Notizen über Schloss Giech. 

Einige lose Blätter in Mappe. 



163. J. II. Msc. bist 126 (III. 40). Pap. 20'/ 2 X 17' a cm 110 Bl. 18. Jahrh. 

Kurze Geschichte der Bischöfe zu Würzburg. 

1. Calalogus et succcssio Episcoporum Herbipolensium usque ad Joanncm 
Philipp de Greiffenklau. Bl. 1 — 28. 

2. De Francorum origine ex apparatu Joan. Petri Ludovici ad chroni- 
con Herbipolcns. collcctct anno 17 18. Bl. 29 — 58. 

3. Catalogus lipiscoporum Jl/oguntiu. Constant. Pasil. Argentinens., Spir. 
Worin at. et Curicns. BL 65 — HO. 

Ebd.: Fappbd. 

164. J, II. Msc. bist 127 (HL 7f>). Pap. 23 x 17 cm. 66 Bl 16. Jahrb. 

Nürnberger Chronik von 1349 bis 1440. 

Beginn: Anno domini 1349 Jare waren die Juden gesessen tut Nurem- 
bcrg zu mittelst au ff dem platz da stunden hewssef . . . da r unser 
fraivcn eapel stet. 

Schliefst: Von stunnd sassen zween Edelknecht au ff vnd der ain was 

ain Tandorffer Vttnd der anndre hiess petter Sper . . . 

Wasserzeichen : Ochsenkopf. 
/.'/'</..• Pappbd. aus späterer Zeit. 



64 



165. J.H. Msc. bist. 128 (III. 55). Pap. 207 2 X 167 2 cm. 103 Bl. 16/17: Jahrh. 

a) Nürnberger Chronik bis 1547 von A. Kreutzer 

in ihrer früheren Redaktion. Wahrscheinlich das Original-Manuscript des Verfassers. 

Bl. 1—72. 

Schliefst: Im ISA 2 j ar da kaufften unsere herrn vom Radt gemeiner 
statt N. zu Nutz vnd zu Ehren denn stein der auch genandt wirdt 
der hilpoltstein 5 meil wegs von der statt N. mer allerperg den 
marck, mer haideck die statt mit Irenn Rechten vnd zugchorungen 
umb hundert dausent vnd 72 tausent gülden vnnd 2000 fl der 
Frawen zu helft gelt der Fürstin , von hertzog hainricli Ein pfaltz- 
graff zu Neuburg. 

Hierauf folgt noch ein Nachtrag zum Nachtrag 1547 und chronologische 
Notizen für das J. 1420 — 1455 

b) Excerpte aus Osianders Schriften, welche sich auf die Stadt beziehen. 

Bl. 73-76. 

c) Register über die Malefiz- Personen , welche nach der Jahrzahl zu 
finden sind. Bl. 77 — 103. 

Ebd.: Pappbd. 



166. J. H. Msc. bist. 129 (III. 50). Pap. 22 X 17 cm. 49 Bl. 17. Jahrh. 

Nürnberger Chronik. 

Vrsprung und anfang der Statt Nürmberg bis 1 547 mit iren alten ge- 
schichten zum andermal abgeschrieben und gebessert durcli Antoni 
Creuzer, Goltschlager zu Nürmberg. 

Das Manuscript kann als die Redaktion der Chronik Kreutzers mit der Kapiteleintheilung gelten. 
Der Text der Handschrift scheint mehrfache Abkürzungen erlitten zu haben. Durch Tinten- 

frafs stark beschädigt. 
Ebd.: Pappbd. 

167. J. H. Msc. bist. 130 (II. 23). Pap. 22 X 17 cm. 128 Bl. u. IV. 17. Jahrh. 

Nürnberger Chronik. 

CJwonica der löblichen und weit berümbten keyserlichcn Vöstung und 

Statt Nürnberg. 
Mit einem Register am Ende. 

Beg. : Nürnberg Norinberga ein Ilauptstatt im Norco oder Nordgau. 
Schliefst: Anno 1709 den 15. Jun. ist ein Müller Gesell zu ScJunitling 
in das Mühlradt gefallen. 

Ebd.: Grüner Zirmband. 



65 



168. J. EL Msc. liist. 131 (III. 52). Pap. 20 X lC'/o cm. 84 BL 17. .Tain].. 
Nürnberger Chronik (Ant. Kreutzers). 

Eine kurse Kronica von etlichen GcscJiicläcn vnd der vierer tail von der 
kochlöblichen Kayscrlichcn Reichstädt Nürmberg iren Ursprung 
Kriegen vnd andern gescJäcJitcn kurzlichen zue lesen, cto. 15 66. 

Heg. : Anno nach Christi Vilsers herren vnnd heilands geburt im drey 
vnnd vierzigstenn Jarc ist Claudius der fiinfftc heiser erweit worden. 

Schliefst : Wer aber noch viel darcinn zu schreiben wers thuu wollt. 

Am Anfange und am Ende sind Notizen über die ersten Jahrhunderte der christlichen Zeit- 
rechnung angefügt. — Zum Theil Abschrift der unter 127 (Msc. hisl.) aufgef. Handschrift. 
Wasserteichen : Zwei mit Zinnen versehene Türme. 
Ebd.: Pergament, Stück eines geschriebenen tbeoL Traktats. 



169. J. H. Msc bist. 132 (III. 87). Pap. 20'/ 2 X 16 cm. '.»:; BL 17. Jahrb. 

a Nürnberger Chronik. 

Ein kurze Cronica vonn der Edlcnn vnnd keyserlichen Reic hstadt Nürn- 
berg vom iren ersteuu vrsprunge. 

Hl. 1-56. 

(Mit der oben aufgeführten Chronik (Msc. hist. 13 1 ) verwandt; doch geht diese Handschrift 
weiter, indem nach dem Jahre 1542 sich noch zu 1544 — 48 Angaben finden. 

b) Der Krigcs und Verfolgung des waren göttlichen WOTtts anfaug im 

15 46 Jarc und wie solche Verfolgung im 1548 Jar geeudett ist worden. 

Hl. 57 — 74- 

c) Passio -wie der durchleuchtigstt hochgebomer Em st vnnd Herr Johannes 

Friederich zve Sachsen vom Keyser Karl dem fünften . . . gefangen 
ist worden I 548. 

Hl. 75- 86. 

dj Weissagung vnd herrlichen- seliger trostt auf diese izige Zeitt aus dem 
Jahre 1548. 

Hl 88-92. 

e) Ein Rcccpt in Stcrbsläufften der pesten das der Kurfürst herzog Augustus 
praucht hat im 1 567 jar. 
Ebd.: Brosch. 

170. .T.II. Msc. hist. 133 (III. 24.) Pap. 20»/* X 16 Vi ™> 782 s « M.J«Jnfc. 
Nürnberger Chronik. 

Schöne woi gegründete und glaubwürdige Cronica von der Stadt Nürn- 
berg und andern Begebenheiten. 5 Hantle in 4". 

I.ol t s c Ii 11 h , Mannaerlpta Belleriana. 5 



66 



I. —1348- 198 S. II. —1427. 130 Bl. III. —1475. 151 Bl. 

IV. — 150O. I50 Bl. V. — 1563. 153 Bl. (Abschrift.) 

Bd. I beginnt mit der Vorrede: Der anfang und Ursprung über die 
kayserl. freye RcicJis Stadt Nürnberg von ihren Alter, Herkommen 
7/. erster Bau Meister, zvoher ihr Nahmen gekommen. 

Schliefst mit dem Jahre 1348: da sich der groj 'sc Aufruhr zu Nürnberg 
wid einen Rath angefangen. 

Bd. II. (1348 — 1427) beginnt: Anno 1348 In dicssem Jahr a/ss Kayscr 
Ludwig der vorig Jaiir mit Todt abgangen wahr u. zum Kayscr 
ward erzvehlt zvorden Gr äff Günther von Sclizvarzenburg u. Carolas 
der vierte ein Graff oder Fürst von Lüzclburg zvurd ein grosser 
Zzvic spalt zwischen den zzveyen Kayscrn, derohalbcn die von Nürn- 
berg in Zzucifel stunden, mit welchen sie es halten Sölten. Schliefst 
mit dem ersten Brief «über das Burggraffthum. Gegeben zu Nürn- 
berg am Freytag nach St. Johannistag dess Tcttffcrs . . . 1427 Jahr» 

Bd. III (1427 — 1475) beg. : Voigt der ander Brief über die zwen wähle. 

Schliefst: Es ist auch in diesem 1475. Jahr der Scheupart gclauffcn 
au der Zahl die 23 u. lieffen dies sc s Mahl 46 ÄJämtlein in Braun 
und Grün mit gelben und weissen Blätter geziehret .... 

Bd. IV (1475— 1500) beg.: Anno 1475 den 3 July hat Kayscr Friedrich 
den Rath zu Nürnberg dem Bann über das Bluth verliehen in den 
Gerüchten (sie!), so ihnen iintcrzvorffcn und zwar der Gestalt, 
dass sie denselben einen Ehrbarn Mann zu dritter Hand zu leihen 
u. hierüber Gelübd u. Ayd Z7i 7ichmc7i macht habc7i sollen. 

Schliefst: Und weil i7i diesem Jahr (1500) es an 7i7itcrscläcdlichcn Orten 
alliier gcbra7it als ist die Fcucrordrmng ci7igc7'icJitct zuordc7i wie 
folget . . . (Es folgt die Feuerordnung von Bl. 140 — 150 mit den 
Schlufsworten : Aber diese Ord>i7t7ig ist in vielen stückc7i hc7'7iach- 
7iials ve7'bässcrt zvo7'dc7i.) 

Bd. V (1500 — 1563) beg.: Ao. 1500 nachdeme a7if dem Reichstag -zu Worms 
war beschlossen zvordc7i, dass der Römische König Churfürsten und 
Stände jähr lieh von dess Reiches u. gemeiner Christc77heit notturfft 
zu rathschlagcn , ... an einem Ort dess Reiches sich z>c7-sai/77ulcn 
u. zvc7iigstci7s ein Mo7iat lang bey cina77d blcibc7i sollen, weil es 
aber zucgc7i zü vieler Beschwc7'7i7is 71. in/kosten damit 7iicht von 
statten gchc7i zuoltc : als zv7irdc aiif diesem Reichstag . . . Z7t Aiigs- 
biug bcsclilossc7i, einen Regiments Rath zu 07'dncn, welcher jährlich 
4 7iial zu Nürnbc7g solte zu halten a7igefange/i zvcrdc77. 



67 



Schliefst 1563: Man hat auch eine schöne Bchaussung auf der ... Huf- 
statt bey dein Hallerthür lein an der Weiss Gerbergass gebauet . . . 

Ebd.: Bd. I u. II gebunden in I'erg.- Ausschnitte, beschrieben mit theol. Traktaten. 
Bd. III u. V geb. in l'erg.- Ausschnitte von Münzberechnungs-Tabellen. 



171. J. II. Msc. bist» 134 (III. 63). Pap. 22 X 18 cm. 41 BL 17. Jahrh. 

Nürnberger Chronik. 1600 bis 1626. 

Heg.: Anno 1600 den 29. Martij ist des Markgraß. Fcldobristcr bei dem 
Bitter holt eiitgekhcret, dismal sein viel Soldaten in der Stadt ge- 
wesen, welche ihm gedient aber nicht bezahlt worden . . . 

Schliefst: In diesem Jahr hat sich ein Weibs Per söhn nach Nitrmberg 
begeben mit ausgeben, sie ein vornehme von Adel sei, vnd sich das 
gnedig Freulein von Collobradi schelten lassen . . alss sie nach 
Nürmbcrg kommen, ist sie zur Roten glücken vff dem korumarckt 
eiu/osirt worden, alss sie aber eine kleine Zeit aldo geblieben, hat 
sie sich mit einem Schreiber vnd Bürger alhie namens Alexander 
Meuleih bekannt gemacht, die haben mit einander />raclicirt vnd .. . 
vff geborgt vnd den Wir/h 1400 fl an an/lern orthen aber noch 
2000 fl schuldig vnd neben dem Meulein gefänglich eingezogen 
worden. 

Wasserzeichen .' Wappen mit Krone. 

Ebd.: Einfacher Pappbd. 

172. .J.II Msc. bist. 135 (III. 42). Pap. 22 X 1* cm. III Bl 18. Jahrh. 

Extract «aus denen weitläufigen u. ausführlichen Relationibus Mulleri sie! . 
aus welchen die vornehmste Contenta nach möglichster Kurze zu- 
sammengezogen». 
Der Auszug reicht bis 1622. 
Eid.: Pappbd, 



173. J. IT. Msc. bist. 136 (III. 51). Pap. 22 X 18 cm. 48 BL 18. Jahrh. 
Auszug aus Müller's (sie!) Relationen. 

a) Bericht von St. Jacobs Kirchen in Nürnberg und deren An knufft: 

b) wobei auch der Capelle zu S. Elisabeth und des alten Spitals, so 

daran gelegen ausführliche Meldtung geschieltet. Bl. 1 — 28. 

c) Speeles Facti einer zwischen denen Diacouis au der Kirche zu St. 

Jacob in Nünnberg und dem Andreas Sturm, Altmacher und 

5* 



68 



M'össncr daselbst entstandenen die Schmälerung einer denen besagten 
Geistlichen gebührenden Besoldung betreffenden Streitsache. 1781. 
Ebd. : Brosch. 



174. J. II. Msc. liist. 137 (III. 81). Pap. 20'/2 X 17 cm. 400 Bl. 17. Jal.rh. 

Register darinnen bald zu finden was mau in der geschrieben Nürm- 
bcrgisclien Chronica zu wissen begert nach den BucJistabcn vnd Jarcn 
zusammengebracht durch Herrn Wolfgang Luder, Diacon bey St. Se- 
bald in Nürmberg, im Jar Christi: 161 2. 
Beg. mit einem Gedichte als Vorrede: 

Nachdem Ich aus lust vnd begier 
Geschrieben hab der Bücher vier 
Mit eigner haud in Quartformat 
Von Nürmberg der berhümbten stat 
Vr Sprung, Anfang vnd herkommen, 
Erweitrung und wies zugenommen etc. 
166 Verse. 

Dann folgt als erster Satz in der aiphabet. Ordnung : Anfang der Stadt 

Nürmberg vor CJiristi Geburt 16. 
Schliefst : Zwecn Soldaten vmb iJirer Verbrechung willen vff dem hültzenn 

R'össlcin atiff der Schütt gesessen 14 martij 1621. 

Ebd.: Originaleinband mit der Aufschr.: W. L. W. 1624. Holzdeckel, zur Hälfte mit ge- 
prefstem Schweinsleder überzogen, mit Schliefsen. 



175. J. H. Msc. bist. 138 (III. 29). Pap. 21 X Iß'/a cm. 160 Bl. 17. Jahrb. 
Nürnberger Bürgerbuch. 

Extracl. aus dem alten Bürgerbuch, was vor fürneme Leuth zu Nürm- 
berg zum Burgerrecht kommen seind v. 1302— 1637. 

Bl. 28 : Die Pflicht der Genandtcn des grossem Raths. 6 Bl. 

Auf Bl. 89 heifst es: Anno 1520 sein der damals im leben gewessenen 
Genanden namen in ein Neubuch zusammen geschrieben tvorden vnd 
diesse nacJiuolgcnde gezuest. Von hier ab bis ca. 1620 ist meistens 
auch das Todesjahr beigefügt. 

Ebd.: Sclnve'mslederbd. mit schöner Pressung und Messingschliefsen. 



69 



176. J. IL Msc hist 139 (III. 45). Pap. 21>/ 2 X 19 cm. 101 Bl. 18.Jahrh. 
Namensverzeichniss von Nürnberger Personen in alphabetischer Ordnung, 
zuweilen mit kurzer Angabe ihrer Lebensverhältnisse. 

Prov. u. Gesch.: Auf der Rückseite des Einbanddeckels steht von Hellers Hand mit Blei- 
stift geschrieben: «Nro. 2299 ex auetione Keyl Dresd. 1820 15 Xr.» Auf der äufseren 
Seite des Einbandes steht: «Beschreibung Nürnberger Personen in Münzen.» 

Ebd.: Pappbd. mit rothem Schnitt. 



177. J. H. Msc. bist. 140 (III. 229). Pap. 25 X 21 cm. 18/19. Jahrb. 

Materialien zu einer Geschichte der Musik in Nürnberg von Christoph 
Gottlieb von Murr. 
Mit dem Titel: 

Versuch einer Geschichte der Musik in Nürnberg. 

Lose Blätter, gröfslentheils in Quart, mit einigen gedruckten Beilagen. 



178. J.II. Msc. hist. 111 (III. 272). Pap. 20X IC'.'a cm. 277 S. 17. Jahrü. 

Epitaphien auf dem Kirchhofe zu Nürnberg. 

Mit Abbildungen. Das Msc. beginnt mit S. 25. u. schliefst mit S. 302. 

S. 225 beginnt eine Abhandlung, wann Graf Fridrich von ZoUem zu 
dem Burggraf thum zu Nürnberg kommen ist, und 247: Anzeigung 
luic die Burggrafen zu Nürnberg zu dem Markgraf t/iitmb zu Bran- 
denburg scind kommen, endlich S. 277." Sonderbare verzeichnus 
aller obgesagter monumenten bey der kirchc zu heilssbronn. 

Ebd.: Pappbd., wie bei allen Manuscripten, bei denen der Einband nicht eigens ange- 
geben ist. 



179. J. II. Msc. bist. 142 (III. 125). Pap. 21'/ 2 X 18 cm. 10 151. 17. Jahrb. 
Nürnberger Raths -Ordnung ao. 1617. 

Eines erbarn Raths der Statt Nürmberg vernewte Raths Ordnung dar- 
nach ein Jeder Regiren, der Bürgermeister wie auch die des Raths, 
Schöpfen vnd alte Genannte. 



70 



180. J. H. Mse. bist. 143 (I. 21). Pap. 22 '/o X 18 cm. 312 S. 17/18. Jahrh. 

Kurze Geschichte der vorzüglichsten Kirchen und Klöster Nürnbergs 

mit Aufzählung der Pfarrer, Pfleger u. s. w. 
Beg.: Von St. Sebalds Pfdrr-Kirchen, welche zuvor bey S. Peter genennet. 
Schi. S. 312: Nomina defuncTorum et sepultorunt in ccenobio ad D. Fran- 

ciscum secundum Calendarium emortuale quod a fratribus fuit in- 

clioatum a. Ck. 1228. 

Wasserzeichen: Wappen, darunter die Buchstaben E. J. W. F. 
Ebd.: Ziemlich abgenützter Original- Einband. 



181. J. H. Msc. bist. 144 (III. 62). Pap. 21 X I6V2 cm. 109 u. 7 Bl. 16/17. Jabrh. 

Der Tetzel Stammbuch, abgefasst von Joachim Tetzel im J. 1550, mit 
den Familienwappen, fortges. bis ins 17. Jahrh. 

Ebd.: Hübscher Pergamentband mit Goldpressung. 



182. J. H. Msc. hist. 145 (III. 61). Pap. 23 X 19 cm. 51 Bl. 18. Jahrb. 

BUNDSCHUH, Schweinfurter Geschichte. 

Probe eines «Entwurfs zu einer Geschichts -Erzählung von dem Alter- 
thum und Ursbrung der freyen Reichs -Statt Schweinfurt den all- 
hiesigen Herrn Gelehrten zur Ermunterung eines Beytrages vor 
Augen gelegt». 

Beg. mit einer Vorerinnerung, worin gesagt wird, dafs die folgenden 
Paragraphen nichts als ein Entwurf seien, um auf eine nähere, aber 
auch sichere Spuhr (sie!) von dem Alter und wahren Ursprung der 
Reichs Statt Schweinfurth zu kommen. 



183. J. H. Msc. hist. 146 (111.43). Pap. 22</ 2 X 19 cm. 193 Bl. 18. Jahrb. 
Kurze historische Beschreibung derer vormaligen zwölf Manns- und 
Frauen- Clöster im Markgrafenthum Baireuth gelegen, statt eines 
Anhanges und Supplement zur Illustrirung der Münich-Steinach: Closter 
Beschreibung von Martin Heinrich Feder 1740. 
Extraä aus weyland Herrn D. Viti Erasmi Hosmanni Annalibus. 
Verzeichniss derer Clöster, die beschrieben sind: I. Augustiner Closter 
zu CulmbacJi, II. Franciscaner Closter zu Hoff, III Augustiner 



71 



Closter zu Langoizcnn, IV. Benedic~liner Closter zu Münchaurach) 
V. Benediktiner Clostcr zu Münchsteinach , VI. Franciscaner Cluster 
zu Neustadt a. A., VII. Carmeliter Closter zu Neustadt am tu hu, 
VIII. Cistcrcicnser Frauen Closter zu Birkeufeldt, IX. Dominikaner 
Frauen Closter zu Frauenaurach, X. Cistcrcicnser Closter zu Frauen- 
thal, XI. Cistcrcicnser Closter zu Himmele ron, XII. Clara Frauen 
Closter zu Hoff. 
Ebd.: Originaleinband. Kücken und Ecken in Schweinsleder. 



184. J.II. Msc. hist. 147 (III. 124). Pap. 22 X 1* cm. 12(> u. 2."» 151. 

18. Jahrh. (170 1). 

Collectanea Branderiburgica 

des hochfürstl. Brandenburg. Hof- und Regierwtgs- Raths auch vorder- 
sten geheimen Archivarii Fhilipp Ernst Spicss zu Plassenburg ; an- 
gefangen im fahr 1764 {als ich noch Premier-Lieutenant war) und 
aber aufs neue zusammengeschrieben und fortgesetzt 1 77 1. 

Exccrpte aus Archivalicn und Büchern und historische Notizen mit 
einem Register über die Collectanea. 

Ebd.: Halbleinwdbd, aus neuer Zeit. 



185. .1.11. Msc. hist 148(111.256). Pap. 22 l /j X lß'/i cm. 1« III. 18. Jahrh 
Historische Quellen zur Chronik de pago Sualafeld (im Nordgau] et aliis 
pagis Germaniae. 



186. .1. II. Msc. hist. Ml) (III. 46). Pap. 21 X 17 cm. 32 Bl. 17. Jahrh. 

Zwickauer Geschichte. 

a) Dcscriptio Urbis Cygneae * Zwickau* von Laurentio Wilhclmo, Ober- 

kantori allda. V. 1 — 18. 

b) Folgen Fol. 19 u. 20 Fürnehme leut zu Zwickau 1 . 

c) Dcscriptio Zwiccaviac historiae. 

Eine Chronik von Zwickau Fol. 22—28. 

d) Verzciehniss derjenigen Sarheu und Raritacten, so in der Kunstkammer 

zu Drcssdeu zu sehen. Fol. 29 — 32. 
Eid.: Pappbd. 



72 



187a- J. H. Msc. List. 150 (III. 74). Pap. 2d X 1!) cm. 23 131. IG. Jahrh. 

Chronik über Markgraf Albrechts Kriegs -Operationen um Nürnberg 

vom April bis zum 8. August 1552. 
Beginn : Erstlich ist zue wissenn das sich ein erbar rat der statt Nürm- 

berg mitt dem feintt vertragen vnd verglichen habenn auff den 

13. apricls Jar 1552. 
Schliefst: Denn 8 augusto hat Margraff Albrecht mitt seinem anhang 

vor Franckfurtt mit Schanden muessen abziehen . . . 

Wasserzeichen: Kleines Nürnberger Wappen. 
Ebd.: Pappbd. 



187b. j. H. Msc. hist, 150a (III. 200). Pap. 21 X 18 cm. I u. 105 Bl. 

, . 18. Jahrh. 

Bauernkrieg. 

Aus sf Uhr liehe beschreibung welcher Massen sich die Empöhrung der 

auf rührigen Unterthanen zugetragen . . . de Anno 1525. 
Beg. : Zu wissen , dass sich in den Stifft Bamberg und andern viel orthen 

ein groser hievor unerhörter aufrulir . . . dess gemeinen Mannes 

zugetragen jind begeben hat . . . 
Da zuemal haben sich aucli etliche prediger hie zue Bamberg finden . . . 
Schliefst : denn eigentlich seynd den Unterthanen nach dieser Empörung 

gar viel vnd mehr heftigere Beschwehrung zue gestanden, denn 

hierin angezaigt und in besten unterlassen seynd. Aclum am Tag 

u. Jahr, wie oben angezaigt ist. 
Als Nova appendix die Bemerkung, dass 2 Conveutualeu ordinis Car- 

melitarum auch beim Aufstand betheiligt zvaren und desszvegen ein 

vrplied von sich geben mussten. 

Abschrift der im Original in der Jackschen Manus:riptensammlung (Msc. hist. 69) vorhan- 
denen Beschreibung des Bauernkrieges aus der Ebnerschen Bibliothek. 

Abgedruckt in «Beytrag zur Geschichte des Bauernkriegs in Franken besonders im Bisthum 
Bamberg». Aus einer gleichzeitigen Handschrift herausgegeben von Georg Ernst Waldau. 
Nürnberg bei E. Chr. GraUenauer 1790. 

Ebd.: Ziemlich abgenutzter Originaleinband; Rücken und Ecken in Schweinsleder. 



188a. J. H. Msc. hist. 150b Pap. 22 X 17 cm. 19. Jahrh. 
Materialien zur Geschichte des Bauernkriegs, gesammelt vonj. Heller. 

Abschriften aus archivalischen, meistens gleichzeitigen Quellen des 16. Jahrh. 
Lose Blätter in Mappe. 



73 



188''- J.II. Msc. hist 150c Pap. 22'/ 2 X 18 cm. 82 Bl. 19. Jabrh. 

HELLERS Beschreibung des Bauernkriegs in Franken. 

Geschrieben von I [ellers Sekretär Rothneder. 
Ursprünglich 99 BL, wovon 69 — 86 fehlen. 
Ebd.: Pappbd. 



189. J.II. Msc. hist 150<l- Pap. 21 X 18 cm. 124 Bl. 19. Jahrb. 
Verzeichniss und Beschreibung der im Bauernkrieg zerstörten Schlösser, 

gefertigt von J. Heller, geschrieben von Rothneder. 



190. J. E. Msc. hist. 151 (III. 30). Pap. 21 X 18 cm. 306 S. IS. Jahih. 

BIEDERMANNS Geschichte der Reformation in Teutschland vom Reichs- 
tag zu Nürnberg 1543 bis zum Religionsfrieden 1555 zu Augsburg. 
Bcg. : Alle Jahrhunderte des Mittelalters hindurch haben das Pabsttkum 
und die Verfassung der Tcutschen mit einer beispiellosen Gewalt 
auf ihre beiderseitige Bildung gewirkt. Der Charakter der Ge- 
schichte seit dem Sturze des römischen Reichs erhielt von jenem 
gegenseitigen Einflüsse derselben vorzüglich sein Gepräge. 

Das Manuskript ist gcthcill in 4 Iüiclier. Schliefst im 4. Huche mit dem 5. Kapitel und 
zwar mit den Anfangsworten: 

Der Ruhm Karls V. war jetzt in seinem glorreichsten Glänze. An 
demselben Tage da er in Wittenberg ein ritt, wurde sein alter Neben- 
buhler König Franz von Frankreich in die Gruft getragen. 

und den Schlufsworten : 

Der Kaiser brach nun gen Naumburg auf: die beiden Obersten des 
Schmalhaldischen Rundes zogen mit ihm als Gefangene. Wie ihr 
BündntS mag jeder Verein untergehen , dessen Fahne nicht den 
Gemeinsinn trägt. 

Ebd.: l'pbd. 



191. J. II. Msc. bist. l. r >2 (III. 140). Pap. 22 X 17'/a cin - 1 1( >. Jahrb.. 
Heinrichs des III. Königs von Frankreich und Polen Einzug zu Venedig. 

Kurze (von späterer Hand: «ver/assige») Beschreibung des gewaltigen 
stattlichen Einzugs vnnd Triumphs so Heinrich dem dritten Konig 
in Trankreich vnd Polen von dem Herren Aloysio Herzogen zu 



74 



Venedig . . . von 17 Julij dieses 74 Jars biss an ff 27. desselben 
ist gehalten worden. 

Etwas von Mäusen angefressen. 



192. J. H. Msc. bist. 153. Pap. 22 X 17 '/ 2 cm. 22 Bl. 19. Jabrb. 

Beiträge zur Geschichte des schwäbischen Bundes, des Bauernkriegs, der 
Reformation und Zusätze zu Panzers deutschen Annalen von J. Heller, 
geschrieben von Hellers Sekretär Rothneder. 
Ebd.: Ppbd. 



193. J. H. Msc. bist 154 (III. 318). Pap. 21 X 18 cm. 9G Bl. 19. Jabrb. 

JOS. HELLERS Geschichte der Freiherrn von Eberstein fränk. u. thür. 
Linie. Mit 12 Kupferstichen, 11 Beilagen und 2 Stammtafeln. 

Von H. v. Eberstein am 23. u. 24. Sept. 1878 verglichen und als durch die vom Minister 
v. Eberstein geschriebene Geschichte der Freiherren v. Eberstein als überholt erklärt. 

Ebd.: Ppbd. 

Vergl. Msc. hist. Iii (Nr. nS). 



194. J. H. Msc. bist. 155 (III. 258). Pap. 22 X 18 cm, 92, 42 u. IV S. 

18. Jahrh. 

Geschichte derer von Lobdeburg- mit einem Codex diplomaticus Lobde- 
burgicus. 

Beg. : Die Stiftung des Klosters Anhausen tuird von allen Historicis 
folgendennassen erzehlt: Es habe nemlich Kay sc r Otto I. den Graf 
Ernst von Trudingen wegen seines Ungehorsams seiner Lande ent- 
setzt, dieweil aber dieser Graf eine Schwester gehabt, welche sich 
nachmahls an einen Freyherrn nahmens Hartmann von Lobdeburg 
verheyrathet hätte, so habe er es durch diesen seinen Schwager 
dahin gebracht, dass ihm sowohl die kayserl. Gnade als seine Güter 
wieder zu Thcil worden wären wiewohl unter dieser Bedingung, 
dafs er das Dorf Westheim und andre dort herum gelegene Guter 
zur Kirche nach Ahausen vermachen und ein Closter daselbst auf- 
richten solle. 

Ebd.: Pappbd. 



75 



195. J.II. Mac. hißt 156. Pap 23Va X l&U cm - 4 - 111 18. Jahrh. 
Hennebergische nunc Sachsen Coburgische Vasallen und Lehn Orten. 

lieg.: Comites de Rotenburg olim appellati fuerunt a fluvio Titbari 
Domini de Taub. 

Schliefst mit einem Register: «Anzeig deren hierin enthaltenen Sachsen- 
Coburgischen Vasallen». 

Prov. u. Gesch. : Aus dem Besitze Salvers. Auf der Rückseite der steifen Umschlagdccke 
steht: Dieses Beschreibung habe ich copirl Jen 14'"' <yvb et sei/. 1768 zu Wey mar als 
ich gegenwärtig wäre. Es befindet sich dieses A//>t. in Händen des II. Hofraths und 
Archivarij Heidenreich, welches er in eines Coburg geheimen raths Verlassenschaft er- 
kanjfet hatte. J. Salver. 



196. J. E. Msc. biet 157. Pap. 21 X 17 cm. 35 BL 19. Jahrb. 

Notizen über Schwarzenberg - . 

Lose Blätter, gesammelt und geschrieben von J Heller. 
Ebd.: Mappe. 



197. J. EL Msc. bist. 158 (III. 117). Pap. 23 X 20 cm. 280 BL 18. Jahrb. 

Seinsheimisches Stamm- Archiv 

das ist Schriften U. Urkunden aus welchen das Altertum und die Vor- 
züge des erlauchtesten Reichs Graß. Sei/tsheim'scheu ffauses durch 
die bewährteste Zeugnussen erprobet und erwiesen werden. 

Ebd. : Mappe. 

Vgl. Msc. bist. 1 1 1 (Nr. 474.) 



198. J. II. Msc. bist. 159 (III. 240) Pap. 22 X 19 1 /« cm. 168 BL 19. Jahrb. 

BUNDSCHUH, Joh. Casp., Geographie von Franken. 

lieg.: /''rauhen das Land u. Volle mit Nachträgen, Hinweisen auf die 
Litleratur und Ergänzungen ; ferner: Notizen über die Salier, 
ihre eigentlichen Wohnsitze, ihre Gesetze und die Verfasser der- 
selben von Bundschuh und endlich: Bemerkungen über die U'cih- 
bischöfe zu Würzburg von demselben. Angefugt ist auch ein 
Verzcichniss der Vögel, die in /'rauhen nisten, ihrer Nahrung, 
ihrer Nester und liycr von Friedrich Slevogt. 

(Unvollständiges Manusciipt.) 

Bh.d : Mappe. 



76 



199. J. H. Msc. hist. 159a. Pap. 21 X 17 cm. 29 Bl. 19. Jahrh. 

Gebrechen, Mängel und Beschwerniss der Städte des Bambergischen 
Stifts, als: Bamberg, Kronach, Hollfeld, Lichtenfels, Zeil, Stadt- 
steinach, Vilseck, Waischenfeld, Teuschnitz, Pottenstein, Ebermann- 
stadt, Kupferberg u. s. w. 
Abschrift, auf Hellers Veranlassung aus Quellenschriften gefertigt. 
Ebd.: Pappbd. 



200. J. H. Msc. hist. 160 (III. 59). Pap. 20 X 17 cm. 49 Bl. 17. Jahrh. 

Beschreibung des Klosters Himmelkron in Versen. 

Continuatio oder fernere Geschichts Beschreibung dess Stijfts oder Frl. 
Closters Himmclcron von ao. 1543 bis nffs 161 5 Jahr beschrieben 
vonn M. Wolfgang Lauterbecken Stijfts Predigern doselbstcn. Mit 
vielen illuminierten Wappen und Randverzierungen, Porträts, Mi- 
niaturen. 

Die Fortsetzung der in der Hauptsammlung der kgl. Bibliothek befind- 
lichen, auf Pergament geschriebenen kurzen Beschreibung des Closters 
Himmelcron «in Teutsche Reime gestellt von Johann Loer Pfarrherr 
zu Melkendorf». 

57 mit color. Randleisten versehene Blätter, von denen das Titelblatt 
coloriert ist. 10 Bl. sind mit 14 X 10 cm hohen color. Wappen, 

2 mit Porträts versehen. 

Nach der Widmung an den Marggraffen Christian zu Brandenburg auf 

3 Blatt folgt Vorrede an den Leser, beginnend von dem löblichen 
Stifft Himmelcron in 17 Versen auf 2 Seiten. 

Auf Bl. 6 beginnt die Beschreibung vom Jahre 1545 in Versen und 
schliefst auf Bl. 48 mit dem Jahre 1615 und den Worten: 
Gott Jielff das solche Zaichen gross 
Uns mögen erwecken zu rechter buss 
Das wir im Rechten glauben sein 
Wann Christus kombt zum gricht herein. 

Prov. u. Gesch.: Gekauft von Heller 29. August 1839. 
Ebd.: Geprefster, mit Gold verzierter Pergam entband. 



201. J. H. Msc. hist. 161 (III. 57). Pap. 27 Va X 18Va cm. 50 Bl. 17. Jahrh. 

I. Ch. Behaims Tagebuch der Reise in die Niederlande. 

Beschreybung der Reyss von Nürnbergk aus in Niderlandt Engellandt 



77 



vnd Franckreich , die Jorg Christoff BcJiaim den 4. May Ao. 1619 
mit seinem Vetter Jacob im Hoff . . . angetreten. 

Beg.: Den 4. May Ao. 1619 Bin ich Jörg Christof/ Behaitn mit meinem 
Vetter Jacob im Hoff auch sambt einem praeeeptore mit namen 
Branda.no Eggenbrecht Wismaricnsi vngefehr zwischen 10 vndt 
12 uhreh vff. der kleinen vhr vormittag im Namen Gottes von 
Nürnbergk weggereist ! 

Schliefst : »darnach sind wir gereist nacher London. Ist 10 Meilen.™ 

Ebd. : Pappbd. 



202. J. H. Msc. hist. 1G2. Pap. 23 X 18 cm. 21 Bl. 19. Jahrh. 
Reisebeschreibung von Eltmann bis Hassfurt von J. Heller. 

Ebd.: J'appbd. 



203. J.II. Msc. hist. 1G3 (III. 79). Pap. 15'/ 2 X H'/a «n. 98 Bl. 15. Jahrh. 

LIENHARDT STÜLSCHREIBER zu Fiessenn (Füssen), Beschreibung 
der Stadt Rom von ihrem Ursprünge an bis auf Constantin den 
Grossen. Geschrieben ca. 1488. 

Bcg.: Item in dem pucchlin statt geschribenn wie Rome gepawt wartt. 

Sodann Bl. 28 : Hernach statt geschribenn die genade vnn ablas . . . 

Bl. 92: Hernach folgen alle die stationcs. 

Dann folgt BL 97: 

Also hat das püchlcin ain ende 
Jesus vns von allem kommer wende. 
Amol. 

Schliefst: Das püchliu das ist 7'ss geschribenn worden n vonn mir 

liennhartt stiilschreiber zu Ficsscnn .... 1488. 

Prov. u. Gtsch.: Nach einer Bemerkung auf dem ersten Blatte einst im ttesitz der Bene- 
diktinerabtei Banz (Riblio. Abbat. Banth. 1739). 
Wasserzeichen: Hohe Krone. 
Ebd.: Brauner Lederband. 

204. J.II. Msc. hist. 164. Pap. 21 X 16 Vi cm. 128 Bl. 17. Jahrh. 

Miscellanea historica. 

Notizen über schwäbische Kirchen, Ulm, Mcnimingen, Rothenburg, 
Ehingen, Pforzheim, insbesondere mit Rucksicht ihrer Epitaphien. 
Ebd. : Mappe. 



78 



205. J. H. Msc. bist. 1G5 (I. 22). 21 X 17 cm. 52 Bl. 17. Jahrh. 

Urkunden über Bestallung und verschiedene militärische Instructionen. 

Beginn: Des Marggrauen Albrechten zu Brandenburg Bestallung über 
zweydansent Pfcrt. Ferner : Bestallung eines Obersten vber Tcntsch 
kriegs volckh zu Ross. 

Bestallung eines Obcristcn vber 12 f endlein knecht. 

Bestallung eines obersten Prouosen oder haubtmann der Justitia etc. etc. 

Schliefst: Atnpt vnd beuelich vnd statt eines Fclttzvebcls. 
Am Ende scheinen einige Blätter zu fehlen. 
Ebd. : Roth gebeizter Lederband. 



206. J. H. Msc. bist. 166 (III. 65). Pap. 18 X H cm. 339 BL, darunter 
viele unbeschriebene. 17. Jahrb. 

Notizen über die Familie Merk unter dem Titel: 

Calendarium continuatum von Johann Harthmann Merck, Vormund- 
schr eiber zu Schweinfurth angefangen 1666 — 1680 extrahirt auss 
dem Haniviclburgischcn Kirchen-, Ehe- vnndt Tau ff buch wie auch 
auss IL M. Bartholoniaci Laclii dess Gerichts zu Hammclburg 
Handbuch vndt auss meinen lieben Vetters Johann Marken sei. 
Calcndariis von Anno 1599 — 1651. 

Vorausgeschickt ist ein alphabetisch geordnetes Register. 

An den einzelnen Kalendertagen finden sich zeitweise treffende Bemer- 
kungen über die Familie Merck und deren Verwandte. 

Prov. ?/. Gesch.: Nach einer Bleistiftnotiz wurde es um 8 Xr. erstanden. Das Buch trägt 

auf der Innenseite der Einbanddecke die Nr. 48. 
Ebd.: Rlatt eines auf Pergament geschriebenen Antiphonarinni. 



207. J. H. Msc. bist. 1G7 (III. 70). Pap. 17 X H cm. 66 S. 18. Jahrb. 

Register über die Ortschaften des Nürnbergischen Gebietes mit An- 
gabe aller Nürnbergischen Hauptmannschaften. Verfertigt von Christ. 
Scheurer 1691, verbessert durch Johann Gg. Cotta, Mechan. Lips- 
ao. 173 1. . 
Ebd. : Pappbd. 



79 



208. J. H. Msc. hist. 108 (1H. 67). Pap. 19 V 12 cm. 89 Bl. 18. Jahrh. 
Urtheil über die Maleflz- Personen von ao. 913 bis 1763 in Nürnberg. 
Kurzes Verzcichniss von Verbrechern mit Angabe des Verbrechens 
und der erkannten Strafe. 



209. J. II. Msc. hist. L69 (III. 107a). Pap. 11»/, X 1!) cm. 3G5 S. 19. Jahrh. 
Sammlung von Geburts- und Todestagen berühmter Männer, nach den 
Kalendertagen geordnet. Nur sehr wenige Notizen sind eingetragen. 



J. II. Msc. bist. 170 u. ft'. Pap. 17 X H cm. Lose. Blätter. 
Hellersche Excerpte und Notizen. 

210. (170.) Verschiedene auf Bamberger Geschichte bezügliche Notizen 

aus alten Stadt- u. fürstlichen Kammer- Rechnungen, gesammelt von 
Joseph Heller. 

211. (171.) Merkwürdige Ereignisse in Bamberg von 1002— 1830. 

212. (172.) Notizen über Bamberger Fürstbischöfe. 

Hinweise auf verschiedene Werke, in welchen die Fürstbischöfe 
Bambergs erwähnt sind, gesammelt von J. Heller. 



213. (17.!.) Notizen zur Geschichte des Domes in Bamberg. 

Literaturangaben, gesammelt von J. Heller. 



214. (17:5*.) Kurze Notizen über Bamberger Domherren und deren 

Grabdenkmäler. 

215. (171.) Literaturangaben über Bamberger Gebäude, Strafsen, An- 

stalten, Klöster, gesammelt von J. Heller. 



216. (175.) Notizen über im Bisthum Bamberg gelegene Ortschaften, 

Schlösser u. s. w. auf ganz kleinen Blättchen (11 X 9V1 cm )> g e " 
sammelt von J. Heller. 

217. (1 70.) Alph. Register über Bamberger Personennamen in 2 Kapseln. 

ges. von J. Heller. 

218. (177.) Kurze Notizen zur Geschichte des Frankenlandes, chrono- 

logisch und alphabetisch geordnet, in 8 Kapseln. 



80 

219. (178.) Notizen über fränk. Ortschaften, aus Längs Regesten ge- 

sammelt. 

220. (179.) Verzeichniss der Namen von Ortschaften, welche in den 

Urkunden des Lisberger Archivs vorkommen. 



221. (180.) Kurze Beschreibung vieler fränk. Ortschaften, alpabetisch 

geordnet. 

222. (180a ) Notizen auf ganz kleinen Blättchen über Aufseessche Burgen 

und Aufseessche Besitzungen. 

223. (181.) Namenverzeichniss fränk. Gelehrten mit Literaturangaben. 

224. (182.) Miscellen, Excerpte und Notizen, mit Literaturangaben ver- 

bunden, über adelige Familien, Bamberger Bischöfe, merkwürdige 
Begebenheiten, Kriege u. s. w. 

225. (183.) Namenverzeichniss Schweinfurter Gelehrten, zum Theil mit 

Literaturangaben. 

226. (184.) Notizen über fränk. u. a. Gelehrte mit Literaturangaben. 

227. (185.) Chronologisch geordnete Geburts- u. Todestage berühmter 

Männer. 

228. (18G.) Notizen über Klöster in Deutschland und Oesterreich mit 

Literaturangaben, gesammelt von J. Heller. 

229. (187.) Literaturangaben über das Leben des Kaisers Heinrich 

und der Kaiserin Kunigunde. 23 lose Blätter. 



230. (188.) Literaturangaben über Gebräuche in Franken. 



231. (189.) Notizen über Leichenhügel. 



232. (190.) Notizen über heidnische merkwürdige Plätze auf dem Fich- 
telgebirg nebst Verzeichniss von Orten, an welchen sich wendische 
Alterthümer finden. Mit Literaturangaben. 



81 



B. 

Heraldische Manuscripte. 

233. J. H. Msc. her. 1 (III. 221). Pap. 40 X 25 cm. 334 Bl. 18. Jahrb. 
Wappen der Vasallen des Fürstlichen Hochstifts Würzburg und des 

teutschen Ordens von Octavian Salver. 
Mit hist. Bemerkungen über einzelne Geschlechter. 

Die Wappen sind zum Theil sehr schön colorirt (108 colorirt, 168 skiz- 

zirt und 58 Bl. Text). 
In einer Mappe. 

♦ 

234. J. H. Msc. her. 2 (III. 221a). p ap . 35 X 21\ 2 cm. 1G4 Bl. 18. Jahrh. 
Wappen des fränkischen, bayerischen und thüringischen Adels und 

der Städte, gesammelt von Salver. Federzeichnungen von Maler 
Mclbcr in Mainz. Mit einigen handschriftlichen Bemerkungen und 
(unvollständigem) Register. 

In einer Mappe. 

235. J. H. Msc. her. 3 (III. 221). 33 X 21 1 /» cm 6G Bl. 18. Jahrb. 
Insigne Ducatus Franconiae. Materialien zu Salvers gedrucktem Werke. 

Lose Blätter in einer Mappe. 

236. J.II. Msc. her. 4 (III. 171). Pap. 35 X 22 cm. 76 Bl. 18. Jahrb. 
Materialien zu dem Werke: Modus probandi bei Stiftern und Orden von 
Oct. Salvcr. 

Lose Blätter in einer Mappe. 

237. J. H. Msc. her. 5. Pap. 35 X 21*/i cm. 23 Bl. 18. Jahrb. 
Wappen ausländischer Geschlechter. 

5 Bl. mit color. Wappen, 18 Bl. mit Federzeichnungen. 

Mappe. 

238. J. H. Msc. her. G. Pap. 21X17 cm. 254 BL 18. Jahrh. 
Wappen, colorirte, verschiedener Geschlechter in 2 Fascikeln, alpha- 
betisch geordnet, mit beigefügtem Register. 254 Wappen in 2 Mappen. 

Mappe. 

Leitiohuh , Mnnnierlpta Hellerlnm, 0 



82 



239. J. H. Msc. her. 7 (III. 319). Pap. 22 X 19 cm. 70 Bl. u. 22 Beilagen. 

18. Jahrb. 

SALVER, Joh. Okt., Heraldische Bedenken über 2 strittige Wappen an 
der Pfarrkirche zu Kirloch im Bisthum Speyer. 
Mit vielen Abbildungen. 

Zum Druck bestimmtes Manuscript, wie aus den Worten auf dem ersten 

Blatte hervorgeht: Gedruckt zu Wirzburg mit . . . Scliriften. 
Mappe. 



Numismatische Manuscripte. 



240. J. H. Msc. num. 1 (III. 58). Pap. 22 X 18 cm. 95 Bl. 18. Jahrh. 

Beschreibung Bamberger Münzen. 

Sigillen und Münzen des Kayserliclien HocJistifts und FürstentJium 
Bamberg zur Erleuterung der Geschichte des Vaterlandes gesammelt 
und beschrieben von einem liebhaber des Alterthums und Freund 
des Vaterlands Joh. Sebast. Schramm Chorregenten in unser liebeii 
Frauen Mariae Oberpfarr zu Bamberg ao. 1776. 
Mit einem Anhang: Bambergischer Dompröbsten, Dom Dechanten und 

Dom Herrn Gedächtnis Medaillen. 
Vorgebunden ist ein Belobungsdekret der fürstbischöfl. Kanzlei vom 
18. Juli 1777. 

Ebd. : Original-Pappbd. 

241. J. H. Msc. num. 2. Pap. 26 Va X 22 cm. 18 Bl. 19. Jahrh. 
Gemmings Briefe an Heller über Bamberger Münzen 1838. 



242. J. H. Msc. num. 3 (III. 48). Pap. 2lVa X 18 cm. 112 Bl. 18. Jahrh. 

Beschreibung Würzburger Münzen. 

Belustigung Würzburgischer Münzen von dem Anfang bis zu den jezigcn 
Zeitalter, gesammelt durch H. H. Karl Friderich Willhelm Frey- 
herrn von und zu Ehrthal Herr zu Leuzendorff Dom Capitular zu 



83 



Hamb: und Würzb: des Collcgiat Sticfts der alten Cappeln zu 
Regcnspurg probst hochfürstl. Hamb, und Würzb. wirklicher ge- 
heimbter Rath Vicarius generalis und geistlicher regierungs Prae- 
sident zu würzburg, 1778. Beschrieben von Joannes Sebastianus 
Schräm zu derozeit chor-Reclor zu unser lieben Frauen ober pfarr. 
Mit vielen Abbildungen von Münzen. 



243. J. H. Msc. mim. 4 (III 56). Pap. 21>/ 2 X I8V2 cm. 32 Bl. 19. Jahrb. 

Namensverzeichniss der Bischöfe von Würzburg mit Abbildungen der 
Münzen, die sie geprägt — von Mainhard II. bis Julius Echter von 
Mespelbrunn. Auf Hellers Veranlassung zusammengestellt und von 
Rothneder geschrieben. 



244. J. II. Msc. num. 5. Pap. 21'/ 2 X 18 cm. 10 Bl. 18. Jahrb. 
Verzeichniss chursächsischer Münzen zur Geschichte August II. zur 
Ergänzung und Eortsetzung des von Ernst Wilhelm Tenzel beschriebe- 
nen Chursächsischen Medaillcncabinets. 



245. J II. Msc. num. 6. Pap. 17 XU cm. Lose Blätter. 19. Jahrh 

HELLERS Notizen und Literaturangaben über die von Haniberger 
Fürstbischöfen geprägten Münzen. 



D. 

Kunsthistorische Manuscripte. 

246. J. H. Msc. art. 1 (III. 18). Pap. 30 X 20'/a cm. 67 S. 17. Jahrh 

DÜRERS Tagebuch der Reise in die Niederlande in der Abschrift 
Johann Hauers. 

Beg.: Anno 1520 Am Pfmgstag nach Chilianj hob ich Alb) echt Dürer 

vff mein verkost und aussgeben . . . 
Schliefst S. 61 mit den Worten : Von daunen fuhm wir gtng Cbhln. 

6» 



84 



Hieran fchliefsen sich zwei Zeichnungen, ein Frauenmantel und ein 
Beguinen - Mantel. 

S. 62 folgt: Kurze Erzehlung des hochberümten Albrecht Dürer her- 
kommen, von dessen Vatter, Mutter, Anherrn, Anfrauen und ruhm- 
würdigen wercken. 

S. 67 folgen vier unbeschriebene Blätter. 

Dann die Druckschriften: 

Vnderweysung der Messung mit dem Zirkel vnd richtscheyt durch 
Albrecht Dürer 1538. Gedruckt zu Nürenberg durch Hieronymum 
Formschneider. Defect. 

Endlich : Etliche vuderricht zu befestigung der Stctt, Schloss vnd flecken 
durch Albrecht Dürer. Gedruckt zu Nürenberg Anno 1527. 

Abschrift nach der scheinbar verloren gegangenen Urschrift Dürers, welche sich einst im 
Besitze W. Pirkheimers befand. Nach dieser Abschrift veröffentlichte Murr im VII. Theil 
seines «Journals zur Kunstgeschichte» (Jahrg. 1779, S. 55—98) einen Auszug. Heller 
sendete eine Abschrift dieser Handschrift an Campe, der sie in den «Reliquien» (Nürn- 
berg 1828) ziemlich vollständig abdrucken liefs; Thausing gab nach diesem Drucke 
eine Übersetzung ins Neuhochdeutsche. Den ersten vollständigen Abdruck dieser 
Handschrift besorgte ich. Leipzig, 1884. Brockhaus. Hier ist alles Nähere über die 
Geschichte des Tagebuchs verzeichnet. (S. 16 — 45.) 

Litt.: v. Lützows «Zeitschrift f. bildende Kunst» (XIV, S. 383). Charles Ephrussi, Albert 
Durer et ses dessins. (S. 377.) 

Ebd.: Brauner Originallederbd. 

247. J. H. Msc. art. 2. Pap. 33 X 21 cm. 34 Bl. 17. Jahrh. 

Verzeichnuss (ein kurtz) der Werckleute und Künstler so in wenig 
JaJtren in dieser Stadt Nürmberg gewohnet haben und Bürger ge- 
wesen sind durch Johann Ncud'öj'ffer Rechenmeister zusammengetragen 
anno 1547. 

Mit der Fortsetzung des Andreas Gulden und einem Register. 

Ebd.: Pappbd. aus neuer Zeit. 

Prov. u. Gesch.: Aus einer sächs. Auktion von Heller erworben. 



248. J. H. Msc. art. 3. Pap. 33 X 21 Va cm. 27 Bl. 18. Jahrh. 
Verzeichnuss der Werckleuth und Künstler so in wenig JaJircn in dieser 
Stadt Nürmberg gewoJint und Bürger gewesen sind durch Johann 
Neudörffer 1547. 

Dann folgt: Kurze Beschreibung etlicher Springenden Brunnen und 
Wassertverck alhier (von Bl. 22 — 27). 



85 



249. J. H. Msc. art. 3a (III. 126). Pap. 3V/ 2 X 207a cm. 338 u. 26 S. 

17. Jahrh. 

Kurze verzaichnus was für vorneme Künstler nnd zvercklcut als Burger 
zu Nürnberg innerhalb hundert Jahr dernechst daselbst gewohnt haben. 
(338 S.) 

Vorgeb. ist: Genanntenbuch des grösern Raths in Nürnberg ao. \6\6. 
(13 Bl.) 

Beigeb. ist: Giacomo Procacchi Trincier oder Vorlegebuch Darinnen be- 
richtet zuird, Wie man allerhand gebratene und gesottene Speisen . . . 
zerlegen soll. Leipzig, 1624. 

Prau. u. Gesch.: Aus der Bibl. von Johannes Guilhelmus Kress a Kressenstein. Von Heller 

erworben aus der 5. Ebnerschen Auktion. 
Ebd.: Mit braunem Leder überzogener Holzdeckel mit Pergamentrücken. 



250. J. H. Msc. art. 3b. Pap. 34 X 22 cm. 39 BL 17. Jahrh. 

Verzaichiius der werckhleuth vnd Künstler, so in wenig Jahren in 
dieser Stadt Nürmbcrg gewohnt vnd Bürger gezucssen sindt durch 
J0J1. Ncivdörjfcr Rechenmaistcr zusammen getragen Anno Christi 1547. 
Ebd.: Lose Blätter in einem Umschlag. 



251. J.II. Msc. art. 3 c. Pap. 33 X 22 cm. 12 Bl. 17. Jahrh. 

Herrn Hans Nendorffers Rechenmeister alliier zu Nürnberg Beschreibung 
der vornemsten Arbeiter alhier 1547. 
6 Blatt bis zu Nr. 61 aGeorg Bella Orgelmacher» Msc. aus dem XVII. 

Jahrh. (von Mausen stark angefressen) ; folgt als Ergänzung die 

Abschrift nach dem Nürnberger Manuscripte. 
Schliefst mit: Sebast. Steffan Neudorff er Kirschner. 
Es folgen 2 Blatt (17. Jahrh.), beginnend: Kunstler 1640 wass von Inen 

zu sehen. Michael Herr Mahler. 
Schliefst mit: Georg Pfrcindt Wachs Posirer. 
Lose Blätter im Umschlag. 

Aufscr den vorliegenden Neudörfer-Handschriften findet sich noch eine grofsc Anzahl anderer. 
Vgl. die Handschrift III. 915b der Nürnb. Stadtbibliothek resp. der Will- Norischen aus 
dem Ende des XVI. Jahrh.; dann die Handschrift III. 915 der nämlichen Bibliothek. 
Eine weitere Handschrift war im Besitze Friedrich Campes in Nürnberg. Es ist wohl 
die nämliche, welche aus dem Nachlasse Carl von HeidelolTs von Kreiherrn Grofs von 



86 



Trokau ersteigert wurde. Vgl. Dürers Tagebuch S. 44. Ferner ist die Handschrift der 
Dresdner öffentlichen Bibliothek II. 78 V zu berücksichtigen. 

Neudörfer wurde benützt von Sandrart, Doppelmayer, Will, Murr u. a. 

Litt.: Nach den angeführten Handschriften besorgte Heller den ersten, leider nicht voll- 
endeten Abdruck in seinen «Beiträgen z. Kunst- u. Litteraturgeschichte» (Nürnb. 1822). 
Den zweiten Abdruck besorgte Friedrich Campe 1824 nach der erwähnten Abschrift, 
den jüngsten G. W. K. Lochner in den «Quellenschriften für Kunstgeschichte» nach den 
bezeichneten Handschriften. Wien 1875. 



252. J. H. Msc. art. 3d. Pap. 36 X 22 cm. 283 Bl. 19. Jahrb. 

Neudörfels Verzeichniss der Künstler und Werkleute Nürnbergs mit 
Anmerkungen J. Hellers. 

Lose Blätter in einer Mappe. 



253. J. H. Msc. art. 3e. Pap. 22 X 18 u. 35 X 22 cm. 24 Bl. 18/19. Jahrh. 
Neudörferiana. 

Abschrift des Verzeichnisses der Werkleute. 2 Bl. des Anfanges des 

Manuscripts enthalten die Namen: Hanss BeJtaim und Adam Kraft; 

ferner eine Continuatio der Nürnbergischen Künstler Ao. 1660 von 

Andreas Gu/den. 12 Bl. in 4 0 . 
Abschriften einiger kleineren Neudörferischen Schriften durch Hellers 

Sekretär Rothneder. 6 Bl. in Fol. 
Notizen über Neudörfer von Jos. Heller. 6 Bl. in 8°. 



254. J. H. Msc. art. 3 f. Pap. 36 X 22 cm. 15 Bl. 18. Jahrh. 

Kunstgeschichte von der ehemaligen Reichs- jetzo Kgl. Bay. Stadt Nörd- 
lingen, gesammelt von Johannes Müller, Maler daselbst. 
Mit Abschrift von Hellers Sekretär Rothneder. 

In Umschlag. 

Ursprünglich zum Abdruck in den «Beiträgen zur Kunst- und Litteratur-Geschichte» be- 
stimmt. Joh. Müllers handschriftliche Bemerkungen finden sich im Archive der Stadt 
Nördlingen. Vgl. Chr. Mayer, «Die Stadt Nördlingen» (1877). Joh. Müller, «Merk- 
würdigkeiten d. St. N.» 



255. J. H. Msc. art. 4 (III. 95). Pap. 33 X 20 l / 2 cm. 20 Bl. 18. Jahrh. 

Verzeichniss der Gegenstände der Schatzkammer in Wien. 

Beg.: Verzeichniss der vornehmsten Stück, welche sich in Ihro Kays. 
Maj. Weltlicher Schatzkammer befinden. — Der Eingang ist bey 



87 



dem Hoff Pallhaus da wann man hineinkommt anff der hucken 
Ilandt eine Staffel hinauf. 

Schliefst mit Nr. 178: Item der allerschönsten Gemähide dergleichen 
nirgends zu sehen gefunden werden; anderer unzählicher kunst- 
reichen Sachen jezo zu geschweigen . . . 

Ebd.: Brosch. 

256. J. EL Msc. art. 5 (IL 89) Pap. 32 Va X 22 , / 2 cm. 107 BL 16. Jahrh. 
Kriegs -Architektur. Architeclura defensionis offensionisque. 
Mit Festungs- und Fortifikations- Abbildungen. 

Von verschiedenen Händen geschrieben , mit Nachträgen. 

Prov. u. Gesch.: Aus dem Besitze des Tobias Fürleger zu Nürnberg (geb. 1589). 
Ebd.: Originalpappbd. 

Wasserzeiclioi : Drei Thürme mit Mauerstück dazwischen. 



257. J. H. Msc. hist. 6 (II. 91). Pap. 32'/ s X 21 cm. 12 131. 18. JahrL 

LAUTENSACK (Heinrich), Proportion der Menschen und Rosse extra- 
hirt aus Heinrich Lautensacks Circkels und Riclitschcyts, auch der 
Perspektiva und Proportion der Menschen, kurze, doch gründliche 
Unterweisung. Ao. 1727. Mit Federzeichnungen. 
Beg. : Die Länge des Mannes. So ich nun will ein Mannsbildt in seiner 
Proportz machen, so mach ich eine gerade linie, kurz oder lang wie 
ich den Mann machen will und theile dieselbig in acht gleiche tJieil. 
Schliefst: Dicweil ich dir min das Weib in seiner Theilitng hab vor- 
gemacht, so soltu der dreyer Theil an dem Weib auch wahrnehmen 
wie ich dich vor auch an des Mannes Proportz gelehret hab, aber 
an dein Weib kommen sie anders. — Hierauf folgen die Figuren. 

Auszug aus dem 1 553 erschienenen Werke Lautensacks. 
Ebd. : Brosch. 

Prov. tt. Gesch.: Aus der Keyischen Auction in Dresden 1820 um 16 Xr. erkauft. 



258. J. IL Msc. art. 7 (IL 130). Pap. 44 X 31 cm. 50 BL 18. Jahrh. 
Anatomia zum Nutzen der Malder und Bild-Hauer eingeführt vom Herrn 
Jacobo Moro. Venedig 1679. 
Aus dem Italienisclien in das Teutsche über setzt von Johann Daniel 

Preisler 17 18 mit vielen anatomischen Figuren. 
Original- Manuscript von Joh. Dan. Preisler. 

Über Joh. D. Prcisler: «Beiträge zur Kunstgeschichte.» Neue Folge. III. Leipzig, 1886 
Prov. u. Gesch.: Aus dem Zwingerscb.cn Besitze. 



88 



259. J. H. Msc. art. 8 (II. 149). Pap. 35 X 21 cm. 323 Bl. 18. Jahrh. 

Alphabetisches Verzeichniss verschiedener merentheils aber Nürnbergi- 
scher Bildnisse, gesammelt von Dr. Johann Konrad Feuerlein. 
Verzeichniss der Bildnisse von Nürnbergern mit Angabe des Formates, 
des Geburts- und Sterbejahres und des Stechers. 

Ebd.: Rücken und Ecken in Schweinsleder. 



260. J. H. Msc. art. 9 (III. 3). Pap. 35V 2 X 22 cm. 254 Bl. 17. Jahrh. 

Nürnberger Porträt - Sammlung. 

Catalogus imaginum familiarum nobiliwn Norimbergcnsium. 
Verzeichniss der Nürnberger Porträts, alphabetisch nach Familien ge- 
ordnet, mit Angabe des Malers, Zeichners und Kupferstechers. 

Prov. u. Gesch. : Aus Feuerleins Bibliothek. 
Ebd.: Original-Pappbd. 

261. J. H. Msc. art. 10 (IL 142). Pap. 35 X 21'/a cm. 183 Bl. 18. Jahrh. 

Porträts Catalogus von Medicince Docloribus , Pharmacopceis , Chirurgis, 
Balneatoribus und wer sonsten noch unter diese Classen gehöret. 
Alphabetisch geordnetes Verzeichniss mit kurzen biogr. Notizen. 

Prov. u. Gesch.: Aus der Bibl. Feuerlein. (Mit Buchzeichen.) 
Ebd.: Schweinslederbd. 



262. J. H. Msc. art. 11 (III. 2). Pap. 36 X 21\/ 2 cm. 243 S. 18. Jahrh. 

Catalog über die Porträts der Künstler und Handwerker in Nürnberg. 

Alphabetisch nach Klassen der Künstler geordnet. 

Prov. u. Gesch.: Aus Feuerleins Bibliothek. (Mit Buchzeichen.) 
Ebd.: Original-Pappbd. 



263. J. H. Msc. art. 12 (II. 140). Pap. 35 X 2lVa cm. 347 Bl. 17. Jahrh. 
Portraits Catalogus von denen Rathsfälligen, Gerichtsfähigen tind erbahrn 
Geschlechtern der Kayserl. Freyen Reichs -Stadt Nürnberg. 

Ebd.: Schweinslederbd. 



264. J. H. Msc. art. 13. Pap. 37 X 22 cm. 34 Bl. 19. Jahrh. 
Monogrammen -Verzeichniss in alphabetischer Ordnung. 



89 



265. J. H. Msc. art. 14 (III. 270b). Pap. 36 '/ 2 X 22'/ 2 cm. 27 Bl. 17/18. Jahrh. 

De cruce stationali. 

Beg.: VerzcicJinuss deren Auctorum, darin die so genannte Krucifive 
in Kupfer gestochen anzutreffen sind; folgt dann »Beschreibung 
verschiedener Abbildungen unsers Heylandes an dem Kreuz» und 
drei Briefe von Joh. Salomon Semler aus Halle Uber das crux. 

Im Auftrage Hieronymus Wilh. Ebner von Eschenbachs gefertigt, mit Notizen von dessen 
eigener Hand. 

266. J. H. Msc. art. 14a. p ap . 36 X 21 cm. 50 S. 19. Jahrh. 

Vorarbeiten zum Künstlerlexikon. 

Alphabet, geordnete Namen, dem Conversationslexikon entnommen. 



267. J. H. Msc. art. 14b. p ap . 36 X 21 Cm. 80 Bl. 19. Jahrb. 

Materialien zur Geschichte der Malerei von Jos. Heller, geschrieben von 
Rothnedcr, mit kritischen Randbemerkungen von Carl Thcodori. 
Lose Blätter in Umschlag. 

268. J.II. Msc. art. 14c Pap. 35 X 21 cm. 8 Bl. 19. Jahrh. 
Vcrzcichniss der berühmtesten Maler aller Zeiten, angelegt von J. 1 Ieller. 



269. J.II. Msc. art. 14d- Pap. 36 X 22 cm. 40 BL 19. Jahrh. 

Beiträge zur Kunstgeschichte, gesammelt von Jos. Heller. 

Einzelne Artikel, Abschriften u. s. w., gröfstentheils in Hellers «Bei- 
trägen» abgedruckt. 

270. J. BL Msc. art. 14c. Pap. 35 X 22 cm. 127 Bl. 19. Jahrh. 
HELLERS Recensionen kunsthistorischer Werke. 

Lose Blätter in Umschlag. 

271. J. H. Msc. art, 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. Pap. 37Va X 22 cm. 

800 Bl. 19. Jahrh. 

Übersetzungen aus verschiedenen kunstgeschichtlichen Werken von 

Joubcrt, Zani, Dumesnil, dann von Bartsch, Brulliot und Gandellini, 
von Jos. Arrut und Janssen. 



90 



272. J. H. Msc. art. 23 (III. 223). Pap. 36 X 23 cm. 24 S. 19. Jabrh. 

Ausführliches Verzeichniss der Bücher über Kunst und Alterthümer des 

Grafen Cicognara. I. Pisa bey Nicolö Capuro 1821. 
Übersetzung aus dem Italienischen, auf Hellers Veranlassung gefertigt. 



273. J. H. Msc. art. 23a. Pap. 37 X 22 cm. 115 Bl. 19. Jahrh. 

Catalog der berühmtesten Holz- und Kupferstecher nach den verschiede- 
nen Zeitaltern und Völkern. 
Übersetzung des Werkes: «Cata/ogo dei piu celebri intagliatori in legno 
ed in ravie e capiscuole dei diverse eta e nazioni Milano 1821», 
auf Veranlassung Hellers gefertigt. 



274. J. H. Msc. art. 24. Pap. 36'/ 2 X 23 cm. 372 S. 19. Jahrh. 

Literarisch- bibliograph.-chronolog.-krit. Versuch: «Von dem Holz- und 
Kupferstich». 

Übersetzt auf Veranlassung Hellers. Geschrieben von Rothneder. 



275. J. H. Msc. art. 25. Pap. 36 X 23 cm. 136 S. 19. Jahrh. 

«Handbuch für Liebhaber der KupfersticJic von I. C. L. M. Paris 182 1», 
auf Hellers Veranlassung aus dem Französischen übersetzt. 



276. J. H. Msc. art. 26 Pap. 36 X 23 cm. 34 Bl. 19. Jahrh. 
Beiträge zur Kupferstichkunde und zur fränkischen Kunstgeschichte von 

J. Heller. (Gedruckt.) 
Lose Blätter. 



277. J. H. Msc. art. 27. Pap. 37 X 23 cm. 74 Bl. 19. Jahrh. 
Von dem Preise der Kupferstiche. 

Beg.: Der nächste Gegenstand, der unsere Aufmerksamkeit verdient, 
ist der Werth der Kupferstiche. 



91 



Schliefst : Doch darf man bei dem zunehmenden Geschmack und Gefühl 
der Sammler hoffen, dafs man den Gebrauch, die Kupferstiche mit 
einem Zeichen zu stempeln, atif geben und sich begnügen wird, die 
Eigenthumschaft durch Handzeichen . . . auf der Rückseite zu be- 
urkunden. 

Folgen dann noch Namen der Sammler und deren Monogramme. 
Beginnend mit dem 4. Kapitel. Übersetzung aus dem Französischen. 



278. .1. H. Msc. art. 28. Pap. 37 X 23 cm. 12 BL 19. Jahrh. 
Über Anordnung von Kupferstichsammlungen von Heinrich Locdcl, Uni- 
versitäts- Kupferstecher in Göttingen. 
Beg.: Ist eine Kupfer stich Sammlung nach dem System der Maler . . 
geordnet. 

Schliefst: Dafs die Schränke trocken aufgestellt sind, ist etzuas Still- 
schweigendes (sie !) 

Vorausgeschickt sind 2 Blatt über Frenzeis und Quandts Kupferstich- 
sammlung. 

Prov. und Gesch.: Vcrfafst am 10. März 1853 auf Iiittc des Bibliothekars Dr. SUngkin 

behufs Anordnung der Helkrschen Kunstsammlung. 
Ebd.: Pappbd. 



279. J.II. Msc. art. 29. Pap. 22 X 34 cm. (17 III. 19. Jahrb. 

Verzefthniss der Holzschnitte, Kupferstiche und Bildnisse A. Dürers mit 
Notizen Hellers. 



280. J. II. Msc. art. 30. Pap. 33 X 22»/« cm. 33 BL 19. Jahrh. 

Abschrift aus dem »raisonirenden Katalog des Kupferstich -Cabincts von 
H. Winkler in Leipzig über Albrecht Dürers Werke», in Hellers 
Auftrag gefertigt. 



281. J. H. Msc. art. 31. 32. 33. 34. 35. 36. Pap. 36 X 23 cm. 19. Jahrh. 
Dürers Werke. 

Übersetzungen aus Bartschs le peintre graveur, Hubers A T otices, Ottleys 
An inquiry into the origin and early history of engraving upon cop- 



92 



per, löppcls CataL, Brandes, raisson. Catal. s. Kupferstich- Cabinets, 
Zani, Materiali per scrvir alla storia dell incisione et rame etc. 

Gefertigt von Börner, Feust u. a. 



282. J. H. Msc. art. 37. 38. 39. Pap. 36 X 23 cm. 139 S. 100 S. 64 Bl. 

19. Jahrh. 

Abschrift des Werkes: «Holzschnitte alter deutscher Meister in den Ori- 
ginal-Platten gesammelt von Hans Albrecht von Derschau. Als ein 
Beitrag zur Kunstgeschichte herausgegeben von Rudolph Zacharias 
Becker. Gotha 1808.» 

Auf Veranlassung von Jos. Heller gefertigt. 

Verzeichniss der Meister zu den Becker -Derschau'schen Holzschnitten. 

Manuscript von Heller, geschrieben von seinem Sekretär Rothneder. 

Beschreibung der Becker - Derschau'schen Holzschnitte, gefertigt von 
J. Heller. 

Materialien zu Hellers Geschichte der Holzschneidekunst. 



283. J. H. Msc. art. 40. Pap. 35 X 22 cm. 14 Bl. 19. Jahrh. 

Verzeichniss der in der Sammlung des Herrn k. k. priv. Grofshändlers 
Joseph von Grünling in Wien befindlichen Original -Handzeichnungen 
Albrecht Dürers und einiger Copien aus seiner Zeit. Mit Pausen von 
Dürers Handschrift und Monogrammen. 

# 

284. J. H. Msc. art. 41. 42. 43. 44. 45. 46. 47. 48. 49. Pap. 35 X 20 cm. 

19. Jahrh. 

Ubersetzungen und Auszüge von Biographieen verschiedener Maler — 
Dürers, Raphaels u. s. w. — aus dem Italienischen, Englischen und 
Französischen, im Auftrage Hellers besorgt von Feust u. a. 



285. J. H. Msc. art. 50 (III. 12). Pap. 32 X 21 cm. 30 Bl. 17. Jahrli. 
Albrecht Dürers und seiner Eltern Herkommen, Leben und Sterben, 
von Ihme selbsten also beschrieben. Anno Domini 1524. Nach 
Weihnachten in Nürmberg. 
Beg.: Ich Albrecht Dürer der Jiinger hab zusamen tragen auss meines 
Vattcrs Schrifften, von wannen er gewesen sej, wie er herkumcn 
und blieben, und Geendet See liglich, Gott sej Ihm und uns gnädig. 



93 



Fol. 7 von anderer Hand die in der «Messung mit dem Zirkel» ab- 
gedruckte: Prcefation an Herrn Bilibald Pirckheimer. 

Fol. 8 : Erzchhing dess hochberühmten Albrccht Dürers herkommen 
und Ruhmwürdiger werkhe. 

Auch in dem Willschen Mannscript (III. 919) abgeschrieben. Hierauf folgt wieder von 
anderer Hand die in der «Proportion» abgedruckte Vorrede. 

Fol. 1 1 : Folgen mehrere zeugknns vornehmer Lenthe von Albrecht 

Dürern. Doct. Christ. Scheurl. 
Fol. 14a : Hcinricus Pantaleon schreibt: (über Dürer). 
Fol. 15: Extract etlicher Epistel Erasmi Roterodami an U'ilibaldt 

Pirckamer. Ao. 1522. 
Fol. 17: Extract eines Schreibens H. Georg Hartmanns an Hrn. Bücklern. 
Fol. 19: Carmina so den Albrccltt Dürer zu Ehren gemacht worden. 
Fol. 20: Kurze Biographie Dürers. 
Fol. 22: Leben des Lucas von Leyden. 

Am Schlüsse Fol. 25 die Spccißcation dess ganzen Dürerscheu Trucks. 

Prov. u. Gesch.: Auf der Rückseite des Original-Umschlages steht: Venu hujus SM fos- 
sessor est Christo phonts Jacolnts Waldstronicrus de Reichelsdorf Anno 1718. Von Heller 
gekauft in Nürnberg am 13. Okt. 1821. 

Ebd.: Über den Originalumschlag jetzt I'appendcckelbd. als Schutz. 

Litt.: Charles de Kibbc, Les livres de raison et le Tagebuch d' Albrecht Durer in «La 

Reforme sociale» (1886). 
Zuerst abgedruckt bei Sandrart, Teutsche Akademie, dann bei Roth (1791), bei Campe (182S) 

und endlich bei Thausing. 
Eine andere Abschrift von der nämlichen Hand befindet sich in der Stadtbibliothek zu 

Nürnberg, docli fehlen in dieser Willschen Handschrift mehrere Stellen. 



286. J. II. Msc.art.61. Pap. 36 X 23 cm. 193 HL 19. Jahrb. 

HELLER (Jos.), Das Leben und die Werke Albrecht Dürers. 
I. Bd.: Biographie. 
Ungedruckt. Der lang verschollene, mit vieler Mühe aus den verschie- 
denen Papicrstöfsen ausgelesene Band. 

Von Hellers Schreiber Rothncder geschrieben. 

Litt.: van Eye, Albrecht Dürer (Vorrede). Weech, Sybels hist. Zeitschr. (1861). van Eye, 
Allgem. Zeitung (1861, Nr. 262). Siehe Einleitung. 

287. J. II. Bisa art. 52 (DDL 153). Pap. 37X23 cm. 56 BL 19. Jahrh. 

Tabellarische Übersicht der Holzschneider aller Länder nach Namen, /l i- 
ehen, Geburtsjahr und Ort, Aufenthalt, Sterb-Ort u. Zeit des Wirkens. 
Zum Theil geschrieben von J. Heller. 



94 



288. J. H. Msc. art. 53 (III. 149). Pap. 37 X 23 cm. Lose Blätter. 19. Jahrb. 

HELLERS Notizen und Excerpte: Materialien zum Leben und den 
Werken Lucas Cranachs. 



289. J. H. Msc. art. 54 (III. 168). Pap. 37 X 22 cm. 76 Bl. 18. Jahrli. 

Lebensbeschreibung des berühmten Kupferstechers Matthäus Merian und 
seiner Familie. 

Aus verschiedenen Schriftstellern gezogen und gesammelt von Chr. 

Jak. Wilh. Karl Joach. Haller von Hallerstein. Anno 1785. 22 Bl. 
Hierbei das Verzeichniss der Werke Merians. 34 Bl. 



290. J. H. Msc. art. 55. Pap. 36 X 22 cm. 43 S. 19. Jahrb. 
Catalog der Kupferstiche von Raphael Morghen. 

Von Feust aus italienischen Werken zusammengestellt. Mit Abschrift. 



291. J. H. Msc. art. 56. Pap. 37 X 23 cm. 11 Bl. 19. Jahrb. 

Über das Kunstkabinet des Herrn von Praun in Nürnberg, mit biogra- 
phischen Notizen über den Besitzer. 

Vgl. Ch. Th. de Murr, Description du Cabinet de Möns. Paul de Praun a Nuremberg. 1797. 



292. J. H. Msc. art. 57. Pap. 36 X 22 cm. 44 Bl. 18. Jahrh. 

Der brillante Kunstschatz in der berühmten Stadt Florenz. Beschrei- 
bung aller dortselbst befindlichen Kunstschätze mit biograph. Notizen 
über die Künstler. 

Scheint das Original -Manuscript zu sein. 



293. J. H. Msc. art. 58. Pap. 36 X 22 cm. 36 Bl. 18. Jahrb. 

Über englische Gemäldegallerien. 

Beginnt mit einer Darlegung der Verhältnisse der Kunst in England 
und verbreitet sich über die englischen Gemäldesammlungen in 
einer Beschreibung der hervorragendsten Werke. 

Von der nämlichen Hand geschrieben wie Msc. art. 57. 



95 



294. J. H. Msc. art. 59. Pap. 36 X 22 cm. 13 131. 19. Jahrb. 

ALOYS PRIMISSERS Geschichte der Baukunst in Wien, besprochen von 
Joseph Heller. 



295. J. H. Msc. art. 60. Pap. 36 X 22 cm. 948 Bl. 19 JahrL 

Oberfränkische Denkmäler. (Kunststatistik.) 

Enthaltend die Statistik der an einzelnen Orten Oberfrankens befind- 
lichen Denkmale der Baukunst und Bildhauerei. Im Auftrage Hellers 
von seinem Sekretär Rothnedcr geschrieben. 
Lose Blätter in 2 Mappen. 



296. J. H. Msc art. 61 (III. 145). Pap. 36 X 22 cm. 154 Bl. 19. Jahrb. 

Verzeichniss der plastischen Denkwürdigkeiten im Bezirke der k. Bau- 
Inspektion Bamberg. 
Ein in einer bestimmten Form, nach Rubriken, abgefafstes Verzeichniss 
aller historisch und artistisch merkwürdigen Denkmale mit Angabc, 
in welchem Zustande sich dieselben befinden. 



297. J. II. Msc. art. 62. Pap. 36 X 22 cm. 6 Bl. 19. JahrL 

Beschreibung des Holzschnittwerkes «Geburt Christi» von Veit Stöfs in 
der oberen Pfarrkirche zu Bamberg von J. Heller. 



298. J. H. Msc. art. 63 (II. 86). Pap. 33 X 22 cm. 40 Bl. 18. Jabrb. 

Biographie der berühmtesten Medailleurs oder Stahlstcchcr in alphabeti- 
scher Ordnung. 

Dies Manuscript ist identisch mit dem folgenden: Nachricht von denen 
berühmtesten Medailleurs u. Stempel-Schneidern u. s. w., hat ganz 
gleichen Inhalt, ist aber um einige Jahre alter und wohl auch als 
Original -Manuscript anzusehen. Demselben sind von spaterer Hand 
2 Blatt angefügt: Aus den Anccdotcs of Painting in England by 
George Vertue and Horace Walpolc Vol. III. 

Prov. u. Gesch.: Gekauft um 7 Groschen aus der Kcylschcn Auction in Dresden 1820. 



96 



299. J. H. Msc. art. 64 (II. 87). Pap. 33'/ 2 X 2V/ 2 cm. 70 Bl. 18. Jahrh. 

Nachricht von denen berühmtesten Medailleurs und Stempel -Schneidern 

nach dem AlpJiabet eingerichtet durch H. Sehr. Rieger, vermehrt durch 
J. G. Richter, Hofrath ?c Antiquar in Dressden. Geschrieben von 
Liebheim, Salz -Schreiber, spät. Obersalz- Cassier zu Dresden c. 1765. 
Beg. : Unter denen Künstlern haben fast allei?ie die Mahler und Bild- 
hauer das Glück gehabt, dafs man von ihren Leben ganze BücJier 
geschrieben . . . Alleine von der Art Künstler so Bilder in Stahl 
scJineidcn, und wir Eisenschneider oder Medailleurs nennen . . . sind 
nur wenige tend zerstreuete NacJirichten vorhanden. 
Schliefst mit dem Abschnitte: Ein Breslauischer Medailleur wird be- 
sclnddigt, einen Thaler nachgeprägt zu haben. 

Prov. u. Gesch.: Auf der ersten Seite steht: «Dieses Buch ist von H. Liebeheim als da- 
maligen Saltz- Schreiber geschrieben worden. Dieser H. Liebheim ist als übersaltz- 
Cassier in Dressden gestorben den 19. Julij 1782.» — Auf der Rückseite des Einbandes 
steht von Hellers Hand: «N. 1503 ex auc~l. Keyl Dresd. 1820.» 

Ebd.: Originalpappband. 



300. J. H. Msc. art. 65 (III. 37). Pap. 20 X 32 cm. 68 Bl. 17. Jahrh. 

Kalligraphische Schrift -Vorlagen von Joh. Hering zu Kulmbach. 1626. 
Unter dem Einflüsse Neudörfers geschrieben. 

Prov. u. Gesch.: 1813 im Besitze von Joh. Carl Sigm. Burger. 1830 im Besitze von Haller. 



301. ,1. H. Msc. art. 66 (III. 122). Pap. I6V2 X 22 cm. 229 S. 17. Jahrh. 
Paul Behaims Kupferstich -Verzeichniss. 

Orndliche verzeiclinus vnnd Registratur aller meiner I. geschnittenen 
Kupfer, 2. Holzkicnst 3. vnnd gegossenen Bleistück, so viel ich nach- 
einander deroselben zu handen gebracht. Pauhis Behaim. 

Beg.: 161 8. 29. Decembris: Erkaujft mit Johann Georgen, Burgern alliier 
vom Wolff Jacob Pömern, auss dem hiesigen Findelhauss , allerlei 
Italie7tische Vnnd andere geschnittene Kupfer. 

S. 166: »Abguss vnnd Muster zue Wehrgefässen, Schaiden, Ohrbänder Jt, 
Schalen vnnd andeim Sachen . . . Summarum 1148.» 

Nach mehreren leeren Blättern folgt S. 215: Aclum Anno 1628 16. No- 
vembris. Regeln, so im Kupferdrucken, so woln in Abtruckung der 
holzsföck fleisig in obacht zu nemen. 

Schliefst mit Regel 33 S. 229: Diese Kunstuekh also gannz sauber ein 
ie der für sich auj 'behalten vnnd seins gefallen s gebraticJien können. 



07 



Das älteste Verzeichniss von Kupferstichen und Holzschnitten, vielseitig benützt. Zu ver- 
gleichen mit dem im Berliner Kupferstich-Cabinet befindlichen Manuscript. 
Prov. u. Gesch.: Aus der Ebnerschen Bibliothek. 
Ebd.: Blatt eines Pergament- Manuscripts. 

Litt.: Repertor. f. Kunstwissensch. VI , 1883. Murr, Journ. II. 193. Heller, Subscriptions- 
anzeige seiner projectirten Ausg., dem Kupferstecher-Lexikon III. (1836) beigebunden. 
Nagler, Monogrammisten I, VI. Heller, Monogrammen -Lexikon, XII. 



302. J. H. Msc. art. 67. Pap. 21 X 17 cm. 105 Blätter. 18/19. Jahrb. 
Meriana. Ein Fascikel verschiedener auf Matthäus Merian bezüglicher 
Notizen mit theilweisem Verzeichniss seiner Werke. 

Von verschiedenen Händen geschrieben. Vgl. auch Msc. art. 54. 
In einer Mappe. 

303. J.II. Msc. art. 67a (III. 53). Pap. 21 X 17" 2 cm. 7 Bl. 18. Jahrk 

Beschreibung der Bilder im Rathhause zu Nürnberg. 

•Ausführliche Beschreibung aller auf dem Rathhauss in den obern schönen 
Zimmern befindlicher grojscr und kleiner Gemählten. Mit Anzeigung 
der Nahmen der Künstler, von tvem jedes Stück gemahlet und ver- 
fertiget worden . . . beschrieben von Georg Jakob Lang anno 1711. 
Ebd.: Pappbd. 

Litt.: Bibl. Norica Williana. P. 1 Secl. II. p. 210. 



304. J II. Msc. art 68 (DX 94). Pap. 21X17 cm 14 Bl. 18. Jahrk 

Kurze Beschreibung dess geistlichen Schatzes bei denen P. P. Caßucinem 
etuff den neuen Marek in Wien. 
Beg.: Dieser Schatz ist vicistcntheils und fast aller von Anna, Ferdi- 
nands Erzherzogs von Osterreich Tochter. . . . 
Schliefst: Viel Kästen mit Diamanten versetzt, in welchen ReäfMÜf 
sanclorum, Todtcnköpf mit Gold und Perlen eingefasset und andre 
kostbahre Mahlcrcyen. 
Diese Schaz Cammer ist zvie der Schazmeister derselben erzehlet, nicht 
zu schäzen. 

305. J.II. Msc. art. 69 (III. 39). Pap. 21 X 1« cm. 270 Bl. 18. Jahrb. 

CI IRISTS Monogrammenverzeichniss. 

Johann Friedrich Christen Professoris bey der Universität zu Leipzig 
1747 Anzeige und Auslegung der Monogrammatum . . . vermehrt 
Lo 1 1 * c h 11 Ii , Kanniorlpta HallariMia. 7 



y8 



und verbessert von JoJi. Friedrich Hagen, Kunsthändler zu Er- 
langen 1797. 

In 3 Bänden. I. Bd. 92 Bl., II. Bd. 92 BL, III. Bd. 86 Bl. 

Dem 3. Bde. hat Heller die Abschrift der in der «Vorzeit» (IL Bd. S. 120) abgedruckten 
«Bitte» von Vulpius vom 7. Sept. 1817 beigefügt, aus der hervorgeht, dafs sich Vulpius 
auch mit dem Gedanken trug, das Christsche Werk in neuer Auflage herauszugeben. 

Ebd.: Halbfranzbd. 



306. J. H. Msc. art. 70 (III. 250). Pap. 21\ 2 X 18 cm. 24 Bl. 19. Jahrh. 

Literaturangaben zu ROTHS Nürnberger Künstlerlexikon. 

Alphabetisches Vcrzeichniss der Quellen, zvelche bey Verfertigung des 
Nbgr. Künstler- Lexikons benützt hat Johann Ferdinand Roth. 1809. 



307. J. LT. Msc. art. 71 (III. 228). Pap. 22 X 17 cm. 146 Blätter. 18. Jahrh. 

Materialien zu dem Leben des Michelangelo Buonaroti von Christoph 

Gottlieb von MURR mit dem Motto: Quidquid erat forrnce, seivit 
Bonarota potenter. 
Lose Blätter mit einigen gedruckten Beilagen in einer Mappe. 

Prov. u. Gesch.: Murr dachte daran, das Werk in der Hofbuchhandlung von Walther in 

Dresden verlegen zu lassen, wie aus dem beiliegenden Titelblatt hervorgeht. 
Litt.: Nopitsch, Gelehrten- Lexikon. 6. Bd. S. 479. 



308. J. H. Msc. art. 72 (III. 230). Pap. 22 X 17 cm. 206 Blätter. 18. Jahrh. 

Materialien zur Lebensbeschreibung des Raphael Sanzio von Urbino von 
Christoph Gottlieb von MURR. 
Mit dem Motto : llle se multum profecisse sciat, cui Raphael valde 
placcbit. 

Lose Blätter mit vielen gedruckten Notizen in einer Mappe. 
Litt.: Erwähnt bei Nopitsch a. a. O. 



309. J. H. Msc. hist. 73 (III. 227). Pap. 23 X 17 cm. 71 Blätter. 18. Jahrh 

Materialien zu der Lebensbeschreibung des Correggio von Chr. Gottl. 
von MURR. 

Lose Blätter mit vielen gedruckten Beilagen in einer Mappe. 
Z?V/ : Erwähnt bei Nopitsch a. a. O. 



99 



310. J. H. Msc. art. 74 (III. 226). Pap. 23 X 17 cm. 20 Blätter, lx Jahrh. 

Christoph Göttlich von MURRS Materialien zur Chronologie der Er- 
findung aHaudrisse durch Holz- und Kupfer tafeln, auch durch Mar- 
morplattcn sowohl im Helldunkeln als mit Farben nachzuahmen.» 

Lose Blätter in einer Mappe. 

Litt.: Erwähnt bei Nopitsch a a. O. 



311. J. H. Msc. art. 74a. Pap. 21 X 17 cm. 14 PI. 19. Jahrh. 
Beschreibung merkwürdiger Baudenkmäler des deutschen Mittelalters. 

Kurze baugeschichtliche Notizen, geschrieben von Hellers Sekretär Kothneder. 



312. J. H. Msc. art. 75 (III. 313). Pap. 22 X 1H cm. 120 Blätter. 19. Jahrh. 

Notizen und literarische Nachweise über graphische Nachbildungen von 
Kunstwerken, gesammelt von J. HELLER. 

Lose Blätter in einer Mappe. 

313. .J. II. Msc. art. 70. Pap. 21 X 17 cm. 52 Blätter. 1 '.i. Jahrh. 
Notizen über Wiener Gemälde- u. Kupferstich-Samml. von J. HELLER. 

Lose Blätter in einer Mappe. 

314. J. II. Msc art. 77 (III. 313). Pap. 21 X 17' 2 cm 18 Blätter. Iii. Jahrh , 
Notizen über Oberthürs Kunstsammlungen. 

Lose Blätter in einer Mappe. (Abschrift.) 



315. .1. II. MBC, art78. Pap. 22 X 17' 2 cm. (58 Blätter. Ii». Jahrli. 
Notizen über Kunst und Kunstwerke, gesammelt und zum 1 'heil von 
I leller geschrieben. 

Lose Blätter in einer Mappe. 

Thcilweisc in den von Heller herausgegebenen Zeitschriften abgedruckt. 



316. .1. H. Msc art 7i>. 186 Bl. 19 Jahrh 
Notizen über Kunst und Künstler, gesammelt von Joseph HELLER 



7 ' 



100 



317. J. H. Msc. avt. 80. Pap 22 X 18 cm. 32 Bl. 19. Jahrh. 

Namen -Verzeichniss von Künstlern verschiedener Nationen, zusammen- 
gestellt von Jos. HELLER. 



318. J. H. Msc. art. 80a. p ap . 2Vj 2 X 17V a cm. 76 Bl. 18. Jahrk 

HÜSGEN, Menschen -Spiegel oder Albrecht Dürers Redendes Verzeich- 
niss aller Kupfer- und Eisenstiche , die er mit eigener Hand und 
Andere nach ihm gefertiget Jiaben. 1798. 

Prov. Um Gesch.: Abschrift des Original -Manuscripts, welches im Besitze des Oberstudien- 

rathes Schlosser in Frankfurt war. 
Ebd.: Pappbd. 

Litt.: Heller, Albrecht Dürer. II. S. 307. 



319. J. H. Msc. art. 81. Pap. 21 X 17 cm. 22 Bl. 19. Jahrh. 

Catalog der Handzeichnungen, welche sich in der Derschauschen Samm- 
lung zu Nürnberg befanden. Abschrift, gefertigt durch Hellers 
Sekretär Rothneder. 

Vergl. Verzeichniss der seltenen Kunstsammlungen des II. A. v. Derschau. Nürnberg 1825. 



320. J. H. Msc. art. 82. Pap. 22 X 17 cm. Lose Blätter. 19. Jahrh. 
Düreriana. 

Kleinere Notizen über Dürer und dessen Werke. Abschriften gedruckter 
Artikel und Copieen aus Manuscripten, gesammelt von J. HELLER. 

Lose Blätter in fünf Mappen. 



321. J. H. Msc. art. 83. Pap. 21 X 17 Va cm. 321 Bl. 19. Jahrh. 
HELLERS Zusätze zu dem Leben und den Werken Dürers, und zwar zu: 
§ 29. Oelgemälde Dürers. 
^ 38. Zeichnungen und Wasser -Malereien. 
§ 42. Dürer -Bildnisse. 
§ 43. Kupferstiche Nr. 116 — 1100. 
g 44a und 44b. Holzschnitte. 

§ 45. Nach Dürers Gemälden u. Zeichnungen gefertigte Blätter. 
6 Fascikel auf losen Blättern. 



101 



322. J. H. Msc. art. 84. Pap. 23 X 17' / 2 cm. 10G Bl. 19. Jahrh. 

HELLERS Vorarbeiten zur Dürer -Biographie. 

Citate, Notizen, Bemerkungen u. s. \v. 



323. J. H. Msc. art. 85 (III. 316). Pap. 25 X 21 cm. 195 Bl. 19.Jal.rh. 

HELLERS Vorarbeiten zu dem IL Bande von «Dürers Leben und 

Werke». Notizen über Dürers Werke, geschrieben von Rothneder. 
Ebd. : Ilalbschweinslederbd. 



324. J. H. Msc. art. 85a. p a p. 23 X 17 cm. 203 BL 19. Jahrb. 

Zusätze und Nachträge zu Hellers Schrift: «Verzcichniss von Bamberger 
top.-hist. Abbildungen». 
Lose Blatter in 4 0 und 8°, meist von Hellers Hand geschrieben, in einer Mappe. 



325. J. EL Msc. art. 85". Pap. 25 X 20'/ 2 cm. 13 BL 19. Jahrh, 
NE1 IRLICH, Beschreibung der vier Evangelisten von Albrecht Durer. 



326. J.II. Msc art. 86 (HL 266). Pap. 22 X 17 Va cm. Lose Bl. 19. Jahrh. 

Namen-Verzeichniss verschiedener Künstler nebst Verzeichniss ihrer 

Werke, in alphabct. Ordnung, zusammengestellt von J. Heller. 
Lose Blätter in 19 Fascikeln. 



327. J.II. Msc. art. 87 (III. 268). Pap. 22 X 17 cm. Lose Bl. 19. Jahrh. 
Vorarbeiten zu einem Künstler -Lexikon, in alphabetischer Ordnung. 
Notizen und Hinweise auf Bücher, in welchen sich biographische Be- 
merkungen über Künstler finden, gesammelt von J. Heller. 

Lose Blätter in 23 Fascikeln. 



102 



328. J. H. Msc. art. 88 (III. 97). Perg. 19 X 23 cm. 23 Bl. 16. Jahrh. 
Werke der Schönschreibmeister. (Fraktur-, Kanzlei- u. Kurrentschriften.) 

Beginn in sehr schöner Schrift: Zu guctcr gedecJitnuss vnnd zu sonderm 
gefallen lierrn Johann Newdörffern Reclienmaistcr zu Niirmberg 
Jiat Frantz Joachim Brechtl diese schriffte?i geschrieben anno 1573. 
Nil penna, sed usus. 

Vgl. das Buch Nr. 35 , 468 im Germanischen Museum in Nürnberg und die «Mittheilungen» 
aus dem Museum (1885 S. 93). 



329. J. H. Msc. art. 89 (III. 96). Perg. 18 X 23 cm. 6 Bl. 17. Jahrh. 

Kurtzer Unterricht mancherley zierlicher schrifften die dann ein ieder 
durch stethe Übung hieraus viit sonndcrm vorteil lernen mag. 
Durch Sebastianum Curtium Reclienmeister zu Nürnberg. 



330. J. H. Msc. art. 90 (III. 98). Pap. 17 X 21 cm. 17 Bl. 17. Jahrh. 

Kurtze fürweisung Künstlichs vnd zierlichs Schreibens , daraus ein jeder 
mit stetter vbung recht artlich schreiben lernen mag, Bey Johann 
Baptista Schmidt Bürger vnd RecJienmaister zu Niirmberg. Anno 1624. 

Mit diesen drei Schreibbüchern vergl. Msc. art. 65. 



331. J. H. Msc. art. 91 (III. 72). Pap. I8V2 X H cm. 160 Bl. 18. Jahrh. 
Monogrammen-Erklärung und Künstler -Biographieen. 

Verzeichniss der Chiffren und Namen berühmter Maler und Kupfer- 
stecher von Teutschen, Italienern, Niederländer und Franzosen und 
deren vornehmste Stücke von Florent Le Comte. 

Lebensbeschreibungen der vornehmsten Maler, mit Index. (Abschrift.) 

Vergl. Florent le Comte, Cabinet des Singularitez d'Architecture, Peinture, Sculpture et 
Graveure. Paris 1699. 



332. J. H. Msc. art. 92 (III. 71). Pap. 19V 2 X 12 cm. 23 Bl. 18. Jahrh. 

Catalogue de l'oeuvre de Corneille Visscher. 

Verzeichniss von 52 Nummern: Sujets de piete & sujets historiques 

und 95 Nummern Portraits. 
Ebd.: Halbfranzbd. 

Vgl.: Cabinet de l'amateur etc. par C. Piot et F. Villot. IV. Paris 1846. 



103 



333. J. H. Msc. art. 93 (III. 68). Pap. 19 X 12 cm 41 Bl. 18. Jahrh. 

1) Verschiedene technische Anleitungen. 

2) Zeichen resp. Monogramme der berühmtesten Maler. 

3) Verzeichniss der berühmtesten Maler. 

4) Verzeichniss der Gemälde in dem churfürstl. Schlosse zu Düsseldorf. 



334. J. H. Msc. art. 94 (III. 78). Pap. 22 X 15 cm. 48 Bl. 18. Jahrb. 
Portraitverzeichniss. 

M. Christoph Bezzels Pastoris Peringersdorf: Kupffer- Katalog oder 
Verzeichniss derjenigen Portraits, die er in seiner kleinen Bibliothek 
zerstreut besitzt und nach der bösen Gewohnheit einiger Kupffer- 
Collcclorum zur Verringerung der Werke, nicht herausnehmen wögen. 
(1729.) Am Anfang sind die Collectiv -Werke namhaft gemacht. 
Ebd.: Schweinslederbd. 

335. J. H. Msc. art. 95. Pap. 17 X H cm. 72 Bl. 19. Jahrh. 

Alphabetisches Namenverzeichniss fränkischer Kunstler mit Angabe des 
Berufes, des Gebuits- und Sterbejahres. 



336. J. II. Msc. art. 96. Pap. 17 X 11 cm. Lose Blätter. 19. Jahrb. 

Alphabetisch geordnetes Namenverzeichniss von Kunstlern, insbes. Kupfer- 
stechern, mit Literaturangaben. 

Lose Blätter in 8 Kapseln, mit dem Buchstaben D beginnend. 



337. J.II. Msc. art. 96a- Pap. 17 X H cm. Lose Bl. 19. Jahrh. 
Künstlernamen, alphabetisch geordnet, mit Literaturangaben. 

Lose Blätter (3 und 4 Kapseln), zus. 7 Kapseln. 



338. J. II. Msc. art. 96" (III. 158). Pap. 17 X U cm. Lose Bl. 19. Jahrh. 
Literaturangaben über Jost Amman, danach, Burgkmaier, V. Solis, 
Schäufeletn, Stimmer etc. und über Hortulus animae, ges. von J. Heller. 

Lose Blätter in einer Kapsel. 



104 



339. J. H. Msc. art. 97 (III. 159). Pap. 17 X H cm. Lose Bl. 19. Jahrh. 

Notizen, d. h. Literaturangaben über Cranach'sche Kupferstiche und Holz- 
schnitte, gesammelt von J. Heller. 

Lose Blätter in einer Kapsel. 



340. J. H. Msc. art. 97a. p ap . 17 X H cm. Lose Bl. 19. Jahrh. 

Notizen und literarische Nachweise über Holbein und seine Werke, ge- 
sammelt von J. Heller. 

Lose Blätter in einer Kapsel. 

341. J. H. Msc. art. 98. Pap. 17 X 11 cm. Lose Bl. 19. Jahrh. 
Notizen und Literaturangaben über Todtentänze von J Heller. 

Lose Blätter in einer Kapsel. 



342. J. H. Msc. art. 99. Pap. 17 X H cm. Lose Bl. 19. Jahrh. 

Alphabetisch geordnete Künstlernamen mit zahlreichen Hinweisen auf 
Kunst -Kataloge, gesammelt von J. Heller. 

Lose Blätter in einer Kapsel. 



343. J. H. Msc. art. 100 (III. 270) Pap. 17 X H cm. Lose Bl. 19. Jahrh. 

Künstlernamen -Verzeichniss mit Citaten aus Weigels Kunst -Katalogen, 
geschrieben von J. Heller. 

Lose Blätter in einer Kapsel. 



344. J. H. Msc. art. 101. Pap. 17 X H cm. Lose Bl. 19. Jahrh. 
Notizen über Bamberger Künstler und Handwerker, aus fürstbischöflichen 
Kammer -Rechnungen und andern Rechnungen zusammengetragen 
von J. Heller. 

Lose Blätter in einer Kapsel. 

345. J. H. Msc. art. 102 (III. 278). Pap. 17 X H cm. Lose Bl. 19. Jahrh. 

Alphabetisch geordnetes Verzeichniss der Medailleure, mit einigen Lite- 
raturangaben gesammelt von J. Heller. 



105 



346. J. H. Msc. art. 103 (III. 288). Pap. 17 X 11 cm. Lose Bl. 19. Jahrb. 

Notizen über Künstler und Kunstgeschichte des Bayreuther Landes» 

gesammelt von J. Heller. 
Lose Blätter in einer Kapsel. 



347. J. EL Msc. art. 104 (III. 302). Pap. 17XH cm. Lose Bl. 19. Jahrb. 
Notizen zu einem Lexikon der Kunst-Dilettanten, ges. von J. Heller. 

Lose Blätter in einer Kapsel. 



348. J. II. Msc. bist. 105 (III. 295). Pap. 17 X H cm. Lose Bl. 19. Jahrh. 

Künstler -Monogramme mit beigefügten Citaten der Schriften, in welchen 
Nachrichten über dieselben zu finden sind, gesammelt und geschrieben 
von J. Heller. 
Lose Blätter in einer Kapsel. 



E. 

Literar- historische Manu Scripte. 

349. J.II. Msc, hast, lit 1 (1.35). Pap. 32 X 20 cm. 114 BL 17. Jahrh. 
Katalog einer Büchersammlung, nach verschiedenen Fächern geordnet 

Beginnend mit den theologischen Werken in Fol., denen das Vcrzeich- 
niss derselben in 4 0 , 8° und 12° folgt. 

Hieran schlicfsen sich die juristischen, historischen (beg. mit Chnsto- 
phori Helvicj Theatrum kistoricutn) , philosophischen, dann die ita- 
lienischen, spanischen und französischen Werke. 

Auffallcndcrweise ist nur bei aufserst wenigen das Jahr, niemals der 
Ort des Druckes angegeben. 

Ebd.: Schweinslederband. 



350. J. II. Msc. bist. lit. 2 (I. 39). Pap. 37 X 22 cm. 78 Bl. 18. Jahrh. 

Katalog der Bücher des Silvius B. von Hohenhausen. 

Katallogus meiner Bücher vom Kleinsten bis zum grasten nach ihrer 
Höhe rangirt von Silvius D. v. Hohenhausen ao. 1800. 



106 



Beg. : Über die Einrichtung meines Bücherschranks — mittelst des ersten 

Katallogus. 
Wo nicht Ordnung, da ist Unordnung. 

Der originelle Katalog beginnt mit der Aufzählung des dem Format 

nach kleinsten Buches und endet mit dem gröfsten Folioband. 

Prov. u. Gesch.: Vom Buchhändler Kunz erworben. 
Ebd.: Brosch. in Originaldecke. 

Litt.: Beschrieben vom Herausgeber im «Anzeiger für Bibliogr. u. Bibliothekwissenschaft» 
1878 S. 226. 



351. J. H. Msc hist. lit. 3 (III. 215c). Pap. 37 V 2 X 2l 1 / 2 cm. 42 Bl. 

17. Jahrh. 

Abhandlung über verschiedene Nürnberger Bibelausgaben. 

Genaue Beschreibung der bis gegen 1522 erschienenen Bibeln und 
Bibelabschnitte, vermuthlich von Ch. Jacob Imhof. 

Ausschnitt aus einem gröfseren Manuscript, was aus der doppelten, 
allerdings beinahe gleichzeitigen Paginierung erhellt. 

Ebd.: Pappbd. aus neuerer Zeit. 



352. J. H. Msc. hist. lit. 4. Pap. 34 X 22 cm. 9 Bl. 17. Jahrh. 
Nachricht von Elias Hutter und dessen Bibeln. 

Von der nämlichen Hand wie Msc. hist. lit. 3 



353. J. H. Msc. hist. lit. 5 (III. 222). Pap. 35 X 22 cm. 131 Bl. 17. Jahrh. 

Catalogi librorum ad rem ecclesiasticam Noribergensem. 

Beg.: Manuscripte , die sich auf Religioussachen bczieJten. 

Ferner : Extraclus materiarum facultatis theologicae in bibliotheca Reip. 

Norib. confecli ad historiam eccles. Nor. inservientium. 
Ferner : Scripta welche die Veränderung und Verlassung der Päbstlichen 

Religion in Nürnberg anzeigen. 
Colligiert und mit nötliigen Anmerkungen beschrieben von Ch. I. Imhof. 
Endlich: Nachrichten über das anno 1617 gehaltene Evangelische Dank- 

und Jubelfest. 
Ebd.: Mappe. 

Von der nämlichen Hand wie Msc. hist. lit. 3 u. 4. Hierzu gehört auch Msc. theol. l6. 



107 



354. J. II. Msc. hist. lit. 6. Pap. 36 X 22 cm. 32 BL 19. Jahrb. 

Notiz über ein zu Bamberg im Jahre 1462 gedrucktes Buch (Rechtsstreit 
des Menschen mit dem Tod). Gelesen im National -Institut durch 
Camus. Paris, im Jahre 7. 

Übersetzt im Auftrage Hellers. — Gedruckt zu Paris an VII par Baudouin, imprimeur de 
l'institut national. 

355. J. BL Msc. hist. lit. 7. Pap. 36 X 22 cm. 83 BL u. 150 Bl. 10. Jahrh. 

Materialien zur ältesten Buchdrucker -Geschichte Bambergs, gesammelt 
von Jos. Heller. 

Lose Blätter in Mappe. 

Veröffentlicht im Bericht des Bamberger hist. Vereins 1 843. 



356. J. II. Msc. hist, lit. 8. Pap. 23 X 18 cm. 18 Bl. 19. Jahrh. 

Buchdruckergeschichte Bambergs. 

Origo artis typographiccc Bambergensis. (Abschrift.) 



357. .1. II. Msc. hist. lit. 8*. Pap. 22 X 18 cm. 16 Bl. u. M Bl. 19. Jahrh. 

Zur ältesten Buchdruckergeschichte von Bamberg. 

Besprechung des PI. Sprengcr'schen Werkes. (1800.) 
Hiezu: Notizen über Bamberger Buchdrucker, namentlich Albr. Pfister, 
gesammelt von Joseph Heller. 



358. J. H. Msc. hist. lit. 9 (III. 91). Pap. 23 X 17 cm, 31 Hl. 16. Jahrh. 

Bücherverzeichniss des Egidienklosters zu Nürnberg. 

Ca ta log us librorum Monasterij ligidiani ao. 1554 — 1555- F. 1 — 20. 
Ali 11s librorufn monasterij F.gidiani index: scriptus anno 1570 ex jussu Do- 
mini Joacliimj Hallerj, opera et inspeclione L. D. S. F. 20 — 31. 

Prov. u. Gesch.: Auf der ersten Seite steht: Egidiantr Closler. Incepi anno 1554 Mensc 

Julio. Finij anno 1 555 die 14 mensis August». 
Ebd.: Grüngefärbtes Pergament. Originalband. 
Wasserzeichen: Zwei Thürme mit Mauerstück dazwischen. 



359. J. H. Msc. hist. lit. 10 (III. 102) Pap 21«/a X 17' 2 cm. 30 Bl. 17. Jahrh. 
HAGELSSI IKIMKRS Büchergeschenk an die Nürnb. Rathsbibliothek. 

l^ista derjehnigen Büecke?, wclclie Sigmund Hagelssheimer Heidt genannt, 



108 



der Zeit Pfläger dess Allmossens in der Statt den . . . Septcmbris 

1638 zu einer RatJisbibliotlick freywillig verehrt. 

l'rov. u. Gesch.: Sowohl auf der äufseren als inneren Seite des Buchdeckels ist das Hagels- 

heimersche Wappen in Golddruck. 
Ebd.: Schweinslederbd. 



360. J. H. Msc. bist. lit. 11 (III. 25). Pap. 21 X 17 cm. 119 Bl. 
17. Jahrb. (1G92). 

Das jetzt lebende Deutschland in gelehrter Hinsicht von STOLLE (?) 

Beginnt: Von dem Zustande der Gelehrsamkeit in Deutsch/and und 
zwar: Sect. I. Von den zuträglichen Mitteln des Studirens in 
Deutschland. 

Art. I handelt Von den Bibliotheken. 

Art. II Von den deutschen Universitäten. 

Art. III Von den gelehrten Collegiis und Societäten in Deutschland. 
Sect. II Von den gelehrten Leuthen in Deutschland. 



361. J. H. Msc. hist. lit. 12 (III. 92). Pap. 22 X 18 cm. 123 Bl. 18. Jahrb. 

Gonspectus memorabilium Bibliothecae Joschianae ad compendium 
redactus. 

I. Incunabula typograpJiica. 1526 Nummern. Bl. 1 — 74. 
II. Libri miscellanei memorabiles et magni pretii. 363 Nrn. Bl. 74— 109. 
III. Sammlung sehr seltener alchemistischer, kabalistischer u. magischer 
Handschriften aus der Verlassenschaft eines 1780 zu Mailand ver- 
storbenen italienischen Adepten. 31 Nrn. Bl. 110 — 116. 
Endlich: Übersicht der vorzüglichsten Merkwürdigkeiten dieser Biblio- 
thek, nämlich: Handschriften auf Pergament, Pergamentdrucke 
und Handschriften auf Papier. 

Abschrift von Hellers Secretär. 



362. J. H. Msc. hist. lit. 13 (III. 22). Pap. 29 Va X 19 cm. 50 Bl. 18. Jahrh. 

Verzeichniss von im XV. und XVI. Jahrhundert gedruckten Büchern. 

Beg. : Libri S&culo XV impressi in folio 1470. 1) Francisci de Retza 
ordinis predicatorum, comestorium vitiorum, Nurembcrgc 1470. 
Fol. max. 

Ebd.: Originalpappbd. 



109 



363. J. H. Msc. bist. lit. 14. Pap. 22 X 20 cm. 1G5 Bl. 18. Jahrb. 

Abriss der Litterär- Geschichte nach Herrn Hofrath EICHHORNS Vor- 
lesungen von 1786 — 1787. Reicht bis Augustus. 
Collegienheft, geschrieben von K. L. Heldbek. 



364. J. H. Msc. bist. lit. 14 a (TIT. 310). Pap. 22 X 17 cm. Lose Bl. 19. Jahrb. 

Materialien zu einem Gelehrten-Lexikon Schweinfurts. 

«Schweinfurter Pantheon» oder Lexikon sämmtlichcr Gelehrten Schwein- 
furts. Manuscript von Hellers Secrctär, mit Bemerkungen von 
Hellers Hand. 

Prov. u. Gesch.: Die Herausgabe des Schweinfurter Gelehrten -Lexikons war, wie aus An- 
zeigen und Briefen hervorgellt, von Heller im Jahre 1828 geplant; allein in diesem 
Jahre klagt Buchdrucker Fr. Gg. Ad. Pollich von Schweinfurt sehr, dafs die Subscrip- 
tion auf dasselbe wenig Fortgang finde, und das Unternehmen unterblieb. 

Lose Blätter in Mappe. 



365. ,J. EL Msc. bist, lit 15. Pap. 21»/ 2 X 17 cm. 19. Jahrb. 
Zusätze zu PANZERS Annalen der deutschen Literatur, gefertigt von 
J.Heller. 3 Kapseln mit losen Blättern. I. Von 1466— 1525. II Von 
1527 — 1530. III. Von 1531 — 1536. 



366. J. HL Msc. bist. lit. 16. Pap. 2lV 2 X 17 cm. 19. Jahrb. 

Namenverzeichniss von Buchdruckern mit kurzen Notizen über dieselben. 

Die auf lose Blätter geschriebenen und in Kapseln aufbewahrten Notizen über verschiedene 
Disciplinen von Nr. 366 — 379 stammen gröfstentheils von der Hand Hellers oder seines 
Sekretärs Rothneder. 



367. J. H. Msc. bist. lit. 17 (III. 308). Pap. 2lVa X 17 cm. 19. Jahrb. 
Schachspiel - Literatur. 

368. J. H. Msc. bist. lit. 18 (III. 290). Pap. 17 X lO'/a cm. 19. Jahrb. 
Literatur -Nachrichten und Notizen aus allen Fächern der Wissenschaft und Kunst. 



369. J. H. Msc. bist. lit. 19 (III. 281). Pap. 17 X lO'/a cm. 19. Jahrh. 
Literaturangaben über Mythologie, Archäologie, Geschichte der alten Kunst. 



110 

370. J. H. Msc. hist. lit. 20 (III. 305). Pap. 17 X lO'/a cm. 19 Jahrh. 
Literaturnachweise über deutsche Alterthümer. 



371. J. H. Msc hist. lit. 21 (III. 275). Pap. 17 X 10 »/ a cm. 19. Jalirh. 
Literaturangaben über altdeutsche Gedichte, Volkssagen, Trachten etc. 



372. J. H. Msc. hist. lit. 22. Pap. 17 X lO'/a cm. 19. Jahrh. 
Literaturangaben über slavische und germanische Götter, böse Geister etc. 



373. J. H. Msc. hist. lit. 23 (III. 165). Pap. 17 X lOVa cm. 19. Jahrh. 

Almanach - Literatur mit Angabe der Schriften, in welchen Almanache recensirt sind. 
Lose Blätter. 



374. J. H. Msc. hist. lit. 24 (III. 289). Pap. 17 X 10.'/ 2 cm. 19. Jahrh. 
Literaturangaben zur Literaturgeschichte. 



375. J. H. Msc. hist. lit. 25 (III. 294). Pap. 17 X lO'/a cm. 19. Jahrh. 
Literaturangaben von Werken der Kunstwissenschaft, in 4 Kapseln. 



37.6. J. H. Msc. hist. lit. 26 (III. 283). Pap. 17 X 10 l /s cm. 19 Jahrh. 
Literaturnotizen über Kunst und Alterthümer. 



377. J. H. Msc. hist. lit. 27. Pap. 17 X lO'/a cm. 19. Jahrh. 
Literaturangaben über Werke der Baukunst. 



378. J. H. Msc. hist. lit. 28 (III. 277). Pap. 17 X 10 7a cm. 19. Jahrh. 
Literaturangaben über Werke der Zeichenkunst. 



379. J. H. Msc. hist. lit. 29. Pap. 4 X 3 cm. 19. Jahrh. 
Literaturangaben zu historischen und kunsthistorischen Hiscellen auf kleinen losen Blättchen. 



111 



F. 

Theologische Manuscripte. 

380. J. H. Msc. theol. 1 (IL 132). Pap. 31 X 22 cm. 75 Bl. 15. Jahrb. 
Biblia pauperum. 

Inhalts -Verzeichniss der einzelnen Capitel und Bücher der Bibel des 

alten und neuen Testaments. 
Beg. : Hie hebt sich an die bibcl der armen das erst pucli heisset Genesis . . . 

Ebd.: Ilolzdcckcl, mit rotligefärbtem Pergament überzogen. Buckeln u. Schliefsen fehlen. 
Wasserzeichen : Ochsenkopf mit lilume. 



381. J. H. Msc. theol. 2 (III 88). Pap. 27 X 19 ! /a cm. 111 Bl. 15. Jahrb. 
Psalter Davids. Deutsch. 

Beg.: Hye hebet sich an der psalter zu dut schein a/s in konig David 
hat gemacht vnd ist dyss die erste psahnen. 

Auf der Rückseite des Einhanddeckels eine colorirte Federzeichnung, Konig David darstellend 
(24 X 15 cm). 

Der Anfang jedes Psalmes ist in lateinischer Sprache beigefügt, beginnend mit einer roth 
eingeschriebenen Initiale. Sogar jeder Satz beginnt mit einem roth geschriebenen 
Buchstaben. 

Ebd.: Holzdeckel, zur Hälfte mit geprefstem Schweinsleder überzogen, früher mit einer 

Schliefse versehen, die zur Hälfte verloren. 
Wasserzeichen: Anker. 
Vgl. Cod. germ. Monac. 524- 527. 



382. J. H. Msc. theol. 3 (I. 2). Pap. 34 X 22 cm. 456 BL 16. Jahrb. 
Theologische Polemik. 

Theolog. Abhandlungen (78). Schreiben und Gegenschreiben aus dem 
Zeitalter der Reformation. 

Unter andern über die Erbsünde, die Kindertaufe von Cyriak Spangen- 
berg u. s. w. Mit einem Inhaltsverzeichnisse am Anfange. 
Zum Theil Abschriften. 

Ebd.: Gebunden in ein Bergamentblatt, einem Antiphonarium entnommen. 



383. .1.11. Msc. theol. 4 (I. 3). Pap. 33 X 22 cm. 213 Bl. 16. Jahrh. 
Theologische Polemik. 

Streitschriften aus dem Zeitalter der Reformation, besonders von 



112 



Spangenberg gegen Luther in Betreff der Erbsünde. Mit einem 
Inhaltsverzeichnisse am Anfange. 

Ebd.: Gebunden in ein einem theologischen Traktate entnommenes Pergamentblatt. 



384. J. H. Msc. theol. 5 (1. 4). Pap. 34 X 23 cm. 425 Bl. 16/17. Jahrh. 

Theologische Polemik. 

109 Abhandlungen, insbes. die Erbsünde u. a. betr., aus dem Refor- 
mationszeitalter von Cyriak Spangenberg u. s. w. Zus. 119 Briefe. 
Zum Theil Abschriften. 

Am Anfange: Inhaltsverzeichniss mit der Bemerkung: Register aller 
Schriften in disen Buch finde stu hernach am 83 Blat. Von späterer 
Hand wurde ein solches nochmals gefertigt und gleich an den 
Anfang gesetzt. 

Die erste Abhandlung ist: Jonae Frankens Census von der Formula 
Concordiae. Die zweite: Christliche Bekenntniss von der Erbsünde 
von demselben Jon. Frank. 

Ebd. : Pergamentblatt aus einem liturg. Werke. 



• 385. J. H. Msc. theol. 6 (I. 38) Pap. 34 X 22 cm. 529 Bl. 16. Jahrh. 

Theologische Polemik. 

96 Briefe und Abhandlungen polemischen Inhalts aus der Reformations- 
zeit. Darunter Bl. 16: 
Nr. 3. Luthers Urtheil über Caspar Schwenckfelds Schriften. 
« 4. Lutheri Epistola ad D. Hessum Pastorem Vratislav. de casu 

Boneri qui duxerat in uxorem germanae sororis filiam. 
« 7. Luthers Schreiben an die Gräfin von Seberck, darinnen er sich 
über Graf Albrechts Unternehmungen beklagt, nebst Schreiben 
von Spangenberg, Vermanung an die Christen zu Northausen 
1554, Widerlegung der Declaration Strigelii u. s. w. 



386. J. H. Msc. theol. 7 (II. 90). Pap. 34 X 22 cm. 340 Bl. 16. Jahrh. 

Theologische Polemik. 

45 polemische Schreiben aus dem Reformations-Zeitalter, unter andern 
von Spangenberg und Tinctorius über die Erbsünde. 



113 



Beginnend mit: 

1. Formula vcritatis oder endliche und gründliche Aussführung des 
Streits von der Erbsünde. Bl. i — 42. 

2. Valent. Meizells Schreiben an einen Freund von einigen Zwistigkeitcn 
mit etlichen Manssfcldischen Geistlichen wegen des Begräbniss seiner 
Kinder und unterlassenen Cotnmunicirens ao. 1579. 

Schliefst mit: 45. Cyr. Spangenbergs Schreiben an den Rath zu Jl/anss- 
feld, darinnen er seinen neuen Beruf nach Schlitz notificirt, seine 
rüchständige Besoldung fodert, und im /-'all man ihm einen neuen 
Beruf nach Manssfeld antragen solle, selbigen anzunehmen verspricht. 

Ebd.: Pappband, überzogen mit einem l'ergamentblatt aus einem Anliphonarium. 



387. J. IT. Msc. thool. 8 (II. 118). Pap. 32 '/ 2 X 22 cm. 463 BL Iß. Jahrb. 

Theologische Polemik. 

Der ander Teil allcrlcy Schriften (79 Schreiben und Gegenschreiben), 
so sich wegen des Streift s von der Erbsünde zwischen den Parteyn 
in der Graveschafft Mansfeldt und sunst zugetragen , sonderlichen 
die Zeit vber des 1573 Jars. 

Zum Theil Originalbriefe. 

Ebd.: Pergamentblatt aus einem Antiphonarium. 



388. .1. II. Msc. thool. 9. Pap. 35 X 23 cm. 102 Bl. IG Jahrb. 

Theologische Polemik, vorzüglich den Concordienstreit bar. 

Originalbriefe und Streitschriften, namentlich von Joh. Schelhamei 
und Nicolaus Herolt, dann von Jacob Pistor, Georg Baumeister 
und I [einrieb. Schmidt. 

Ebd.: PergamentblaU, beschrieben mit einem thcol. Tractat. 



389. J. H. Msc. thcol. 10 (III. 20'>). Pap. 33 X 21 cm. 63 Bl. 16. Jahrb. 

SCHELIIAMER und FABRICIUS, Theologische Polemik über die Person 
Christi, dessen zwei Naturen u. s. w. (Lutherische Christologie.) 

Ebd.: Beschriebenes l'ergamentblatt aus einem MesKlmchc. 



hcitsrhtih, Manuscriptn 1 1 . iU-rinnn. 



114 



390. J. H. Msc. theol. 11. Pap. 33 X 2lVa cm. 2 Bl. 16. Jahrh. 

Antwort auff die prcefation des Concordj BucJis der Kirchendiener zu 
Wims keim vbergeben dem Raht in vigilijs ascensionis Dm. ao. 1580. 



391. J. H. Msc. theol. 12. Pap. 34 X 21 cm. 8 Bl. 16. Jahrh. 

Vrsachen warumb durch die vnderschreibung der ersten Augspurgischen 
Confcssion die gebesserte vnd vermehrte keineswegs . . . soll geschlossen 
vnd auffgehoben werden. 



392. J. H. Msc. theol. 13 Pap. 34 X 21 cm. 16 Bl. 17. Jahrh. 

Von der Persönlichen Vereinigung der zweyen Naturen in Christo vnd 

Communicatione Idiomatum: item Vom Ampi vnsers Herren Jesu 
CJiristi. 



393. J. H. Msc. theol. 14 (II. 129). Pap. 37 X 25 cm. 26 Bl. 17. Jahrh. 

Liber Gonstitutionum oder Satzungen der Schwestern dess h. Prediger 
Ordens geschrieben vnd vollendet 1677 durch Martinum Fleischman. 

Ebd.: Brauner Lederbd. 



394. J. H. Msc. theol. 15. Pap. 34 X 22»/i cm. 32 Bl. 16. Jahrh. 

Glaubensbekenntniss von Mauritius Heilig, Jacobus Lechner, Joannes 
Schelhammer, Michael Besler, Conratus Klingenberck, Laurentius 
Durnhöfer, Christopherus Kauffmann und Joannes Kaufmann am 24. 
Juli 1 563 über einzelne Punkte der christlichen Lehre. (Abschrift.) 



395. J. H. Msc. theol. 16. Pap. 34 X 23 cm. 67 Bl. 17. Jahrh. 

Relation von Christoph Jacob IMHOF 

was in der Nümbergischen Kirchen nacJi Lutheri Seel. Todt für Strittig- 
keiten zwischen denen Tkcologis alda gewesen und qua occasione 
hernach die Normalbücher sind angerichtet worden. 

Beg.: Von Ursprung der Normal Bücher. 

Prov. u. Gesch.: Dieses Manuscript war früher mit einem andern vereinigt, denn auf der 
ersten Seite (resp. der dermaligen Titelseite) steht 282, die Blätter waren also ursprüng- 
lich gezählt, während jetzt die Seiten numerirt sind. Das Manuscript ist von der näm- 



115 



liehen Hand wie Msc. hist. lit. 3. 4. u. 5. und Msc. theol. 18a 11 - Diese fünf Imhofschen 
Handschriften waren also offenbar ursprünglich zusammengebunden. 



396. J. H. Msc. theol. 17. Pap. 35 X 23 cm. 72 Bl. 17. Jahrh. 

Kurzgefasste historie der librorum normaliuvi Nümbergischer Kirche aus 
meist geschriebenen documentis kürzlich zusammgezogen von G. G. 
ZELTNER. — Beg.: Sect. I. Von dem was in denen ersten Jahren 
von denen angenommenen Libris Normalibus vorhergegangen und An- 
lass dazu gegeben. 
Litt.: Btbl. Nor. Williana. P. II, p. 128. 



397. J. H. Msc. theol. 18. Pap. 34 X 22 cm. 38 BL IG 17. Jahrh. 
Fascikel theologischer Miscellen. Abhandlungen und Streitschriften. 



398. J. EL Msc. theol. 18a- Pap. 34 X 22 cm. 9 BL IG, lit. Jahrh. 
Theologische Miscellen. 

a) Neuerungen so die Theologi zu Strasburg ohne vorwissen ircs Ma- 

gistrais einzuführen sich unterstanden sollen haben. 3 Bl. 

b) Notizen von KLOSS über P. Lautensacks Offenbarung Jesu Christ] in 

Beziehung auf die Geschichte des Manuscripts. 4 Bl. (Mit Abschr.) 

c) Religionsstreitigkeiten 1655. 2 Bl. 

d) Abendmahlstreit betreffende Abhandlungen. 30 Bl. Bekenntniss von 
Rosier; endlich kurze historische Relation. (Diese von der nämlichen Hand 
wie Msc. theol. 16.) 

Prov. u. Gesch.: Aus des Ebncrschcn Auction : a, c u. d. 



399. J. II. Msc. theol. 19 (I. 20). Pap. 20 X 15 cm. 56 Bl. 15. Jahrh. 
Predigten. 

Bcg. : Hernach volgcn gar schoen predig dy ein andechtiger Lerer gc- 
prediget hat Die shol du selig mensch gar eben markant. 

Schliefst: Hie hat das puch eud got von hymel sein parmherezigkeit zu 

vns wend amen, geschriben zu sant gerdrawten in der clawssen 

vnd geendt an sant Johannes abent des heiligen zwclffpotcn nach 

ostern do man zalt tausent vir hundert vnd in dem LUV// jar. 

Ebd.: Brosch. 
Wasserzeichen : Ochsenkopf. 

8» 



116 



400. J. H. Msc. theol. 20 (111.83). Pap. 21V2 X I6V2 cm. 290 El. lÖ.Jahrh. 

AUERBACH (Joh.), Miscellanea theologica. 

Beg.: Incipit direclorium (instru6lio pro confessore) per dominum Jo- 

hannem Auerbach. Bl. 1 — 68. 
Folgt: Traclatus de expeditione infirmorum qui sunt in articulo mortis. 

Bl. 68—75. 
Sermo de nouis sacerdotibus. Bl. 77 — 82. 
Passio Domini. Bl. 82 — m. 

Sermones de beata Virgine, de dcdicatione ecclcsic etc. Homilien auf 
Sonn- und Festtage. 

Scheint im ersten Theile die eigene Handschrift des Joh. Auerbach zu sein. Die Sermones 

sind von verschiedenen Händen geschrieben. Mit vorausgeschicktem Index. 
Ebd.: Holzdeckel, mit rothgefärbtem Leder überzogen. Schliefsen und Beschläge fehlen. 



401. J. H. Msc. theol. 21 (II. 255). Pap. 21>/ 2 X 17 cm. 60 Bl. 16. Jahrk 

SCHELHAMERS Traktate über die Person Christi. 

Confcssio M. Johannis ScJiclhamcr ab ipso ampliss. senatui Norico 

oblata, qua? asservatur in bibliotJicca ptiblica. 
In hoc libello ha?c traclantur: 

1) De persona Christi definitione an reifte dicatur, humanam naturam a Xoyw sustentari. 

2) An humana natura existere possit extra unionem persona/em. 

3) De communicatione idiomatutn quod sit et an in hypos/atica unionc fiat mulua com- 
municatio. 

4) An natura humana in Christo sit ubique et omnipotens. 

5) Kefutatio preeeipuorum errorum, qui de persona Christi hoc tempore sparguntur. 

6) Explicatio vocabulorum yivEO&ai, Xa/xßaveiv et £mXafißäv£G&ai. Bl. 1 — 56. 
Zeugnis Martini Lutheri Jtciligcr gcdäclttnus belangend die Ubiquitet 

vnd anders disem anJtengig . . . nach dem streitt von dem heiligcii 
abentmal in Druck auf gangen. Bl. 58 — 68. 

Ebd.: Pappbd. 



402. J. H. Msc. theol. 22 (III. 254). Pap. 21 X 17 cm. 47 Bl. 16. Jahrh. 

STRIGENICII, Eigne Hand- und Kirchenacta zu Annaberg. 

Manchcrley Schreiben so aus der superintendenz Annaberg an die pasto- 
res derse/beu etlicli iar nach einander ergangen . . . durch M. 
Gregorium Strigcnicium pastorem zu der Zeit zum Wolckcnstein. 
(1574— 1581.) 

Prov. u. Gesch.: Aus der Bibl. Nor. 
Ebd.: Neuer Pappband. 



117 



403. J. H. Msc. theol. 23 (III. 261). Pap 23 X 17 cm. 16 HL 1«. Jahrh. 
Appellation Dr. SAMUEL HUBERS zu Regensburg. 

Beg.: Der streit zzvischen denen Herrn Württcmbcrgischcn Theologen, 

so izt zu Regenspurg ao. 94 viff dem Reichstage Seyen, vnd Docl. 

Samuel Hubems steet vff diser proposition oder Schlussrede. 
Am Schlüsse gleichsam als Titel: Appellation Docl. Samuel Hubers zu 

Regenspurg ao. 94 vff dem Reichstage wider die Theologen aus 

dem Hcrzogthumb Wirtenberg, daselbst dannzumal anwesend. 
Ebd. : Pappbd- 



404. J. EL Msc. theol. 24 (III. 264). Pap. 22 X 17 cm. 6 HL 17. Jahrh. 

Formula des Religion- Friedens zu Regensburg . . . auf dem Reichstag 
ao. 1553. In drei Sprachen. (Abschrift.) 



405. J. H. Msc. theol. 25 (III. 263). Pap. 21»/i X 16 cm. 8 BL 17. Jahrh. 

Kurtzes Bedenken Joachim Fröers vber die Lasterschrifft wider Herrn 
Johan Schelhamtner aussgangen. In welchem auch abzeichnet werden 
etliche grobe Bczüchtigungcn damit der schmachscribent nie Fröer 
vubillich antastet vnnd beschwerdt. 



406. .1.11. Msc. theol. 20 (III. 259). Pap. 21« /> X 16'/ 2 cm. 54 BL 17. Jahrh. 
EUSTACIIII POYSSELS 7 Tractetlein. 

Darinne die ersten drey meltcn von verenderung der neuen vnd alten Üsstern. 

4- 

Kurze auslegung des 13. Cap. der Offenbarung Johannis. 

5- 

Ein gesprech zwischen eim Christen vnd dem liapst. 

6. 

Wie lang die weit stehen soll, neben dem wunderbarlichcn gesiebt des Bruder Clauss in 
Schweiz. 

7- 

Die Braut des Lambs. Das Ilimlische neue Jerusalem aus dem 21 vnd 22 Cap. der 
Offenbarung Johannis. 

Am Schlüsse: Gedruckt im J. 1594. 

Prov. lt. Gesch.: Nach einer Bemerkung auf dem ersten Blatte einst im Besitz von Stefan 
Stettncr. 



118 



407. J. H. Msc. theol. 27 (III. 260). Pap. 21 X 16»/ 2 cm. 18 131. 17. Jahrb. 

Streitschrift gegen das Papstthum. 

Der von Gott bestivibten Zaliln des AnticJirists 1260 cntlicJier aus- 
gang vndt Endte. Apocalypsis Ii. 12. 13. Sanibt zvidcrJwluvg 
wie vnd welcher gestalt gemelte von Gott bestimbte zahln dise ver- 
schine Jar her bey des jetzt regirunden Khaysers Rudolfy Zeiten 
aufs gezviseste zum offtermahl zuegetroff en. 

Abschrift einer 1608 gedruckten Broschüre. 



408. J. H. Msc. theol. 28 (III. 121). Pap. 24'/ 2 X 187a cm. 92 Bl. 18. Jahrh. 
Tuba evangelica. 

Evangelische Trompettcn nah dem model der siben Apokalypsischen 
Posaunen gegossen durch deren entsczlichcn fhall jede im shlajf 
der Tod sünd vertieffte seel zum besseren Leben aufgezveckt wird. 
Von P. Antonio Sepp Soc. Jesu . . . der höh teutschen Nation zu 
lieb beschriben vnd in siben Bücher abgetheilt anno 17 17. 

Liber tertius. Das III. Buch oder Trompettenshall der I. Theil von 
den üblen cjfec~lten der sünd. 

Ebd.: Pappbd. * 

409. J. H. Msc. theol. 29 (III. 104). Perg. 15'/ 2 X H cm. 2 Col. 49 Zeilen. 

527 Bl. 13. Jahrh. 

Biblia sacra. 

Die ganze heilige Schrift in der Vulgata, schön auf feines Pergament 
geschrieben mit vielen farbigen Arabesken und Initialen, in welchen 
sich meist kleine Miniaturen befinden. 

Prov.: Höchst wahrscheinlich italienischen Ursprungs. 
Ebd. : Pappbd. aus neuerer Zeit. 

Der Codex ist nahe verwandt dem Msc. A. I. 19 der Hauptsammlung der kgl. Bibliothek. 



410. J. H. Msc. theol. 30 (III. 73). Pap. 177 2 X H cm. 19 Bl. 18. Jahrh. 
Lauretanische Litaney. In festo inventionis et exaltationis S. Crucis. 1 7 5 1 . 
Mit Noten. 



411. J. H. Msc. theol. 31 (III. 106). Pap. 17 X H cm. 92 Bl. 19. Jahrh. 
Auserlesene Andachts-Uebungen. 

Ebd.: Rolher Saffian. 



119 



G. 

Juristische Manuscripte. 

412. J. EL Msc. jur. 1 (III. 77). Teig. u. Pap. 22 X 16 cm. 42 BL 14. Jahrb. 

Goldene Bulle Karls IV. vom Jahre 1356. 

Beg. : In dem namen d 1 heiligen einmütigen dryvaltikcit sclicliclin ante 

. . . (K)arolus der Vicrd von gotz gnaden . . . 
Schliefst: . . . in die zu fügen von der anweisug vnd geselleschafft vnd 

ler sie in der selben sprach gelert vnd vntzveiset müget werden. 

explicit. 

Ebd.: Fergamentblatt, auf dessen Rückseite der Inhalt der Bulle angegeben. 
Von zwei Händen geschrieben. 

413. J. IT. Msc. jur la (III. 127). Pap. 34 X 20Va «11. 238 Bl. 16/17. Jahrh. 
Kaufbriefe, Lehenbriefe u. Verträge Würzburger u. Bamberger Bischöfe. 

Beg.: Vertrag Bischoff Johan [des geschlechts von Brun) wie vnd welcher 

gestallt zu Crumb gezchendt werden soll. Anno 141 3. 
Schliefst: Anno 1659. 

Beglaubigtes Copialbuch des Geschlechts der LORBER. Mit vielen 
colorirten Wappen. 

Am Ende des Buches haben viele Blätter durch Wasser gelitten. 

Prov. ti. Gesch.: Auf dem Einbanddecke) ist das Wappen des Fürstbischofs Julius Echter 

von Mespelbrunn und das der Lorber. 
Ebd.: Von dem Originaleinband ist nur die Vorderseite, grün gefärbtes Pergament mit 

den Wappen, erhalten. Das Ganze ist durch eine neue Decke geschützt. 



414. J. II. Msc. jur. lb (III. 128). Pap. 34 X 22 cm. 13G Bl. 16. Jahrh. 

Verhandlungen zwischen den Bischöfen von \Yuizburg und der Land- 
schaft wegen Landesschulden. 
Beg. mit einem Landtag oder Landrechnungstag unter Bischof Fridcrich 

von Wirzburg a. 1560. Folgt: Landtag a. 1566. 
Schliefst mit einem ebensolchen 1577 unter Bischof Julius. 
Bl. 84 folgen von anderer Hand: Berichte über Lemdtrechnwngstage 
Anno domini 1575 zu Wirtzburg. 1577, 1578, 1581, 1583 u. Land- 
tage 1583 auf Bl. 123; auf Bl. 129 Verzcichuus etlicher Religions- 
sachen', schliefst auf Bl. 135: Fünfjerige Türckcnhilf 1583 betr. 

Ursprünglich waren 21 Blatt am Anfang mehr; auch am Ende fehlen einige Blatt. 
Ebd.: Malbfranzbd. 



120 



415. J. H. Mscjur. lc (III. 144). Pap. 31 X 22 cm. 235 Bl. 14/15. Jahrh 
Fürstbischöfliches Steuereinnahmebuch. 

Auf der Vorderseite des Einbandes steht: «Percepta Stcwr bcy Bischoue 

Albreg (Albrecht Graf von Wei theim 1398— 142 1) geschehen 1403.» 

Prov. u. Gesch.: Auf der Innenseite des Einband -Umschlages: Ad Reglstraturam Recep- 

turce Superioris Bambergens. 
Ebd. : Original -Schweinslederband. 
Wasserzeichen: Kleiner Ochsenkopf. 



416. J. H. Mscjur. 2 (II. 119). Pap. 34 X 22 cm. 134 Bl. 17. Jahrh. 

Bamberger Lehenbuch unter Bischof Johann Georg vom Jahre 1619. Ab- 
schriften sämmtlicher Lehenbriefe von einer Hand aus gleicher Zeit. 
Beg.: Copia supplicationis pro intercessione der sambtlichen Hoffmänner 
Bc lehnung zu Bamberg betreffende 

Prov. u. Gesch.: Auf dem ersten Blatte steht die Ankaufssumme des Manuscriptes: 24 Xr. 
Ebd. : Brosch. 



417. J. H. Msc. jur. 2a (I. 14). Pap. 33 X 20'/a cm - 17 1 Bl. 17. Jahrh. 
Lehenbuch der Herren von GIECH. 

Bamberger und Würzburger Lehen-, Kaufs- und Vertragsbriefe aus dem 
XV., XVI. und XVII. Jahrh., beglaubigt von Joh. Kell, Notarius in 
Culmbach im Jahre 1600. 



418. J. H. Mscjur. 2b (III. 189). Pap. 34 X 22 cm. 87 Bl. 16/17. Jahrh. 

Würzburger Reichslehenbriefe, Privilegien, Kaufbriefe, meistens Ab- 
schriften, darunter: Copia Cayser Maximilians des ersten Confirmatiou 
der Würzburgischen Privilegien 1498. 18. Mai. (Kaiserurkunden.) 
Ebd. : Mappe. 



419. J. H. Mscjur. 3 (I. 29). Pap. 30 X 21 cm. 191 Bl. 16. Jahrh. 

SCHEURLS Lehenbuch. 

Auf dem ersten Blatte : AbschrifftbucJi Albrechten Schewrln vnnd seiner 
geschivistret Lehen vnnd kauf b rief, vertreg, Rechnungen, Schuld- 
verschreibungen, Quittung, Inucntaricn, Indicien etc. 



121 



Durch mich Doclor Christofen Sc hau r In jrs vettern seligen b rudern an- 
gefangen den 21. Scptcmb. 1532. Reicht bis 1545. 

Mit einer von Christ. Scheurl selbst geschriebenen und an seinen Vetter 
Albrecht Scheurl gerichteten Vorrede. 

Am Schlüsse fehlen einige Blätter ^92 — 198). 

Ebd.: Brauner, geprefster Originallederband. 

Litt.: Kern in den Nachrichten von der hist. Commission 1860. 

Wasserzeichen: Ochsenkopf ohne Blume. 



420. J. H. Msc. jur. 4 (II. 128). Pap. 42 X 29 cm. 121 Bl. 16,17. Jahrh. 

Copialbuch der Schedeischen Lehen von 1428 — 1629. 

Beg. : Copia leltennbrieff vber denn zehenndenn zu ober/in Reichennpack. 
Schliefst mit dem: Erb Brief iber die Wiscn zu Diebersdorff. 

Ebd.: I'ergamentblatt aus einem liturgischen mit Noten versehenen Traktate des 15. Jahrh. 

Durch eine ätzende Flüssigkeit ist der Codex theilweise verderbt. 
Litt.: Erwähnt in den Nachrichten von der hist. Commission 1860. 
Wasserzeichtn : Grofscs Nürnberger Stadtwappen. 



421. J. II. Msc. jur. 5 (IL 60»). Pap. 33 X 21 cm. 602 Bl. 16/17. Jahrh. 

SCHEDELS Lehenbuch von Eldcrsdorf, Kronach, Rückersdorf, Diebers- 
dorf, Grundtlach, Lindabach, Niderlindabach, Cotnuinsdorff, Guss- 
manssfelden, Maylach, Lonnersstadt, Elbeisdorff, Egerten, Each. 
6 erste Blatt fehlen. Beg.: Hernach volgt was mein Vetter Herr Martin 
Pfinntzing, als er meine Reichslehen in Verwaltung gehabt, mit denn 
Patern gehanndelt hat. 

rrov. u. Gesch.: Der Besitz ist auf dem Einbanddeckel durch das Wappen Seb. Schedell 

angezeigt. (Colorirtcr Holzschnitt.) 
Ebd.: Brauner Lederband. 

422. J. EL Msc. jur. 6 (I. 28). Pap. 33 X 22 cm. 67 Hl. IC. Jahrh. 
GEORG IIALLERS Stiftungsbuch von ca. 1530 bis ca. 1560. 

Ebd. : Original - Sch weinslederbd. 

Wasserzeichen: Kleines Nürnberger Stadtwappen. 



423. J.II. Msc. jur. 7 (II. 144). Pap. 33 X 21 '/ a cm. 44 Bl. 16/17. Jahrh. 

Centhordtnung der Centn HohenAich vnd Beschreibung derselben anno 
1596. Mit spateren Zusätzen. 

Ebd.: Rotligefärbles Pergament. — Vgl. Msc. jur. 26. 



122 



424. J. H. Msc. jur. 8 (II. 135). Pap. 35 X 22 cm. 99 Bl. 18. Jahrh. 

Stadt- Gerichts -Ordnung {Verneuerte) zu Nürnberg alhicr. S. i — 109. 

Folgt die Appellation - Gerichts Ordnung. S. I— 40. 

Dann: Stylus Curiae Noriinbergensis. Nebst einer walirhafften Beschrei- 
bung der Loch-Gefängniss zu Nürnberg unter dem Rath-Hauss. 
S. 1—45. 

Endlich: Nürnbergische Praxis judiciaria Authore Jod. Pellero. 24 S. 

Ebd.: Rucken und Ecken in Schweinsleder. 

Litt.: Will. Bibl. Noric. I. pag. 29., pag. 102 — 109. 



425. J. H. Msc. jur. 9 (II. 126). Pap. 31 X 19 cm. 208 Bl. 17. Jahrh. 

Vorchheimer Handwerker -Ordnungen. Copien aus dem XVII. Jahrh. 

12 Ordnungen auf 208 Bl. 

Frov. u. Gesch.: Auf der Rückseite des Einbanddeckels steht der Kaufpreis I Fl. 12 Xr. 
Ebd.: Pergamentblatt aus einem gedruckten Antiphonarium. 



426. J. H. Msc. jur. 10 (III. 247p). Pap. 32'/,, X 22 cm. 13 Bl. 16. Jahrh. 

Bamberger Leyne vnd Stauchenweber- Ordnung. 

Mit Endcrung vnnd Erclerung etlicher Articul von späteren Händen. 

Wasserzeichen : Bär. 



427. J. H. Msc. jur. 11 (II. 82). Pap. 327 2 X 21'/ 2 cm. 83 Bl. 17. Jahrh. 

Friedenstraktate Kaiser Ferdinands III., nach dem 30jährigen Kriege 

gegeben zu Regensburg den 17. Mai 1654. (Abschrift.) 

Ebd.: Rücken und Ecken in Schweinsleder. 

Prov. u. Gesch.: Aus dem Besitze des Adam Schiel. 



428. J. H. Msc. jur. 12 (III. 192). Pap. 33 X 22 cm. 135 Bl. 18. Jahrh. 
Markgräflich Brandenburgische Verträge, Jurist. Gutachten u. s. w. 

Lose Blätter in einem Fascikel. 

429. J. H. Msc. jur. 13 (III. 120). Pap. 35 X 22 »/, cm. 123 Bl. 17/18. Jahrh. 

Verträge zwischen Bamberg und dem Hause Brandenburg. 

Beg.: uMarggräffliche Vertrag» von 1 401— 1675. Zusammen 63 Ver- 



123 



träge, für die von S. 85 — 98 ein Index angefügt ist. Von S. ,99 
bis 246 folgen dann weitere Verträge und Berichte, von denen 
viele auf Bamberg Bezug haben. (Abschriften.) 

Ebd.: Schweinslederband. 



430. J. H. Msc. jur. 14 (III. 120). Pap. 35 X 20'/ 2 cm. 527 Hl. 17. Jahrh. 
Verträge: Markgräflich Brandenburgische, Burggräflich Nürnbergische, 
Pfalz - Neuburgische, Obcrpfalzische, Rotenbergische mit der Stadt 
Nürnberg und sonstige Aktenstucke vom J. 1401 — 1675. (Abschriften.; 
Ebd.: Pappbd. 



431. J.II. Msc. jur. 15 (II. 117). Pap. 34' 2 X 22 cm. 350 131. 17. Jahrh. 

Sammelband, enthaltend: Originale und Abschriften von Testamenten, 
Vergleichen, Verträgen, meistens Nürnberg betr. 
Auf dem Rücken des Einbandes steht: Testamcntorum sive Ultimatum 
voluntatum variorumque contracluum et transacliouum intcr amicos 
aliosque tomus. 
Cum appendice processuum quorundam cameralium. 

Prov. u. Gesch.: Nach dem auf der Innenseite des Bücherdeekels eingeklebten Wappen 

aus dem Besitze einer Nürnberger Familie. 
Ebd.: Grüngefärbter Lederband. 



432. J. H. Msc. jur. IG (I. 34). Pap. 32 X 21 cm. 238 BL 16. Jahrh. 
Sammelband, enthaltend Quittungen, Schuldbriefe, Kaufverträge, Eide 

u. s. w. Copcy buch allerlei Schreiberei betreuffent zusammenbracht 
durch mich Joachim Rephim anno 1546. 
Beg. : Forma eines Gescheffts. Folgen: Öffentlich ausschreiben eines 
gesellen schicssens ; Urkhundt einer er liehen Geburt vnd auf Urning 
eines Hatldtwercks] später: Gerichtsordnung der Stadt Altdorff. Bl.178. 
Ursprünglich 238 Blätter, von denen einige ausgeschnitten sind, so 
BL 30. 91. 192 193. 194. 

Prov. u. Gesch.: Nach einer Bemerkung auf dem ersten Blatte kaufte diesen Band 1634 

Johann Joachim Syiing. 
Ebd. : Brauner Originallcderband. 



433. J.II. Msc. jur. 17 (II. 84). Pap. 33 X 20 cm. 111 BL 17. Jahrh. 
Lisberger Protokollbuch. 



124 



ProtJiocoll über alle und jede Sachen, so sich bey den adenlicli Ritter- 
güttem Liessberg undt Zettmansdorff sambt den darein gehörigen 
vnderthanen . . . in Ciagen nndt darauff erfolgte bescheiden zu- 
tragen und ergehen. Angefangen ao. 1625. Reicht bis 1659. 

Ebd.: Pergamentblatt aus einem Choralbuche. 



434. J. H. Msc. jur. 18 (II. 88). Pap. 32 X 22 cm. 115 Bl. 17. Jahrb. 

Lisberger und Zettmannsdorfer Protokollbuch über 

alle Kaujf, die sich mit den lehenbaren Güttern bey den Underthancn 

zutragen. Vom Jahre 161 2 — 1664. 
Ebd. : Schweinslederband. 



435. J. H. Msc. jur. 19 (III. 247z). p ap . 36 X 23 cm. 26 Bl. 18. Jahrh. 

Specification der Documente, Lehen-, Kaufs- und Vertrags -Briefe, welche 
sich in der Registratur zu Lisberg vorgefunden haben. 



436. J. H. Msc. jur. 20 (IL 83). Pap. 32>/ 2 X 21 cm. 242 Bl. 17. Jahrb. 

Klagen und Bescheide. 

Clag vnnd daruf eruolgte Be Scheidt. Anno 161 5. 

Beg. : Donnerstag 19. Oct. 1614 Clagt Michaeil Engler t zue Bamberg 

. . . bey Georg Grassern zue Priessendorf. 
Schliefst: Bl. 144. 1625. 

Bl. 145 : Volgcn vnderschiedliche Schulden der Vnderthanen vnd darujf 
volgende AusstJieillungen. Bis Bl. 238. 

Bl. 241 : Güttliche Vergleichung zwischen einer Gemeindt zue Priessen- 
dorf vnd Newhausen, den Viehetrieb betreffend, und einer Ver- 
gleichung zwischen den Gemeinden zu Drussenfurt vnd Kirchaych 
wegen des Viehetrieb zum Nösslesberg 6. Jul. 161 5. 

Ebd.: Schweinslederbd. 



437. J. H. Msc. jur. 21 (I. 31). Pap. 35 Va X 22 cm. 20 Bl. 18. Jahrh. 

Spiegel key serlicher vn gemeine Landtrecht von 12 19 sammt Register. 

Abschrift des Textes nur insoweit er auf die nach den Miniaturen gefertigten 6 Federzeich- 
nungen Bezug hat. Beigebunden sind Abschriften von Urkunden u. a. 
Ebd.: Pappbd. 



125 



438. J. H. Msc. jur. 22. Pap. 36 X 22 cm. 158 Bl. 17. Jahrh. 

HELD (Chr.), Begriff und Bcdcnckcn über die Niedergcrichtbarkeit und 
Frevel Straff, wie man dem fundirt, auch sich derowegen wieder 
die Benachbarte aufzuJialtcn haben. 17. Juni 161 3. 
Ebd.: Mod. Pappbd. 

439. J.II. Msc. jur. 23 (III. 243d). Pap. 34 X 23 cm. 10 Bl. IG. Jahrli. 

Forma testamenti solemnis in scriptis mit lat. Glossen. 

Ausschnitt aus einem grofseren Jurist. Manuscripte von Bl. 140—149. 

440. J. H. Msc. jur. 24 (III. 215a). Pap. 34 X 22 cm. 29 Bl. 18. Jahrb. 

Compendium legtim ac ordinum Reip. Vcnctae de tutelis pupillonnn. 
Bl. 1—23. 

Variae de judicio tutclari Noriberg. Reip. variorum opiniones. Bl. 25 — 29. 

441. J. H. Msc. jur. 24a. Pap. 35 X 22 cm. 24 Bl. 18. Jahrh. 
Prozefs wegen Falschmünzerei gegen Georg liischoff u. Compl. 1712. 

442. .). II. Msc. jur. 25. Pap. 35 X 22 cm. 50 Bl. 17. .Jahrli. 

Akten: Diebstähle und Waldfrevel betr. Anzeigen und Eingaben. 

443. J. H. Msc. jur. 26 (III. 247m). Pap. 22 X 17 <m 17 Bl. 16. Jahrh. 

Ilolienaicher Zentgerichtsordnung. 149 1 . (Abschrift.) 

Ebd.: Pergamentblatt aus einem Evangelienbuch des XII. Jahrh. 
Vergl. Msc. jur. 7. : 

444. .1. II. Msc. jur. 27 (III.247v). Pap. 2iy 2 X 16'/ 2 «an. 16 BL 17. Jahrh. 

Dorfs- Ordnung zu Kirchaich, renovirt anno 1653. Ebd.: Pappbd. 

445. J. II. Msc. jur. 28 (III. 27). Pap. 22 X 18 cm. 224 Bl. 18. Jahrh. 

Collegium Herrn Doeloris Donauers Profcssoris zu Altdorf über die Nürnberfdsehc Reform. 
(Donauer, geb. den 30. Oct. 1738 zu Atzendorf, gest. den 15. Aug. 1804 als Hofralh und 

Kanzleidirector der Grafen von Thurnau. Vgl. Jäcks Pantheon p, 223 ) 
Ebd.: Pappbd. 

446. J.II. Msc. jur. 29 (III. 247d). Pap. 33 X 22»/ t cm. 3 Bl. 18. Jahrh 
Nürnberger tialsgerichtsordnang. 



447. .1.11. Msc. jur. 30. Pap. Sl'/a X 20'/ 2 7 ' {1 L7. Jahrh. 

Centbericht vom Stifte Bamberg. 1648 — 1650. 



126 



H. 

Medicinische Manuscripte. 

448. J. H. Msc. med. 1 (III. 84). Pap. 28X21 cm. 2 Col. 145 Bl. 15. Jahrb. 

a) Anonymi collecl:io medicamentorum recipiendorum. Bl. I — 6o. 

b) Lexicon morale, juridicum cum concione a litt. A ad F. ' Bl. 6i — 107. 

c) Commentarius in diversos locos novi testamenti. Bl. 108 — 145. 

Von verschiedenen Händen geschrieben. 
Ebd.: Halbfranzbd. 

449. J. H. Msc. med. 2 (II. 138). Pap. 28 X 21V 2 cm. 130 Bl. 16. Jahrb. 
Arznei -Vorschriften, darunter einige über Syphilis, wie auf Bl. 108. 

Prov. u. Gesch.: Nach einer Bemerkung auf Bl. 115'' geschrieben gegen das Jahr 1 5 1 3. 
Aus dem Besitze von Johannes Lantzendorffer zu Stadtsteinach. 

Ebd.: Originalbd. in roth gefärbtem Pergament, dessen Verbindungsglieder zwei mit einem 
theol. Traktate beschriebene Pergamentstreifen bilden. 



450. J.H. Msc. med. 3 (III. 18). Pap. 33X23 cm. 161 Bl. u. 16 loseBl. 16. Jahrb. 
Miscellanea medicinalia. 

Enthaltend zum Theil Recepte, zum Theil briefl. Gutachten über verschie- 
dene Bäder, so z. B. Bl. 5 — 9: über den Sauerbrunnen zu Eben- 
hausen bei Göppingen von Dr. Gewandschneider, Bl. 132 über Kis- 
singen von Camerarius, Bl. 1 50 — 155 über Schvvalbach von Camerarius, 
Bl. 133 über Burgbernheim u. s. w. Merkwürdig sind die Ergän- 
zungen zu jenen, welche in der Cista medica stehen, z. B. die von 
dem berühmten Arzt Camerarius. 

Prov. u. Gesch.: Von Dr. Heffner, prakt. Arzt in Würzburg, im Jahre 1854 benützt. Auf 

der ersten Seite stehen die Worte: Herbis non verbis curandum. 
Ebd.: Pergamentblatt eines Antiphonariums. 



451. J. H. Msc med. 4 (III. 19). Pap. 34 X 22 cm. 58 Bl. 17. Jabrh. 
WEISEM ANNS Erklärungen zu Hippokrates' Werk: de natura hominis. 

In Hippokratis Coi libellum de natura hominis vno/xvtj/xaTcc Simonis 
Weisemanni philosophice et medianes doeloris a. 1620 fidcliter exhibita. 

Ebd. : Pergamentrücken. 

452. J. H. Msc. med. 5 (III. 20e). Pap. 32 X 22 cm. 2 Bl. 16. Jahrb. 
Über einen Stein, von dem der Domherr Johann Fuchs durch Dr. Lucas 

Stengel befreit wurde. 



127 



453. J. H. Msc. med. 6 (III. 20a). Pap 33 X 22 cm. 7 BL 16. Jal.il>. 

a) Ein Consilium von 3 Ärzten über den Krankheitszustand des Pfalz- 

grafen Ludwig (15Ö1). 5 BL 

b) Catkalogus pharmacorum. 2 BL 



454. J. II. Msc. med. 7 (III. 20c). Pap. 34 X 22 cm. 4 BL 16. Jahrh. 
Bericht über Fliegenerzeugung in dem Auge eines Knaben. 

Joachim Camerarius gewidmet. 

455. J.II. Msc. med. 8. Pap. 34 X 22 cm. 17 BL 16. Jahrh. 

Arztliche Gutachten und Vorschriften von Joachim Camerarius und an 
denselben gerichtete Schreiben von Ärzten. 

Teilweise gedruckt in Körnung, Cista medica. 1626. 



456. J. EL Msc. med. 9. Pap. 34 X 22 cm. 60 BL 16/17. Jahrh. 

Verschiedene kleinere medicinischc Abhandlungen und Notizen, Rath- 
schläge, Recepte, dann Gutachten über Badekuren. 



457. J. BL Msc. med. 10 (III. 265). Pap. 21 X ]6 cm. 233 BL 16/16 Jahrh. 
Medicinische Abhandlungen. 

Von verschiedenen Händen geschrieben. Bl. 154: Intipmnt pwu'la medieina/ia , eine 
gröfsere Abhandlung, welche bis Bl. 222 reicht. Am Schinne ein zuverlässiger Index 
von der Hand Dr. Palmas. 

Prov. 11. Gesch.: Auf der Rückseite des Einbandet steht «24 Xr. ", um welchen Treis es 
aus dem Nachlasse des Ur. Palma ersteigert worden zu sein scheint. 

Ebd.: Pergamentblatt, mit einem theol. Traktat beschrieben. 



458. J.II. Msc. med. 11 (III. 36'). Pap. 24 X 16 cm. 114 BL 16. Jahrh. 
JACOB SCIIHGKS Anmerkungen zu Galenos. 

/// paruatn artetn Galeni etnnotationes qmedatn clariss. viti D. J. Schegkii 
pliilosopJiice ac artis medicce doftoris et ordinarii in inelyta Tid>iu- 
gensi scliola professoris. 

Blatt 49: /// Galeni librum de tnorbotum diß'erctttijs annolationcs Jacob j Sektgkij. 

Geschrieben von Dr. (Jeorg Palma. 
Prov. u. Gesch.: Nach dem auf der Rückseite des Umschlags eingeklebten Wappen einst 

im Besitz des Nürnberger Arztes Dr. Palma. Auf der Vorderseite des Einbandumschlags 
' ist N. 4 eingezeichnet und die Worte: Dem ersamen vnnd weysen Hanns Palten zu l'lni. 
Ebd : Blatt aus einem theologischen Traktale. 



128 



459. J. H. Msc. med. 12 (III. 36m). p ap . 21 X 15 cm. 165 Bl. 15/16. Jahrh. 

Varia medicamenta contra varios morbos. 

Arzneimittel wider alle möglichen Krankheiten, nebst Anweisungen zur 
Herstellung von zum Haushalte nöthigen Mitteln. 

Von verschiedenen Händen geschrieben. 
Ebd : Originaleinband in braunem Leder. 



460. J. H. Msc. med. 13. Pap. 22 X 17 cm. 26 Bl. 16. Jahrh. 

Statuta respicientia medicos et pJiarmacopolas in civit. Herbip ol. Bl. i — 9. 
Juramentum Apothecariorum. Bl. 9 — 10. 
ApotJiecker gesellen PflicJit zu Bamberg. Bl. 11— 16. 
Ordnung der Apothecker jn jüngst gehaltener Visitation neben dem Tax 

aufgericht. Bl. 16 — 18. 
Apothecker Aydt. Bl. 18. 
Apotheker Ordnung zu Coburg. Bl. 20 — 26. 

Prem. w. Gesch.: Nach dem eingeklebten Wappen einst im Besitze des Nürnberger Arztes 
Dr. Palma. 

Ebd.: Pergamentblatt, mit einem theol. Traktate beschrieben, dient als Umschlagdecke. 



461. J. H. Msc. med. 14 (III. 36o). Pap. 23 X 17 cm. 53 Bl. 16. Jahrb. 

Rathschläge gegen die Pest. 

Kurtzer BericJit, wie man sich jn denen jetzo vorstellenden Haupt Kranck- 
heitten vnnd Seuch mit der Prceseruation oder Verwahrungen, dar- 
nach auch der Curation . . . verhallten soll, zu dinste den Einwoh- 
nern oder Burgerschafft der Churfürstlichcn Stadt Amberg . . . zu- 
samen getragen. Anno 1 57 1 - 

Prov. und Gesch.: Ebenfalls einst im Besitz des Nürnberger Arztes Palma. 
Ebd. : Pergamentblatt eines theol. Traktates dient als Umschlag. 



462. J. H. Msc. med. 15 (III. 36p). Pap. 23 Ys X 17 cm. 51 Bl. 16. Jahrh. 

Sammlung von Recepten. (1556.) 

Formidee ad varia morborum gener a. 

Mit vorausgeschicktem Index und Ergänzungen von Palmas Hand. 

Prov. u. Gesch.: Nach dem Bücherzeichen auf der Rückseite der Einbanddecke einst im 

Besitze des Nürnberger Arztes Dr. Palma. » 
Ebd.: Pappbd. 



129 



463. J. H. Msc. med. 16 (III. 36«). Pap. 22 X 17 cm. 111 BL IG. Jahrh. 

Observationes ex Theophrasti libris. 

Auszüge und Bemerkungen aus Thcophrasts Schriften in deutscher 
Sprache, mit Register von Dr. Georg Talma. 

Vergl.: Notae in Theophrasti Paracelsi et alionim libros. (Msc. der Nürnberger Stadtbibl.) 
Prot), u. Gesch.: Stammt aus dem Besitze des Nürnberger Arztes Palma. 
Ebd.: Geheftet in ein Pergamentblatt. 

464. J.II. Msc. med. 17 (III. 25.'!). Pap. 22'/ a X 17 cm. 22 BL 16. Jahrh. 
Excerpta medica et annotata variorum medicorum. 

Bl. 17: Scripsit V/10. Mottfetus An^lus ad D. Joach. Camerarium Ca/. Maij 80 fragte. 
Prov. u. Gesch.: Früher im Besitze des Nürnberger Arztes Dr. Palma. 
Ebd.: Pergamentblalt aus einem thcol. Tractate. 



465. J.II. Msc med. 18 (III. 257). Pap. 16' , X 1 1 cm. 35 Bl. 16. Jahrh. 

Consilium italicum de peste Joannis Antonii Parolini ntedici Ferrariensis. 
Ad Alphonsuw II. ducetn Ferrariensetn . cw. 1581. 



466. J. H. Msc. med. 1«) (III. <;<;). Pap. 17'/ 2 X 12 cm. \\\ Hl. 10. Jahrb. 

Recepte gegen die Syphilis (Scabies), gesammelt von Palma. 
Scabiosonim remedia. 

Auf der inneren Rückseite des Kinbandblattes steht: /:"/// salben gemacht 
von Ayerdotter quecksilber vttnd ingwer vntid aüff ein binden gestrichen 
7' und umb den leib gegürtet 4 Wochen etc. /■'/ litis U 'olfg. Preiseckers. 

Die angeführten Recepte sind nach Urtheil von Aerzten heute ganz 
unbrauchbar. 

Prov. u. Gesch.: Aus dem eingeklebten Wappen ist zu stliliefsen, d:\fs dieses Munuscript 

in Dr. Palmas Besitz war. 
Ebd.: Pergamentblatt aus einem theol. Werke. 



467. J. H, Msc. med. 20 (III. 'M\C). l» ; ,p. 17' 2 X 12 cm. 36 Bl. 16. Jahrh. 

Praeservativa selectissima. 12 Bl. Folgen: Curativa selefta, Odora- 
inentet varia und Amuleta etc. Bl. 16. 31. 32. 35 u. 36. 

Zusammengestellt von Dr. I'alma. 

Ebd.: Pergamentblalt, beschrieben mit einem medicin. Tractate: De pulsu. 



Leltsohnb, Hsnasorlpta HellerlanR. 



9 



130 



468. J. H. Msc. med. 21 (III. 36d). Pap. W/ 2 X 12 cm. 208 Bl. 16. Jahrh. 
Collectio medicamentorum , recepta varia medica. 



469. J. H. Msc. med. 22. Pap. 17 X HVa cm. 13 Bl. 16. Jahrh. 
Arzneimittel. 

Theriacales compositiones ex jfac-obi Tabernomontani libro. 
Pro conjuge Georgii Gikandt Schneiders ordinata. 



470. J. H. Msc. med. 23. Pap. 32 Va X 2iy 2 cm. 31 Bl. 16. Jahrh. 

Gonsilia et iudicia. 

Int. al.: Parolinius, pro Maximiliano Casare de palpitatione cordis con- 
silium. 



J. 

Philologische Manuscripte. 

471. J.H. Mscphil. 1 (III. 82). Pap. 22 Va X 157a cm. 2 Col. 197 Bl. 14. Jahrh. 
Grammatica cui subjectum est LV sermo congruus ut oratio. 
Bl. 92b: Sequitur questio de gerundiis. 

Bl. 146: De Donati grammatica latina nota. Vollst. Commentar zu 
Donats: De partibus orationis ars minor. 

Bl. 1 92b : Explictüt grammatica donati . . . per me conradum d'ono/spac/i etc. 

Ebd.: Originaleinband. Rothgefärbtes Pergament mit Lederrücken und Buckeln. 



472. J. H. Msc. phil. 2 (III. 33). Pap. 227 2 X 177 a cm. 213 Bl. 16. Jahrh. 

a) Annotata in Ciceronis dialogum de amicitia. Witebcrgac ao. 1571. 

b) De narrationibus. Bl. 146. Von anderer Hand: Rhetorica. (Com- 

mentierender Auszug.) 

Ebd.: Pergamentblatt aus einem Antiphonarium. 



473. J. H. Msc. phil. 3 (III. 80). Pap. 16 X H cm. 219 Bl. 16. Jahrh. 

JOANNIS STURMII partitionum oratoriarum dialogus ao. 1555. 

Prov. u. Gesch.: Aus der Bibliothek Joh. Conr. Feuerleins Norimb. 

Ebd.: Schöner geprefster Schweinslederband mit drei Figuren: Fides, Spes und Charitas. 



131 



K. 

Manuscripte zur Deutschen Litteratur. 

474. J. H. Msc. gern. 1 (III. 26). Pap. 20' 2 X 16 cm. 152 BL 16. Jahrb. 
BRUNNER, Die Lautter warhaitt. 

Darinn ain rechter CJirist aincm wclttlichcn Kriegsmann verglichen, 
vnd ain Jeder mensch seines beruefs Erinnert wirt. Reimweiss be- 
schrieben durch Joha)incm Hrunner, vnwirdigem vnnd gcu'escncj/i 
Diener des Worts der christlichen gmaiu zue S. Vcitt Jhini 
Khärndsenn. Dem Herrn Gr äffen Gottfrieden zu Dettingen gewidmet 
ao. 1588. 

Prov. it. Gesch.: Dedikations-Exemplar an den Grafen von Oedingen mit hübsch gemaltem 

Oettingen'schen Wappen. 
Ebd.: Schweinslederband mit Goldpressung. 



475. J. II. Msc. germ. 2 (III. 76). Pap. 21'/ 2 X 18 cm. . r )f) BL 17. Jahrh. 
Satyrische Beschreibung des Reichstages zu Regensburg ao. 1613 (in 
Reimen) von Acbatius, Burggrafen zu Dona, Geheimen Rathes, Ab- 
gesandten bei dem Reichstage. 

Prov. U. Gesch.: Von Kaiser Matthias und Ferdinand II. verboten. 
Ebd.; Originalpappbd. 



476. .1.11. Msc. germ. 3 (III. 311). Pap. 21'/« X 16'/a 33 Bl. 18. Jahrb. 

JACOB AYRERS Reimchronik. 

Beg. : Anfang von erbatvung der Stadt Hamberg. 

Dann: Volgen die Namen vnnd geschieht aller Hischouen so zu Ham- 
berg regiert haben. 

Dieses Manuscript ist nur eine theilwrise Abschrift des älteren in der 1 lauptsamnilung der 
kgl. Bibliothek vorhandenen und bereits gedruckten Manuscr. in der späteren Fassung 
Ebd.: Halbfranzbd. 



477. .1.11. Msc. germ. 4 (III 49). Pap, 21'/ 9 X 17'/t cm. 74 BL 19. Jahrh. 

AYRERS Reimchronik. 

Kleines 'J'ractetlein 'von Ankuufft und erbanung der Stadt Hamberg in 

Reimversen verfasst von Jakob Ayrer, publicns Noricus (!) ci'vis et 

procurator daselbst. 

Abschrift von Hellers Sekretär Rolhneder mit Anmerkungen. 
Ebd.: Pappbd. 

9* 



132 



478. J. H. Msc. germ. 5 (III. 89). Pap. 21 X 18 cm. 68 Bl. 19. Jahrh. 

Sammlung verschiedener deutscher Gedichte. Mit Register und biographi- 
schen Nachrichten von C. G. Reschuch. 

Ebd.: Pappbd. 

L. 

Mathematische Manuscripte. 

479. J. H. Msc. matt. 1 (III. 75). Perg. 17 X 19 cm. 9 Bl. 16. Jahrh 
JÖRG UNGERs Anleitung- zur Feldmesskunst im Nürnb. Gebiet. 1537. 

Beg. : Item als man zeit Jiat 1461 jar do ist herr hans Koler dozumal 

paumeister gewest, gestorben etc. 
Habe ich Jörg V T nger von Bamberg diser Zeytt gemainer stadt Nürm- 

berg parlier jm 15 37 ja? ein ciain pueclilein gemacht vnd dasselbig 

mit der Rechnung dergleichen mit dem zirckel vngeüerlich vf das 

kürzt zusamenpracht etc. 
Bl. 2 : Erstlich die Resoluicnmg des Morgen Tagwerck oder Acker der 

Stadt Nürmberg. 

Ebd.: Pergamentbd. 

480. J. H. Msc. math. 2 (III. 34). Pap. 21 X 16 '/ 2 cm. 65 Bl. 18. Jahrh. 

Rechenbuch des Bamberger Hof-Ing enieurs Johann Friedrich Rosenzweig. 
Auf der Vorderseite des Einbandes: WoJilgcgründetes Rechenbuch ge- 
hörig dem Johann Friedricli Rosenzweig. Bl. 1—62. 
Am Schlüsse: Beschreibung des Cruzifixcs auf der oberen Bruckhen all- 
hier. (Dasselbe steht nunmehr am Weichbild der Stadt.) Bl. 63 — 65. 
Ebd. : Schweinslederband . 



481. J. H. Msc. math. 3 (III. 32). Pap 20 X 17 cm. 75 Bl. 17. Jahrh. 
Mathematische Aufgaben, aufgelöst durch Georg Peczolt, Pfarrherr zu 
Sclnvadensdorff in des Herrschaft Wigstein u. Fürstenthum Ti Oppau 
zu Ehren 

Bl. 5 : dem Herrn Eaulhaber, Rechenmaister zu Ulm, 

Bl. Ii: Herrn Mauritio Zonscn, Bürgern vnnd Rechenmeistern iuu 

Coellen am Reyhn, 
Bl. 27: Herrn Scbastiano Curtio (Kurz), Bürger vnd Rechenmeister zu 

Nürnberg. (Ein Schreiben des Pfarrers Pezolt. 1600.) 
Bl. 43 : Von dem Proportional circul. (2 Bücher.) 



133 



131. 6y: Beschreibung mathematischer Instrumente von Sebastian Curtius 
(Kurz). 

EM.: Pergamentblatt aus einem Choralbuche. 



482. J.II. Msc. math. 4 (III. 69). Pap. 16 X 19 cm. 82 Bl. 16. Jalirh. 
Mathematisches Uebungsbuch. 

Libellus seleclarum quarundatn exercitationutn Mathetnaücarunt a. F. 
I Inge Uno C. Kneifford. S. Francisco Conventüalium Herbipöli pro- 

fcSSÜ. (70. 1 5 1 4. 

Mit mathematischen Zeichnungen. Mehr astronomische als rein mathe- 
matische Aufgaben.) 
Ebd.: Roth gefärbter Schweinslederband. 

M. 

Astronomische Manuscripte. 

483. J.II. Msc. astr L. Pap. 33 X 22 V 9 cm. 6 Bl. 16. Jahrh, 
TYCHO de BRAHEs Beschreibung des Cometen von 1590. 

Cometce Anni 1590 in fine Februarii et initio Martii conspe£H ad illu- 
strissinium prineipetn Wilheltttuttt J/assi<c Landg raviitnt brevis de- 
scriptio Tychonis Brahe. 

Ebd.: Pappbd. 

484. .1.11. Msc. astr. 2 (I IL 60). Pap. 21 X 16 cm. 70 BL 16. Jahrh. 

ANDR. SCHONERs Notata astronomica: Astronomische Mittheilungen. 
Mit Handzeichnungen. 
131. 1 : Tabella elevationum. 
131. 3 -. Compositio Cylindri trtmei cohimnaris. 
Bl. 12: De Zodiaco. 

Bl. 15: De fortitudine eic debilitate planetarum. 

Bl. 46: Docloris Cratonis Vrntis/auiensis Media ', de Judicijs natitdtatum 

Methodus viiliss. 1558. 
131. 61 : De Coniugio. Trafiatus ab Andren Schonero paulo pfannio 

comntunicatus. 1558. 

485. J. EL Msc. astr. 3. Pap. 17X11 cm 1"> Bl. 16. Jalirh. 
Judicium de Copernici Astronomia nova (1562). 



134 



N. 

Technologische Manuscripte. 

486. J. H. Msc. techn. 1 (III. 30). Pap. 22'/ 2 X 32 cm. 148 Bl. 18. Jahrh. 
KILIAN BAUERs Kunst der Büchsenmeisterey. 

Handelnd von der Anfertigung von Schiefsgewehren, Kanonen, Bomben, 
künstlichen Feuerwerken etc. Mit sehr vielen Abbildungen. 

Ebd. : Schweinslederbd. 



487. J. H. Msc. techn. 2 (III. 137). Pap. 21 X 16 cm. 26 Bl. 17. Jahrh. 

CHRIST. PECHs Büchsen Meisters Ordnung. Techn. Anweisungen. 1630. 

Beg.: ErstlicJien wie Sich ein Püxenmaister gegen Gott vnndt seinen ge- 
liebten Herrn halten Soll, vnndt wie er sich Stellen vnd Richten soll. 

Am Schlüsse: Diesses Büechlein hctb Ich Christoff Pech von Zillich 
auss der Nenenmarkh alliier In der haubtvesstung Nenheusen 
schreiben lassen etc. 

Ebd.: Pappband. 

488. J. H. Msc. techn. 3 (III. 47). Pap. 20V 2 X 17 cm. 34 Bl. 16/17. Jahrh. 

Kunst -Buch von mancherlay Schreiner vnnd Steinmetz Handtwergk ao. 
1583. Jetzt 34 Bl., da mehrere ausgeschnitten sind. 
Neben verschiedenen technischen Anweisungen findet sich die Angabe 

einer Reihe von Hausmitteln. 
Dann folgen von einer Hand des 1 7. Jahrh. : Feme Reimen allerlialben 

nutzlich zusammengesucht. 
Endlich von einer andern Hand des 17. Jahrh. : Von etlichen altarn 
Vndt epidavien. 

Prov. u. Gesch.: Die letzten Einträge stammen von einem Mainzer Bildhauer, wahrscheinlich 
dem Hofbildhauer Hörle, in dessen Besitz sich das Manuscr. befunden haben mag. (1631.) 
Ebd.: Pappband. 

Litt.: Antiquarische Zeitung von Jos. Heller. 1836. 



o. 

Oeconomische Manuscripte. 

489. J. H. Msc. oec. 1 (II. 133). Pap. 35 X 22 cm. 28 Bl. 17. Jahrh. 
Joh. Fenitzers Testament. 1626. Copia Herrn Hanfisen Fenitzers Testa- 
ments, Messerschmieds zu Nürnberg, geb. 1565. 



135 



Das Testament datirt von 1626, das Codicill vom 23. Nov. 1629. 

Mit Beilagen, die Namen der Stipendiaten enthaltend, von 1629— 1775. 

Serie s beneficiariorum stipendii Fenizeriani tlieol. 4 Bl. 

Das Porträt Fenitzers in zwei guten Kupferstichen (der eine von G. D. 
Heumann) und in einem minder guten von J. Pfann ist auf den Rück- 
seiten der Einbanddecke und auf dem ersten Blatte angebracht. 

Ebd. : Schweinslederband. 

490. J. H. Msc. oec. 2 (I. 12). Pap. 33' a X 22'/ 2 <m. 100 Bl. 17. Jahrh. 
L. L. Preiherrn von Münsters Inventar. 1684. 

Inventarhim über die von Lorenz Ludwig Freiherrn von Münster, Chur- 
bayr. General Wachtmeisters hinterbliebene Verlassenschafft de dato 
13. Dec. anni 1684, aufgenommen vom Notar Andreas Bresson. 

Ebd.: Schweinslederband. 



491. J. H. Msc. oec. 3 (II. 84). Pap. 33 X 21 cm. 53 Bl. 17. Jahrh. 

Jon. Jacob von Sandrarts Inventar. 1698. 

Inventarhim , welches auff seeliges Absterben de SS Edlen und vesten Herrn 
Johann Jacob Sandrart alliier in Nürnberg, dessen nachgelassene 
Wittib, die edle, viel Ehren- und Tugendreiche Frau Maria von 
Sandrart über Ihr beeder versammle Hab u. Güter hat auff richten 
und fertigen lassen Anno 1698. 

Ebd. : Schweinslederband mit Goldpressung. 



492. J.II. Msc. oec. 4 (III. 213). Pap. 35'/a X 21'/a "n. 44 Bl. 18. Jahrh. 
Joh. Leonh. Kratzers Inventar. 1775. 

Extraclus Stadt - Baumeister Kratzerischen Inventarii. Dclo. et aclo 

Bamberg 27. Febr. 177$. 
Ebd.: Pappbd. 

493. J. H. Msc. oec. 5 (II. 123). Pap. 34 '/ a X 22 cm. 13G Bl. 18. Jahrh, 
Anna Marg. Hellerin Inventar. 1757. 

Inventarhim und Theillungs- Libell über sambtliches Vermögen und 
I linterlassenschafft weyl. der Testato Verstorbenen Frau Annae Mar- 
garethae Heilerin verzvittibten Handelsbürgerin allhier unter der- 
selben innen benambslen 7 leibl. Erben Vertheillet sub Aclo Bam- 
berg den 3. Oftober 17 $7. 

Ebd.: Pappbd. \ 



136 



494. J. H. Msc. oec. 6 (III. 113). Pap. 37 X 33 1 /. 2 cm. 12 Bl. 18. Jahrh. 

Inventar der Heller'schen Erben, verfertigt von J. G. Meisner. Würz- 
burg 1757. 

Ebd.: Rücken und Ecken grün gefärbtes Pergament. 



495. J. H. Msc. oec. 7 (III. 110). Pap. 35 X 21 Va cm. 35 Bl. 18. Jahrh. 
Inventar und Theilungs-Libell über sammtliches Vermögen und Hinter- 
lassenschaft weyland der testato verstorbenen J. Mariae Theresiac 
Heilerin ledigen Stands dahier zu Bamberg unter derselben institiärtcn 
und innen benamsten 4 Testaments - Erben vertheillt Bamberg den 
17. Febr. 1758. 
Ebd.: Rücken und Ecken grün gefärbtes Pergament. 



496. J. H. Msc. oec. 8 (III. 210). Pap. 36 X 22 cm. 22 Bl. 18. Jahrh. 
Inventarium der Hellerischen Erben. 

Beginnend: /;/ Nahmen der Aller- Heiligsten Drey Einiclikciten Herr 
Gott dess Vatters und dess Sohns und dess Jicilichen Geistes ist 
nach Stehcntcs inventarium der Hcllerischen Erben verfertiget wor- 
den. 3. Ocl. 1757. 

Ebd.: Brosch. 

497. J. H. Msc. oec. 9 (III. 112). Pap. 35 '/. 2 X 21', / a cm. 23 Bl. 18. Jahrh. 

Eilffjährige Berechnung über Annen Marien Heilerin vätterlich und von 
ihren beeden verstorbenen Schwestern ererbtes Vermögen. Von Mar- 
tini 1757 bis dahin 1768. 

Ebd.: Rücken und Ecken grün gefärbtes Pergament. 



498. J. H. Msc. oec. 10 (II. 124). Pap. 34'/ 2 X 21 cm. 59 Bl. 18 Jahrh. 

Vermögen der Maria Barbara Meisner geb. Heller. 

Entwurf des der nunmehro abgelebten Hcllerischen tochter Marien 
Barbaren verehelicht gezvesenen Mcisnerin aus dem Hcllerischen 
Inventar gebühre?iden Erbautheils etc. de dato Bamberg d. 24. No- 
vembris 1768. 

Ebd.: Rücken und Ecken grüngefärbtes Pergament. 



137 



499. J. H. Msc. oec. 11 (III. 111). Pap. 34','a X 21 cm. 23 131. 18. Jahrh. 

Hellers Vermögensstand. 1768. 

Berechnung zwischen dem Würzburgischen Ober -Raths- Assessor Jo- 
hann Daniel Hoffmann und seinen Schwägern Franz Gallus und 
Johann Adam Heller . . . über die zuständige Urb -Portion ao. 1768. 
16 131. Mit einer Beilage: Berechnung über die . . . gemeinschaft- 
lichen Aktiv-Schulden. 7 Bl. 
Ebd.: Rücken u. Ecken grünes Pergament. 

500. J. II. Msc. oec. 12 (III 207). Pap. 35 X 22 cm. 121 BL 1!). Jahrb. 

Hellers Vermögensstand. 181 1. 

Invcntarium über den sammtlichen Xachlass der verwittweten Handels- 
bürgerin Ursula I leller. 
Ebd.: I'appbd. 

501. J.II. Msc. oec. 13 (Hl 3lo). Pap. 36 X 22 cm, 69 BL 19. Jahrb. 
Kapitalienbuch Jos. Hellers 1819—27. 

Ebd.: Halbfranzbd. 

502. .7.11. Mac. oec. 14 (III. 209). Pap. 33'/, X 21 cm 13!» Hl 19. Jahrb. 

Joseph Heller'sche Vormunds-Rechnungen, geführt vonjoh. Andr. Geyer. 
3. — 9. Rechnung vom Jahre 181 3 (1. Aug.) bis 1820 (1. Febr.). 
Ebd.: Pappbd. 

503. .1. II. Msc. oec. 15 (III. 342a). 19. Jahrb. 
Heller'sche Rechnungen, Conti u. s. w. 

In einer Mappe. 

504. .1. II. Msc. oec. 10 (1. 19). Pap. 21 X 1< 178 131. IG. Jahrh 

Warsager vber das Getraid im Fürstenthumb Brandenburg, Winds- 
heim vndt Landt zu Francken. Gefertigt von Leonh. Rum^llius im 
J. 1586, abgeschrieben durch Leonhard Reicher. Bl. 1-23. 
Folgt Bl. 27: Vnderschiedlichc verzaic/tnus, ausstrücklicher bericht vnnd 
deutliche Erclerung aller järlichen bestendigen Herrn giildt und 
gefelle dises hievor beschribenen Hubbuchs zu Burckbernheint, 1 59 2 - 
Bl. 160—178: Das Saal- oder Hubbuch zu Burckbemhaim von 1585. 

Ebd.: I'appbd. 



138 



505. J. H. Msc. oec. 17 (III. 105). Pap. 19 X HV2 cm. 98 Bl. 18. Jahrh. 

Tabellen über die Fischzucht und den Ertrag sämmtlicher Bamberger 
Hochstifts- Weier bei Seehof, Stegaurach, Schlüsselau, Lichtenfels, 
Forchheim u. s. w. von 1795 — 1799. 

Prov. 11. Gesch.: Erkauft um 1 fl. 12 kr. 

Ebd.: Brauner Lederband mit den Buchstaben F. B. (Fisch -Buch) in einem Lederfutteral. 



P. 

Briefsammlungen. 

506. J. H. Comm. lit. 1 (III. 271). Pap. 34 X 22 cm. 115 Bl. 16. Jahrh. 
Originalbriefe an Kilian Göbel in Schweinfurt 1555— 1580. 

507. J. H. Comm. lit. 2 (III. 21a 1). Pap. 24 X 19 cm. 719 Bl. 17/18. Jahrh. 

Originalbriefe von Johann Friedrich an Hieronym. Karl Freih. Karg von 
Bebenburg. Lettres de Mr. le baron de Karg de /'au 1690. 
I. Bd. v. J. 1690 bis Dec. 1693. 940 Seiten. 
IL Bd. v. J. 17 17 bis Sept. 17 19. 498 Seiten. 

Ebd.: Brauner Lederband. Vergl. Msc. hist. 103. 

508. J. H. Comm. lit. 3. Pap. 1 1 Bl. 18. Jahrh. 

Marcus Tuschers Briefe an Johann Daniel und Johann Justin Preisler in 
Nürnberg. In italienischer und französischer Sprache. 1728 — 1748- 

Prov. u. Gesch. : Aus der Zwingerschen Auktion erworben. 

Litt.: Veröffentlicht in «Beiträge zur Kunstgeschichte». Neue Folge. III. 

509. J. H. Comm. lit. 4 (III. 3381). Pap. 22 X I6V2 cm. 148 Bl. 19. Jahrh. 
Hellers Correspondenz mit Buchhändlern, Gelehrten u. s. w. in den Jah- 
ren 1820/49. 

Abschriften von Hellers Sekretär Rothneder. 6 Mappen. 

510. J. H. Comm. lit. 5 (III. 338). 19. Jahrh. 
Hellers Correspondenz. Briefe von Gelehrten, Buchhändlern u. s. w. an 
Heller. 5 Mappen. 



139 



Q. 

Miscellen. 

511. J. H. Msc. misc. 1 (I. 1). 244 Bl. 16. Jahrh. 

Briefe, Abhandlungen und Gedichte aus der Reformationszeit von verschiedenen Verfassern; 
unter andern ein Schreiben Luthers an Philipp und Johann Georg, Graf zu Mansfeld, 
desgleichen an Erasmus. 
(Unser Register theilt den Inhalt des Bandes mit.) 



512. J. H. Msc. misc. 2. 172 Bl. 19. Jahrh. 

Tägliche Unterhaltung vom 18. Julii bis den dien Oktober 1817. 
Notizenbuch , worin verschiedene Gedanken und Lesefrüchte niedergelegt sind (von Sylvius 
von Hohenhausen). 

513. J. II. Msc. misc. 3/1. 72 Bl. 17. Jahrh. 

Fürstlich Bamberg'sche Militärangelegenheiten. Hingaben, Berichte u. s. \v. 1649 — 1703. 



514. J.II. Msc. misc. 3/2. 42 Bl. 17. Jahrh. 

Hochfürstl. Bamb. Militärangclegenheiten. Erlasse des Fürsten, Berichte der Commandanten, 
Designationen der Pferde in den Städten und Aemtern. 
Löhnungs- und Proviantlisten der hochf. Artillerie. Kriegsgericht!. Verhöre. Militärische 
Gutachten. 

515. J. H. Msc. misc. 3/3. 72 Bl. 17. Jahrh. 

Bambergische Finanz- und Steuerangelegenheiten. 1620 — 1685. 

Eingaben um Befreiung von Steuern, Erlasse des Bischofs und Berichte an Joh. Paul Stang, 
hochf. bamb. Depulirten vff der Obereinnamb vnd kais. Secretario. 



516. J.II. Msc. misc :: I. 18 Bl. 18. Jahrh. 
VVeismain'sche Steueramtsangelegenheiten. 1700 — 1705. 



517. J. II. Msc. misc. 3/5. 56 Bl. 18. Jahrh. 

Acla, die Belehnung des Fürstbischofs Adam Friedrich mit des Ilochstifts Bamberg fürstl. Herr- 
lichkeiten, Freiheiten, Weltlichkeiten, Recht und Gerechtigkeiten, Gewohnheiten etc betr. 
I7S7/58- 

518. ,J. II. Msc misc. 3/6. 61 Bl. 18. Jahrh. 

Beschreibung der Bambei gischen Waldungen mit Aufführung der Marksteine und Mitteilung 
über die Jagdgerechtigkeit und Jagdgrenze des Steinwiesener Reviers. 1750. 



140 



519. J. H. Msc. misc. 3/7. 17 131. 18. Jährt 

Abschriften von kaiserlichen und päpstlichen, Bamberg gewährten Privilegien. 



520. J. H. Msc. misc. 3/8. 30 Bl. 17. Jahrh. 

Bambergische städtische Wochenrechmingen. 1677 — 78. 



521. J.II. Msc. misc. 3, 9. 2 Bl. 17. Jahrh. 

Extrael aus den von Rabenstein'schen Lehenbüchern. 1617. 



522. J. H. Msc. misc. 3/10. 4 Bl. 18. Jahrh. 

Abschriften von Bamberger Hofrechnungen. 1777. 



523. J. H. Msc. misc. 3/11. 4 Bl. 16. Jahrh. 

Bamberger Zinsbuch. 1596 — 98. Reste eines gröfseren Manuscriptes. 



524. J. II. Msc. misc. 4/1. 48 Bl. 17. Jahrh. 

Fränkische Rilterschafls- Angelegenheiten , Verträge, 1622 u. s. w. , 1653, 1656. 
(Theilweise Copien.) 

525. J H. Msc. misc. 4/2. 1 Bl. 19. Jahrh. 

Abschrift eines Lehenbriefes über einige zum Sanct Theodorus-Kloster in Bamberg gehörige 
Güter. 1572. 

526. J. H. Msc. misc. 4,3. 2 Bl. 19. Jahrh. 

Abschrift der Schutzbriefe für das Katharina- Hospital in Bamberg, ertheilt vom Schwedischen 
Feldmarschall Gustav Horn und vom Grafen Tilly (1632). 



527. J. H. Msc. misc. 4/5. Lose Bl. 18. Jahrh 

Akten und Briefe, Kirchenreparaturen zu Gössweinstein und Ebrach betr. 



528. J. H. Msc. misc. 4/6. 1 Bl. 18. Jahrh. 

Über den Jahrtag des 1400 verstorbenen Hans Leibgeb (Abschrift). 



141 



529. J. H. Msc. misc. 4, 7. 1 Bl. 17. Jahrb. 

Quittung der Pfleger des S. Calharinens pital zu Forchheim. 1601. 



530. J. H. Msc. misc. 4/8. 2 Bl. 16. Jahrh. 

Über das Patronat der Engelmesse zu Lichtenfels. 1567. 



531. J. H. Msc. misc I 9. 2 Bl. 17 Jahrh. 

Quittungen der l'llcger des Gotteshauses zu Ilirschaid. 1601. 



532. .J. H. Msc. misc. 4, 10. IUI. 19. Jahrb. 

Copie des Taufscheines des Türken Achmet, der den 21. Mai 1689 in der Pfarrkirche zu 
Eichelsdorf getauft wurde. 



533. J. II. Msc. misc. 4 11. 3 Bl. 18. Jahrh. 

Heiraths - Contrakt des Carl Brückner, Malers von Ebermannstadt^ und Anna Margaretha 
Voglin von Bamberg, nebst Quittung für Bürgerrecht und Feuereimer. 1 743. 



534. J.II. Msc. misc. 4/12. 2 Bl. 17. Jahrh. 

Letzter Wille der Anna Fuchsin zu Bamberg. (Wahrscheinlich aus 1 lexenprocessakten.) 



535. J.II. Msc. misc. I 1)5. Lose Bl. 16/19. Jnlirh. 
Bamberger Maler- Rechnungen. 



536. .1. II. .Msc. misc. I I I. ti Bl. 17. Jahrh. 

Fischwasserverkauf. Hans Willi, von Aufseess verkauft 1660 sein Fisch 
genannt, nn Hans Sponssel gen. Lauer zu MuggendorfT. 



537. .1. II. Msc misc. -I lä. 2 BL 19. Jahrh. 

Bestandbrief für die Schafereibestande zu Memmelsdorf. 1793 — 96. 
(Beglaubigte Copie.) 

538. .1. II. Msc misc. 1 17. I BL IC. Jahrh. 
Der Schaftrieb aus Trabelsdorf auf die Priesendorfcr Markung. 



142 



539. J. H. Msc. misc. 5/1. 8 Bl. 19. Jahrb. 

Geschichtskalender. April. 

540. J. H. Msc. misc. 5/2 3 Bl. 18. Jahrb. 

Abschrift einer französischen Contributionsausschreibung in der Stadt Frankfurt im Betrag von 
2 ooo ooo fl. 1792. 

541. J. H. Msc. misc. 5/3. 6 Bl. 18. Jahrh. 

Spitalische Spccies Faili sambt von der Gemeindt Zell darüber gestellten Anmerekung. 



542. J. H. Msc. misc. 5/4. 1 Bl. 15. Jahrb. 

Tüi kenhülfe betr. 

543. J. H. Msc. misc. 5/5. 6 Bl. 15. Jahrh. 

Beschreibung der Belagerung der Stadt Wien von den Türken, ao. 132g geschehen. 



544. J. H. Msc. misc. 5 6. 10 Bl. 16. Jahrh. 

Quictannlzen von wegen der Stennde im f rännckischcn Krayss anlag aines Titreken Haupt- 
mans. 1537. 

Item vier quictantzen vmb die anlag zum Rüstgelt des kriegsrats von wegen des fr'dnchischen 

Krayss wider den Türcken zu Österreich zum Heerzug verordnet. Anno 1542. 
Vnd mindere quittungen vier. Von Nürnberg ausgestellt. 



545. J. H. Msc. misc. 5/7. 12 Bl. 18. Jahrh. 

Belehnung des Fürstbischofs Ludwig Constantin von Ronan mit des Hochstifts Strafsburg 
Regalien und Weltlichkeiten. 1758. 



546. J. H. Msc. misc. 5 8. 3 Bl. 18. Jahrh. 

Kaufbrief für Friedr. Beruh, von Hanstein über den sog. Ilarthof d. d. 8. März 1707. 



547. J. H. Msc. misc. 5/9. 9 Bl. 18. Jahrh. 

Widerlegung der von H. von Hahnstein ausgestellten 13 gravaminum wider dem von H. von 
Sand trat ihnen laut ertheilten Kau ff - Rrieffs verkaufftcn Hoff sogenannten Harthoff, 1707. 
nebst Bestandzettel über den Getraid Zehenden vffm Hardhoff. 1 706. 



548. J. H. Msc. misc. 5/10. 2 Bl. 18. Jahrh. 

Nachrichten von Kunstsachen in Augsburg. 1 78 1 . 



143 



549. J. H. Msc. misc. 5 11. 21 Bl. 18. Jahrh. 
IV. Calendariorum manuscripta et ]>eruetustorum collatio, dierumque feslorum differentia. 



550. J. H. Msc. misc. G/l (III. 246t). 14 BL 16. Jahrh. 

Der Protestirenten (ader Augsburgischen Confession verwanden«) Fürsten vnnd Stendt Beschwe- 
rungsschrift. 1594. Im Prediger Closter zu A'egenspurg. 



551. J. H. Msc. misc. 6/2. 6 151. 16. Jahrh. 

HELLER (Sebastian), Ein JVerue Heerpredig wider den Turckhen im Namen Marggrafen 
Georgen zw Brandenburg an Graß' Wilhelmen von Henneberg. 1541. 



552. J. H. Msc. misc. 6/3. 9 Bl. 17. Jahrh. 

Verzeichniss des Hofstaates Kaiser Ferdinands zu Regensburg. Ao. 1654. 



553. J. BL Msc. misc. 6 4. 4 BL 16. Jahrh. 

Beschreibung des Landtages zu Prag. Kön. Maj. Begeeren ann dj stennde der Grone Behaim. 
'543- 

554. .J.II. Msc misr. 6/5. 4 Bl. 16. Jahrh. 

Münzordnung Kaiser Ferdinands. 

555. J. EL Msc. misc. 6/6. 6 BL 17. Jahrb. 

Petition der Ritterschaft in Franken an Gustav Adolph von Schweden. 1632. 



556. J.II. Msc. misc. 6/7. 7 BL 16. Jahrh. 

Die neuen Augsburgischen Katssatzungen. 1545. 

Curze anzeig welcher massen auch auss wass vrsachen die k. k. Maj. verenderung Regiments 
der stal Augspur g . . . furgenommoi. 



557. .). II. Msc. misc. (I 8. 8 Bl. 16. Jahrh. 

Reichsanschlag der ganzen Türkenhilfe. I 537. 

Beg. : Hernach volgent die sehen h'reyss. wie vnnd durch welche ort die in das ganntz Reich 
vsgetheill werden . . . nach altem //erklimmen. 



558. J. BL Msc. misc. 6/9. 3 BL 16. Jahrb. 

Neue Zeitung so dem herrn Ajarrquoss de/ quasto von ainem der seinen der mit Kay. Maj. 
auss Itlalia zu Hispania fert, geschriben wurdi. 1538. 



144 

Auf dem Umschlage: 1538. Copi Einss aiiszuges auss ainem bricf wie Kays. Maj. vnd 
Kon. Maj. auf dem vier vnnd landt t/usamen körnen sindt. 

Carolas Quintus. Franciscus di J'a/ois. 



559. J. H. Msc. misc. 6/10. 5 Bl. 16. Jahrb. 

Jura et privilegia civitatis Spirensis. 

Copie einer Urkunde K. Friedrichs I. aus dem Jahre 1172. 



560. J. H. Msc. misc. 6/11. 8 Bl. 17. Jahrh. 

Aktenstücke über Kriegscontributionen (Kronach). 1645, 74, 76. 



561. J. H. Msc. misc. 6/12. 10 Bl. 18. Jahrh. 

Griindtliche Widerlegung des Capitis Secnndi der so genanten Secnris ad Radicem positae, ab- 
gefasset von Jo. Georgia von Eckhart. 



562. J. H. Msc. misc. 6/13. 4 Bl. 19. Jahrh. 

Erlass des Fürsten von Leiningen, die Aufhebung der Abtei Amorbach betr., und Resolution 
des Fürsten auf die Vorstellungen des Conventes der ehemaligen Abtei Amorbach. 1803. 



563. J. H. Msc. misc. 6/14. 2 Bl. 18. Jahrh. 

Klag und Trauer -Thränen über das Absterben des Nürnbergischen Löwen. 
(Auf Leonhard Heckel.) 1708. 

564. J. H. Msc. misc. 7/1. 3 Bl. 17. Jahrh. 

Aufzeichnungen über Nürnberg'sche Geschlechter. Bruchstück eines gröfseren Manuscriptes. 



565. J. H. Msc. misc. 7/2 5 Bl. 16. Jahrh. 

Summarischer anszug welchermassen sich Hans Lobsinger bey eynem Rath scyner Kunst halber 
schriftlich angeben vnnd mit der hanndt zue iverck zu bringen erbotten hat. 15 50. 



566. J. H. Msc. misc. 7/3. 52 Bl. 18. Jahrh. 

Auszüge aus Würzburgischen Adels- Matrikeln , und Abbildungen von Epitaphien in Franken. 
rrov.: Ans dem Besitze Salvers. 



567. J. H. Msc. misc. 7/4. 1 Bl. 17 Jahrh. 

Bericht an die Regierung von Ansbach den dem Pfarrer zu Pettenfeklt entstandenen Schaden 
betr. 1625. 



145_ 

568. J. H. Msc. misc. 7/5. 5 Bl. 18. Jahrh. 

Bitte des Erzbischofs Sigismund von Salzburg um Belehnung mit des Erzstifts Salzburg Re- 
galien. Copie. 

569. J. H. Msc. misc. 7/6. 2 Bl. 17. Jahrh. 

Kosten der Fortifikation der Veste Rosenberg. 1670. 



570. J. H. Msc. misc. 7/7. 2 Bl. 19. Jahrh. 

Gedicht auf die Belagerung der Stadt Bamberg 1435. Abschrift. 
(Abgedruckt in: Heller, Die Altenburg. S. 131.) 



571. J. H. Msc. misc. 7/8. 6 Bl. 18. Jahrh. 

Instructions -Note in dem Issmeyer'schen Rechtsstreite gegen Waldau. 1792. Copie. 
(Wurde unter den Senatoren und der Bürgerschaft Nürnbergs verbreitet.) 



572. J.II. Msc. misc. 7 i). 4 BL 16. Jahrh. 

Tnstrumentum protestationis des triam Jacoben Zieglert des Jüngern, Maklers vnd Zöllners 
minder dem Riegelthor (in Bamberg) contra Jacoben Seglern, den eitern Maklern in der 
Lannggass alihie. 1595. 



573. J.II. Msc misc. 7/10. 8 Bl. 18. Jahrh. 
Inventaraufnahme des Hardhofes. 1702.. 

Kaufbrief für Lorenz von Sandrart über den sog. Ilardhof d. d. 7. Ocl. 1704. 
Vgl. Msc. misc. 5/8 u. 9. 



574. .1.11. Msc. misc. 7/11. 3 BL 16. Jahrh. 

Copie eines Lehenbriefs Eyrich von Münsters für die Gebrüder Cammeimeister, gen. Canu-rarii 
de ao. 1574. 



575. .1.11. Msc. misc. 7/12. 2 Bl. 18. Jahrh. 

Ordinatio generalis habita per Fridericum Carolum Bpiscopnm Bambergensein. 22. Dec. 1731 
bis 26. April 1733. 

576. .1. II. Msc. misc. 7 L3. :i Bl. L9. Jahrh. 

Ordnung der Manner- und Weiber- Silz wie es kiermit künftighin in denen Kirckcn auf dem 
Land zu kalten. 16S6. 



1 . - 1 1 . ' ii 11 h , Miimiscriptii Hvllcrlana. 



10 



146 

577. J. H. Msc. misc. 7/14. 15 Bl 17. Jahrh. 

Dorfordnungen der Gemeinde zu Kircheiche, gegeben- von Hans Eyrich von Münster. 1653. 
Vgl. Msc. jur. 27. 

578. J. H. Msc. misc. 7/15. 1 Bl. 17. Jahrh. 

(Quittung des Bürgermeisters und Rathes zu Forchheim v. J. 1601. 



579. J. H. Msc. misc. 7/16. 4 Bl. 17. Jahrh. 

Rechnungzettel des Jakob Stautten, Wirth zum Grofskopf in Würzburg, für Georg Rudolf 
und Friedrich. 1621. 



580. J. H. Msc. misc. 7/17. 5 Bl. 18. Jahrh. 

Rechtfertigung des Frühpredigers Conrad Drechsler wegen einer über eine Predigt wider ihn 
erhobenen Beschuldigung. Copie. 



581. J. II. Msc. misc. 7/18. 4 Bl. 16. Jahrh. 

Registratur der Schriftstücke, so Hans Tein dem Hieron. Baumgartner überantwortet hat 1 554 - 



582. J. H. Msc. misc. 7/19. 10 Bl. 16. Jahrh. 

Reichart von der Kehr, Thumbprobst , Neithard vonn Thüngen , Dechanlt zu Wirtzburg, 
schreiben an Gg. Marschalken von Eime/h und Erhart von Lichtenstein vmb Abschaffung 
eines bei deren Pßegsoline Sigmund Marschalk befindlichen widerwertigen Religionsverwandten 
praeceptoren. Mit den Anhuorten des Georg Marschalk von Ebnet u. Eckart von Lichten- 
stein. 1578/80. 

583 J. H. Msc. misc. 7/20. 1 Bl. 16. Jahrh. 

Schreiben, den Schaftrieb betreffend. 1555. 

(Nach der Adresse an Helfant von Giech gerichtet.) 



584. J. II. Msc misc: 7/21. 7 Bl. 17. Jahrh. 

Zwei Schreiben des Philipp Truchsess von Pommersfelden. 

Gesuch um Hilfe bei Bedrohung der Plünderung seines Schlosses d. d. 1553 und Bericht 
über si-ine Verunglimpfung bei Würzburg. 1553. 



585. J. H. Msc. misc. 7/22. 2 Bl. 17. Jahrh. 

Verzeichniss des Proffants so vor Ihr Excell. LLerrn General- Maior Königsmarckh vnderhabende 
Vdlckher von der Stadt Ramberg geliefert worden. 15. May Ao. 1643. 



147 



586. J. H. Msc. misc. 7/23. 4 BL 18. Jahrb. 

Vorstellung des Capituli Sebaldini, die Begleitung und Bezahlung der Leichen betr. 1792 
Mit Entscheid. 



587. J. H. Msc. misc. 7/24. 4 Bl. 19. Jahrh. 
HELLER, Ergänzung zur Geschichte der Guillotine von Dr. Böhmer. Abschr. von Rothneder. 
(Abgedruckt in den «Curiosi täten» 1824.) 



588. J. H. Msc. misc. 7/25. 2 Bl. 18. Jahrb. 

Grabschriften in der Kirche zu Mitwitz. Abgeschrieben 1774. 



589. J. II. Msc. misc. 8/1. 49 Bl 18. Jahrh. 

Abschriften von Regensburger Reichstags- Akten. 1726. 



590. J. H. Msc. misc. 8/2. G Bl. IG/7. Jalnh. 

Supplication des Schulmeisters zu Insingen, Ludwig Veppelius, an die Regierung von Onolz- 

bach, einen Aufsenstand betreffend. 1598. 
Beschwerde über den Pfarrer von Insingen von M. Paulus l'regen in Onol/bich 1604. 
Beschwerde des Amtmanns zu Schillingsfürsl 1681. 



591. J. H. Msc. misc. 8, 3. S Hl. 17. Jahrb. 

I lochfürstlich Bambergische Militärbauangelegenheiten. 1656. 



592. J.II. Msc. misc. N -1. CHI. 17. Jalnh. 
Bambergische Gemeindcbauangelegenhciten. 1 6 1 6. 



593. J. II. Msc. misc. 8/5. .'(Hl. 17. Jahrh. 

Kaufbriefe (Ansbachsche). . 

594. J.II. Msc. misc. 8/6. 1 Hl. 16. Jahrh. 

Gustav Moriz von Sachsen Verlrag mit den Augsburgem. (Auszug.) 1552. 



595. .1.11. Msc. misc. 8/7. 1 Hl. IC. Jahrh. 
Herzogt. Sachsen -Weimarisches Landes-Dcfensionsgebot. 1554. 



10* 



148 



596. J. H. Msc. misc. 8/8. 37 Bl. 18. Jahrb. 

Copien von Privilegien, hochfürstlichen lehenherrlichen Bestätigungen, Mortifkationsscheinen, 
Supplikationen, Ritterschaftlichen Vollmachten zur Belehnung in Bezug auf Frhrn. Bech- 
tolsheim, Grafen v. Castell, Fuchs zu Bimbach etc. 



597. J. H. Msc. misc. 9/1. 16 Bl. 16. Jahrh. 

Des Reichs anschlag zum Regiment vnd Camergericht 1522. 



598. J. H. Msc. misc. 9/2 18 Bl. 17. Jährt. 

Kalender mit interessanten Notizen, namentlich Hexenverbrennung betr., vom Jahre 1628. 



599. J. H. Msc. misc. 9/3. 4 Bl. 17. Jahrh. 

Summarischer Bericht, wie das Stifft Bamberg wegen deren in neulichkeit reatpcrirten vnd vor 
dessen mit Lutherischen Predicanten besetzten Pfarren vnd Beneficien fundirt seie. 1630. 



600. J. H. Msc. misc. 9/4. 10 Bl. 16. Jahrh. 

Kaufbrief über das Schloss und die Herrschaft Rottenberg. 1478. (Abschrift.) Mit einem 
Verzeichniss aller erwählten und regierenden Burggrafen zu Rottenberg. 



601. J. H. Msc. misc. 9/5. 4 Bl. 16/7. Jahrh. 

Verzaichnus wieviel frembter Herrschafflen von 1599 bis 1608 alliier zu Bamberg Durchgeraist 
vnnd bey fürstlicher I/offhaltuug aufgehalten worden. 



602. J. H. Msc. misc. 9/6. 2 Bl. 16. Jahrh. 

Verzeichniss der neugewähllen Räthe zu Ulm 1548. 



603. J. H. Msc. misc. 10/1. 5 Bl. 14. Jahrh. 

Kunig Ottens Freybrayt. 

(Abgedruckt in der Sammlung der Landständischen Freyheitsbriefe [1779], teilw. in Mu- 
sinan's Geschichte des Löwlerbundes 181 7.) 



604. J. H. Msc. misc. 10/2. 15 Bl. 16.' Jahrh. 

Schreiben in Sachen des Schwäbischen Bundes. 



149 



605. J. H. Msc. misc. 10/3. 1 Bl. 16. Jahrb. 

Capitnlation so zwischen dem Konig von Frankreich vnJ etlichen furslcn Teu/scher Xation 
auf ge rieht soll sein. 155 1. 



606. J. EL Msc. misc. 10/4. 2 Bl. 15. Jahrh. 

Ermahnung an die Bürger Nürnbergs im Kriege mit Markgraf Albrcchl. 1449. 



607. J. EL Msc. misc. 10/5. 4 Bl. 16. Jahrh. 

Invektives Schreiben über die Einigung Nürnbergs mit dem Markgrafen Georg von Branden- 
burg von Jorg Vogler 1539. 



608. J. EL Msc. misc. 10/6. 7 151. 16. Jal.rh. 

Schreiben über den Augsburger Keligionsfrieden 1555. 



609. J. H. Msc. misc. 10 7 .'52 Bl. 16. Jahrh. 

Aktenstücke: Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandcnburg-Kulmbach betr. 

Memorial begrif vff Herrn Neinhardt Grafen zu Salm und was er zu seiner yetzigen ankunfft 
zu der A'av. Majestät bei derselben ad ßartem vnd jm Namen seiner vnd doelor Ulrich 
Johann Casten alls Irer Kays, vtind der A'o. Maj. gnoesne Commissarien bey jungst 
vergangener handlang zu Frannckf urt VHltd Wurtzburg zuerinnerung furbringen sollen. 
Verfertigt zu Wiirtzburg den 19. jfuly 1553. 

Schreiben über den Zustand im Lande. 1554. 

Fehdebrief des Burggrafen Heinrich von Blauen und des Herzogs Mori/. von Sachsen an den 
Markgrafen Albrecht. Vom Churfürstl. Feldlager bei Osterode I. Juli 1 553. (Original 
im Nürnberger Archiv.) 

Schreiben Georg Voglers an den Markgrafen Albrecht der gaistlichen genannten im frenckischen 
Reichs krais furgenommer neuerung halber, wider die welltlichen stende auf nechstgehalte- 
nein krais tag zu windshaim. 1 54 1 . 



610. J. II. Msc. misc. 11/1. 0 Bl. 16. Jahrh. 

Rathschlag für die versammelten Stände auf dem Reichstag zu Regensburg 1 54 1 . Vorschläge, 
die Bfalz, tlie Markgrafen von Brandenburg, dann auch die notwendigen Steuern zu 
gemeinsamen Rcichszügen wider die Türken oder sonstige allgemeine Landeshilfen in 
Kriegsnöten betr. 



611. J.II. Msc. misc. 11/2. 8 Bl. 16. Jahrh. 

Schreiben der erbvereinigten verwandten Fürsten der Häuser Sachsen, Brandenburg u. Hessen 
in markgrällichen Angelegenheiten an den Kaiser Ferdinand und Antwort desselben 1555. 
(Abschriften.) 



150 



612. J. H. Msc. misc. 11/3. 6 Bl. 16. Jalirh. 

Angabe des Inhaltes der an Herzog Heinrich von Braunschweig eingelaufenen und von ihm 
abgeschickten Schreiben. Wolfenbüttel 1542. 



613. J. H. Msc misc. 11/4 8 Bl. 16. Jalirh. 

Herzog Heinrichs d. J. zu Braunschweig Antwort an den Gesandten des Kaisers in Sachen 
seines Streites mit dem Kurfürsten Johann Friedr. von Sachsen und dem Landgrafen zu 
Hessen. 

614. J. H. Msc. misc. 11/5. 2 Bl. 16. Jahrh. 

Fehdebrief Johann Friedr. von Sachsen und Philipps von Hessen an Heinrich von Braui.- 
schweig. 13. Juli 1542. 

615. J. H. Msc. misc. 11/6. 4 Bl. 16. Jalirh. 

Der Augsburgischen Confession verwandten Stände Bitte wegen Achterklärung der Stadt Goslar. 



616. J. H. Msc. misc. 11/7. 6 Bl. 16. Jahrh. 

Die Bischöfe von Bamberg, Würzburg, Eichstätt bitten den Kaiser, den Dr. Cunrad Braun 
von des fränkischen Kreises wegen als Assessor beim Kammergericht zuzulassen. 1528. 



617. J. H. Msc. misc. 11/8. 2 Bl. 16. Jahrh. 

Die Protestation der Fürsten aujsburgischer Confession wegen des Regensburger Reichs- 
abschiedes. 1 54 1. 



618. J. H. Msc. misc. 12/1. 6 Bl. 16. Jahrh. 

Die Loch Ordtnung Ein altes gedieht von Dem loch zu Nürnberg. (Mit späterer Abschrift.) 
Im 1561 jähr halt sich zwischen Veit von Würzburg vnd Bischoff zu Bamberg, vnd mit 
denen von Nüremberg . . . ein grosser vnwillen zugetragen , wie hernaher volgt. (Folgt 
das Gedicht auf den Bischof.) 



619. J. H. Msc. misc. 12/2. 2 Bl. 16. Jahrh. 

Evangelium so zu Strassbnrg im Münster gesungen vnd gelesen worden, am Sambstag der 
Heyligen Drey Königiag 1593. 



620. J. H. Msc. misc. 12/3. 7 Bl. 16. Jahrh. 

Veranschlagung des Wertes des adeligen Gutes Rottenbaur. 



151 

621. J. H. Msc. misc. 12 4. 2 131. IG. Jahrh. 

Quittung des Werner u. Melchior von Thüngen u. Wilhelm von Rotenhan über eine vom 
Bischof von Bamberg verliehene Pension. 1589. 



622. J.II. Msc. misc. 12/5. 2 151. 16. Jahrb. 

Quittung des Dr. jnr. Carl Vasoldt. 1589. 

623. J.II. Msc. misc 12/6. 2 IM. 17. Jahrb. 

Quittung des Andreas Frobenius zu Ansbach, ausgestellt dem Bischof Johann Philipp von 
Bamberg. 1601. 

624. J.II. Msc. misc. 12/7. 2 BL 17. Jahrb. 
Quittung des Bamberger Weihbischofes Johann Ertlin. 1601. 

625. J. II. .Msc. misc. 12/8. Lose BL 16/17. Jahrb 
Quittungen, Bambergei Bischöfen ausgestellt. 



626. J.II. Msc. misc. 13. 18 BL 17. Jahrh. 

Markgräflich Brandenburgische Angelegenheiten, Erlasse und Entscheide der Markgrafen Jo- 
achim Ernst, Albrecht U, Georg Friedrich. Eingaben an die Fürsten, Schreiben an die 
Mark' 'railichen Behörden. 



627. J.II. Msc. misc. 14/1. 10 151. 16. Jahrh. 

Gründliche Verzcichnus von dem grosen sterben zu Xürtnberg , welchen man hat zu tierzeichnen 
angefangen , den lüstentag des monats Jenner 1562 vnd ein ende genommen auf den 30 
tag Junio Anno 1 563. 



628. J.II. Msc. misc. 14/2. 9 Hl. IG. Jahrh. 

Der Erzbischof Reinhard von Trier u. Ludwig, Pfalzgraf bei Rhein, Heizog in Bayern fuhren 
eine Einigung zwischen Jobann von Sachsen 11. dem Landgrafen von Messen einerseits 
u. den Bischöfen zu Bamberg u. Würzburg andrerseits heibei 1528. 



629. J. II. Msc. misc. 14/3. 10 Bl. 16. Jahrh. 

Extrai'l des Salzburgischen ( 'mgells. Beschwerung vber den Bayrischen Aufschlag. 



152 



630. J. H. Msc. misc. 14/4. 2 Bl. 16. Jalirh. 

Verzaichnus ctlickter pimfl , daratiff die Herren Ersamcn, von wegen der IIa i ch Pfleger Raths 
der Stadt Augspurg Bey den Herren dieses A'ats zu Nuremberg jm frenntlichcn ver- 
trauen erkhundigung thim sollen. 1539 (?). 



631. J. H. Msc. misc. 14/5. 4 Bl. 16. Jahrh. 

Die Artikel des Rathes der Stadt Ulm. 



632. J. H. Msc. misc. 14/6. 30 Bl. 16. Jalirh. 

Bamberger Zinsbuch 1597, 98. 

633. J. H. Msc. misc. 15. 78 Bl. 17. Jalirh. 

Hoheneicher Zehntgerichtsbuch. 



634. J. H. Msc. misc. 16. 20 Bl. 18. Jalirh. 

Bamberger Zehntangelegenheiten. 



635. J. H. Msc. misc. 17. 38 Bl. 16. Jalirh. 

Angelegenheiten der freien Reichsstadt Schweinfurt. (Namentlich Briefe an Kilian Göbel.) 
Vergl. Msc. com. lit. I. 

636. J. H. Msc. misc. 18/1. 3 Bl. 17. Jahrh. 

Verkauf des Hofes zu Schadloss an der Aurach an den Vikar des Stiftes St. Stephan ob 
Bamberg, Wolf Heinrich Günther. 1639. 



637. J. H. Msc. misc. 18/2. 9 Bl. 17. Jahrh. 

Akten, das Schloss Bühl betr. 1614, 1745, 50, 56, 62. 



638. J. H. Msc. misc. 18/3. 1 Bl. 16. Jalirh. 

Schreiben des Hans von Rotenhan zu Rentweinsdorf an Bischof Weigandt von Redwitz über 
die «Türkensteuer» 1542. 



639. J. H. Msc. misc. 18/4. 4 Bl. 16. Jahrh. 

Schreiben des Pfarrverwesers und Bürgermeisters zu Zeil, die «Türkenhilff» betr. 1542. 



153 



640. J.II. Msc. misc. 18/5. 2 Bl. 16. Jahrh. 

Schreiben des Michel von Löffelholtz über die Türkensteuer. 1542. 



641. J. EL Msc. misc. 18/6. 2 Bl. 16. Jahrb. 
Vorschlag zur Auftreibung der Türkensteuer. (Bruchstück.) 



642. J. H. Msc. misc. 19/1. 38 Bl. 17. Jahrh. 

Ueber die Landeshoheit des Ilochstiftes Bamberg im Amte Fürth. Einzelne Aktenstücke. 



643. J.II. Msc. misc. 19/2. 9 Bl. 17. Jahrh. 

Schreiben des Abtes zu Banz an den Bamberger Bischof mit der Bitte, die Steuer seiner 

Unterthanen selbst einziehen zu dürfen. 1600. 
Klageschrift des Abtes zu Banz wider den Castner in Lichtenfels in Sachen der Kriegscontri- 

bution 1659. 

644. J. EL Msc. misc. 19, 3. 2 Bl. 16. Jahrh 

Extract aus der Kronachcr Stadtordnung 1575. 



645. J. II. Msc. misc. 19/4. 1 Bl. 17. Jahrh. 

Conclusum in Consilio Kcclesiastico super causa restitu/ionis parochiaruvi (Kotenkirchen, Main- 
roth, Röttenbach, Wiescnthau) et turtum. 1650. 



646. .1. 11. Msc. misc. 19/5. 1 Bl. 18. Jahrh. 

Schreiben von Bürgermeister und Rath zu Schneilag an Barlholomeus //aller, Statrichtcr zu 
Nürmbcrgk , einen Compassbrief betreffend. 



647. J. II. Msc. misc. 19/6. 4 Bl. 16. Jahrb. 

Ein Schreiben von Magdeburg nach Luthers Tod (vergl. S. 5), Angriffe gegen die katho- 
lische Lehre enthaltend. In dem Bruchstück ist enthalten der Abschnitt: Von der Juris- 
diction der pebstlich Bischoff. Aufschrift der Aufsenseitc: lleshusii couditioms de 
congressu. Unterzeichnet : Dodor Tilmannus Hcsshusius. 



648. J. II. Msc. misc. 19/7. 2 Bl. 16. Jahrb. 

Die Gerechtsame der Zünfte und Handwerker, die letzten sechs «.augsburgischen Artikel» 
betreffend. 



154 

649. J. H. Msc. misc. 19/8. 11 Bl. 16. Jahrh. 

/ 'erzaichnus der fierteil diser Statt. Kurze Beschreibung der Stadtviertel von Nürnberg. 



650. J. H. Msc. misc. 19/9. 2 Bl. 16. Jahrh. 

Flizabeta Dei gratia Angine, Franc'ne et Hibernuc Regina . . . Gonsul/bus ac Proconsulibus, 
Dynastis, Syndieis, Regulis ac Gubcrnatoribus tredeeim Cantonum prccclanc gentis Hel- 
vetim salutem. Datiert: 1590. Ermahnung, der von den Spaniern belagerten Stadt 
Genf beizustehen. 

651. J. H. Msc. misc. 19/10. 2 Bl. 16. Jahrh. 

Treueeid der Stadt Constanz an König Ferdinand. 

Dieser aid ist von Bürgermeistern, gross vnd kleinem Rath aiech ganlzer gemein zu Gostau tz 
uff dem Munsterplatz vff 15. Oktober vmb 8 hör vormittag geschworn worden anno 1548. 



652. J. H. Msc. misc. 19/11. 2 Bl. 15. Jahrh. 

Vermerckt sein hie nach ettlcich artichkl Der sich dye tattdlewl der virstendt so nac vnd ye/z 
dem land zu nodturfftn verayndt haben An suntag vor Sandt Kathrcinlag Anno dorn. 1400 
im zwovndsibenlzig Jar beslossen. 



653. J. H. Msc. misc. 19/12. 6 Bl. 16. Jahrh. 

Zehrung des Bambergischen Hofmeisters (Johann von Schwarzenbergs) in Heidelberg u. Augsburg. 



654. J. H. Msc. misc 20/1. 25 Bl. 17. Jahrh. 

Unwarhaffte Lästerschrifft, welche der Obrist Lucas Friedrich Bayr zu meiner Christoff Vit 
lissen, Hauptmanns , vermeinten Beschimpfung hin u. "vieder ausgegeben. Nürnberg 166' 



655. J. H. Msc. misc. 20/2. 6 Bl. 17. Jahrh. 

Erneuerte Tax Roll der Reichskanzlei für die Briefe. 1659. 
Vgl. Msc. hist. 104b. 

656. J. H. Msc. misc. 20/3. 13 Bl. 17. Jahrh. 

Gonsignatum der Burggrauen Fßegcr Pfandinhaber, vnd anderer nachgesetzter Beampten , auf 
der Herrschaft vnd Schloss Sleyer. Von Valentin Preuenhuber. Wien 1653. 



657. J. H. Msc. misc. 20/4. 13 Bl. 17. Jahrh. 

Tudicia Viennesia et Consilia Caesarea. Ao. 1676. 



155 



658. J. II. Msc. misc. 20/5. 7 Bl. 18. Jahrh. 

Erklärung des von I'apst Iicnedikl XIV. 1 74 1 für die Diöcese Hamberg gewährten Jubiläums. 



659. J. II. Msc. misc. 20/6. 10 Bl. 10. Jahrh. 

l'ANZER, Pfarrer zu Ellerndorf, Was müssen Sehullehrcr und Eltern leisten, wenn der 
lleifsige Schulbesuch der Kinder sich zum Nützlichen und Wohlthätigen erhöhet sehen 
soll? Schulpredigl , am 4. Nov. 1810 gehalten. 

660. J. EL Msc. misc. 20/7. 6 Bl. 19. Jahrh, 

l'ANZER (J. F. H.), l'farrer, Rede, gehalten am Grabe eines am 24. April 1815 gestorbenen 
Kindes. 

661. J. H. Msc. misc. 20/8. 5 Bl. 19. Jahrh. 

Die Erfindung des Schachspiels. Ein Gedicht. 



662. J. EL Msc. misc. 20 9. 6 Bl. 19. Jahrh. 

Mauerzeichen an der Veste Rosenberg. 



663. J. II. Msc. misc. 21 (III. 44). Pap. 21«/i X 18 cm. 313 S. 18. Jahrh. 

Elwerts Colleclancen für Literatur und Kunst. Göltingen 1781. 

d) Aus der Limburger Chronik vom Meister Wilhelm zu Colin S. 8. 

/') Etwas für Maler und Zeichner S. 31. 

c) Über Gemälde in der Ludwigsburger Gallcrie S. 89. 

(/) Notizen über englische Maler S. 152. 

<?) Malerbiicher S. 307. 



664. J. EL Msc. misc. 22/1. 6 BL 16. Jahrh. 

Argumentum adhoi talionis ad stihun exercendum. 



665. J.II. Msc. misc. 22/2. 8 Bl. IG. Jahrh. 

Sabbathum et dies sabbutfii. 



666. J. EL Msc. misc. 22/3. 8 Bl. 16. Jahrh. 

De sttbieclo, inscriptione et loeo libr. IV, Meteorolog. 



667. J. 11. Msc. misc. 22 r l. 4 Bl. 16. Jahrh. 

Von der Bereitung des Johannis-Üeles. 



156 



668. J. H. Msc. misc. 22/5. 4 Bl. 16. Jahrh. 

De chelidonia (herba). In fradlura ossium txptrimentum mirabik. Extraclio Spiritus anti- 
monij Valtin Rother Wundarzt. 



669. J. H. Msc. misc. 22/6. 7 Bl. 16. Jahrh. 

Eine Constellation der Gestirne für eine am 16. Mai 1565 geborene Jungfrau von M. Georgius 
Celsius in Burgbernheim. 1591. 



670. J. H. Msc. misc. 22/7. 6 Bl. 18. Jahrh. 
Ueber Theriakwasser. 

671. J. H. Msc. misc. 22/8. *29 Bl. 17. Jahrh. 

Feier des pegnesischen Blumenordens 1790, 91, 92. 



672. J. H. Msc. misc. 23/1. 4 Bl. 16. Jahrh. 

Geschichte der Nürnberger Kirchen und Kapellen. 



673. J. H. Msc. misc. 23/2. 3 Bl. 16. Jahrh. 

Themata medica de ardore stomachi. Autore Saiomonc Alberto. 



674. J. H. Msc. misc. 24. 43 Bl. 17. Jahrh. 

Chiromantia. Metoposcopia. Mit vielen Federzeichnungen. 



157 



R. 

Autographensammlung. 

675. J. H. Autogr. 1. Pap. 18 X 10'/ 2 348 S. 18. Jahrh. (1759 u. ff). 
Georg Bächtels von Altdorf Stammbuch. 

Mit einem Register der Namen. 

Ebd.: Schwarzer Lederbd. mit Goldpr 



676. J.H. Autogr. 9. Pap. 9'/2X lö'/a cm. 80 «1. 17/18. Jahrh. (1G96/ 1700). 
Stammbuch des Prof. Gabriel Doppelmayr aus Altdorf, Jena, Nürnberg. 

Mit einigen Handzeichnungen und Wappen. 
Ebd.: Brauner Lederbd. 



677. J. H. Autogr. 3. Pap. 9V 2 X 16 cm. IG Bl. 18. Jahrh. (1716—33). 
Gottfried Heidts Stammbuch. 

Enthalt 16 Einzeichnungen aus Hasel, Nürnberg, Ansbach. 
Ebd.: Brauner Lederbd. mit Goldpr. 



678. J.II. Autogr. 4. Pap. 9 X IG'/a cm. 31 IM. 19. Jahrh. (1813— 25). 
Joseph Hellers Stammbuch auf 3 1 losen Blättern. 

*) Aus den gleichzeitigen Stammbüchern läfst sich das Studcntcnleben vortretnich er- 
kennen. Die Stammbücher sind zweifellos eine Frucht der Hochschulen. Die an einem 
Orte zusammenlebenden und durch mannigfache Freundschaflsbezeugungen verbundenen Jüng- 
linge suchten durch Erinnerungszeichen der akademischen Zeit Dauer und Nachhall zu geben. 
Man zeichnete ins Stammbuch anfangs nur den Namen ein. Bald fügte man neben dem 
Namen auch sein Wappen bei. Und so wurden die Stammbücher eine gute Erwerbsquelle 
für die Wappenmaler. 

Unter das Wappenschild setzte man häufig einen Sinnspruch, zunächst den eigenen 
Wahlspruch, zu dessen Erläuterung sich bald ein symbolisches Bild gesellte. Der Student 
gönnte noch vor den Freunden und Genossen dem verehrten Lehrer den Eintritt in sein 
Album -Heiligtum, das man l'hilotheca, Album amicorum, Gazophylaziuni nannte. 

In späteren Zeiten füllte man ganze Blattseiten mit Sentenzen in allerlei Sprachen, wo- 
durch die Bilder vollständig verdrängt wurden und Missbrauch an die Stelle des ursprünglich 
schönen Gebrauches der Stammbücher trat. 

Michael Lilienthal bezeichnet die Führung der Stammbücher als eine ursprünglich und 
vornehmlich deutsche Liebhaberei. 

Liebhaber und Bibliotheken legten später Stammbücher- Sammlungen an; eine der reich- 
haltigsten besitzt die grofsherzogliche Bibliothek zu Weimar. 

Vergl. Arndt, «Germania»: Deutsches Universitätsleben S. 199. <• Mitteilungen für Auto- 
graphensammler (III, 8). «Sammler» (1S85). 



158 



679. J. H. Autogr. 5. Pap. 10 X 17 cm. 53 Bl. 18. Jahrh. (1740—54). 
Müllers, stud. theol., Stammbuch. 

Enthält 53 Einzeichnungen aus Altdorf und Nürnberg. 
Ebd.: Brauner Lederbd. 

680. J. H. Autogr. 6. Pap. 9 X 14 cm. 149 Bl. 17. Jahrh. (1658 u. f.). 
Stammbuch des Tobias Klein aus Schmiedeberg in Schlesien. 

Ebd.: Schwarzer Lederbd. mit Goldpr. 



681. J. H. Autogr. 7. Pap. 10 X 16 cm. 109 Bl. 17. Jahrh. (1686 u. ff.). 
Leonhard Lochners Stammbuch zu Nürnberg. 

Ebd.: Schwarzer Lederbd. 

682. J. H. Autogr. 8. Pap. 10 X 16'/a cm. 30 Bl. 18. Jahrh. (1738). 
Christoph Jacob Pfunds Stammbuch. Nürnberg. 

Ebd.: Brauner Lederbd. 

683. J. H. Autogr. 2. Pap. 9 X 14'/s cm. 6 B1 17 - Jabrh. (1696—1700). 
Stammbuch des Martin Pfund. 

6 Einzeichnungen. 

Ebd.: Pappbd. mit gepresstem Goldschnitt. 



684. J. H. Autogr. 10. Pap. 15 X 10 cm. 70 Bl. 17. Jahrh. (1612 u. ff). 
Johannes Samstags Stammbuch. 

Mit color. Wappen und Vignetten. (Joh. Samstag starb 1635 als Superintendent zu Bayreuth. 

Vergl. Frehers Theatr. erudit. viror. S. 458.) 
Prov. u. Gesch.: Aus dem Besitze von Viehbeck in Castell. 
Ebd.: Schwarzer Lederbd. mit Goldpr. 



685. J. H. Autogr. 11. Pap. 8 X H'/a cm. 47 Bl. 17. Jahrh. (1637— 43). 
Stammbuch von Friedrich Schoener, Richter und Reichsvogt. 

Aus den Jahren 1637 — 43. Mit Wappen auf dem ersten Blatte. 
Ebd.: Schwarzer Lederbd. 

. — • 

686. J. H. Autogr. 12 (III. 436). Pap. 9'/ 2 X 16 cm. 25 Bl. 18. Jahrh. 

(1789—91). 

Sophie von Seckendorff's Stammbuch. Bayreuth. 

Prov. u. Gesch.: Aus dem Besitze von Hans von Aufsess. 
Ebd.: Hellbrauner Lederbd. mit Goldpr. 



159 



687. J. H. Autogr. 13. Pap. 10 X 16\' 2 cm. 171 Hl. 18. Jahrh (1736— 50). 
Gottlieb Albert Spiefs' Stammbuch. 

Mit einigen Ilandzeichnungen und Wappen. 

(Am Anfange das Wappen der Familie Spiefs, auf Pergament gemalt.) 

688. J. EL Autogr. 14. Pap. 12 X 20 cm. 91 BL 18. Jahrh. (1787). 
Johann Georg Heinrich Zeders, Arzt zu Lichtenfels, Stammbuch. 

(Mit dem Register der Personennamen, dem Aquarell- Porträt Zeders und Silhouetten. Vergl. 

Jacks Pantheon S. 1162.) 
Ebd.: Dunkelbrauner Lederbd. mit Goldpr. 



689. J. H. Autogr. 15. Pap. 12X 17'/ t an. 12 BL 18 Jahrh. (1710). 
Stammbuch eines Ansbacher Adeligen. 



690. J. II. Autogr. 16. Pap. 16 X 14 cm. 62 BL IS. Jahrh. 

Stammbuchblalter von verschiedenen Personen, von Buddeus, l'rof. in Jena, Chamberlayne, 
Sprachforscher, Klügel, Professor in Helmstedt, Neumeisler, Pastor in Hamburg, von dem 
gelehrten Hauern Nicol. Schmidt von Rothenacker im Voigtland, in äthiop., syr. , arab., 
koptischer und lateinischer Sprache; ferner von Gelehrten und Professoren in Altona, 
Hamburg, Jena, Ilelmstädt: Beireis, Gatterer, Mosheim, Thomasius, Chr. u. s. w. 



691. Neben den Stammbüchern ist in der Ileller'schen Sammlung noch eine ganze Reihe 
von Autogrammen vorhanden. Dieselben stammen gröfstentheils aus der Verl&ssenschaft des 
Nürnberger Predigers an der St. Kgidienkirche, Laurentius Friedrieb Dürnhoffer — Dornhofer 
oder Dornhofer, wie er auf den Aufschriften verschieden genannt wird. Die Autographen- 
Sammlung ist in 3 Kapseln aufbewahrt. Wir heben aus derselben hervor die Autogramme von: 
Adolph Friedrich König von Schweden 1757. — Alberti, Salomon (berühmter Arzt) 
1588. — Albrecht Markgraf von Brandenburg 1664. — Amling, Wolfgang, geb. zu 
Münnerstadt, Pfarrer zu /.erbst 1578. — F. A. Fürst zu Anhalt 177 7. — Vikt. Fr. Fürst 
ZU Anhalt 1763. — Carl Markgraf zu Baden 1728. — Hebelius, Balth. (I'rof. zu Stras- 
burg) 1673. — Bebelius, Joh. Balth. 1689. — Bebenh ausen, Ernst v. 1695. - Beck, 
Matth. Friedr. 1699. — Bergig, Conrad 16 1 8. — Berg, Mathias (berühmter Philolog) 
1566. — Beza, Theod. 1581. — Bidermann, Phil. — Piedendorf, Georg (Prof. zu 
Erfurt) 1679. — Birnstiel, Elias. — Brandenstein, Christ. 1595. — Brendel, Job. 
Mart. 1653. — Brückmann, F. E. 1725. — Brunnquell, Joh. Sal. 1733. — Büch mann, 
Joh. 1 5 7 1 . — Carl, Rom. Kaiser 1716. — Charlotte Amalie verw. Herzogin von 
Sachsen 1763. — Charpentier, franz. Bildhauer. — Christian Markgraf zu Branden- 
burg 1649. — Christian Ernst Markgraf zu Brandenburg 1685. — Christiane Charlotte 
verw. Fürstin von Oslfriesland 1685. — Crynäus, Joh. Jak. 1580. — Dannhauer, Joh. 
Conr. 1627. — De l'Isle. — Dieckau, A. 17 15. — Dilherr, Chr. Gottl. 1651. — Dill- 
herr, Joh. Mich. 1669. — Döderlein, Abraham 1659. — Donauer, Sig. Chr. (berühmter 
Jurist) 1 69 1 , 1704. — Drejer, Chr. (Prof. zu Königsberg) 1654. — Dressler, Gallus 1 574. 
— Dürfeid, Ludw. W. 1739. — Dürnhofer, Leonhard 15S5. — Dürrius, Joh. Conr. 
(Prof. zu Altdorf) 1649.— Eber, Barthol. Wolfg. 1588. — Eber, Paul 1569. — Eber- 
lein, Job. Jak. 1666. — Ebermajer, Conrad (Hofrath) 1694. — Ebner, Anton; Hans 
Wilhelm; Hieronymus; Georg; Johannes Carl 1603— 1662. — Eckhart, Joh. Georg 1725. 



160 



Egloffstein, Nik. 1557. — Ehinger, Elias 1644. — Ehrenstein, Ed. 1674. — Eichel, 
Joh. (ber. Jurist) 1655. — Eichler von Wetzlar 1716. — Eilber, Simon 1556. — Eisler, 
Tob. (Bücher- Correktor zu Helmstatt) 1718. — Endres, J. N. 1783. — Endter, Joh. 
Paul 1 719. — Erlabeck, E. 1729. — Erthal, V. Dit. — Eussenmann (Zeichner zu 
Nürnberg) 1 7 1 7. — Faber, Franz. — Fabricius, Conr. 1571. — Fayus, Anton (Prof. 
d. Theol. zu Genf) 1576. — Feuerbach, Anselm 1816. — Forberg al. Forwerck, Gregor 
1578. — Frank, Johann 1579. — Franz, Rom. Kaiser 1758. — Franz Ludwig von Er- 
thal 1786. — Friedrich Markgraf zu Brandenburg 1738. — Friedrich August König von 
Polen 1757. — Frosch, Titus Laur. 1569. — Fues, Joseph. — Gebhardt (Maler zu 
Nürnberg) 1670. — Georg II. König von England 1756. — Glacianus, Georg (Prof. 
d. Phil, zu Altdorf) 1592. — Göbell, Lor. 1568. — Götze, Jakob 1592. — Grumbach, 
Wilh. 1553. — Hetzel, Andr. — Hirzler, Johannes. — Holomanus 1566. — Holz- 
schuher, V. G. 1661. — Holmp, Maur. — Hutten, v. Ludw.; Franz Friedrich 1618; 
Johann Ernst 1671. — Imhof, G. Christ. Gottl. 1721; Joh. Christ. 1705; Joh. Hier. 
1686; Andr. 1709; Oktav. 1644; Jak. Wilh. 1692. — Janke, Joh. Jak. (Prof. zu Altdorf). 

— Jonas, Justus (Freund Luthers) 1540. — Jordan, Jakob (Theolog) 1584. — ■ Julias 
Echter von Mespelbrunn 1604. — Juncker, J. in Halle 1721. — Jungendres, Seb. Jak. 
(Conrektor zu S. Sebald) 1735. — Jungermann, Joachim 1590. — Juvinius, Joachim. 

— Kampylopus, Johannes 1572. — Kleist, Frhr. v. (Oberst) 1777. — Kramer, 
Wolfgang 1570. — Künsberg, Freifrau Marie Franziska 1700, — Lagus, Johann 1577. 

— Lauffenholz, Cunz von 1579. — Leopold, Rom. Kaiser 1675. — Less, Georg 1 57 1 . 

— Liechtentaler, Georg (Professor zu Altdorf) 1586. — Macrobius, Adam. — 
Maior, Georg (berühmter Theolog) 1570. — Marcus, A. F. 1791. — Mauser, Conr. 
(Prof. zu Wittenberg) 1569. — Maximilian, Kurfürst 1629. — Meindel, Eusebius 1579. 

— Melchior Otto Voit von Salzburg (Fürstbischof von Bamberg) 1652. — Melissus, 
Paul 1581. — Menau(?), Jakob 1573. — Moller, Heinrich 1572. — Müller, Joh. Christ. 
(Ingenieur- Hauptmann) 1 7 13. — Oken 1821. — Olig, Hieron. 1570. — Osthelder, 
J. H. 1768. — Piscator, Johann (Prof. zu Jena) 1573. — Pölnitz, Joh. Christoph 1668. 

— Poss, Johann 1569. — Preissler, Christ. Wilhelm 1723. — Preissler, Joh. Dan. 
171 7. — Raiser, Just. Hiob 1590. — Redlein, Lorenz 1572. — Reichart, Michael 
(Prof. der Beredsamkeit zu Wittenberg) 1565. — Rentmann, Joh. 1569. — Rieneck, 
Joh. Christ. Voit von 1692. — Roggenbach, Georg 1565. — Rosius, Melchior. — 
Rotenhan, F. W. v. und G. v. 1783. — Rubiger, Caspar 1583. — Rüdt, Heinr. v. Bödig- 
heim 1633. — Rüdt v. Collenberg, Joh. E. 1685. — Rugendas, Georg Phil. 1722. — 
Ruger, Georg. — Runzier, T. M. 1556—60. — Sali, Theodor. — Schaller, Jakob 
1662—74. — Schannat, J. F. 1725. — Schar del 1646. — Schilling, Adam. — Schmidt, 
Joh. Christ. 1 7 1 5. — Schönborn, Lothar Fjanz (Fürstbischof von Bamberg) 1695. — ■ 
Schräm, Johannes 1588. — Schräm, Ulrich Nicolaus 1586. — Schrek, Johannes 1570. 

— Schübler, Joh. Jak. (Baumeister) 1723. — Semler, Johannes 1576. — S o p h i e verw. 
Markgräfin von Brandenburg 1727. — Stamler, Joh. (Philolog u. Jurist) 1 583. — Stein, 
Bastian 1595. — Steinau, Sebastian 1652. — Steinmüller, Adam (Pfarrer) 1582. — 
Teutonicus, Leonard 1565. — Theodoricus, Seb. 1581. — Trapp, Gregor 1582. — 
Truchsefs, Hans Eitel 1662; Hans Philipp 1662. — Ursin, Zach. (Prof. zu Heidelberg) 
1575. — Varel, Ed. Hilderich 1587. — Vestner, Andr. (Medailleur) 1723. — Vetter, 
Christ. — Vinsterlohe, Phil, von zu Lautenbach. — Vogel, Johann 1587. — Volkart, 
Georg 1581. — Wanckel, Matthias 1567. — Warnsdorf 1786. — Wedebram, Friedr. 
1570. — Welser, Sebald 1578. — Wolfrum, Joh. 1571. — Wolfskeel, Hans Erhard 
1638. — Wrede (Fürst, u. Feldmarschall) 1816. — Würdtwein 1781. 

Prov. u. Gesch.: Heller erwarb diese Briefe um 33 fl. von Moriz Maximilian Mayer in 
Nürnberg. 



EXKURSE 



29. .7. H. Msc. liist. 21a (II. 50a). Pap. 32 X 32 cm. 197 Bl. 

Diese Handschrift ist nahe verwandt mit einer in der Grofsherzoglichen 
Bibliothek zu Weimar befindlichen. Das Verhältnis der beiden Handschriften 
zueinander ist genügend aufgeklärt, so dafs ich füglich darauf verzichten darf, 
das zu wiederholen, was Theodor von Kern darüber in den «Chroniken 
der fränkischen Städte» mitgeteilt hat. Ich will nur kurz erwähnen, dafs unsere 
Handschrift Bl. 15 — 146 von der gleichen Hand geschrieben ist, wie die 
Weimarer. Aber auch der übrige Inhalt beweist klar, dafs der Codex in einem 
nicht zufälligen Abhängigkeitsverhältnis zu dem Weimarer steht. Bl. 1 u. 2 
findet sich das Bruchstück einer Chronik von Eger aus dem Jahre 1509. 
Von anderer Hand aus dem Beginne des 16. Jahrh. findet sich Bl. 10 — 13 
eine Verordnung des Rates zu Nürnberg über die 1500 zu entrichtende 
Losung. Die Anfangsworte derselben bringt der Text unseres Katalogs. Dann 
beginnt der Text der Ueberarbeitung der Chronik. Die sich anschliefsende 
Fortsetzung ist sehr mangelhaft: die Jahre 1441, 1448- 1450, 1464 fehlen 
vollständig. Von Bl. 75a folgen mehrere Schreiben, zunächst unter der Auf- 
schrift: aDie grozs schrifft an der maivr» die zwischen dem Markgrafen Albrecht 
und dem Herzog Ludwig gewechselten Streitschriften ( 1 46 1 ). BL 81 bringt 
Herzog Ludwigs Antwort auf den Anschlag des Markgrafen an dem Rathaus 
zu Nürnberg, dann Bl. 82 die Gegenrede des Markgrafen, welche bei Müller, 
Reichstags -Theater Friedrichs EL 56 ff., 70 f., 72 abgedruckt ist; dann eine 
zweite Antwort Ludwigs vom 13. August 1461, die Gegenschrift Albrechts 
vom 15. August, den wamtuttgSS brieff des Kaisers, das Rechtfertigungsschrei- 
ben Herzog Ludwigs, die Erklärung Albrechts vom 8. Okt. mit der Urkunde 
Kaiser Friedrichs, dann die Erwiderung Ludwigs vom 14. Okt. Hierauf folgt 
Bl. 104 der Freibrief des Kaisers für Nürnberg und endlich ein Schreiben 
des Erzbischofs von Mainz an die Stadt Walldüren über die Schlacht von 
Sechenheim. Dann folgt das Gefangenenverzeichnis, dem sich die Tuch er- 
sehe Fortsetzung der Chronik anschliefst. Die Fortsetzung beginnt unter Weg- 
lassung aller anderen Nachrichten aus den Jahren 1469- 147 1 mit dem Ein- 

Leitschuh, Manuscripta Hellcriuna. II 



162 



zuge Kaiser Friedrichs 147 1. Hieran reiht sich die Instructio und endlich 
Bl. 133b eine mit dem Jahre 1166 beginnende und bis 1310 reichende Jahres- 
reihe aus dem Texte der Ueber arbeitung: Item 1166 jar da war dt das hertzog 
zu Behaim zu einem Kunigreich gemacht — do starb purgkgraff johanns von 
nürmberg etc. Dann sind einige wenige Blätter verloren. Bl. 135a — 146a 
bringt ein Verzeichnis der Almosen. Auf der nächsten Seite wird ohne Jahres- 
angabe mit Nachrichten der Jahrbücher begonnen. Bl. 147 beginnt eine andere 
Hand die Jahrbücher fortzusetzen und Lücken des früheren Teils der Hand- 
schrift zu ergänzen. Die letzte der Bürgermeisterlisten ist von Kunz Rösner 
geschrieben, der alles auf die Jahre 1518 — 1529 Bezügliche in unsere Hand- 
schrift eintrug. Unter diesen chronikalischen Fortsetzungen findet sich auch 
eine Chronik von Nürnberg 1500 — 1509 und der Bericht über die Ereignisse 
des Jahres 1552 von Endres Helmsauer. 



84, 84a, 84b, 164. J. H. Msc. bist. 62, 62a, b, 127 (II. 65, III. 245, III. 85). 

16. Jahrb.. 

Ich habe unsere Ulmann Stromer -Handschriften hier zusammengestellt: 
das älteste, was wir von Stromer besitzen , ist das Einzelblatt (Msc. hist. 62 b ). 
Dieses interessante Blatt fand Theodor von Kern in dem Codex 62 lose ein- 
liegend. Papier und Handschrift stimmen genau überein mit dem Codex der 
Bibliothek des Germanischen Museums in Nürnberg (Nr. 6146). Durch dieses 
Blatt wurde bewiesen, dass Ulmann Stromer selbst der Autor der neuen Re- 
daction sei, von der jedoch vom Originale nichts weiter vorhanden ift, als 
eben dieses Blatt. Die Zusätze, welche in der Handschrift des Germanischen 
Museums fehlen, finden sich hier. Msc. hist. 62 bringt Ulmann Stromers Ge- 
schlechtsbuch und Verzeichnis der Zeitgenossen nach seiner zweiten Redaktion. 
Msc. hist. 164 ist, wie auch in den nächstfolgenden Exkursen erwähnt werden 
wird, eine blose Abschrift einer Pergamenthandschrift des Nürnberger Archi- 
ves ; bemerkenswert ist sie wegen der von späterer Hand eingetragenen Les- 
arten und Berichtigungen. Die späteste Stromerhandschrift besitzen wir in Msc. 
hist. 62a. Im 17. Jahrhundert ist sie mit peinlicher Sorgfalt von dem im Ger- 
manischen Museum aufbewahrten Codex Nr. 6146 abgeschrieben worden. Auch 
die Mängel des Originals finden sich hier getreulich wiedergegeben, wie auch 
die von Müllners Hand dort beigefügten Zusätze ohne alle Unterscheidung 
hier aufgenommen sind. 



129. 130. 507. J. H. Msc. hist. 103. 103a. Com. litt. 2. 

Es scheint mir nötig, an dieser Stelle auf die Cod. hinzuweisen, die sämmt- 
lich aus Kargschem Besitze stammen. Zur richtigeren Würdigung gebe ich — 
einem an mehreren Stellen von Joseph Heller deutlich ausgesprochenen Wunsche 



163 



folgend, — ein paar Bemerkungen zu diesen Bänden. Johann Fried. Karg, 
am ig. Feb. 1648 zu Bamberg geboren, wurde schon in seiner frühesten Jugend 
zum Canoniker des Collegiatstiftes St. Jakob in Bamberg ernannt. Später be- 
gab er sich nach Rom, besuchte 1669 die Universität Prag, verweilte dann 
mehrere Jahre auf Reisen und ward 1676 zu Padua als Doctor der Rechte 
promovirt. 1678 kehrte er als apostolischer Protonotar und kaiserl. Pfalzgraf 
in seine Vaterstadt zurück, wo er vom Fürstbischof Peter Philipp von Dernbach 
zum geistlichen und geheimen Rat ernannt wurde. Bald darauf wurde er 
vom Churfürsten Maximilian Emanuel von Bayern berufen, um als Minister 
dessen Angelegenheiten an einer Reihe deutscher Fürstenhöfe zu vertreten. 
Leopold L sandte ihn an den päpstlichen Hof. Hier bot sich ihm Gelegenheit, 
in die Wahlangelegenheiten des kölnischen Capitels einzugreifen, als Wilhelm 
Egon von Fürstenberg 1688 zum Coadjutor von Cöln ernannt wurde. Ueber 
die Stellung Kargs zu dem Churfürsten Joseph Clemens hat Leonhard Ennen 
eine Reihe schätzbarer Andeutungen gegeben. Für die politische Geschichte 
ist die vorliegende Correspondenz über den Kölner Wahlstreit von unzweifel- 
hafter Wichtigkeit. Die Briefe behandeln fast alle kölnischen Angelegenheiten 
bis zum Tode des Kanzlers, 30. Nov. 17 19. 

Die Briefe sind an seinen Bruder Hieronymus Karl Karg gerichtet, der, am 
2. Juni 1651 geboren, sich zuerst der Theologie gewidmet hatte. Später studierte 
er Rechtswissenschaft, wurde kaiserl. Pfalzgraf, Fürstbisch.-Hof- und geh. Rat, 
als solcher 1690 Vicekanzler, 1694 churmainzischer geheimer Rat, 1704 
wirklicher Hofgerichtspräsident und Kanzler, in welcher Eigenschaft er bis zu 
seinem am 9. Januar 1723 erfolgten Tode verblieb. Von den Bamberger 
Bischöfen wurde er viel in diplomatischem Dienste verwendet. Kaiser Joseph L 
erhob ihn 1709 in den Freiherrnstand. — 

Von Herrn Prof. Dr. Heigel in München haben wir eine eingehendere 
Würdigung dieser Briefsammlungen zu erwarten. 



142. J. H. Msc. Inst. 111. 

Einen ungewöhnlichen Reichtum befitzt die Hellersche Sammlung an 
genealogisch -heraldischen Notizen, welche in diesem Bande sämmtlich genaue 
Erwähnung gefunden haben. Aus den hier niedergelegten Mitteilungen ist er- 
sichtlich, dafs Jofeph Heller über nicht weniger als 625 Familien Notizen ge- 
sammelt hat. Und bei diesen findet sich aufserordentlich viel Seltenes und im 
hohen Grade Interessantes, das bisher wenig oder gar nicht bekannt war. 
Ich glaube sogar mit Bestimmtheit sagen zu dürfen, dafs nicht einmal Heller 
einen vollständigen Ueberblick über seine kostbare Sammlung sich zu verschaffen 
je Gelegenheit gefunden hat, denn es fiel mir die Aufgabe zu, jene Papiere zu 
einer Sammlung zu vereinen. 

Aber wir sind glücklicherweise darüber unterrichtet, aus wessen Besitz die 
Mehrzahl dieser Papiere in die Hände Joseph Hellers gelangte und glauben dem 

11* 



164 



Andenken dieses Sammlers hier einige Worte widmen zu sollen. Johann Okta- 
vian Salver (geboren zu Würzburg am 19. Mai 1732, gest. am 23. April 
1788), dem gelehrten Studium am Gymnasium seiner Vaterstadt sich widmend, 
hörte nachher einige Vorlesungen über die philosophischen Wissenschaften. 
Aber einen ganz besonderen Hang und Eifer bewies er für Geschichts- und 
Altertumskunde. Als Salver sich indefs für seinen künftigen Beruf entscheiden 
sollte, wählte er das Kunstfach. Nachdem man ihn aber ohne Unterstützung 
in diesem seinem Streben gelassen hatte, kehrte er zu den akademischen Wissen- 
schaften zurück und hörte auf der Würzburger Hochschule juristische Vor- 
lesungen. Durch die Anfertigung zweier, zu Rechtsstreiten dem Hochstifte 
Würzburg nötig gewordener Karten erwarb er sich den besonderen Dank 
desselben. 

Indefs scheint Salver seinen Beruf in der Betreibung historischer Studien 
erkannt zu haben: er begab sich mehrmals nach Gotha, woselbst er mit dem 
Archivar Lichtenberg sich durch Aufsuchen und Sammeln merkwürdiger alter 
Monogramme beschäftigte. Drei Monate brachte er im Jahre 1761 in Weimar 
zu, um unter der Leitung des Archivars Heidenreich alte Urkundensiegel ab- 
zuzeichnen. Mehrmals besuchte er ferner den mit ihm durch gleiche wissen- 
schaftliche Tendenz befreundeten Dechant Würdtwein in Mainz, als dieser seine 
bändereiche Sammlung von meist mittelalterlichen Urkunden an's Licht zog, 
und späterhin reiste er nach Speier, wo er mit Archivar Löbel an einem 
speierischen Geschichtswerk arbeitete. Von dem Fürstbischöfe Adam Friedrich, 
Grafen von Seinsheim, erhielt Salver den Auftrag, eine historisch-genealogische 
Beschreibung des Seinsheim'schen Hauses zu verfassen, zu welchem Behufe er 
eifrigst die archivalischen Materialien sammelte. Eine Folge dieser emsigen 
Thätigkeit war wohl die Ernennung Salvers zum Lehenamts -Registrator, in 
welcher Stellung er dem fürstlichen Lehenhofe die trefflichsten Dienste leistete. 
Aber seine Neider, welche er sich namentlich durch sein geplantes Unternehmen: 
«für das Hochstift Würzburg eine fränkische Diplomatik zu schreiben» geschaffen 
hatte, verstanden es, ihn aus seinem Wirkungskreise zu verdrängen. Nach dem 
Tode des fürstlich würzburgischen Archivars Joh. Jos. Dümler bewarb sich 
Salver um diese seinen Neigungen und Fähigkeiten so sehr entsprechende Stelle 
und wurde auch vom Fürstbischöfe zum wirklichen Archivar ernannt. In dieser 
neuen Sphäre verfafste Salver sein bekanntes Werk: «Proben des hohen Teut- 
schen Reichs- Adels, oder Sammlungen aller Denkmäler, Grabsteine, Wappen, 
In- und Urschriften und dgl., nach ihrem wahren Urbilde aufgenommen, unter 
offener Treue bewährt und durch Ahnenbäume, auch sonstige Nachrichten er- 
klärt und erläutert» — eine Arbeit von aufserordentlichem Fleifse. Neben 
seinen Berufsgeschäften im fürstlichen Archiv übernahm auch Salver heraldische 
und genealogische Arbeiten. Seine hinterlassenen historischen, heraldischen und 
genealogischen Papiere, zu deren Ordnung Salver niemals die nötige Mufse 
fand, wurden durch seinen Todesfall und bei der Minderjährigkeit seiner beiden 



165 



Söhne überall hin zerstreut und verloren endlich durch die erfolgten Kriegs- 
ereignisse und deren traurige Folgen vieles an ihrem inneren Wert. Das aber, 
was davon nach den Kriegszeiten noch gerettet war, kam zum gröfsten Teil 
in den Besitz Joseph Hellers, der diesen namhaften Beitrag zu seiner Sammlung 
hoch willkommen hiefs. 



156. J. H. Msc. bist. 121(111.119). 

Zur Geschichte der «Brevis notitia» verweise ich auf die Anmerkungen 
Anton Rulands in Weigands «Geschichte der Abtei Ebrach (1834)» S. 137 ff. 
und ferner auf die «Geschichtliche Ergänzung» im 38. Berichte des Bamberger 
hist. Vereins (1876). 



164. J. R Msc. hist. 127. Pap. 23 X 17 cm. 50 BL 16. Jahrh. 

Die Handschrift ist ohne Zweifel Abschrift einer Handschrift des K. Kreis- 
Archivs zu Nürnberg (membr. de anno 1506. — n. 59 der Chron.) Zuerst 
kommt die Chronik Ulmann Stromers in ihrer späteren Fassung. Die Nürnberger 
Handschrift ist falsch gebunden. Der Abschreiber hat dies nun übersehen, 
so dafs in dem vorliegenden Codex auf f. 24: f. 40'* folgen mufs, während 
f. 28 — 40 auf f. 48 einzuschalten sind. Bl. 40 beginnt eine Nürnberger 
Chronik aus der Zeit Kaiser Sigmunds. Der Anfang ist bei Oefele scr. r. B. 
I> 33°> 3 1 a ' s Chronicon Noriberg. ab anno 11 26 — 1399 nach einem lateini- 
nischen Excerpte Hartmann Schedels nicht ganz fehlerlos abgedruckt worden. 
Auch diese Handschrift bietet indefs den Text nicht in der ursprünglichen, 
wohl aber in einer dieser näherstehenden Fassung. Eine Reihe von einer Hand 
des 17. Jahrh. meist rotgeschriebener Zusätze oder auf angeklebte Zettel 
geschriebener Ergänzungen verleihen jedoch unserer Handschrift einen gewissen 
selbständigen Wert gegenüber der Nürnberger Handschrift, welche dieser im 
Wesentlichen zu Grunde liegt. Diese Zusätze geben, wie Theodor Kern bereits 
mitteilte, die Lesarten einer andern, bisher vollständig nur aus des Ratschrei- 
bers Müllner Abschrift in Cod. 6146 des Germanischen National-Museums in 
Nürnberg bekannten Handschriftenreihe. Der Schreiber dieser Zusätze unserer 
Handschrift erkannte auch den durch das Uebersehen der falschgebundenen 
Blätter des Nürnberger Manuscriptes vom Abschreiber begangenen Irrtum und 
suchte die richtige Aufeinanderfolge des Textes durch Verweisungen wieder her- 
zustellen. 



430. J. H. Msc. jur. 14 (III. 120). 17. Jahrh. 

Dieser Codex enthält Verträge Nürnbergs mit dem Burggrafen, mit den 
Bischöfen von Bamberg, Eichstädt und Würzburg, Verträge in Bezug auf die 



166 



Oberpfalz, Pfalzneuburg und insbesondere der Veste Rosenberg (letztere erst 
seit 1523), der Stadt mit dem deutschen Orden u. A. Die Verträge mit den 
Burggrafen bringen einige Ergänzungen zu den Mon. Zoll. Die Urkunde Mon. 
Zoll. IL, 499 ist hier ganz copiert. Von den Verträgen in den Jahren 1350 
und 1389 finden sich hier die burggräflichen Ausfertigungen, während in den 
Mon. Zoll, blos die städtischen stehen. 



492 u. ff. J. H. Msc. oec. 4 u. ff. 

Zum besseren Verständnis dieser Familienakten sind einige biographische 
Bemerkungen vielleicht nicht unwillkommen. 

Der Grossvater des Vaters Joseph Hellers hiess Johann Joseph Meinhard 
Heller. Er wurde um 1670 geboren und starb hochbetagt 1750. In jungen 
Jahren war er nach Würzburg gekommen. 

Mehr denn 30 Jahre hatte der alte Heller eine Färberei und eine Tuch- 
fabrik in Würzburg in seinem Besitze — und zwar in der Canalmühle, also 
neben dem ehemaligen Zuchthause; das Gebäude war Eigentum des Fürsten, 
und ein glücklicher Zufall hat uns eine stattliche Reihe von «Scheinen» er- 
halten, die uns über den Zins, welchen der Schönfärber zu entrichten hatte, 
Aufschlufs geben. Das «Hochfürstliche Mühlamt» erhielt von Heller jährlich 
50 fl. Bestandzins — eine Summe, die er meist quartaliter abtrug. Aber das 
Mühlamt hatte gar oft ein Einsehen, und wenn das Jahr für das Geschäft ein 
minder gutes war, dann empfing der «gnädigste Fürst» ein unterthänigstes Bitt- 
gesuch um Nachsicht, oder um teilweisen Erlafs des Zinses. Die «Copia» 
einer «gnädigsten Resolution» «Decretum Schlofs Marienberg» teilt uns mit, 
dafs so z. B. im Jahre 17 18 Philipp Fuchs von Dornheim «in Ansehung des 
dem Supplicanten vom Wetter zugefügten Schadens» von dem Bestandgeld 20 
Gulden gnädigst erliefs. Auch an Bittgesuchen anderer Art liefs es Heller nicht 
fehlen, der sich bei solchem Anlasse mit Vorliebe als «Zuchthaussfabrikant» 
unterzeichnet — eine nicht besonders glücklich gewählte Titulatur, welche 
allerdings insofern ihre Berechtigung hatte, als die Arbeiter Hellers in den 
ersten Jahren sammt und sonders Insassen des Zuchthauses waren. — Dafs 
ihm diese «Gehilfen» manchen Verdrufs bereiteten, ist wohl selbstverständlich, 
und die oft bittere Klage des Meisters wird, selbst wenn sie zu Ohren des 
Gnädigsten drang, an diesem Umstände wenig geändert haben. Johann 
Joseph Meinhardt Heller war übrigens ein biederer Charakter und ein trefflicher 
Geschäftsmann — zwei Eigenschaften, die aus den zahlreichen uns erhaltenen 
Briefen von seiner Hand glänzend hervorleuchten. Gottesfürchtig und dabei 
doch nicht frömmelnd, giebt er sich uns als ein offener, ehrlicher Mann, wenn 
auch aus etwas derbem Holze geschnitzt. 

Leider haben wir keinen Anhaltspunkt dafür, wie er nach Bamberg ge- 
kommen. Vermutlich holte er sich von da seine Frau Anna Margaretha, 



167 



durch welche er wahrscheinlich in den Besitz zweier Häuser in Bamberg ge- 
langte. Sein öfterer Aufenthalt daselbst läfst uns darauf schliefsen, dafs er 
hier, wenn auch kein Geschäft, so doch Verwandte und Freunde besafs, welche 
ihn auf längere Dauer zu feffeln wufsten. Uebrigens bezog er auch die gröfseren 
Messen mit seiner Waare. Von Würzburg konnte er ja mit Leichtigkeit ab- 
kommen : hatte er doch seine älteste Tochter Maria Barbara an den Handels- 
mann Johann Georg Meifsner von Gerolzhofen glücklich verheiratet, der, in 
Würzburg ansässig, in seines Schwiegervaters Abwesenheit deffen Geschäfte be- 
trieb. Es ist wahrscheinlich, dafs der alte Heller die letzten Jahre seines Lebens 
in Bamberg zubrachte; gewifs ist aber, dafs seine Ehefrau Anna Margaretha 
nach seinem Tode mit 3 ihrer Kinder in ihre Heimat zurückkehrte. Sie starb 
in Bamberg am 11. Sept. 1757 in ihrem Hause an der unteren Brücke. Aus 
ihrer Ehe mit Joh. Jos. Meinhardt Heller waren 6 Kinder entsprossen. Die 
bereits erwähnte älteste Tochter zog, nachdem ihre Mutter, die Wittwe Heller, 
das Zeitliche gesegnet hatte und kurz darauf deren ledige Tochter Maria 
Theresia in die Ewigkeit nachgefolgt war, mit ihrem Gatten im Jahre 1758 
von Würzburg nach Bamberg, und zwar, wie das Bamberger Stadtratsprotokoll 
vom 26. Oktober besagt, «besseren Nuzens Willen und daselbst mit und 
neben denen ihrig übrigen Hellerschen Geschwistern das Handelsschafft-Gewerb 
gemeinsam zu unternehmen». Johann Georg Meifsner erwarb sich am 5. Mai 
1858 mit 25 fl. das kleine und grofse Bürgerrecht in Bamberg. 

Franz Gallus und Johann Adam Heller vereinigten sich nun mit ihrem 
Schwager zu reger Thätigkeit. Die jüngere Schwester Anna Margaretha war 
mit Johann Daniel Hofniann, des Polizei -Gerichts Assessor und Apotheker in 
Würzburg vermählt. Bei ihr lebte auch die jüngste Schwester Anna Maria 
Heller. Maria Barbara, die Frau des Meifsner, starb schon vor dem Jahre 
1770, und die beiden Brüder Gallus und Adam teilten sich in das Vermögen 
ihres Mannes. 

Franz Gallus Heller, der Grofsvater unseres Joseph Heller, war 1725 ge- 
boren. Er erlernte die Tuchmacherei in Würzburg in dem Geschäfte seines 
Vaters. Vermutlich stand er meist unter Aufsicht seines Schwagers, des 
Handelsmanns Johann Georg Meifsner, der ihm auch in der Kaufmännischen 
Buchführung Unterricht erteilte. Aber das junge Blut machte seinem Lehrer 
viel zu schaffen und gab zu herben Klagen Anlafs, so dafs der über die 
«Jaunerey» seines Sohnes erzürnte Vater seinem Tochtermann die Anweisung 
zukommen liefs, er möge an dem bösen Knaben das spanische Rohr nicht 
schonen. Als Gallus diese Jahre hinter sich hatte, erkannte der Vater bald, 
welche treffliche Dienste er seinem Geschäfte leisten könne. Und in der That 
wurde Gallus die Stütze des alternden Vaters. Auch er wählte eine Bamber- 
gerin zur Gattin: die Tochter des Hochfürstl. Bamberg. Stadtbaumeisters Joh. 
Leonhard Kratzer, Jungfrau Barbara, führte er zum Altar. Es scheint diese 
Heirat nur aus Neigung entstanden zu sein; denn der treffliche Baumeister 



168 



war mit Glücksgütern nicht gerade gesegnet. Aber der wackere Schwiegersohn 
bewies seine Liebe und Verehrung zu dem Vater seiner Gattin in unverkenn- 
baren Zeichen. So trug er am 24. Dez. 1778 dem Universitäts-Receptorate 
zu Bamberg ein Kapital von 600 Gulden fränk. mit laufenden Interessen ab, 
welches Kratzer am 24. Dez. 1763 von der Universität aufgenommen hatte. 
Reichbegütert und hochangesehen starb Franz Gallus Heller am 6. Juni 1785 
und am 31. Dezember 1796 ging auch Barbara zur ewigen Ruhe ein. 

Barbara hatte ihrem Gatten 6 Kinder geschenkt. Das erstgeborene, 
Leonhard, war am 28. Februar 1759 zur Welt gekommen. Leonhard widmete 
sich der Kaufmannschaft und ward Commerzienrat. Er starb unverheiratet 
am 30. Nov. 1813 und setzte zu seinem Haupterben seinen Neffen , den min- 
derjährigen Joseph Heller ein. Ein anderer Bruder hiefs Adam Joseph; ge- 
boren am 27. März 1760, starb er ledig am 11. Januar 1786. Das dritte 
Kind war ein Mädchen: Kunigunda (geb. 5. Nov. 1761, gest. 6. März 1792) 
verehelichte sich 1782 mit dem Registrator Alt. Der Vater unseres Heller, 
Johann, war das vierte Kind. Ihm folgte ein Mädchen: Anna Maria, geboren 
am 17. Sept. 1765, heiratete 1796 Franz Adam Mohr und starb 1826. Die 
jüngste Tochter, Ursula, war am 15. Dez. 1772 geboren, verehelichte sich am 
16. Mai 1796 mit einem gewissen Oehl und starb am 27. Juli 1797, nachdem 
sie einem Töchterchen das Leben geschenkt hatte. Johann Heller hatte zwei 
Söhne, Michael (geb. 1. April 1790) und Joseph. (Siehe die biographische Ein- 
leitung.) 



VERZEICHNIS 

der 

in der Biographie Joseph Hellers erwähnten Personen. 



Albrecht, Kurfürst von Mainz XXV. 
Andresen, A. XV. XXXIX. 
Apin, Sig. Jac. XIX. 
Arend XXIII. 

Aufsees, Freiherr Hans von und zu XLVII. 
Ayrer, Jakob XLVI. 

Bartsch, Adam XIII. XVI. XIX. XXXI. 

XXXVIII. 
Basan XIX. 

Behaim, Mich., in Nürnberg XXV. 
Betz LHI. 

Bitthäuser, J. 1>. VIII. 
Boerner, J. A. XL. 
Bolzenthal XL. 
Breitkopf XVI. 
Brockhaus, F. A. IX. XXIV. 
Brulliot, Franz XX. XXXI. 
Bucher, Bruno XVIII. 

Campe, Friedr. XXV. XXVI. XXVII. XXXI. 
Cranach, Lukas VII. VIII. IX. XI. XVII. XIX. 

XXXVIII. 
Christ, Joh. Friedr. XIX. XX. 
Dankö, Joseph XXIX. 

Derschau, Hans Albrecht von XVI. XXVII. 

XXXV. XXXVI. XL. 
Dinzenhofer XLV. 
Doepler, E. X. 

Doppelmayr, Joh. Gabr. VIII. XXX. XL. 
Dorn, Jos. LIV. 
Dreykorn, R. VIII. 

Dürer, Albrecht XVIII. XIX. XXI u. ff. 
Eisenmann, Oskar X. 
Ephrussi, Charles XXXVIII. 
Erlinger, Georg XXXII. 
Erman, Adolf XXXVII. XL. 
Essenwein, A. XVIII. 



Eye, A. van XXIV. XXV. XXVIII. 
Frauenholz, Joh. Friedr. XXVII. XXXV. XL. 
Frey, Felix, in Zürich X. XV. 
Frimmel, Theodor XXIX. 
Fuessli XXXI. 
Gandellini XIX. 

Geyer, Andreas, Onkel u. Vormund IV. 

Geyer, Fr. X., Ilandelsbürger IV. 

Geyer, Michael, Handelsbürger und Grofs- 

vater III. 
Goethe, Wolfgang XX. XXI. 
Grimm, Hermann XXIX. 
Hagen XIX. 
Haller von XXXV. 
Harck, Friedrich XXIX. 
Hauser, Alois XXXVII. 
Hausmann XVIII. 

Heineckcn, Carl Heinrich von XVI. LIV. 
Heller, Kommerzienrat, Onkel IV. 
Heller, Jakob, Tuchhändler III. XXV. XXVI. 
XXVII. 

Heller, Johann, der Vater III. IV. 
Heller, Michael, Bruder III. IV 
Heller, Ursula, die Mutter III. IV. 
Hemmerlein, Joseph LI 11. 
His, Eduard XXXVI. 
Hoeller, Constantin XLIV. 
Hoffmann, E. Th. A. LI. 
Hofmann, Hans XXXV. XXXVIII. 
Ilolbein, Hans XVIII. XXXV. XXXVI. 
Huber XIX. 

Jack, Joach. Heinr. VI. VII u. ff. XXX. 

XXXIII. 
Jansen XVI. 

Janssen, Johannes XLIV. 
Jaubeit XIX. 



170 



Katzheimer, Hans Wolf XXXII. 
Kaufmann, Leop. XXIX. 
Kinkel, Gottfr. XXI. 
Knorr XXIII. 

Kress, Christoph, in Nürnberg XXV. XXVI. 

Krug , Berthold Joseph XLI. 

Kunz, C. F. VIII. XXIII. XXIV. LI. 

Laschitzer, Simon XV. 

Lavater XXI. 

Lazarus, M. XLIX. 

Lebschee, Carl Aug. LH. 

Le Comte XIX. 

Lehrs, Max L1V. 

Leist, Friedrich L. 

Lilienberg X. 

Lindau, M. B. XI. XII. 

Lochner, C. W. K. XXX. XXXI. 

Lippmann, Friedrich XVIII. XXIX. 

Lobenhofer, Kaufmann V. 

Ludwig I., König LH. 

Malpe XIX. 

Marcus, K. Fr. LI. 

Mariette, Jean Pierre (1694— 1774) XIII. 
Marschalk, Frhr. Emil von XLI. 
Marolies XIX. 

Merkel, Konr., in Ulm XXV. 

Meusel, Johann Georg XIX. 

Müller, herzogl. sächs. Archivar X. 

Murr, Christoph Gottlieb von VIII. XVI. XIX. 

XXVI. XXVIII. XXX. 
Muther, Richard XVIII. 
Nagler XIX. 

Neudörfer, Johann XXX. XL. 
Neuwirth, Joseph XXIX. 
Oechelshäuser XXIX. 
Orlandi, A. Pell. XIX. 
Ottley XIX. 
Papillon XIX. 
Passavant XV. 
Pfinzing XXXV. 

Pirkheimer, Willib. XXV. XXVI. XLII. 
Raphael XVIII. 

Reider, Martin Jos. von VI. VII. VIII. XXXIII. 
Retberg, R. von XXVIII. XXIX XXXIV. 
Rost XIX. 

Roth, Friedrich XLIV. 

Roth, Joh. Ferd. XXIII. 

Ruffin, Freiherren August u. Ludwig XLVII. 

Rumohr XXXV. XLIX. 



Rupprecht, Friedrich Karl LI. 

Sandrart, Joachim von VIII. XIX. XXVI. 

XXX. XXXI. XL. 
Schasler, Max XVIII. 
Schäufelein XXXVIII. 
Schellenberger, A. A. LIV. 
Schmidt, Wilhelm XVIII. 
Schnaase, Karl XLIX. 
Schöber XXIII. 
Schön, Erhard XXXVIII. 
Schorn, Ludwig von XXXII. 
Schuchardt, Christ. IX. X. XI. 
Schwarz, Hans XXXVII. 
Seemann, E. A. XII. 
Sickmüller, J. G. XIX. XXXII. 
Solis, Virgil XXXVIII. 
Soldan, Sigmund XXXVI. 
Springer, Anton XXIX. 
Springinklee XXX VI II. 
Stellwag XX. 
Stengel, Stephan von LI. 
Strobel XLIV. 
Strut XIX. 

Thausing, Mor. XIII. XIV. XXVIII. XXIX. 

XXXVI. XLIX. 
Thiem , Georg Adam LI. 
Theodori, Carl LI. 
Van der Kellen XIII. 
Vischer, Robert XXIX. 
Volkmann XIX. 

Vulpius, Schwager Goethes XX. 

Vulpius, Rinaldo XX. 

Waagen, G. F. XXXIV. XXXV. 

Waldau, E. XLIV. 

Warnecke, F. X. XI. 

Weech, Friedr. von XXV. 

Weigel, Rudolf XIV. XV. 

Weigel, T. O. XVIII. 

Weise XXIII. 

Wessely, J. E. XV. 

Wickhoff, Franz XXIX. 

Will, Georg Andreas XXIII. XXX. 

Wippel XVI 

Wittmann, Pius XLIV. 

Wolf, Hans XXXII. 

Woltmann, Alfred X. XXXV. XXXVI. 

Zani XVI. 

Zestermann, A. XVIII. 
Ziegler, Adam. LI. LIV. 



I. Verzeichnis der Verfasser. 



Autographa der Autoren sind die Mar 

Achatius, Burggraf zu Dona, Satyriscke Be- 
schreibung des Regensb. Reichstages 16 13 475- 

Albertus, Salom., Themata medica de ardore 
stomachi 673. 

* Aldenberger, Johannes, Pfarrer zu Kloster 
Sultz um 1590, Fürnehme Historien und 
Geschichten 131. 

Almann, Christ., Über den Krieg a, 1546 //. 

•547 385/14. 
Amsdorf, von, de aclionibus Heshusn 385/92. 
Andreas, Jac, u. Ruppius, Toi)., CoUoepuhtm 

zu Lindau über die Erbsünde 383/12. 

— de restituenda in ecelesia pace 385/142. 

* Auerbach, Johann (Koppischt), Pfarrer und 

Domvikar in Bamberg, Direclorium pro 
instrucTwne presbilerorum 400. 

— Theologische Mi sc eilen 400. 

August, Kurfürst von Sachsen (geb. 1526, 
gest. 1586,) an die Grafen von Mansfeld 
wegen eines Buches, «Synodus« genannt 
385/82- 

— an den Rat zu Erfurt 7oegen der Prediger, 
die wider die Sächsischen Theologen eifern 
385/99- 

— Beschwerde bei Graf Haus Georg zu Mans- 
feld über Spangenberg wegen Schmähung 

Sächsischer Theologen 385/101. 

— an den Grafen von Mansfeld wegen der 
trotz Vorladung nicht erschienenen Prediget 
385/126. 

— an den Bischof von Merseburg in Religions- 
sachen 511, 59. 

Autumnus, Georg, wider Irenaus 386/5. 
Ayrer, Jacob (gest. zu Nürnberg 1605), Reim- 
chronik der Stadt Bamberg 476. 477. 
Basilius, oratiiincula 385/54. 

* Bauer, Kilian, Kunst d. Büchsenmeisterei 486. 
Baumeister, Georg, ungetaufte Kinder der 

Christgläubigen u. Abemlmal 388/14. 



chriften, welchen ein * vorgesetzt ist. 
Bebenburg s. Karg. 

Beer, Friedrich (1587) Lobspruch auf den 

schönen Brunnen in Nürnberg 103. 
*Behaim, Georg Christoph (geb. zu Nürnberg 

1599, gest. 1676), Beschreibung einer Reise 

in die Niederlande und Frankreich 201. 
— , Paul (geb. 1557 in Nürnberg, gest. 1621), 

Ku pf er stich - Verzeichnis 30 1 . 
Benevinianus, prognosticationes 511/36. 
*Bezzel, Christoph, Pfarrer zu Peringersdorf 

(geb. in Hilpoltstein 1692, gest. zu Wöhrd 

1 740) , Porträtverzeiclinis 334. 
'Biedermann, Johann Gottfried, Pfarrer zu 

Aufseefs, Beschreibung des Fürstentums 

Bamberg 158. 

— Geschichte der Reformation in Deutsch- 
land 190. 

Borrinus, Nie, gegen Strigelius 385/63. 

— ad Mencclium de persecutionibus ob publi- 
cam declar. Slrigelii taxationem 385, 85. 

Brahe, Tycho de, Astronom (geb. 1546, gest. 
1601), Comet,r anni 1590 conspeeli de- 
scriptio 483. 

Braun, Mart., Schreiben über D. Topp 3S4/82. 

*Brechtl, Franz Joachim in Nürnberg, Schön- 
schreibebuch 328. 

Brenz, Joh., ad Mencetium de scripto t/uodam 
synodali et motte suo 385/72. 

— Commentar über die Worte Christi Job. VI 
385/28. 

• Brunner, Johannes, Prediger der christl. Ge- 
meinde zu St. Veit in Kärnten, Dil Laut/er 
warhaitt 474. 

Bugenhagii vocatio ad Lubecenses 511, 57. 

•Bundschuh, Joh. Kasp., Diac. u. Prof. hebr. 
ling. (geb. zu Schweinfurt 1753, gest. 1814), 
Schweinfuits Geschichtschreiber. 
Jahrbücher von Schweinfurt 117. 
Collckianeen z. Geschichte Schweinfurts 118. 



172 



Geographie von Franken 146. 
Franken, das Land u. Volk 147. 198. 
Schweinfurter Geschichte 182. 
Caelestinus, Colloquiutn zu Altenburg 385/117. 

— Irenaei u. anderer Theologen Rat, dem 
Herzog Joh. Wilhelm zu Sachsen bei dem 
Colloquiutn erteilt 385/110. 

Camerarius, Conradus, b/asphema ad Spangen- 
bergium et responsio 384/42. 43. 

— Klage an H. v. Schieitz über Spangenberg 
384/48. 

— Klagschrift gegen Spangenberg 384/87. 
Camerarius' u. Spangenbergs IVcchselschriflcn 

384/63. 86. 

Camerarius, Joachim, Arzt (geb. zu Bamberg 
1500, gest. zu Leipzig 1574), Cutachten 
45o. 455- 

Celsius, Georg, Conslellation der Gestirne für 
eine 1565 geborene Jiingfrau 669. 

Chemniz, Mart., Mörlins Vocation nach 
Preufscn ttnd sein zu Braunsclnveig gehal- 
tenes Colloquiutn 385/102. 

— ob colloq. habendum 385/106. 

- — cpistola ad Mayendorf de chartis qui- 
busdam, quee sub Marlini nomine circum- 
ferebantur 385/ 1 23 . 

Christ, Joh. Friedr. , Professor an der Univ. 
Leipzig, Monogrammenverzeichnis 305. 

Chytrreus, David, Abendmalstreit 385/32. 

— Pistorius und Paulus, Bedenken über das 
Lüneburgische Mandat 385/24. 

— sententia de peccato original i 386/17. 
Cicero, de amicitia (Commcntar) 472. 
Cicognara, Graf, Verzeichnis der Bücher über 

Kunst und^ Altertümer 272. 

Claviger, a Spangenbergio refutationem a Fla- 
cio conscriptam sibi expetit 385/93. 

Colerus u. Huber, Erbsünde 384/79. 

Cotta, Joh. Georg, Mechaniker (1731) ver- 
bessert Schcurers Register über die Land- 
ekarten des Nürnb, Gebiets 207. 

Crato, Dr. med., de iudieiis nativitatum tne- 
thodus 484. 

Crellius, Eber und Major, Schreiben an die 

Aufrührer in Bremen 385/64. 
Cruciger, explicatioties quarundam quastionum 

385/129. 
Curtius, Sebastian (siehe Kurz). 
Donatus, Aelius, De partibus orationis ars 

minor (Comment.) 471. 



Donauer, Johann Christoph (geb. 1778, gest. 
1804), Nürnbergische Reform 445. 

*Doppelmayr, Joh. Gabr., Professor in Nürn- 
berg (geb. 1671 in Nürnberg, gest. 1750), 
Die Stadt Nürnberg mit ihrem Lager u. s. w. 
tabellenweise beschrieben 70. 

Drechsler, Frühprediger, Rechtfertigung 580. 

Dürer, Albrecht, Tagebuch der Reise in die 
Niederlande 246. 

— Herkommen, Leben und Sterben (Selbst- 
biographie) 285. 

* Diemeringen, Johann Otto von, Domherr zu 

Metz, Landferer 145. 
Eber, Paul, Abendmahlstreit 385/33. 

— libellus contra Spangenbergium et Mence- 
lium 385/120. 

* Ebner v. Eschenbach, Hieronymus Wilhelm, 

Ratsherr in Nürnberg (geb. 1673 , gest. 
1752), de cruce stationali 265. 
Eichhorn, Joh. G., Literaturgeschichte 363. 
Eichler, Mich., Erklärung 384/46. 
*Eisenbergk, Lazar., sucht das Amt eines Ln- 

formators 5 1 1/19. 
Elwert, Collcclaneen für Litteratur u. Kunst 
663. 

Faber, Nicol., Bitte (Gedicht) um einen neuen 
Anzug 511, 15. 

— Carmen ad Spangenbergium 511/15. 
Fabricius, Scheiterung d. Colloquiums 385/134. 

— ad Spangenbergium de suo exilio 385/132. 

— ad Spangenbergium de Synodali scripto a 
Flacianis edito 385/133. 

Feldgeschrei, Casp., an Val. Koffer 382/32. 
Ferrer, Zach., elegia de Venetor um dominio 
brevi diruendo 511/37. 

* Feuerlein, Joh. Konrad, Rechtsgelehrter in 

Nürnberg (geb. 1725, geft. 1788), Ver- 
zeichnis Nürnbergischer Bildnisse 259. 
Flacius, ad Gallum de peccato origin. 385/1 15. 

— ad Spangenbergium de exitu colloquii Alten- 
burgensis 385/119. 

— ad Spangenbergium de peccato original! 
385/122. 

— ad Spangenbergium de suis conlroversiis 
385/H8. 

— excusatio contra quandam criminationem 
ab Adiaphoristis sparsam 385/13 1. 

— oratiuneula 385/52. 

■ — de persecutionibus Flacianorum 385/145. 



173 



Frank, Jonas, Erbsünde 384/2. 

— Formula Concor diu: 384/ 1. 

Fraxineus, epigramma ad Volbrechium A'ied- 
esel 384/96. 

*Friderici, Andr., in casu conscientue 511/1. 

Friderici , Christoph , Carmen in mortem Eo- 
bani Hessi 511/26. 

Fries, Lorenz (geb. zu Mergentheim 1491, 
gest. 1550), Würzburger Chronik 24. 25. 

*Fritsch, Johann Christoph (1683), Beschrei- 
bung des Mains 137. 

*Froerer, Joach. , Diacon bei St. Lorenz in 
Nürnberg (gest. 1599), über die Läster- 
schrift gegen J. Schethammer 405. 

— christlicher Glaube 397/1. 

Fuchs, Wolff, tröstet Gräfin Augusta von 
Mansfeld in ihrer Krankheit 385/2. 

Gallus, Nikolaus, ad Iren<cum et Roshtum 
ob colloij. habendum 385 105. 

— ad Spangcnbergium de sententia Flacii 
385/II4. 

— ad Spatigeubergium de Flacio 385/109. 

— an Herzog Johann Wilhelm zu Sachsen 
wegen eines Collot/uiums 385/104. 

— de rebus ad Flacium et Marlinum spec- 
tantibus 385/108. 

Gemming, Oberst von, /Samberger Münzen 241. 
Gcuthel, Caspar, Superintendent, an den 

Grafen Albrecht zu Mansfeld über M. Eyss- 

lebens Irrthümer 385/ 1. 
Gigas, Johannes, Eneomium ttrbis Magde- 

burgi 511/52. 
* ■ Epicedium in futtere Nicol. Pontani 5 1 1/27. 
* — Hymnus de regis Christi natali 511 7. 
* — an Spangenberg über den Zustand der 

Schute in Joachimsthal 511/20. 
*Giller, Ad., an Spangenberg (1582) 384/58. 
Göbel, Kilian, Mitglied des Rats, Schwein- 

furter Geschichtschreiber, Chronik 115. u6. 
Görtz, Hans von, Einwendungen gegen die 

falschen Aussagen Cunz Cämerers 382/7. 
Gugel, Markus Christoph (geb. zu Nürnberg 

1602, gest. 1665), Genealogie des Gugel- 

schen Geschlechts 108. 
Gulden, Andreas, Schreibmeister zu Nürnberg 

(geb. 1606, gest. 1683), Fortsetzung der 

Neudorferschen Nachrichten von Werkleuten 

u. Künstlern 247. 251. 253. 
H.xvius, Casp. , ad Spangcnbergium de Sfri- 

gelio et responsio ejus 385/78. 79. 



Hagen, Joachim Heinrich, Judicium Ca-sareo- 
Provinciale Noricum 81. 

* Ilagen, Joh. Friedr., Kunsthändler in Erlangen, 
verbessert das Monogrammenverzeichnis Joh. 
Friedr. Citri st s 305. 

Haller, Hans (gest. 1493 in Nürnberg), Ge- 
schlechtsbuch (1490) 84. 

— Zusätze zu Ulman Stromers Gcschlechts- 
bttch 84. 

*Haller v. Hallerstein, Chr. Jak. Wilh. Karl 

Joach. (geb. zu Nürnberg 1771), Matthäus 

Merians Leben 289. 
Hardenberges, Alb., Abendmahlstreif 385/31. 
Hauer, Johann, Maler in Nürnberg (geb. 

1586, gest. 1660), Biographie Dürers 246. 

285. 

Hauser, Joh., an Spangenberg vom Knochen- 
streil u. Spangenbergs Antwort 384/51. 52. 

— an Peter Weyer in Villach in Kärnthen 
von der Erbsünde 382/29. 

Heinrich von 1 Manen, Fehdebrief an Markgraf 
Albrecht 609. 

Held, Christoph, Advokat in Nürnberg (geb. 
1565, gest. 161 8), Niedergerichtsbarkeit 438. 

•Held, Hieronymus II., Abt zu Ebrach (geb. 
zu Geroldshofen 1694, gest. 1773), Ehren- 
rettung des Buches Brevis notttia 156. 

Heller, Joseph, Materialien zur Bamberger 
Buchdruckergcschichte 355. 357. 

— Materialien zur Geschichte des Bauernkriegs 
188«. 

— Bauernkrieg in Franken l88 b . 

— im Bauernkrieg zerstörte Schlösser 189. 

— Briefwechsel 508. 509. 510. 

— Materialien zur Gesch. d. Domkirche 11. 

— Materialien zur Gesch. der Erbauung des 
Rathauses 12. 

— A'eformationsgeschichte des Bistums Bam- 
berg 16. 

— Beitr. 2. Gesch. d. Medicinalwesens 17. 

— Beschreibung d. Burg Eisberg 18. 

— Burg Giech u. Gügel 19. 

— Leber Wenden, wendische Grabhügel und 
Funde 20. 

— Vorarbeiten zum Künstlcrlerikon 266. 327. 

— Künstlernamen -Verzeichnis 3 17. 326. 342. 
343- 

— Bamberger Künstler und Handwerker 344. 

— LAtteraturangaben üb. Jost Amman, Burgk- 
maier, Cranoc A, V. Solis etc. 33S. 339. 



174 



Heller, Materialien zum Leben Lucas Cranachs 
288. 

— Albrecht Dürer, sein Leben und seine 
Werke 285. 286. 320 — 323. 

— Kunst und Künstler 315. 316. 

— Geschichte der Freiherren von Eberstein 193. 

— Litteratur über Holbein 340. 

— Veit Stöfs' «die Geburt Christi« 297. 

— Lexikon der Kunst- Dilettanten 347. 

— Beiträge zur Kunstgeschichte 269. 

— Kunstgeschichte des Bayreuth. Landes 346. 

— Statistik der Denkmäler der Kunst von 
Ober/ranken 295. 

— Litteratur -Nachrichten aus allen Fächern 
der Kunst 368. 

— Almanachlitteratur 373. 

— Litterat u rangaben über deutsche Alter- 
tümer 370. 

— Werke der Baukunst 377. 

— altdeutsche Gedichte u. Volkssagen 371. 
— ■ slavische u. germanische Götter 372. 

— Werke der Kunstwissenschaft 375. 

— Litteraturgeschichle 374. 

— Mythologie , Archäologie u. Gesch. d. alten 
Kunst 369. 

— Schachspiel 367. 

- — Werke der Zeichenkunst 378. 

— Materialien z. Gesch. d. Malerei 267. 

— Verzeichnis der berühmten Maler aller Zei- 
ten 268. 

— Verzeichnis der Medailleure 345. 
■ — Bamberger Münzen 245. 

— Anmerkungen zu Nendorf ers Verzeichnis 252. 

— Zusätze zu Panzers Annalen der deutschen 
Litteratur 365. 

— Recensionen kunsthist. Werke 270. 294. 

— Reformationsgeschichte 16. 

— Hans Schwarzenberg 139. 

— Schweinfurter Gelehrten- Lexikon 364. 

— Literatur über Todtentänze 341. 

— Nachträge zum Verzeichnis von Bamberger 
top.-hist. Abbildungen 324. 

— Wiener Kupfer Stichsammlungen 313. 
Heller, Sebastian, Dr., Kanzler zu Ansbach, 

Heer predigt wider den Türken 550. 
*Helmsauer, Endres (um 1550 in Nürnberg), 

Bericht über die Ereignisse d. Jahres 1552 29. 
Herdegen, Konr. , Mönch des Egidienklosters 

in Nürnberg, Chronik von Nürnberg 141 2 

bis 1479 84. 



* Hering, Johann, Schreibmeister zu Kulmbach 
1626, Kalligraphische Vorlagen 300. 

Hertzog, Joh., an Spangenberg über den 
Knochenstreit u. Antwort 384 37. 

— ■ an H. von Schacht u. Antwort Spangen- 
bergs 384/28—34. 

Hesshusen (Hesshus), Tilemann (geb. zu Nie- 
derwesel 1527, gest. zu Helmstädt 1588), 
Distinktion des Strigelius zwischen övvafuv 
et capacitatem 385/66. 

— condiiiones de congressu 647. 

— epistola de confessione Eberl ratione S. Coe- 
nec 385/23. 

— querela ad Gallum de Flacio 385/116. 

— ad Joan. Aurifabrum de declaratione Stri- 
gelii 385/23. 

— ad Mencelium de apologia sua 385,84. 

— ad Wildium de libero arbitrio 385/40. 
*Heyberger, Wilhelm Johann, Archivs-In- 

grossist in Bamberg (geb. zu Höchstadt, 
gest. 1781 in Bamberg), Relationes genea- 
logico - diplomatica de Suidigero, Hardovico 
Adalberone , Gunthero 8. 
Hiltericus, Sigelius, Georgius, Volcartus, 
Georgius, Jordanus, Jac, Professoren zu Alt- 
dorf, Bekenntnis in Betreff der christl. Lehre 
397/17- 

Hippocrates, de natura hominis (Erklärungen) 
45»- 

* Höfel, Johannes, Dr., Rechtsconsulent zu 

Schweinfurt (geb. zu Uffenheim 1600, gest. 
1683), Zeiterlein' sehe Genealogie 142. 590". 
*Hönn, Georg Paul, Fürstl. Sachs. Ratsamt- 
mann in Coburg (geb. zu Nürnberg 1622, 
gest. 1689), Beschreibung d. Stadt Bamberg 10. 

* Hohenhausen, Silvius B. v. Bücherkatalog 350. 

— * Gedankenfrüchte 512. 

Holzschuher, Lazarus (gest. in Nürnberg 1523), 
Beschreibung der 15 11 lebenden Personen 
in Nürnbergischen Familien 84. 

— Fortsetzung d. Necrologium Norimbergcnse 84. 

Holzschuher, Veit, Erweiterung d. Geschlechts- 
buches 84. 

Huber, Samuel, in Regensburg. Appellation 
wider die Württembergischen Theologen ( 1 594) 
403- 

Hüsgen, Heinrich Sebastian, zu Frankfurt am 
Main , Mensche/t - Spiegel ( Verzeichnis der 
Kupferstiche Dürers) 318. 

Hunnius, Erasmi RoterodamiEpiiaphium$ 1 1 /28. 



175 



Hunnius, theol. Controversen 397/14. 
Huthbar, Pfarrer zu Ruppertshofen, u. Dav. 

Meder, Subscription des Concordienbuchi 

386/29. 

Imhof, Joh. Hieronymus (geb. zu Nürnberg 
1627, gest. 1705), Fortsetzung von Müllners 
AnnaJen 57. 

Imhof, Christoph Jakob (geb. zu Nürnberg 
1654, gest. 1726), * Nürnberger Bibelausga- 
ben 351. 

— * Elias Hutler u. seine Bibeln 352. 

— * Catalogi librorum ad rem ecclesiasticam 
Norimbergenscm 353. 

— * Normalbücher 395. 

— * Historische Relation 398. 

Josch, Franz Xaver, Hof kammerrat, Pfleger 
in Marsbach (geb. zu Wapperberg in Steier- 
mark 1755, gest. 1824), Verzeichnis seiner 
Bibliothek 361. 

Ireneus, Joan., Carmen ad Carolum V. 511 18. 

— das Ende der Erbsünde 384 83. 

* Karg, Johann Friedrich, Freiherr von Beben- 

burg, Churfürstl. Kölnischer Grofskanzlcr 
(geb. zu Bamberg 1648, gest. 1719), Der 
Kölner Wahlslreit 1688/89 (Documente) 507. 

— * Ueber die Einführung der Benediktiner in 
Bayern 130. 

— * Briefe an seinen Bruder über K ölnische 
Angelegenheiten 507. 

•Keiner, Konrad, zum gülden Rade, Erfurter 

Chronik (1520— 1550) 124. 
Kirchner, ad Spangeubergium epist. consolatoria 

385/124. 

•Kistner, Johannes (geb. 1613 zu Eltmann), 
Statuten des Collegialstifts St. Stephan 153. 

* Klinger, Joh. Georg Joseph, Organist bei St. 

Martin in Bamberg, Selbstbiographie 13. 

— * Begebenheiten u. Abänderungen in Bam- 
berg 157. 

*Kloss, Georg, Dr. med. u. Prof. in Frank- 
furt a/M., über Lautensacks Offenbarung 
Christi 398. 

*Kneiff, Ilugelinus C., ord. S. Francisci Conv. 
Herbip. profess., Libel/us sctct'larum qua- 
rundam exercilationum mathematicarutn 482. 

Köfller, Valt., an Caspar Feldgeschrei, ihm 
die Absolutio>i zu erteilen 382/31. 

•Koppel, Joh. Gottfried, kais. Landgerichts- 
Kegistrator in Ansbach, Reist ins Fürsten- 
tum Bayreuth 135. 



1 *Köppel, Heise durch das Oberamt l'ffenheim 1 36. 
•Koppischt, Joh., Pfarrer u. Domvikar aus 
Auerbach (s. Auerbach), Direktorium pro 
instrutflione 400. 

— Miscellanea theologica 400. 

•Kreutzer, Anton, Goldschläger zu Nürnberg, 
Nürnberger Chronik 165. 166. 168. 169. 

Kummer, Landrichter in Eltmann, Gesetzes- 
stalistik 148. 

*'Kurz (Curtius), Sebastian, Schreibkünstler u. 
Rechenmeister zu Nürnberg (geb. 1576 zu 
Windsheim, gest. 1659), Kalligraphisches 
Werk 329. 

— Von dem Proportional cireul 48 1. 

— Beschreibung mathematischer Instrumente 
481. 

Lang, Georg Jacob, Maler und Arzt in Nürn- 
berg (geb. 1655, gest. 1680), Ausführliche 
Beschreibung der auf dem Bathause befind- 
lichen Gemälde 304. 

Lang, Wolfgang Christoph, Nürnberger Chro- 
nik 45. 

Lang, ad Iretiirum de statu rerum suarum 
et quid inprimis in Austria effecerit 385 98. 

Lauderwald, Matth., controversia 385/10. 

Lautensack, Heinrich, Maler in Nürnberg 
(geb. zu Bamberg 1522, gest. 1590), Pro- 
portion der Menschen und Bosse 2$"]. 

•Lauterbeck, Dr. Wolfgang, Stiftsprediger zu 
lliminelskron (geb. zu Kulmbach 1 584, 
gest. zu Bayreuth 1637), Keimchronik von 
Himmelskron 200. 

Leo, ad Ambr. Keyterum de belli Gallici suc- 
cessu 385/5. 

•Lienhardt, Stuhlschreiber zu Füssen (1488), 
Beschreibung Korns 203. 

Lödel, Heinrich, Universitats - Kupferstecher 
in Göttingen, Anordnung von Kupferstich- 
Sammlungen 278. 

Lör, Johann, Pfarrer zu Melkendorf (geb. zu 
Kulmbach), Keimchronik von Himmelskron 
200. 

Luder (Lüder), Diacon bei St. Sebald in 
Nürnberg (geb. 155 1, gest. 1642), Chronik 
von Nürnberg bis 161 2. 174. 

Luther, Beschwerde bei Philipp 11. Johann Georg 
Grafen zu Mansfcld über die Bedrückung 
der Unterthanen durch Graf Albrecht 511 23. 

— consolatio ad Spalatinum 5 1 1/38. 

— ad Erasmum et ejus responsio 511,44/45. 



176 



Luther, ad Hesmm Dolorem de casu Boueri qui 
duxerat in uxorem germance sororis filiam 
385/4. 

— über Caspar Schwenckfelds Schriften 385/3. 

— beklagt sich in einem Schreiben an die 
Gräfinnen Seberck und Barby wegen Graf 
Albrechts Unternehmungen 385/7, 8. 

Magdeburgiiis, Joachim, Vergleich mit Adam 

Giltern wegen des Erbsündestreits 384/27. 
Maius, Luc, wider den Jesuiter-Spicgel 384/5. 

— Spangenbergs Traktä tiein von der Erbsünde 
384/4- 

Marbach, Ansichten des Flacins 385/137. 

Mandeville, Johannes von, s. Montevilla. 

Mayr, Johann Siegmund von, Chronik von 
Nürnberg bis 1734 59. 

Meisterlin, Sigmund, Geschichtschreiber (geb. 
im 2. Jahrzehnt des 15. Jahrh., gest. bald 
nach 14S8), Nürnberger Chronik 50. 51. 

— Exaratio rerum geslarum incl. civit. Neiv- 
ronberg. 51. 

Melanchthon, Synode aller Fürsten und Stände 
Augsburgischer Confession 385/17. 

— de confessionc prineipum Vimariensium 
385/18. 

— de controversia ccente Domini 385/19. 

— ad J. Agricolam de peenitentia 385/26. 

— empfiehlt Aurifaber und David 385/36. 

— an Aurifaber 385/34. 

— ad Bernardum Bomgarten 511, 57. 

— an Hardenberg in causa Heshusii 385/35. 

— ad Medlerum de litigio 511, 9, 10. 
Mentzel, Hier., Superintendent, Erbsünde 

383/II- 

— u. Spangenberg, an die Grafen von Mans- 
feld 385/58. 

Merck, Joh. Hartmann, Vormundschreiber zu 
Schweinfurt (1666 — 1686), Calendarium mit 
Bemerkungen über die Familie Merck 206. 

Merten, an Wild über die Lehre vom freien 
Willen 385/42. 

Moerlin, de rebus in Borussia peraclis 385/73. 

— ad Borrinum 385/86. 

— an Bürgermeister Esich zu Bremen über 
Alberti Händel 385/29. 

- — negat, Spangenbergii scriptis iniquam cen- 
suram tulisse 385/87. 

— ad Spangenbergium de itinere in infer. 
Germaniam 385/81. 

Moltzer, Hans, Glaubensbekenntnis 386/31. 



Moltzer, an den Administrator zu Halle über die 
Dienste in der Spanischen Armee 386/32. 

— an den Superintendent Menzel über die in 
der Spanischen Armee genommenen Dienste 
386/33. 

Montevilla , Johannes von , Reise nach dem 
Orient 145. 

Moro, Jacob, Anatomie für Maler 258. 

Müller, Joh., Maler von Nördlingen, Kunst- 
geschichte von Nördlingen 254. 

Müllner, Johannes, Nürnberger Ratsschreiber 
und Historiograph (geb. zu Nürnberg 1565, 
gest. 1634), Annalen 49. 54 — 57. 

— Relationen 97. 

— Auszüge aus denselben 172. 173. 

*Murr, Christoph Gottlieb von, Zoll- und . 
Wagamtmann in Nürnberg (geb. 1 733, gest. 
18 Ii), Correggio 309. 

— * Materialien z. Biographie Michelangelos 307. 

— * Raphael 308. 

— * Holzschneide- und Kupfer 'stecherkunst 310. 
■ — * Gesch. d. Musik in Nürnberg 177. 
Musasus, de libero arbitrio Flacii 385/50. 

— ad Flacium de peccalo originali 385/1 21. 

— oratiuneula 385/53. 

*Nehrlich, Dürers vier Evangelisten 325. 

''"Neuberus, Christoph Kcetlen Abbati carmina 
mittit 511/54. 

Neudörfer, Johann, Schreib- und Rechen- 
meister zu Nürnberg (geb. 1497, gest. 1563), 
Nachrichten von Künstlern und Werkleuten 
2 47—253- 

Oberlin, Hieronymus Jak., Joh. Gutenberg 138. 

Opiz, Jos., jfoach. Magdeburgius Knochen- 
streit 384/26. 

Osiander, Andreas, Theolog (geb zu Günzen- 
hausen 1498, gest. 1552), Auszüge aus sei- 
nen Schriften, die sich auf Nürnberg be- 
ziehen 165. 

*Otto von Diemeringen, Domherr zu Metz, 
Landferer 145. 

* Palma, Georg, Dr. med. in Nürnberg, Aus- 
züge aus Theophrasts Schriften 463. 

— * Excerpta medica 464. 

— * Briefliche Gutachten von Aerzten 464. 
■ — * Recepte gegen die Syphilis 466. 

— * Prasemativa seleclissima 467. 

— * Theriacales compositiones 468. 

Panzer, J. F. H., Pfarrer zu Elterndorf, Schul- 
besuch 659. 



177 



Panzer, Rede am Grabe eines Kindes 660. 
Paracelsus, Theophrastus, observationes ex 

libris suis 463- 
Parolinius, Johannes Antonius, Consilium ila- 

licum de peste 465. 

— Consilium pro Maximiliane Ctcsarc de pal- 
pitatione cordis 470. 

* Pech , Christoph , von Zillich ( 1630) , Büchsen- 

meis/erordnung 487. 

I'ellcr, Johann Jobst (geb. 1638), Nürnberg. 
Praxis judiciaria 424. 

Petreus, Rector zu Frankfurt, de cadav. con/ro- 
versia etSpangenbergii responsio 384/39 u. 4 1 . 

Petrreus, Ilenricus, De/ensio 385/146. 

*Pezolt, Georg, von Miliz, Pfarrer zu Schwa- 
dersdorf in der Herrschaft Wigslein, Mathe- 
matische Aufgaben 481. 

— Sehreiben an .SV//. Kurz in Nürnberg 481. 
Pistorius, Jac. , Die h. Taufe u. das h. Abend- 

mahl 388/13. 
Poyssel, Eustach., 7 Traft 'eilein 406. 
•Praetorius, Andr., abgeschlagene Subscription 

der Form. Concord. 384/3. 

* Preisler, Joh. Dan., Maler in Nürnberg (geb. 

1666, gest. 1737), Jac. Moro's Anatomie 
für Maler 258. 
Preuenhuber, Val., Burggrafen, Beamte m 
S/eyer 656. 

Prusch , Johann, l'erse über den Ursprung 
der S/adt Neu mar/;/ 121. 

Quackenburg , Hermann, epigrammata 511,62. 

*Reschuch, C. G., deutscht Anthologie 478. 

Richter, J. G., Hofrai u. Antiquar in Dresden, 
Riegers Nachrichten von berühmten Medail- 
leurs 298. 299. 

Riedesel, Hermann, an Spangenberg, über Erb. 
sündestreit 384/13. 

— • Erbsündestreit 384/10. 

Rieger, Sekretär in Dresden, Nachrieht von 
berühmten Medailleurs 298. 299. 

•Rösner, Kunz, in Nürnberg, Chronik 29. 

Kogendorf, an Colerus und Huber wegen der 
Erbsünde 384/80. 

* Rosenthal , Wolfg., bittet in einem Gedichte 

um „Viaticum" 51 1/2 1. 

* Rosenzweig, Johann Friedlich, Km mainzi- 

scher und Hamberger 1 Iofingcnieur (gest. 
1728), Rechenbuch 480. 

— Beschreibung des Crueißxes an der oberen 
Brücke 480. 

Leitiohnh, Mannaorlpta Hallerlana. 



Roth, Johann Ferdinand (geb. zu Nürnberg 
1748), A'egis/er zum Nürnberger Künstler- 
Lexikon 306. 

Rumell, Leonhard, Gerichtsschreiber zu Burg- 
bernheim, Wahrsager über das Getreide 504. 

— Saal- oder Hubbueh von Burgbernheim 504. 
Sachs, Hans, I.obspruch auf die Stadt Nürn- 
berg 41. 

Sacus, Siegfr., ad Spangenbergium lleshusium 
meudacii, Spangenbergium nyoaomohiyiuq 
aeeusa/. 3 8 5, '90. 

* Salver, Joh. Oktavian, hochf. Würzb. Regier.- 

Lehen-Registrator (geb. 1732, geft. 1788), 
Geschichte des gräfl. Seinsheirnschen Hauses 
474- 

* — herald. Bedenken über 2 strittige Wappen 
an der Pfarrkirche zu Ki r/och 239. 

* — insigne duealus Franconiic ^Materialien) 

235- 

• — Modus probandi bei Stiftern u. Orden 236. 

— Wapptn der Vasallen des Hochstifts Wun- 
burg 233. 234. 

Schalling, theolog. Examen 3S8/1I. 

Schegk, Jakob, Professor der Medizin zu 

Tübingen, Annotationes in artem Galeni 45S. 
Schelhamer, Johann (geb. zu Staffelstein, gest. 

zu Nürnberg 1605), Glaubensbekenntnis 394. 

— 'Praktate über die Person Christi 401. 

— Bek e n nt n is des Jakob Pistorius u. Georg 
AediHs 388/20. 

— 11. Hcvoll, Handlung der 3 wettliehen Chur- 
fürs/en wegen des Com on/ienbuehs 388/4, 6. 

— Anhaltsehe Theologen wegen der Pncfation 
des Concordienbuehs 388/7. 

— 11. Hcvolt, Pr.efalion des Concordienbuehs 
388/5. 

Scheurer, Christoph, Lanilpllegamts-Registrator 

in Nürnberg, Register über die I .andeharten 

des Nürnbergischen Gebiets 207. 
*Schcurl, Christoph (geb. zu Nürnberg 14S1. 

gest. 1542), Abschriftenbuch A/br. Seheurls 

'532- 

Schiriner, de tribus ar/ieulis christiettUC doc/rintc 
3 8 5/'27- 

Schmid, Heinr., theolog. Examen 3S8/10. 
Schmidel, Heinrich, Bekenntnis des Pistorius 
von Taufe und Abendmahl 3S8 17. 

— Christi, Lehre 397/15. 

— an Marl. Haller über das Colloam'um mit 
Schelhamer (1598) 397 16. 

12 



178 



Schmiedel , Baumeisters u. Pistorii confessio 
388/18. 

— das Buch Joh. Mathesii von der Sintflut 
388/12. 

* Schmidt, Johann Baptist, Rechenmeister zu 

Nürnberg, Schönschreibkunst 330. 
Schmidt, Franz, Nachrichter zu Nürnberg, 
Beschreibung aller Hinrichtungen von 15 77 
bis 1672. 

Schnepff, censura disputationis de diclo Pauli 

Born. VII. 384/76. 
Schockel, de Moro 511, 11. 
Schön, Nikodemus, Geschichtschreiber (gest. 

159g), Schweinfurter Chronik 114. 115. 116. 

* Schoner (Schöner), Andreas, Mathematiker 

(geb. zu Nürnberg um 1528, gest. um 1590), 
Nolata astronomica 484. 

* Schramm , Johann Sebastian, Chorregent zu 
U. 1, Frauenkirche zu Bamberg, Beschrei- 
bung Bamberger Münzen 240. 

— Würzburger Münzen 242. 

* Schrank, Franz Paula von, Naturforscher, 

Sammlung von Biographken 141. 

— Selbstbiographie 141. 

Schreyer, Sebastian, Kirchenmeister bei St. 
Sebald in Nürnberg 1482— 1503 (gest. 1520), 
Necrologium Norimbergense 84. 

Sebastian, Superintendent zu Halle, Not- 
wendigkeit der guten Werke 385/16. 

Sebastian, Bischof zu Mainz, Ermahnungs- 
schreiben an die Fürsten von Henneberg, 
der zu Augsburg publicirten Dcclaration 
nachzuleben 511/58. 

Selneccer, Nie. (geb. zu Hersbruck 1530, gest. 
1592), prafatio ad libellum de ritu ordi- 
nationis Apostol. 386/14. 

— wider die Theologen zu Jena 385/141. 

* Semler, Joh. Sah, Prof. in Halle (geb. zu 

Saalfeld 1725, gest. 1791), Briefe über das 
crux 265. 

Sepp, Anton , P. Soc. Jes., Tuba evangelica 408. 
Sigelius, de examine theologico 17. Aug. 1596 
388, 9- 

Slevogt, Friedrich, Vögel, die in Franken 
nisten 198. 

Spangenberg, Cyriacus (geb. zu Herden 1528, 
gest. zu Strafsburg 1604), an den Burg- 
grafen zu Friedberg vom Adelsspiegel 384/85. 

— an die Grafen zu Mansfeld wegen Betrei- 
bung der Bergwerke 385/38. 



Spangenberg, Irenaus u. Opitius, an die 

Oesterreichischen Stände 384/81. 

— notificirt dem Kate zu Mansfeld seine Be- 
rufung nach Sch/eiz 386/45. 

— Defensionsschrift wegen des Hohenloheschen 
Catechismus 386/27. 

— bittet, seine Defensionsschrift dem Junker 
von Crailsheim zu übergeben 386/26. 

— de controversiis variis 385/80. 

— Chr. Nelbergers 25 Sprüche aus Luthers 
Kirchen- Postille von der Erbsünde 383/16. 

— über Jac. Andrea' Bericht von der Erbsünde 
383/I5- 

— über Landgraf Wilhelms von Hessen An- 
sichten von der Erbsünde 384/19. 

— Substanz u. Accidenz 386/20. 

— Erbsünde 383/1, 383/4, 386/13. 

— ■ falsche Interpretation der Worte: Peccalum 
originale est de essentia hominis 385/23. 

— an Fürst Joachim Ernst zu Anhalt über 
die Erbsünde 382/2. 

— an Johann Georg, Churfürst zu Branden- 
burg über die E. 382/1. 

— die Lehre Johann Hausers von der E. 382/30. 

— de Hunnii propositionibus de imagine Dei 
et peccato originali 384/90. 

— Rede, den Diacomim beireffend 384/75. 

— g e g en Luc. Mai über die E. 384/6. 

— g e S en Biedesel über die E. 384/21. 

— Schreiben an den Diaconus zu Alssfeld 
an H. v. Deutleben, an die Gräfin Barbara 
von Mansfeld über die E., z. Th. mit An t- 
zvort 384/101 — 104. 

— Schrift gegen Hier. Mencelius über die E. 
383/14. 

— widerlegt die falschen Ansichten Mentonis 
de peccato originali 386/16. 

— an 2 Bürger zu Antorff wegen der Lehre 
des Flacius 386/44. 

— in causa Flacii 385/88. 

— Rede an die Gemeinde zu Schildsee bei 
seiner Investitur 384/70. 

— ■ Klage gegen Camerarius an H. v. Görtz 
3S4/95. 97. 

— desgl. an Junker Schacht 384/106. 

— Erbsündestreit 387. 

— Klagen ivider den Rat zu Schlitz 384/71. 

— Klagen wider seinen Ca plan 384/73 und 
Vorschlag zur Verhütung weiterer Streitig- 
keiten 384/74. 



179 



Spangenberg, Knochenstreit 384/45. 

— panegyris urbis Theodosiance 511, 3.4. 5. 6. 

— ad fac. Andrcam de Heulelbergens, sacra- 
mentariis 385/77. 

— die Schrift des Tobias Ruppius 383/6. 

— de synergia Viel. Strigelii 385/20. 

— bittet den A'at zu Mansfeld um ein Testi- 
monium 386,24. 

— Verantwortung 384/23. 

— Verantwortung gegen Camerarius 384/44. 
384/88. 89. 

— Verantwortung wider Nie. Frisch/ins Ver- 
lästenlng des Adels 384/7. 

— Verwesung der Leiber der Heiligen 384/64. 

— an die Christen zu Nordhausen , Wider- 
legung der Ansicht über die Notwendigkeit 
der guten Werke zur Seligkeil 385/12. 13. 

— widerlegt das jgegen ihn herausgegebene Buch 
Cyriaei Nicolai 386/13. 

— das Lästersehrtiben des irrenden Steiner 
382/1 1. 

— widerlegt Stocken 386/19. 

— Wiederläufer- Irrtum 382/42. 

— an Georg Aulitmnus wegen seiner Warnung 
bezüglich der Kirche von Mansfeld 386, 39. 

— ad Quirinum Bissandrum 382/44. 

- — an Apotheker Braun zu Strafsburg wegen 
Irenaus 384/94. 

— an Dav. ChytKtus wegen der Lehre von 
der Erbsünde 386 7. 

— an Claviger de diclo Zach. 12 «■F.ß'undam 
Spiritum meum* 385/71. 

— an Hans von Crailsheim über « Schuld u. 
Sünde» 386,41. 

— ad Ell/ngerum de causa Flacii 385/89. 

— Trostschreiben an Dav. Ferche/ius 386/37. 

— ad Flacium de tertio legis usu 385/76. 

— ad Joan. l''raxincum de maf -State Christi 
hominis 382/25. 

— an den Büdingschen Superintendenten f. 
Götz über die Frbsünde 386/24. 

— ad jfo. Anastasium Gotlfridum 382/50. 

— an Adam Herold 382/39. 

— Schreiben an Johann Hertzog 7vegen des 
Knoehens/reits mit Antworten 384 28 — 34. 

— an B. Howartlen, Prediger zu Antwerpen, 
über das Original der Antorfßscheu Agenden 
386/43- 

— an Job. Huthbar über den Streit der Ac- 
cidenzer 386,29. 



Spangenberg, an M. Georg Krägelmeier zu 
Augsburg 382/18. 

— ad Philipp. Lonicerum de controversia cum 
doclore Hunnio 382/5. 

— an Paul Luther, Medicum wegen des Erb- 
sündestreits 383/2. 

— an Graf Carl zu Mansfeld wegen der 
Händel seines Bruders mit dem Bat zu 
Eisleben 386/40. 

— an Graf Carl zu Mansfeld wegen der 
Flacianer 386 '42. 

— an den Grafen Christoph von Mansfeld 
wegen Unterschreibung der Concordienformel 
386/38. 

— an Graf Hans Emst von Mansfeld wegen 
angenommener Bestallung beim Könige von 
Spanien 386,35. 

— an Val. Meitzel wegen der Lehre von der 
Erbsünde 386/10. 

— an M. Mirus u. G. Lysthenius über eine 
Schrift gegen die Calvinisten 383 10. 

— an Melchior Miissig u. Hans Bnunacli, 
Rürt/er zu Würzhurg 382/40. 

— an An/. Ott«, Val. Vigelius, Adam dritter, 
Taurer 384, 55-57. 69. 

— an Jacob Pemnul Weyen der Lehre von 
der Erbsünde 386/8. 

— ad Zachar. Pro forium , eccles. Islebiensis 
ministro et responsio 3S5 74. 

— an die Herren von Reuss über die Erb- 
sünde 386/36. 

— ad lieinerum Ri gnec.cium 382,16. 

— an II. von Riedesel wegen der Lehre von 
der Erbsünde 384 93. 

— an die Iii rrin von Riedesel wegen des 
Zwiespaltes mit seinem Cup/an 384 91. 

— an Herrn v. Riedesel wegen des Streits von 
der E. 384/14 u. 15. 

— an Ritter Christ. Ruber wegen der E. 386/9. 

— ad Saarn 385/91. 

— an H. von Schacht, den Cadaveristtnsln it 
betr. 384/25. 

— an Schacht übet Cammt rers letzte Predigt 
384/66. 

— an die Junker Görtz u. Schacht über fle- 
strafung der Unzucht 384 84. 

— an Timoth. Schaller über Mans feldische 
Rt liyionssachen 384 22. 

— über Privatbeicht an die. Pastoren Conrad 
Scheff u. Conrad Krösel 384 67. 

12* 



180 



Spangenberg, an Chr. Schlitlin zu Regensburg 
wegen D. Andrem u. Kondorfs Traktätlein 
von der E. 383/3. 

— an Vit. Steinheimer über die E. 383/9. 

— an Pfarrer Schwarz zu Stockhausen wegen 
des Zwiespalts mit s. Caplan 384/92. 

— ■ an Joan. Sturm wegen seines zu Sirassburg 
studir enden Sohnes 386/6. 

— an Syngelius u. Paul Preuser «de negotio 
cadaveristico« 384/65. 

— ad Matthiam Trost de baptismo 382/38. 

— ad Abr. Ulrich de prozdestinatione 383/94. 

— ad J. Anast. Got. Veldentium 382/21. 

— de carne Christi ad Paul. Wellerum 382/51. 

— in epistola ad Wellerum ostendit, Jacobum 
Andrere merito Manichmsmi accusari 
382/54. 

— an Just. Wild über den Streit mit den Pre- 
digern in Aschersleben 385/47- 48. 

*Spiess, Philipp Ernst, Geheimer Archivar zu 
Plassenburg (1764), Collectanea Branden- 
burgica 184. 

Stahrenberg, Rüdiger v., verwarnt die Schul- 
diener zu Effer dingen 384/60. 

— Antwort auf Spangenbergs Schreiben 384/8l b . 

— an Spangenberg wegen des Knochenstreits 
u. Antwort 384/49. 50. 

Steiner, Bernh., «11 den Rat zu Villach in 
Kärnthen über die Erbsünde 382/10. 

Stcer, Nie, Pfarrvikar u. Präses der Brüder- 
schaft des h. Paul zu Haug in Würzburg, 
Verzeichnis der Jahrtäge 23. 

Stcessel, Flacianisches Reformationsbuch des 
Irenaus 385/ 130. 

— Vertheid. gegen Flacian. Beschuldig, an die 
Universität Jena 385/103. 

Strigel, Viktor, luth. Theolog (geb. zu Kauf- 
beuren 1524, gest. zu Heidelberg 1569), 
declaratio confessionis 385/22. 65. 

— declarationis censura 385/67. 

— refutatio opinionis Laudtrwaldi 385/11. 

Strigenitius, M. Gregor, Pastor zu Wolken- 
stein (geb. zu Meifsen 1548), Kirchenacta 
zu Annaberg 402. 

* Stromer, Ulmann, Oberster Hauptmann im 
Rate zu Nürnberg (geb. 1329, gest. 1407), 
Geschlechtsbuch 84, 84», 84 b , 164. 

Sturm, Johannes, Philolog (geb. zu Sleida 
1507, gest. 1589), partitiones oratorioz 473. 

*Syncelus, elegia ad M. Andr. Ernestum 5 1 1/53- 



*Tabernamontanus, Jac. , Leibarzt des Kur- 
fürsten von Speier, Medicinalia 469. 

*Taurer, Bened., und Daniel Strigelins, an 
Spangenberg de conlroversia cadaverist. u. 
Antwort 384/59. 62. 

Tetzel, Joachim, Stammbuch der Familie 181. 

Tetzel, Jobst Friedrich, Merkwürdigkeiten von 
Nürnberg 60. 

Theophrastus Faracelsus, observationes ex Th. 
libris 463. 

Tinctor, Matth., Erbsünde 386/21 — 23. 

*Truchsess von Pommersfelden , Philipp 
Schreiben im Bauernkriege 584. 

Trost, Matth., verderbte Natur u. Erbsünde 
382/34- 

Tucher, Endres, Memorial-Buch. 29. 
Tuscher, Markus, Maler (geb. in Nürnberg 

1705, gest. in Kopenhagen 1 75 1) , Briefe 

an Joh. Daniel u. Joh. Justin Preisler 508. 
*Unger, Jörg, von Bamberg, 1537 Palier zu 

Nürnberg, Anleitung z. Feldmesskunst im 

Nürnberger Gebiet 479. 
Viatis, Christoph, Hauptmann, Ehrenrettung 

wider die Lästerschrift Luc. Fr. Beyrs 654. 
Vogler, Jörg, Brandenburg. Kanzler, invektives 

Schreiben über die Einigung Nürnbergs mit 

dem Markgrafen Georg von Brandenburg 607. 

— Schreiben an Markgraf Albrecht 609. 
Volmar, Marc, an Hans Ruber wegen der 

ihm ertheilten Demission 384/8. 

— u. Utenius, an die Verordneten der Stände 
in Oesterreich u. d. Enns 384/77. 

Waldstromer von Reichelsdorf, Christoph Jak., 

(geb. zu Nürnberg 1701, gest. 1766), Der 

Noris Aemterbuch 93. 
Weber, Hans (1587), Spruch vom schönen 

Brunnen in Nürnberg 103. 
Weisemann, Simon, Erklärung zu Hippokra- 

tes' de natura hominis 451. 
Wigand ad Rosinum , Irenaeum et Wolffium 

epistola de reform. eccl. necess. 385/107. 

— ad Spangenbergium epistola consolatoria 
385/125. 

— ad Spangenbergium epistola de rebus in 
colloquio perlractantibus 385/112. 113. 

— u. Judex, über die Zeugnisse der Diener 
Gottes in Magdeburg 385/95. 

*'Wilckius, Joan., preces matutinae 511/56- 
Wild, Justus, an Steph. Merten über die Lehre 
vom freien Willen 385/41. 



181 



Wild und Wineckius, propositiones de lihero 
arbitrio 385/39. 

Wilhelm , Landgraf zu Hessen an Herzog zu 
Würlemberg wider die Ubiguilislen 384/12. 

— Erlass an die Professoren zu Marburg 
über das Concordienbuclt 1576. 397/18. 

— an Georg Coeleslinus vom Concordienbuch 
384/18. 



— an Riedesel, Pfalzgraf Casimir über 
Spangenbergs Censur 384 16 u. 17. 

Wilhelm, Lorenz, Ubercantor zu Zwickau, 

Descriptio urbis Cygneae 186. 
Wineck, Rechtfertigung 385 44. 

— an Wigand in Jena über den Streit mit 
Flacius 385 43. 

* Zehner, Gustav Georg, (geb. 17 18), Normal- 
bücher der Nürnberg. Kirche 396. 



II. Sach. - Register. 



Abbildungen s. I'orträte. 

Abendmalstreit 385/27. 30. 31. 32. 397 n. 

12. 398. 401. 
Accidentzer, Streit mit den Flaciancrn wegen 

der Erbsünde 382/52. 
Ärztliche Gutachten 455. 
Allegoria fabulac de Medea 384/11. 
Altäre und Epitaphien in Mainz 488. 
Amuleta 467. 

Anatomie für Maler und Bildhauer 258. 
Andachtsübungen 41 1. 
Apothekereid 460. 
Apothekerordnung 460. 

Arbitrium liberum 385. 40 — 42. 50. 51. 57. 
Arzneibuch 468. 469. 

Arzneimittel (heiba chclidonm spiritus anti 
monii) 668. 

Arzneimittelverzeichnis 448 453. 459. 462. 

464. 469. 
Arzneivorschriften 149. 

Astronomica: Brahe 483. Schoner 4S4. Coper- 

nikus 485. 
Augsburger Confession 391. 550. 
Augustinerklöster zu Culmbach und Langen- 

zenn 183. 

Bäder zu Ebenhausen bei Göppingen, Kis- 
singen, Schwalbach, Burgbernheim 450. 
Bann, geistlicher 103. 
Baudenkmäler des Mittelalters 311. 
Bauernkrieg 187b. 188a. 188b. 
— zerstörte Schlösser 189. 
Bauernkrieg in Schwaben 128. 
Baukunst in Wien 294. 
Bayrischer Erbfolgekrieg 1504. 121. 



Bayrischer Erbfolgekrieg, eroberte Schlösser 83. 

Benediktiner-Klöster zu Münchaurach u. Münch- 
steinach 183. 

Benediktincrorden, Einfuhrung in Bayern 130. 

Bestallungen, kaiserliche 205. 

Biblis pauperum 380. 

Biblis sacra 409. 

Bibliotheken Deutschlands 360. 

Bild Gottes, Bericht wider die neue falsche 
Lehre 382/19. 

Bücherverzeichnisse 349. 353. 362. 

— Hohenhausens 350. 

— des Egidienklosters 358. 

— Hagelsheiiners 359. 

— Josch's 361. 

Buclulruckergeschichte 355. 356. 357. 
Buch druckernamens Verzeichnis 366. 
Büchscnmeisterei 486. 
Büchsenmeister - Ordnung 4S7. 
Bulle, goldene, Karl- IV. 412. 

— Kaiser Ericdiichs II. 29. 
Cadaveristen, Widerlegung ders. 384 72. 105. 
Cadaveristcnstreit 382/46. 

Calendarium mit geschichtlichen Notizen und 
Lebcnsregeln I . 

Calendarium conlinuatum 206. 

Capitulation zwischen dem Konig von Frank- 
reich u. deutschen Fürsten 1 55 1. 605. 

Carmen incarnationem Christi miraculosam 
describens 511 41. 

— juvenis orthodoxi 511/39. 
Chiromantia 605. 

Chorrock, Abschaffung im Mansfeldischen5 1 1/ 2. 
Christologie, lulherische 389. 



182 



Colloquium Altenburgense 385/110. 138. 139. 
Comet v. 1590. 483. 
Communicatio idiomatum 392. 
Concordienbuch 390. 
Concordienformel 386/4. 
Concordienstreit 388. 
Confessorum direktorium 400. 
Coniugium , de eo 484. 

Crucifixe, Beschreibung von Abbildungen 265. 
Crux stationalis 265. 
Curativa selecta 467. 

Denkmäler der Kunst in Oberfranken 295. 
Deutschherren, Wappen der Vasallen 233. 
Disputatio theologica de quaestione, an pro- 

positio vera sit : Verbum caro factum est. 

511/12. 

Einigkeit der Kirche, durch Vereinbarung 

streitiger Artikel 385/143. 
Epitaphien 178. 

Erbsünde -Streit 382/13. 14. 37. 382/22. 23. 

382/58. 384/10. 384/I3- 385/96. 386/1. 387. 
Erbsünde und verderbte Natur, Unterschied 

382/35- 

Erbsündestreit, Widerlegung falscher Ansich- 
ten 386/15. 
Etiologia, de 472. 

Ermahnung an die Praedikanten und Geist- 
lichen (1573) 388/1. 
Falschmünzereiprocess 441. 
Feldmesskunst 479. 
Fischzucht 505. 
Flacianer 382/56. 

Fliegenerzeugung in dem Auge eines Knaben 
454- 

Franciskaner- Klöster 183. 

Friedenstraktate Kaiser Ferdinands III. 427. 

Fürstentag zu Nürnberg 161 1. 36. 98. 

Geburts- u. Todestage berühmter Männer 209. 

Gedichte- Sammlung 478. 

Gelehrte Deutschlands 360. 

Gemäldegalerien in England 293. 

St. Georgen Schild an der Donau, Ordnung 

der Gesellschaft 102. 
Getreidpreise im Fürstentum Brandenburg, 

Windsheim und in Franken 504. 
Grabhügel, wendische 20. 
Grammatica latina 471. Comment. in Donat. 

471. Questio de gerundiis 471. 
Guillotine, Geschichte derselben 587. 
Hausmittel 13. 488. 



Hexen : Schrift der Nürnberger Theologen an 
den Rath von Weissenburg über dieselben 

397/9- 
Hinrichtungen 94. 

Holzschneider : tabell. Übersicht über dies 
287. 

Homiliae v. sermones. 

Hortulus animae, Litter. über denselben 338. 
Inkunabeln -Beschreibung 361. 362. 
Inventar der Hellerschen Erben 496. 

— Stadtbaumeister Kratzers 492. 

— der Marie Barbara Meisner, geb. Heller 
498. 

— L. L. Freih. von Münsters Generalwacht- 
meisters 490. 

— Joh. Jak. von Sandrarts 491. 
Johannesöl 667. 
Kaiserurkunden 418. 

Kalender mit Notizen 1628. 598. 

Kalligraphische Vorlagen (Schreibmeisterbü- 
cher) 300. 328. 329. 330. 

Kaufbriefe 593. 

Kaufverträge 431. 432. 

Kindertaufe 382/15. 382/41. 42. 

Klöster im Markgraftum Bayreuth 183. 

Knochen- oder Cadaveristenstreit 384/40. 

Kriegs- Architektur 256. 

Kriegscontribution 1659. 643. 

Kunstbuch von mancherley Schreiner vndt 
Steinmetz Handtwergk 488. 

Künstler 316. 317. 

— Fränkische (Namensverzeichnis) 335. 
Künstlerlexikon 266. 327. 
Künstlerverzeichnis 326. 335. 336. 337. 342. 

343- 

Kunst und Künstler 316. 
Kunstdilettanten 348. 
Kupferstecherkunst 310. 
Kupferstichkunde 274. 275. 276. 
Kupferstichpreise 277. 
Kupferstichsammlungen, Anordnung 278. 
Landferer, Reisebeschreibung 145. 
Landtag zu Klausenburg (1601) 132. 

— zu Prag (1543) 553. 
Lauretanische Litanei 410. 
Lehenbuch, Bambergisches 416. 

— der Nürnberger Familie Schedel 420 421. 

— der Familie Scheurl 419. 
Leichenhügel 231. 

Leineweberordnung, Bamberger 426. 



183 



Lexicon morale, juridicum 448. 
Litanei, Lauretanische 410. 
Litteraturgeschichte 363. 

Main, der vom Ursprünge bis zur Mündung 
137- 

Malefizpersonen , Urteil über dieselben 208. 
Markgrafenkriege, Aktenstücke 609. 

— Belagerung Nürnbergs (1552) 187a. 

— Ordnungen und statistische Angaben (1449). 
127. 

— Bestallung (1546). 205. 

— Vermahnung an die Bürger Nürnbergs 606. 
Mathematica 479. 480. 481. 482. 
Medailleure 298. 299. 
Medicamentorum collectio 468. 
Medicinalia varia 449. 456. 457. 459. 
Mcdicinalwescn 17. 

Medicorum variorum annotata 464. 
Medicorum consilia et judicia 470. 
Meteorologie 666. 
Mctoposcopia 605. 

Militärbauangclcgenlieitcn, Bambergische 591. 
Militärische Instruktionen (Formeln) 205. 
Monogrammenerklärung 264. 305. 331. 333. 
348. 

Münzordnung Kaiser Ferdinands 554. 
Münzen , Chursachsische 244. 

— Bambergische 240. 

— Würzburger 242. 

Münzsorten u. Maasse verschiedener Länder 
>3- 

Normalbücher 388, 2. 395. 396. 
Odoramenta varia 467. 
Orgelbau 157. 

Päpstliche Lehren von einigen Theologen rc- 

fusirt 385/9. 
l'apstum, Streitschrift gegen dasselbe 407. 
l'assio domini 400. 

— breviter explicata 387/10. 

Pest, Katschläge gegen dieselbe 461. 
Consilium italicum de peste J. A. Parolini 465. 

— Kecept gegen dieselbe 169. 
Pharm acorum catalogus 453. 
Philosophie, Abriss 5 M/33. 

Polemik, theologische 382. 383. 384. 385. 

386. 387. 388. 389- 
Porträlsverzeichnisse 259. 260. 261. 262. 263. 

334- 

Praeservativa selectissima 467. 
1 'rediger - Orden - Satzungen 393. 



Predigten 399. 

Proportion der Menschen und Rosse 257. 
Protestation der Fürsten augsb. Confession 617. 
Psalm 126 erklärt 383/8. 
Psalter Davids 381. 
Rechenbücher 480. 481. 482. 
Rechnungszettel eines Würzburger Wirtes 
1621. 579. 

Rechtfertigungslehre, dargelegt in einem Schrei- 
ben der Mansfeldischen Geistlichen an die 
Würtembergischen 385 144. 

Reconciliatio inter ministros eccles. Magdeburg : 
epist ad Spangenbergium 385 140. 

Reformation 52. 

Reformationsgeschichte Deutschlands 190. 
Reformationsgeschichte v. Bamberg 16. 
Reichskleinodien 39. 79. 
Reichstag zu Kegensburg (1541) 610. 
— satyrische Beschreibung, (1613) 475. 
Reime 488. 

Reise in die Niederlande 201. 246. 
Religions-Frieden zu Kegensburg 404. 
Keligionsstreitigkeiten 382 37. 398. 
Religionsübungen 511, 8. 
Rhetorica 472. 473. 664. 
Sabath, Erklärung 665. 
Sacerdotcs 400. 

Sacramenlum Eucharistiae ex testimonio veteris 

ecclesiae 511, 25. 
Salier, Wohnsitze und Gesetze derselben von 

Bundschuh 198. 
Sandtaufe 382/20. 
Scabies 466. 

Schachspiel, Gedicht auf die Erfindung 661. 
Schachspiel -Litteratur 367. 
Schönschreibmeister, Werke 300. 328 — 330. 
Schmähschrift auf einen Geistlichen und Ant- 
wort darauf 511; 13. 14. 
Schnciderordnung zu Wurzburg 145. 
Schwäbischer Bund 604. 
Schwedenkrieg 52. 
Sermones 400. 

Steuereinnahmebuch, Fürstbisch. Bambergisches 
415- 

Syphilis, Ratschläge gegen 464. 466. 
Taxrolle der Reichskanzlei für die Briefe 133. 
655. 

Testamente und Verträge 431. 
Tcstamentum novum, Commentar 448. 
Theriak 469. 670. 



184 



Totentänze, Litteratur 341. 
Tuba evangelica 408. 

Türkensteuer 414. 542. 544. 557.610.638 — 641. 
Türkenzug und Ordnung 1466. 102. 
Ubiquitätsstreit 384/24. 

Ungarische Grenzhäuser u. deren Kosten 133. 
134- 

Ungeltordnung, Salzburgische 629. 

Unio personalis duarum naturarum Christi : 

Irrlehren des M. Brentius 397/20. 
Universitäten Deutschlands 360. 



Vögel, die in Franken nisten 198. 
Wappen, Bamberger Bischöfe 41. 

— Ober-Pfälzer Adeligen 121. 

— ausländischer Geschlechter 237. 

— colorierte, verschiedener Geschlechter 238. 

— des fränk., bayr., thür. Adels 234. 
Weissagung 1548. 169. 

Wiedertäufer, Mandat über die, publiciert zu 

Lüneburg (1582) 397/7. 
Zwinglianer und Calvinisten: Warnung vor 

denselben 388/3. 



III. Orts -Register. 



Affalterbach , Relation über die Kirchweihe 

(1502) 168. 
Altdorf, Gerichtsordnung 432. 

— Geschichte 62. 

Altenburg, Colloquium der Theologen 385/1 10. 

138. 139. 
Amorbach, (Abtei) Aufhebung 562. 
Annaberg, Kirchenacta 402. 

— Streit der Praedicanten 397, 21. 
Antwerpen, Plünderung der Stadt 1576 37. 
Augsburg, Ratsartikel 648. 

— Ratssatzungen, veränderte 556. 
— ■ Kunstsachen 548. 

— Religionsfrieden, Schreiben über denselben 
608. 

— Veitrag m. Gustav Moritz von Sachsen 594. 
Bamberg, Apothekergesellenpflicht 460. 

— Codex diplomaticus 8. 

— Bauernkrieg 187 b. 

— Belagerung 1435 > Gedicht 570. 

— Geschichte der Bischöfe 2. 6. 131. 

— Bischöfe, (Verzeichnis) 8. 

— Von Ankunfft des Bisthumbs 3. 

— Buchdruckergeschichte 355. 356. 357. 

— Verzeichniss der Bürgermeister, Ratsherren 
15- 

— Dom 11. 213. 

— Domherren, 4. 7. 214. 

— Dompropsteiamt Fürth, Akten 112. 

— Ereignisse, merkwürdige 21 1. 

— Finanz- u. Steuerangelegenheiten 515. 

— Fürstbischöfe 212. 



Bamberg, Gebäude, Strassen 215. 

— Gemeindebauangelegenheiten 592. 

— Geschichte der Stadt 6. 10. 160. 210. 

— Hofmeister, Zehrung derselben in Heidelberg 
und Augsburg 653.] 

— Hofrechnungen 522. 

— Kaufbriefe, Bamberger Bischöfe 413. 

— Klöster: Carmeliten, Namensverzeichnis 
der Novizen 154. 

— Clarakloster 3. 

— St. Jakob, Collegiatstift, Statuten 153. 

— St. Stephanstift (Bauakten) 5. 

— Theodorus- Kloster 525. 

— St. Martinpfarrei 13. 157. 

— Kammerrechnungen, fürstl., (Excerpte) 150. 
344- 

— Katharinaspital 526. 

— Kriegsbegebenheiten von 1619 — 1649 
(Schwedenkrieg) 152. 526. 

— Künstler u. Handwerker 344. 

— Landeshoheit über Fürth 642. 

— Lehenbuch 416. 

— Lehenbriefe derer von Giech 417. 

— Lehenbriefe des Geschlechts derLorber4i3. 

— Leineweberordnung 426. 

— Malerrechnungen 535. 

— Medicinalwesen 17. 

— Militärbauangelegenheiten 591. 

— Militärangelegenheiten 151. 513. 514. 

— Münzgeschichte 240. 245. 

— Ortschaften im Hochstifte 216. 

— Plastik, Denkmäler derselben 296. 



185 



Bamberg, Privilegien 519. 

— Rechnungen des Stifts 1403. 415. 

— Reformation 599. 

— Reformationsgeschichte des Bistums 16. 

— Reimchronik 476. 477. 

— Schwedenkrieg 152. 

— Städte, Märkte, Dörfer u. s. w. im Stifte 
79. 82. 

— Gebrechen, Mängel u. Beschwernis der 
Städte 199. 

— Stadtbücher (Excerpte) 149. 

— Stadtrechnungen 1435 — 1496 149. 520. 

— Steuerangelegenheiten 515. 

— Steuereinnahmebuch 415. 

— Topograph. Beschreibung 158. 

— Topogr.-hist. Abbildungen 324. 

— Umgebung der Stadt 161. 

— Verträge mit Brandenburg 429. 

— mit Nürnberg 430. 

— Verzeichnis durchreisender fremder Herr- 
schaften von 1599— 16 18 601. 

— Waldungen 518. 

— Hochstifts- Weiher, Ertrag derselben 505. 

— Xehnlangclegcnheitcn 447. 634. 

— Zinsbuch 532. 632. 

Bayreuth, Fürstentum, Relation einer antiqua- 
rischen Reise 135. 

— Künstler 346. 

— Ritterschaft 198. 

Birkenfeld, Cistcrcienser- Fnuienkloster 183. 

Brandenburg, Geschichte 184. 

— - Markgrälliche Erlasse, Entscheide 626. 

— Markgrälliche Verträge 428. 429. 430. 

— Verträge mit Bamberg 429. 

— Verträge mit Nürnberg 430. 
Braunschweig, Kreisabschied 385/49. 
Breitenlohe, (Schloss), Verkauf dieses Mün- 

sterschen Besitzes an die Grafschaft von 

Castell: 142. 349. 
Buchbach, (Weiler) Verkauf des Münstcrschen 

Besitzes an die Grafschaft Castell, 142. 349. 
Hühl, (Schloss) Akten über dasselbe 1650 637. 
Burgbernheim, ärztl. Urteil über das Bad 450. 

— Saalbuch 504. 

Coburg, Apothckergescllschaft 460. 
Constanz, Bürgereid 651. 
Cotmansdorf, Schcdelsches Lehen 421. 
Diebersdorf, Schedeisches Lehen 421. 
Dresden, Kunstkammer 186. 
Düsseldorf, Gemäldesammlung 333. 



1 Ebenhausen bei Göppingen, Bad, 450. 

j Ebrach, (Kloster): Held, Hieronymus, Ehren- 
rettung des 1 738 vom Kloster herausge- 
gebenen Buches: Brevis notitia monasterii 
B. M. V. Ebracensis, welches von dem Fürst- 
bischof Friedrich Carl von Schönborn ver- 
boten wurde 156. 
Efferdingen, der Schuldiener Rechtfertigung 
384/61. 

Eger, Chronik (Bruchstück) 29. 
Egerten, Schcdelsches Lehen 421. 
Eichstätt, Chronik der Bischöfe 2. 

— Von Ankunfft des Bisthumbs 3. 

— Städte, Märkte, Dörfer u. s. w. im Stifte 
79. 82. 

— Verträge mit Nürnberg 430. 
Elbersdorf, Schedeisches Lehen, 421. 
Eltmann, Gcsetzesstalistik des Landgerichts 148. 
Engelthal, Augustiner-Nonnen-Klosler 62. 

— Extractus documentorum 126. 
Erfurt, Chronik 124. 

— Ratserlasse 124. 

Fach (Vach) Schedeisches Lehen 421. 
Florenz, Kunstschälze 292. 
Forchheim, Handwerkerordnungen 425. 

— Bürgermeister stellt löoi Quittung aus 57S. 

— Katharincnspilal 529. 
Forndorf, Amt 136. 
Franken, Geographie 146. 198. 

— Land und Volk 147. 198. 

— Herkunft 163. 

— Geschichte 185. 218. 

— Gelehrte 223. 226. 

— Ortschaften 220. 221. 

— Ritterschaftsangclegenhciten 524. 555. 

— Topographie 79. 82. 137. 
Oberfränkische Denkmäler der Kunst 295. 
Frankfurt, Contribution 540. 
Frauenaurach, Dominikauer-Frauenkloster 3. 62. 

183- 

Frauenthal , Cistercienseikloster 183. 
Fürth, Bambergischcs Dompropsteiamt, Akten- 
Ii. Protokollenbuch 112. 

— Dompröbstliche Amtleut 1 12. 

— Beschwerden, Neuerungen 112. 

— Fraissfällc 112. 

— Die zum Domprobsteiamte gehörigen Orte 
112. 

— Die Landeshoheit Bambergs und Branden- 
burgs 642. 



186 



Geissmanshof (zum Dompropsteiamt Fürth) 112. 
Genf, Belagerung 1590 650. 
Giech und Gügel, Geschichte 19. 162. 
Gössweinstein, Kirchenreparatur 527. 
Goslar, Achtserklärung 615. 
Gräfenberg, Schloss u. Amt 62. 81. 
Grossenreuth (zum Dompropsteiamt Fürth) 112. 
Gründlach, Cisterz.-Nonnenkloster 62. 

— Geschichte 3. 

— Schloss, Schedeisches Lehen 421. 
Gussmannsfelden, Schedeisches Lehen 421. 

Hardhof, Gut, 546. 547. 573. 

Heilsbronn, Kloster, Geschichte 3. 

— Kirchenmonumente 178. 
Henneberg, Vasallen u. Lehenorte 195. 
Hersbruck 62. 

Hildmannsdorf, (zum Dompropsteiamt Fürth) 
112. 

Hilpoltstein 62. 

Himmelkron, Cistercienser-Kloster 183. 

— (Kloster), Beschreibung in Versen 200. 
Himmelspforten, Cistercienser- Nonnenkloster, 

Urkunden u. Notizen 125. 
Hirschaid, Quittung 531. 
Hof, Clara -Frauen -Kloster 183. 

— Franciskaner-Kloster 183. 

Höfen, (zum Dompropsteiamt Fürth) 112. 
Hoheneich, Zent, (zum Rittergut Lisberg), 

Zentordnung u. Beschreibung der Zent 423 

u- 443- 6 33- 
Kircheich, Dorfordnung 444. 577. 
Kirloch , Pfarrdorf im Bistum Speyer, über 

2 Wappen an der Kirche 239. 
Kissingen, Bad 450. 

Kleinreuth, (zum Dompropsteiamt Fürth) 112. 
Köln, Churkölnischer Wahlstreit 1687 129. 

— Angelegenheiten des Staates 130. 507. 
Klausenburg, Landtag 1601 132. 
Kronach 421. 

— Kriegscontribution 560. 

— Stadtordnung 644. 

Kulmbach, Einkommen des Amtes 120. 

— Augustiner -Kloster 183. 

Langenzenn, Augustiner- Kloster 183. 
Lauf, Stadt 62. 
Lichtenau 62. 

Lichtenfels, Hochstiftsweiher 505. 

— Engelmesse 530. 
Liebenau, Kloster, Urkunde 125. 



Lindabach, Schedeisches Lehen 421. 
Lisberg, (Burg) Geschichte 18. 

— Lehensstreitigkeiten zwischen Frh. von 
Münster u. Frau v. Camerarius 78. 142 u. 
349- 

— Lehenbuch der Herren von Giech 417. 

— Protokollbuch 433. 434. 

— Specification der Documente im Lisb. Archiv 
435- 

— Zehntgerichtsbuch (Klagen u. Bescheide) 436. 
Vgl. Hoheneich und Zettmannsdorf. 

Lonnersstadt , Schedeisches Lehen 421. 
Lüneburg, Mandat über die Wiedertäufer 397/7. 
Mainz, Bischöfe (Reihenfolge) 163. 

— Dom, Grabmäler und Altäre des XVII. 
Jahrh. 488. 

Mansfeld, pastores dedicant libellum regi 

Galliae 385/21. 
Maylach, Schedeisches Lehen 421. 
Memmelsdorf, Schäfereibestände 537. 
Michelfeld, Kloster 3. 

Mitwitz, Grabschriften in der dortigen Kirche 
588. 

Mönchaurach, Benediktiner -Kloster 183. 
Mönchsteinach, Benediktiner -Kloster 183. 
Neuburg, Verträge mit Nürnberg 430. 
Neumarkt in der Oberpfalz, Chronik 121. 
Neunkirchen am Brand , Augustiner-Chorherren- 
stift 3. 

Neustadt a/A., Franciskaner-Kloster 183. 
Neustadt am Culm, Carmeliter-Kloster 183. 
Ninderlindabach, Schedeisches Lehen 421. 
Nördlingen, Kunstgeschichte 254. 
Nürnberg, Aemterbuch 83. 93. 

— Annalen 49. Annalen v. Müllner 54. 55. 
56. 57. 58. 

— Appellations- Gerichts -Ordnung 424. 

— Bann, geistlicher, Verzeichnis von demselb. 

103. 

— Bibelausgaben 351. 352. 

— Bildnisse 259. 260. 261. 262. 263. 

— Brandenburg, exgravaminibus in angestellter 
Revisionssache contra Brandenb. 43. 

— Brunnen, springende, Wasserwerk 78. 248. 

— Bündnisse 97. 

— Burg, s. Veste. 

— Bürgeraufnahme aus dem Wandelbuche von 
1335 — H48 84. 

— Bürgerbuch 175. 

— Bürgerbuch, Auszüge 84. 



187 



Nürnberg, Bürgermeisterbuch 89. 91. 

— Burggraftum 97. 178. 

— Burggrafen 87. 178. 

— Verträge 429. 430. 

— Vogtei 97. 

— Zölle 97. 

— Chronik von 1500 — 1509 29. 

— Bericht über die Ereignisse von 1 5 5 1 von 
Endres I lelmsauer 29. 

— Chronik von 15 18 — 1529 von Kunz Rös- 
ner 29. 

— Chronik 34. 35. 36. 37. 38. 39. 40. 41. 
42. 43. 44. 45. 46. 47. 48. 50. 51. 52. 53. 63. 

— Tuchersche Fortsetzung der Jahrbücher 29. 

— Chronik bis 1447 41. 

— Chronik bis ca. 1499 48. 

— Chronik von 1345 — 1500 29. 

— Chronik bis 1504 (Bruchstück) 44. 

— Chronik bis 1530 43. 

— Chronik bis 1547 165. 

— Chronik bis 1554 36. 

— Chronik bis 1543 30. 

— Chronik bis 1560 34. 

— Chronik bis 1558 42. 

— Chronik bis 1563 170. 

— Chronik bis 1564 42. 

— Chronik bis 1570 31. 

— Keimchronik bis 1570 32. 

— Chronik bis 1582 40. 

— Chronik bis 1573 33. 35. 

— Chronik bis 1579 38. 

— Chronik bis 1581 37. 

— Chronik bis 1585 47. 

— Chronik von G. D. bis 1594 45- 

— Chronik von 1600 — 26 171. 

Chronik bis 1599, fortgesetzt bis 1601 46. 

— Chronik bis 161 1, fortgesetzt bis 1633 52. 

— Chronik bis 1641 39. 

— Chronik von Lang 45. 

- Chronik von Joh. Sig. Mayr bis 1754 59. 

— Relationen von Joh. Müllner 97. 

— Auszüge 172. 173. 

— Chronik von Sig. Mcisterlin 50. 51. 

— Chronik bis 1 547 v. Kreutzer 165. 166. 167. 
168. 169. 

— Chronik bis 16 12 von Luder 174. 

— Chronik Ulmann Stromers 164. 

— Chronik aus der Zeit Kaiser Sigmunds 164. 

— Collegialtage, Churfürstlichc von 161 1 
36. 98. 



Nürnberg, Cometen und Wunderzeichen 75. 

— Deutschordens -Haus 3. 88. 97. 

— Ehrungen von Fürsten 98. 99. 

— Einzug Kaiser Friedrichs III. 147 1 29. 

— Einzug Kaiser Ferdinands I. 1540 99. 

— Einzug Kaiser Karl V. 1541 99. 

— Einigung mit Markgraf Georg v. Branden- 
burg 607. 

— St. Elisabeth (Altes) -Spital 97. 

— Epitaphien auf dem Kirchhof 178. 

— Fürstentag 161 1. 36. 98. 

— Gebietsbeschreibung 80. 81. 

— Geistliche im Nürnberger Gebiet v. 1500 — 
1721. 77. 79. 

— Gemälde im Rathaus 303. 

— Genanntenverzeichnisse 84. 88. 

— Genanntenbuch des grössern Rates 84. 
90. 249. 

— Die den Genannten von dem Kaiser er- 
teilten Privilegien 71. 

— Genanntenpflicht 84. 88. 175. 

— Gesangbuch , Fragen über dasselbe 74. 

— Gesellenschiesscn 432. 

— Gesellschaft St. Georgen Schild an der 
Donau 102. 

— Gcschlechtsbuch Ulman Stromers 84. 84a b. 

— Geschlechtsbuch Hans Maliers 84. 

— Ilalsgerichtsordnung 94. 446. 

— Handwerker, in den Rat erwählte 103 

— Handwerker -Verzeichnis s. Neudorfer. 
— ■ Ileiligtums-Beschreibung 79. 

— Hinrichtungen 1577— 1672 94. 

— Hochzeiten 81. 90. 

— Hochzeitsbuch 84. 95. 

— Jahrbücher 60. 75. 

— Jahrtagverzeichnis 28. 

— Juden u. deren Freiheiten 97. 

— Kauf- u. Schenkungsbriefe 1270 — 1522. 96. 

— Kirchen u.Gebäulichkeiten, Beschreibung79. 

— Kirchen, Klöster, Kapellen u. s. w.. Be- 
schreibung 77. 79. 180. 672. 

— Kirchenordnung 397 '3. 

— Augustiner- Kloster 3. 

— Barfüsser- Kloster 3. 69. 79. 

— Necrologium , Memoi iale der Begrebnus 
61. 69. 81. 84. 1S0. 

— St. Clara Kloster, Beschreibung 64. 79 
Extract aus dem Bortenbuch 65. 

— St. Egidienkloster, Geschichte 3. 79. 
Catalogus libroium 358. 



188 



rnberg, Liber anniversariorum S. Egidii 28. 
Notatu digna Genealogica 66. 67. 
Franciskanerkloster s. Barfüsserkloster. 
Frauenkirche (Liebfrauen-Kapelle) Jahrtage 
u. Ordnung 72. 73. 
St. Jakobskirche 79. 
Kartheuserkloster 62. 87. 
St. Katharinenkloster, Geschichte 3. 
Extrakt aus dem Saalbuch, Urkunden 68. 
Lorenzer -Kirche 3. 79. 
St. Morizkapelle 62. 
Predigerkloster 3. 

St. Sebalduskirche, Geschichte 3. 77. 79. 
101. 586. 

Das grosse Todtengeläut bei St. Sebald 

I439—I5SI 84. 

Kirchhof s. Epitaphien. 

Künstler s. Neudörfer. 

Künstlerlexicon 306. 

Kunstkabinet von Paul v. Praun 291. 

Kunstkabinet von H. A. v. Derschau 319 

Landcharten des Nürnbergischen Gebiets, 

Register über dieselben 207. 

Landhäuser 97. 

Landgericht, Bericht von demselben 97. 
Landschaft, Beschreibung 80. 
Lehen, böhmische 97. 
Lobspruch, gereimter auf N. 103. 
Lochgefängnis 424. 
Lochordnung (Gedicht) 618. 
Lorenzerwald- Amtleute 103. 
Losung von 1500 29. 
Losunger 87. 

Lutherische Lehre, Jubelfeier der Einführung 

(1617) 397/4- 
Malefizpersonen 165. 208. 
Markgrafenkrieg, Ordnungen u. statistische 
Angaben 127. 

Vermahnung an die Bürger 606. 
Musikgeschichte 177. 
Münzwesen 97. 
Necrologium 1439 — 1551 84. 
Neues Spital 3. 
Niedergerichtsbarkeit 438. 
Normalbücher 395. 396. 
Obrigkeit 97. 

Ortschaften u. Klöster, umliegende 62. 207, 
Patrizierfamilien, Genealogie 104. 105. 106. 
107. 108. 109. Ho. III. 
Patrizier u. Ratsherren, Verzeichnis 93. 



Nürnberg, Pegnesischer Blumenorden 671. 

— Personen in Münzen 176. 

— Pfarrer, Pfleger u. Stifter, Verzeichnis 93. 

— Pfarreien um Nürnberg 79. 

— Porträt-Cataloge 259. 260. 261. 262. 263. 
— ■ Praxis judiciaria 424. 

■ — Prediger u. Kapläne, von den Kaisern er- 
teilte Privilegien 71. 

— Privilegien 71. 100. 

— Rat der Stadt an den Landgrafen Wilhelm 
v. Hessen 397/19. 

— Rathaus, v. Erkauf u. Erbauung desselb. 97. 

— Gemälde 303. 

— • Ratsbibliothek, Büchergeschenk an die- 
selbe 359. 

— Ratsbuch 36. 88. 89. 91. 92. 

— Ratsordnung 1617 179. 

— Rats -Verlas- Buch 85. 86. 

— Reform 445. 

— Reformation 97. 

— Reichskleinodien 39. 79. 

— Reichslehen 97. 

— Reichsunmittelbarkeit 97. 

— Reichsvogtei 97. 

— Reichszoll 97. 

— Schöner Brunnen 103. 

— Schreiber-(Juristen) Verzeichnis 93. 

— Schuldheissenamt 87. 97. 

— Sebalderwald- Amtleute 97. 103. 

— Stadtbuch , Urkundenextrakte 84. 

— Stadtgerichtsordnung 424. 

— Beschreibung der Stadt 63. 75. 76. 77. 

— Stadtregiment 97. 

— Stadtviertel 649. 

— Sterben, grosses 627. 

— ; Sterberegister v. 1439 — 151790. 1518 — 1648 
90. v. 1540 — 1570 81. 

— Steuer 97. 

— Nachsteuer, Verträge 81. 

— Topographie 207. 

— Trau- und Sterb- Matrikel 84. 90. 
— ■ Türkensteuer 544. 

— Türkenzug u. Ordnung, 1466 zu Nürnberg 
fürgenommen 102. 

— Verordnung des Rates über die 1500 zu 
entrichtende Losung 29. 

— Verträge mit den Burggrafen, den Bischöfen 
von Bamberg, Eichstätt u. Würzburg, mit 
der Oberpfalz, Pfalzneuburg u. der Veste 
Rotenberg 430. 



189 



Nürnberg, Veste des Reichs 97. 

— Waldamtlcute 103. 

— Waldungen 97. 

— Wandelbuch mit den Bürgeraufnahmen 84. 

— Wildbann 97. 

— Wunderzeichen 75. 

— Zollfreiheiten 97. 

— Zwölfbrüderhaus 62. 87. 
Oberfarrenbach 112. 
Pet/.enstein 62. 

I'illenreut, Kloster 62 s. Wildenreut. 
Plassenburg, Schloss, Geschichte der Herr- 
schaft 120. 

Pommersfelden, bedroht im Bauernkrieg 584. 
Poppenreuth (zum Dompropsleiamt Kurth) 
112. 

Prag, Landtag (1543) 553. 
Regensburg, Chronik der Bischöfe 2. 

— Ankunfft dess Bissthumbs 3. 

— Bedrängnis durch Herzog Wilhelm von 
Bayern 122. 

— l'rolestation gegen die fürstlich bayrische 
Petition 122. 

— Reichsabschied 617. 

— Reichstag 1541 610. 

— Reichstag 16 13 475. 

— Reichstagsakten 589. 

— Religionsfrieden, Formula 404. 

Rom, Chronik 203. Ablasse 203. Stationcs 203. 
Ronhof (zum Dompropsleiamt Fürth) 112. 
Rosenberg (Veste), Kosten der Fortifikation 
569.« 

— Mauerzeichen 662. 
Rotenberg, Veste, Geschichte 3. 81. 

— Kaufbrief über Schloss u. Herrschaft 600. 

— Verträge Nürnbergs, rücksichtlich der Veste 
(seit 1523) 430. 

Kothenburg an der Tauber, Chronik 42. 

— Franciskanerschule, Matrikel 123. 
Kottenbauer, Wcrlanschlag des Gutes 620. 
Rückersdorf, Schedeisches Lehen 421. 
Sachsen - Coburg , Vasallen u. Lehenorte 195. 
Salzburg, Ungeltordiuing 629. 

Schadloss, (Gut an der Aurach) Verkauf an 

Wolf Heinrich Günther 636. 
Schesslitz 19. 151. 

Schildsee, Kirchenoi tlnung aus derselb. 384/68. 
Schlüchtern, Kloster 125. 
Schlüsselau, Cisterz. -Nonnen- Kloster, Urkunden 
u. Notizen 125. 



Schönau, Franziskaner-Kloster, Urkunden u. 

Notizen 125. 
Schwalbach, Bad, ärzt. Gutachten 450. 
Schweinau (zum Dompropsteiamt Fürth) 112. 
Schweinfurt (.freie Reichsstadt) Chroniken 113. 
115. 116. 117. 118. 

— Geschichte 182. 

— Materialien zur Geschichte 506. 635. 

— Gelehrte n8. 225. 364. 

— Geistliche II 8. g 

— Getreidetaxe 113. 

— Privilegien von Kaisern 1 18. 

— Rat, Verzeichnis der Mitglieder 118. 

— Rathaus 113. 

— Ratswahl 1554 113. 

— Recesse mit Henneberg, Wirzburg etc. 118. 

— Rektoren, Praeceptores 118. 

— Verträge mit d. llochstift Wirzburg 114. 
Speyer, Bischöfe (Reihenfolge) 163. 

— Jura et privilegia civitatis (11 72.) 559. 
Stadeln (zum Dompropsteiamt Fürth) 112. 
.Staffelstein 151. 

Stein, Besitz der Burggrafen von Nürnberg, 
Auszug aus dem Landbuch über das Schlots 
und Amt 120. 

Steyer, Burggrafen 656. 

Strassburg, Evangelium 1 593 gelesen 619. 

— Theologische Neuerungen 398. 

— Belehnung des Fürstbischofs Ludw. Consl. 
von Rohan (1758.) 

Trabelsdorf, Notizen über die Besitzer des 

Kittergutes 1 19. 
Ull'enheim, Reise durch das Oberamt 136. 
Ulm, Artikel des Rates 631. 

— Räte v. 1548 602. 

Venedig, Einzug Heinrich III. von Frankreich 
und Polen 191. 

— Compendium legum ac ordinum 440. 
Waitzendorf 136. 

Weismain, Steuerangelegenheiten 516. 
Wien, Belagerung von den Türken (1329) 543. 

— Bürger (14) schreiben an Spangenberg 
wegen der Lehre des Magdeburgius nebst 
Antwort desselben 384/53. 54. 

— Gemälde- und Kupferstichsammlungen 313. 

— Judicia et consilia Caesarea 657. 

— Schatzkammer bei den Capuzinern 304. 

— Schatzkammer 255. 

Wildenreut, Benediktiner -Nonnenkloster bei 
Nürnberg. 3. 



190 



Wöhrd (Markt an der Ostseite von Nürnberg,) 62. 
Worms Bischöfe, (Reihenfolge) 163. 

— Widerlegung der Securis ad Radicem 561. 
Würzburg, Adelsmatrikel (Auszüge) 566. 

— Apothekereid 460. 

— Verzeichnis der Bischöfe 27. 163. 

— Bruderschaft des h. Paulus in Hang 22. 
Verzeichnis der Jahrtage der Bruderschaft 

23- 

— ■ Chronik der Bischöfe 2. 3. 

— Chronik bis 1525. 21. 

— Chronik von Lorenz Fries. 24. 25. 

— Chronik (Bruchstücke) 145. 

— Domherren von 1120 — 1760. 26. 

— Landtagsverhandlungen 414. 
— ■ Landesschulden 414. 

— Landesrechnungstage der Bischöfe 414. 

— Lehenbuch 418. 

— Verzeichnis der dem Stift anheimgefallenen 
Lehen 9. 



Würzburg, Lehenbriefe des Geschlechtes der 
Lorber 413. 

— Münzgeschichte 242. 243. 

— Oberthürs Sammlung 314. 

— Privilegien 418. 

— Reichslehenbriefe 418. 

— Städte, Märkte, Dörfer u. s. w. im Stifte 
79. 82. 

— ■ Türkenhilfe 414. 

— VerträgeBamberger und Würzburger Bischöfe 
413- 

— Verträge mit Nürnberg 430. 

— Wappen der Vasallen des Hochstifts 233. 

— Weihbischöfe 198. 
Zell, Spitalrechnung 541. 
Zettmannsdorf , Schloss und Dorf, Protokoll- 
buch 433. 434. 

Zwickau, Chronik 186. 

— Beschreibung der Stadt 186. 

I 



IV. Personen-Register. 

In diesem Register sind nicht nur die Namen der in den Titeln und 
Beschreibungen der Handschriften erwähnten Personen aufgeführt, sondern 
auch die Namen sämmtlicher Familien, über welche sich Notizen finden. 



Abensberg 142, I. 
Abersfeld 142, 2. 
Absperg 142, 3. 

Achmet, Türke, Taufschein 53 2 - 
Ackoltshausen 142 , 4. 

Adalbert, Bischof von Bamberg, Relationes ge- 
nealogico - diplomaticae 8. 

Adam Friedrich , Belehnung ats Bamb. Fürst- 
bischof 517. 

Adelmann von Adelmannsfeld 142, 5. 

Adelsheim 142 , 6. 

Aham 142, 7. 

Aichinger 142, 8. 

Albrecht Alcibiades, Markgraf von Branden- 
burg, 609. 
— Kriegsoperationen um Nürnberg 187 a. 
Alendorf 142, 9. 
Altendorf 142, 9. 
Altertheim 142, 10. 



Andlau 142, 11. 

Amman, Jost, Litteralurangaben 338. 
Andreas, Jac. des Manicheismus angeklagt^^l^^ 

— wird in einem Gegenbericht an den Rat 
zu Regensburg wegen seiner Ansicht von der 
Erbsünde widerlegt. 383/13. 

S. Andree 142, 12. 

Anhalt 142, 13. 

Anweil 142, 14. 

Arnstein 142, 15. 

Aschbach 142, 16. 

Aschhausen 142, 17. 

Auer von Herrenkirchen 142, 18. 

Aufkirchen 142, 19. 

Aufsees 142, 20. 

Aufsees, Burgen 222. 

— Hans Wilhelm verkauft sein Fischwasser, 
die Aufsees 536. 

Aulenbach 142, 21. 



191 



Aurach 142, 22. 

Aysch 142, 23. 

Babenberg, Adalbert von 159. 

Bach 142 , 24. 

Baden 142 , 25. 

Bachtel Georg, Stammbuch 675. 
Baiern 142, 26. 
Baldenstein 142, 27. 
Bassenheim 142, 28. 
Bastheim 142, 29. 
Bauer v. Eiseneck 142, 30. 
Baunach 142, 31. 
Bayern, Herzoge 

— Ludwig, Streitschriften zwischen ihm und 
Albrecht von Brandenburg 29. 

— Wilhelm, Beschwerde über ihn, von der 
Stadt Regensburg 122. 

Bayr, Lucas Friedrich, Verfasser einer Schmäh- 
schrift gegen Christof Viatis 654. 
Bebenburg 142, 32. 
Bebendorf 142 , 33. 

Bechtolsheim, Privilegien, Vollmachten 596. 

142, 34- 
Beeck (Beaurien) 142, 35. 
Bemelberg 142 , 36. 

Beichlingen, Burkart von, Würtemb. Gesandte : 
Instruction, was von dem Hat dir 8tädl 
Augsburg zu gescheiten hat 397/8. 

Berg 142, 37. 

Bergs Buch wegen der darin enthaltenen Leh- 
ren von Geistlichen Nürnbergs zurückgewiesen 

397/6 
Beringen 142, 37a. 
Berlichingen 142, 38. 
Bernbecker 142, 39. 
Berneck 142, 40. 
Bernheim 142, 41. 
Bertolshofen 142, 42. 
Beschwitz 142, 43. 

Besler, Michael, Glaubensbekenntnis 394. 

Bettendorf 142, 43a. 

Biberbach 142, 44. 

Biberern 142, 45. 

Bibergau 142, 46. 

Bibra 142, 47. 

Bickenbach 142, 48. 

Biesenrodt 142, 49. 

Birckig 142, 50. 

Blassenberg 142, 51. 

Blümlein 142 , 52. 



Bobenhausen 142, 53. 
Bodeck 142, 54. 
Boineburg 142, 55. 
Boischot 142, 56. 
Boos 142, 57. 
Brackenlor 142, 58. 
Braitbach 142, 59. 
Brambach 142, 60. 
Bramberg 142, 61. 
Brandenburg 142, 62. 

— Albrecht Achill, Markgraf von Branden- 
burg, Streitschriften zwischen ihm und Herzog 
Ludwig 1461 gewechselt 29. 

— Albrecht Alcibiades, Beschreibung der 
Belagerung Nürnbergs 1552. 187a. 

Des Markgrafen Bestallung 1546. 205. 
Aktenstücke 609. 

— Georg, Einigung mit Nürnberg 607. 
Brandenstein 142, 63. 

Braun, Conrad, Zulassung beim Kammergericht 
614. 

Braunschweig 142, 64. 
Braunsen weig , 

— Herzog Heinrich: Fehde mit Johann Fried- 
rich von Sachsen. 613. 614. 

— Registratur der Schreiben an den 1 lerzog Ol 2. 
Brentius, Joh. und Andreae, Jac. Schritten, von 

der theol. Facultiit zu Wittenberg angefoch- 
ten 385/70. 

Brockdorf 142, 65. 

Broemsen 142, 66. 

Bronsart 142, 67. 

Brückner, Maler, 1 leiratskontrakt 533. 

Bubenheim 142, 69. 

Bubenhofen 142, 68. 

Buchenau 142, 70. 

Bucholz 142, 71. 

Bulach 142, 72. 

Bundorf 142, 73, 

Buonarotli, Michel Angelo Biographie 307. 
Burdian 142, 74. 

Burgkmaier , Hans, LitUratwrvmgabm 338. 
Burkmilch ing 142, 75. 
Busek 142, 76. 
Buttlar 142, 77. 
Camerarius 142, 78. 

C'amerarius, Zwiespalt mit Spangenberg 384,98 
— IOO. 

Cämmerer, Conr., Vergreifung an Junker Hans 
zu Schlitse 382/6. 



192 



Cammerstein 142, 79. 
Garben 142, 80. 
Castell 142, 81. 
Catzenellenbogen 142, 82. 
Chobrzan 142, 83. 
Christus, de persona ejus 401. 
Clebis 142, 84. 
Clesheim 142, 85. 

Copernikus, Astronomia novo., Judicium de 4.8$. 

Correggio, Biographie 309. 

Cottenbach 142, 86. 

Cottenheim 142, 87. 

Crailsheim 142, 88. 

Cranach, Lukas, Litteratur 338. 339. 

— Leben 288. 
Craz 142, 89. 
Cristans 142, 90. 
Cronberg 142, 91. 
Cunigunda, die Heilige 14. 229. 
Cunstadt 142, 92. 
Dachenrod 142, 93. 
Dachsbach 142 , 94. 

Dalberg 142, 95. 
Dangries 142. 96. 
Dannbach 142, 97. 
D' Avila 142, 98. 
Degenfeld 142, 99. 
Delmenhorst 142, 100. 
Demandstein 142, 101. 
Dem 142, 102. 
Dernbach 142, 103. 

Derschau, Hans Albrecht, von, Handzeich- 
nungen seiner Sammlung 319. 
Dettelbach 142, 104. 
Deuerlein 142, 105. 
Dhüna 142, 106. 
Diemar 142, 107. 
Dobeneck 142, 108. 
Doerzbach 142, 109. 
Donneck 142, 110. 
Doppelmayr Gabriel, Stammbuch 676. 
Dornberg 142, III. 
Dottenheim 142, 112. 
Drachsdorf 142, 113. 
Dnminique 142, 114. 
Düren 142, 115. 

Dürer, Albrecht, Leben und Werke 246. 281. 
284. 285. 286. 320. 321. 322. 323. 

— Handzeichnungen 283. 

— Holzschnitt e,KupJ er stielte u. Bildnisse2"]g.^ 1 8. 



Dürer, vier Evangelisten 325. 

— Carmina, zu Ehren Dürers 285. 
Dürkheim 142, 116. 

Dürnhöfer, Lorenz, Theologe, Glaubensbekennt. 
394- 

— Briefe an ihn 690. 
Ebersberg 142, Ii 7. 

Eberhard, Bischof von Lübeck, Einberufung 

einer Synode 383/5. 
Eberstein, Geschichte derer von 118. 142. 193. 
Ebner von Eschenbach Genealogie 107. 
Echter 142, 119. 
Effern 142, 120. 
Egersberg 142, 121. 
Egg 142, 122. 

Eggerdes, Petrus, Abschrift der Supplikation 

an den Rat von Wittemberg 382/48. 
Egloffstein 142, 123. 
Ehenheim 142, 124. 
Ehrthal 142, 125. 
Eichler 142, 126. 
Eichfeld 142, 127. 
Eisenberg 142, 128. 
Eidern 142, 129. 
Ellrichshausen 142, 130. 
Elm 142, 131. 
Elster 142, 132. 
Eitershofen 142, 133. 
Elz 142, 134. 
Engelbron 142, 135. 

Eobanus Hessus carmine Christ. Friderici 

laudalur 511, 26. 
Eppstein 142, 136. 
Erbach 142, 137. 
Erffa 142, 138. 
Erlbeck 142, 139. 
Einberg 142, 140. 

Erthal, Karl Friedrich Willi., Freiherr von 
und zu, Domcapitular, Sammler Würzburg. 
Münzen 242. 

Esel 142, 141. 

Efslingen, Abraham, kais. Notar, Copist der 

Chronik v. Neumarkt 121. 
Estenfeld 142, 142. 
Eusenheim 142, 143. 
Exdorf 142, 144. 
Eyb 142, 145. 
Eyssleben, Irrtümer 385/1. 
Faber quidam facetiis acutis afficitur 51 1/59. 
Falckenberg 142, 146. 



193 



Fastungen 142, 147. 

Faulhaber, Johannes, Rechenmeister zu Ulm, 
Ein arithmetisch Evangelium ihm zu Eltren 
gelöst 481. 

Faust von Stroniberg 142, 148. 

Fechenbach 142, 149. 

Feilitsch 142, 150. 

Fenitzer, Hans, Messerschmied zu Nürnberg, 

Testament 489. 
Ferdinand I. Kaiser, Einritt zu Nürnberg 1540.99. 

— Münzordnung 554. 

Ferdinand III., Kaiser, Friedenstraktate 427. 

— Hofstaat zu Regensliurg 552. 
Fertie, de la 142, 151. 

Flacii sententia 385/136. 

Flacius u. Wigand in Jena verschied. Irrtümer 
angeschuldigt und ihrer •Stellen entsetzt 385/ 50, 
60, 61. 

Fleckenstein 142, 152. 

Flügelau 142, 153. 

Flüglingen 142, 154. 

Förtsch 142, 155. 

Forstner 142, 156. 

Fräncking 142, 156a. 

Frankengrün 142, 157. 

Frankenstein 142, 158. 

Freundstein 142, 159. 

Freyberg 142 , 161. 

Frick von Frickenhausen 142, 162. 

Fridericus, Carolus, episcop. Hamberg., ordin<itia 
generalis 575. 

Friedrich III., Kaiser 

— Warnungsbrief 29. 

— Einzug in Nürnberg 147 1 . 29. 

— Goldne Dulle für die Stadt Nürnberg 
1452. 29. 

Friesen 142, 163. 
Fronhofen 142, 164. 
Fronsberg 142, 165. 
Fuchs 142, 166. 
Fuchstadt 142, 167. 
Fugger 142, 168. 
Külbach 142, 169. 
Funk 142, 170. 
Gailingen 142, I 7 I . 

Galenos, erklärt von Jak. Sckegk 458. 
Gauberstadt 142, 172. 
Gaugreben 142, 173. 
Gebsattel 142, 174. 
Gemmingen 142 , 175. 

Lettiohuh, Mantuorlpta Hellorlam, 



Georg von Brandenburgs Einigung mit iVürn- 

berg 607. 
Geyer von Giebelstadt 142, 176. 
Geyinhausen 142, 177. 
Geyso 142, 178. 
Giech 142, 179. 

— Lehenbuch des Geschlechts 417. 

— Helfant von, Schaaftrieb betr. 583. 
Gieger, Nicolaus, Dr. Gefangennahme und 

Hinrichtung 75. 

Gigas, Joan., tnittit Melanchtoni epicedia in 
mortem Eobani 5 1 1 , 43. 

— epitaphium 51 1, 31. 
Gleichen 142, 180. 
Gleissenberg 142, 181. 
Gnodstadt 142, 182. 

Göbel, Kilian, Katsherrin Schweinfurt, Briefe 
an ihn 506. 635. 

— Rechnung (1563) 113. 635. 
Goez 142, 183. 

Gotlfahrt 142, 184. 
Gotsmann 142, 185. 
Graerod 142, 186. 
Graser 113. 
Greifenclau 142, 187. 
Greusing 142, 188. 
Gropendorf 142, 189. 

Gross von Trokau und Pfersfeld 142, 190. 
Groyssbeck 142, 191. 
Grünstein 142, 192. 
Grumbach 142, 193. 

— Erhard Friedrich von, Lorenz v. Münster 
erkauft den Weiler Buchbach I42, 349. 

Grundlach 142, 194. 

Grünling, Joseph von, in Wien, Verzeichnis 
seiner Zeichnungen van A. Dürer. 283. 

Günther von Brünhausen 142, 195. 

Günther, Bischof von Bamberg 

Relationes genealogico -diplomaticae 8. 

Güss von Güssenberg 142, 196. 

— von Süt 1 13. 
Gugel, Genealogie 108. 

Gandelaheim 142, 197. 

Gutenberg. Job. Leben 138. 

Gustav Moriz v. Sachsen, Vertrag mit den 

Augsburgern 594. 
Guttenbcrg 142, 198. 
Haberkorn 142, 199. 
Habermann 142, 200. 

13 



194 



Habern 142, 201. 
Hacke 142, 202. 

Hagelsheimer, Sigmund, genannt Held, Bücher- 
geschenk an die Nürnberger Raisbibliothek 
359- 

Hagen 142, 203. 
Hainach 142, 204. 
Halbritter 142 , 205. 

Haller, Hans, Abschrift von U. Stromers Ge- 
schlechtsbuch 84. 
Malier, Eintritt in Frauenklöster 70. 
Haller, Barth., Compassbrief 646. 
Haller, Jörg, Stiftungsbuch 422. 
Hanau 142, 206. 
Hanstein 142, 207. 

— Friedrich Bernh., Hardhof 546. 547. 
Hardwich, Bischof v. Bamberg Relationes ge- 

nealogico diplomaticae. 8. 
Harff 142, 208. 
Harrach 142, 209. 
Ilarrant 142, 210. 
Harras 142, 211. 
Hartheim 142, 212. 
Hartlieb 142, 213. 

Hartmann, Joachim, Grabschrift 384/107, 108. 
Hassberg 142, 214. 
Hasslach 142, 215. 
Hattstein 142, 216. 
Hatzfeld 142, 218a. 

Hauer, Johann, Maler in Nürnberg, Copist 
von Dürers Tagebuch der Reise in die 
Niederlande 246. 

Haugewitz 142, 217. 

Hausen 142, 218. 

Hedersdorf 218b. 

Heideck 218c. 

Heidenheim 2l8d. 

Heilig, Moriz, Glaubensbekenntnis 394. 
Heinrich, Herzog von Braunschweig, Regi- 
stratur der Schreiben an denselben 612. 

— Streit mit dem Kurfürsten von Sachsen 613. 

— befehdet von Johann Fried, von Sachsen 
614. 

Heinrich II., Kaiser, der Heilige 14. 229. 
Heinrich III. v. Frankreich, Einzug in Venedig 
191. 

Helbe 142, 2i8e. 
Heldritt 142, 219. 
Heidt, Gottfried, Stammbuch 676. 



Heller 142, 220. 

Heller, Anna Marg. Testament 493. 497. 

— Anna Marie, Vermögenstand 497. 

— Joseph, Kapitalienbuch 501. 

— Rechnungen, Conti 503. 

— Stammbuch 678. 

— Vermögenstand 499. 500. 

— Vormunds- Rechnungen 502. 

— Maria Theresie, Inventar und Teilungs- 
libell 494. 495. 496. 

Hendrich 142, 221. 
Henneberg 142, 221a. 
Herbilstadt 142, 222. 
Herda 142, 223. 
Heiisen 142, 224. 
Hertenberg 142, 225. 
Herteneck 142, 226. 
Hessberg 142, 227. 
Hessen 142, 228. 
Hettersdorf 142, 229. 
Heusslein 142, 230. 
Heyden 142, 231. 

Heydenfelder, Hans, von Schweinfurt, Rechnung 

I563- 113- 
Hippokrates 451. 
Hirnstein 142, 235. 
Hirschberg 142, 233. 
Hirschhaide 142, 234. 
Hoefel 113. 

Hoefel, Johannes, von Schweinfurt, Rechnung 

(1625 — 1636). 113. 
Hoelein 142 , 236. 
Hoheneck 142, 237. 
Hohenfeld 142, 238. 
Hohenlohe 142, 239. 
Holbein, Hans, Litteratur 340. 
Holzhausen 142 , 240. 
Holzschuher 142, 241. 
Hompesch 142, 242. 
Honstein 142, 242a. 
Horben 142, 243. 
Horda 142, 244. 
Horneck 142, 245. 
Hornstein 142, 246. 
Hüffel 142, 247. 
Hund 142, 247a. 
Hundpiss 142, 247b 
Husslode 142, 247c. 
Huyn 142, 247d. 
Hutten 142, 247c 



195 



Iluttcr, Elias und seine Bibeln, Nachricht 352. 

Jahnus und I'etschowitz 142, 248. 
Jaxlheim 142, 249. 
Ilten 142, 250. 
Imbof 142, 251. 
Ingelheim 142, 252. 
Joestelsberg 142, 253. 

Johann Friedrich, Herzog von Sachsen, Ge- 
fangennahme. 169. (Die satirische »Passio».) 

— Fehdebrief an Heinrich von Braunschwtig 
614. 

— Einigung zwischen Johann von Sachsen und 
den Landgrafen von Hcssenund dm Bisehöfen 
von Bamberg und Würzburg durch Krz- 
bischof Reinhard von Trier und Ludwig 
Pfalzgraf bei Rhein 628. 

Ippt von Ippthausen 142, 254. 
Isenburg 142, 255. 

Issmeyer, Rechtsstreit gegen Widdau 57 1. 
Julius, l'apa, origo 511/35. 

Karg von Hebenburg 142, 255a. 

— Chur-Kiilnisches Wahlgesrhäft 129. 

— Hieronymus Karl, Kreih. von , Briefe seines 
Bruders 507. 

Karl IV. Kaiser, Goldene. Bulle 1356. 412. 
Karl V., Kaiser, Einzug in Nürnberg 1541. 
99. 

— Privilegia, welche 1541 confirmirt wurden 
100. 

Kaulfmann, Joan., Prediger in Nürnberg Briefe 
an ihn über die Sätze: Spiritus est columba 
und Panis est corpus Christi 383/7. 

Kaulfmann, Christoph, Glaubensbekenntnis 
394. 

Kaufmann, Joannes, Glaubensbekenntnis 394. 
Kecr 142, 256. 

Kell, Johannes, Notarius in Kulmbach vidimirl 
IÖOO das Lisberger Abschriftenbuch der 
Herren v. Giech 417. 

Kemnat 142, 257. 

Kcmpf von Angroth 142, 258. 

Kerpen 142, 259. 

Kesselstadt 142, 260. 

Kirchberg 142 , 261. 

Kitscher 142, 262. 

Klein, Tobias, Stammbuch 680. 

Kleist 142, 263. 

Klinckhard 142, 264. 

Klingenberck, Conr., Glaubensbekenntnis 394. 



Klüppel 142, 265. 
Knöringen 142, 266. 
Königseck 142, 267. 
Königsfeld 142, 267a. 
Königshofen 142, 268. 

Königsmark, Generalmajor, Truppenverprovi- 

antirung 1642 585. 
Koenitz 142, 269. 
Koesel 142, 270. 
Kolb v. Rheindorf 142, 271. 
Kotner 142, 272. 
Kottwitz 142, 273. 
Kozau 142, 274. 

Kratzer, Johann Leonhard, Stadlbaumeister, 

Inventar 492. 
Kress 142, 275. 
Kronegg 142, 276. 
Kuchenmeister 142, 277. 
Künsbcrg 142, 278. 

Kurz, Sebastian, Brief an ihn ron Pfarrer 

Pelzold in Schwadendorf 1609 48 1. 
Laber 142, 279. 
I.amberg 142, 280. 
I.ammersheim 142, 281. 
Pamprecht 142, 282. 
Pandsberg 142, 283. 
Pangerschwanz I42, 284. 
Pannoy 142, 285. 
Pauffcnholz 142, 2S6. 

L echser, Jakobus, Glaubensbekenntnis 394. 

Leibersdorf 142, 287. 

Leik 142, 288. 

Peineck 142, 289. 

Pentershcim 142, 290. 

Pconrod 142, 291. 

Peuchtenberg 142, 292. 

Peut ;rsheim 142, 293. 

Peyden, Pukas von, Biographie 285. 

Peyen 142, 294. 

Pichlcnberg 142, 295. 

Pichtenstcin 142, 296. 

Piebhcim, IP, Obcrsalzscassier in Dresden 
(gest. 1582) Schreiber der Nachrichten von 
berühmten Medailleurs 299. 

Pigritz 142, 297. 

Limpurg 142, 298. 

Pindclbach 142, 299. 

Lindenfels 142, 300. 

Linsingen 142, 301. 

Lissberg 142, 302. 

13* 



196 



Lobdeburg, Geschichte derer von 194. 

— Codex diplomaticus 194. 

Lobsinger, Hans, 565. 

Lochinger 142, 303. 

Lochner 142, 304. 

Lochner, Leonhard, Stammbuch 681. 

Lodron 142, 305. 

Loen 142, 306. 

Loewenstein 142, 307. 

Lonerstadt 142, 308. 

Lorber v. Störchen, Beglaubigtes Copialbuch 
über die Würzburgischen Lehenbriefe des Ge- 
schlechtes 413. 

Loubenberg 142, 309. 

Ludwig, Pfalzgraf, Krankheitszustand 453. 

Ludwig, Herzog v. Bayern, Streitschriften zwi- 
schen ihm und Albrecht v. Brandenburg 146 1 
gewechselt 29. 

Lüchau 142, 310. 

Lützelburg 142, 311. 

Luther und Melanchthon vom Rat von Bartpha 

gebeten den Schulmeister Leonh. Stockei zu 

belassen 385/6. 
Lutherus, elegia in mortem ejus 51 1, 51. 
Magdeburgius von Spangenberg, Irenaiiis, 

Opitius zu Dondelskirchen widerlegt 384/47. 
Mainz, Erzbischof Diether von Isenburg an 

die Stadt Walldüren über die Schlacht von 

Sechenheim 29. 
Mannsbach 142, 312. 
Mannsfeldt 142, 313. 
Mannteufel 142, 314. 
Marschall v. Ebneth 142, 315 
Marschall gen. Greif 142, 316. 
Marschalk v. Ostheim 142, 317. 
Marstaller 142, 318. 
Marten 142, 319. 
Masbach 142, 320. 

Maximilian IL, Kaiser, Beschreibung seines 

Leichenbegängnisses 37. 
— de palpitatione cordis consilium 470. 
Mayenberg 142, 321. 
Mayenthal 142, 322. 
Mayerberg 142, 321a. 
Mecklenburg 142, 323. 
Meding 142, 324. 

Meisner, Maria Barbara, (geb. Heller) Vermö- 
gen 498. 

Meitzel, Valent., Zwisligkeit mit etlichen Mans- 
f eidischen Geistlichen 386/2. 3. 



Melanchton über Schwenkfeld 103. 

Melber 142, 326. 

Memmelsdorf 142, 327. 

Memminger 142, 328. 

Mendel 142, 329. 

Mengersdorf 142, 330. 

Merck, 206. 

Merian, Mathäus, Kupferstecher, Leben 289. 

— Materialien zu seiner Biographie 302. 
Merzdorf 142, 330. 

Meussbach 142, 331. 

Michelangelo Buonarotti, Biographie 307. 

Milz 142, 332. 

Mindel 142, 333. 

Minigerode 142, 334. 

Moerlbach 142, 335. 

Moerlau 142, 336. 

Moller 142, 337. 

* Montag, Eugen, Abt zu Ebrach, Eintrag 
einer Bemerkung zur Geschichte der Hand- 
schrift: Innocentia. libri: Brevis nolitia 
monasterii 156. 

Montmartin 142, 338. 

Mordeisen 142, 339. 

Morghen, Raphael, Katalog seiner Kupfer- 
stiche 290. 
Morstein 142, 340. 
Mosau 142, 341. 
Moser von Filseck 142, 342. 
Motschiedler 142, 343. 

Moufet, Thomas, Arzt in London, Brief an 

Joachim Camerarius 1580 464. 
Muckenthaler 142, 344. 
Mudersbach 142, 345. 
Mühlholtzer 142, 346. 
Mühlstein 142, 347. 
Mülig u. Vocht 142, 347a 
Müller von Lengsfeld 142, 348. 
Müller, Stammbuch 679. 
Münster 142, 349. 

— Lorenz Ludwig, von, churbayr.Generalwacht- 
meister, Inventar seiner Verlassenschaft 490. 

— Hans Eyrich von, belehnt 1574 die Camerarii 
574- 

— giebt die Dorfordnung zu Kircheich 1653. 
444- 577- 

— Otto Philipp von, gegen Frau v. Camerarius : 
142, 78 und 349. 

— Verkauf von Breitenlohe und Buchbach 
142, 349- 



197 



Münzer 142, 350. 
Muffel 142, 351. 

— Ehreng edächlnis der 109. 

— Nikolaus, Losunger zu Nürnberg, Gedicht 
Uber seine Hinrichtung 1469. 1 45. 

Muffelger 142, 352. 
Muggenhof 142, 353. 
Muggenthal 142, 354. 
Multz 142, 355. 
Murach 142, 356. 
Murr 142, 357. 
Musslo 142, 358. 

Nassau 142, 359. 
Neipperg 142, 360. 
Nesselrod 142, 361. 
Neuburg 142, 362. 
Neubrunn 142, 363. 

Neudörfer, Johann , Schönschreibmeister 253. 

Neucneck 142, 364. 

NcusteUcr gen. Stürmer 142, 365. 

Neydecker 142, 366. 

Nordeck zu Rabenau 142, 367. 

Nostitz 142, 368. 

Nuctz v. Wartenberg 142 , 369. 

Obernitz 142, 370. 

Ochs v. Gunzendorf 142, 371. 

Ochsenfurt 142, 372. 

Oeningen 142, 373. 

Offner 142, 374. 

Orsbeck 142, 375. 

Ortenbarg 142, 376. 

Oberthür, Franz, Domherr zu Wttrzburg, Kuntt- 

sammlung 314. 
Otto, Hischof v. Hamberg, Biographie 1 5 5 ■ 
Otto III., König von Ungarn, Freibrief 603. 

Pallant 142, 377. 
Pallast 142, 378. 
Pappenheini 142, 379. 
Petschwitz 142, 380. 
Pfann, Paul in Nürnberg 484. 
Pfauenburg 142, 381. 
I'fürt 142, 382. 

Pfand, Chr. J., Stammbuch 682. 
Flassenberg 142, 383. 
Plittersdorf 142, 384. 
I'lofclden 142, 385. 
Poellnitz 142, 386. 

Pömer Geschlechtsbuch 110. 
Portzig 142, 387. 



Poyssel 142, 388. 
l'rabeck 142, 389. 

Praun, Paul von, Kunstkabinet in Nürnberg 29 1. 

Preising 142, 390. 

l'reisler, Johann Daniel, Briefe 508. 

— Johann Justin , Briefe 508. 

Primisser, Aloys, Baukunst in Wien 294. 

Prüschenik 142, 391. 

Pucckler 142, 392. 

Punzendorf 142, 393. 

Ralienstein 142, 394. Lthenbücher 521. 

Kambach 142, 395. 

Ramsch wag 142, 396. 

Kandsacker 142, 397. 

Kandekh 142, 398. 

Raphael Sanzio, Biographie 308. 

Rapp 142, 399. 

Rauch 142, 400. 

Raueneck 142, 401. 

Rebstock 142, 402. 

Rechberg 142, 403. 

Rechtem 142, 404. 

Redwitz 142, 405. 

Reicher, Leonhard, Schreiber des Wahrsagers 

Uber das Getraid 504. 
Reigcrsberg 142, 406. 
Reinach 142, 407. 
Reinsbrunn 142, 408. 
Reinstein 142, 409. 
Reizenstein 142, 410. 
Renner von Almerdingen 142, 411. 
Rcubner, Hieran., Pfarrei von Sondershaiiscn 

Testimonium 385,100. 
Reurith 142, 412. 
Keuss zu Plauen 142, 412a. 
Ricdcrn 142, 413. 
Riedesel 142, 414. 
Riedheini 142, 415. 
Ricncck 142, 416. 
Rictcr von Kornburg 142, 417. 
Kimbach 142, 418. 
Kitter zu Grunstein 142, 419. 
Rocsch 142, 420. 
Roggenbach 142, 420a. 
Rosenbach 142, 421. 
Rosenberg 142, 422. 
Rossach 142, 423. 
Rotenhan 142, 423a. 
Rotenburg 142, 424. 
Rotschütz 142, 425. 



198 



Ruck von Wald 142, 426. 
Rückershausen 142, 427. 
Rüd von Collenberg 142, 428. 
Rüdesheim 142, 429. 
Rügheim 142, 430. 
Rüsenbach 142, 431. 
Rumrod 142, 432. 
Rumerskirchen 142, 433. 
Russwurm 142, 434. 
Saal 142, 435. 

Sachsen, Kurfürst Johann Friedrich, die 
satyrische „Passio" 1548. 169. 

— Fehde mit Herzog Heinrich von Braun- 
schweig 614. 

■ — Einigung mit den Bischöfen zu Bamberg 
und Würzburg 628. 

Samstag, Johannes, Stammbuch 684. 

Sandrart, Johann Jakob, Inventar seiner Ver- 
lassenschaß 491. 

— Hardhof 547. 

— Kaufbrief über d. sog. Hardhof 573. 
Saxen 142, 436. 

Schafstal 142, 437. 
Schalkfeld 142, 438. 
Scharfenstein 142, 438a. 
Scharstetten 142, 439. 
Schaumberg 142, 440. 
Schau feiein, Littet atur 338. 
Schedel, Lehenbuch 420. 421. 
Schenk v. Schenkenstein 142, 441. 
Schenk v. Schweinsberg 142, 442. 
Schenk v. Simau 142, 443. 
Schenk v. Stauffenberg 142, 444. 
Schernberg 142, 445. 
Schertel 142, 446. 

Scheurl, Lehenbuch, Abschriftbuch Albrechi 

Scheivrln 419. 
Schezler 142, 447. 

Schirmer, per triduum a professoribus Vitem- 

berg. quaestiones ei proponuntur 385/128. 
Schlammersdorf 142, 448. 
Schletten 142, 449. 
Schlieben 142, 450. 
Schliz 142, 451. 
Schlottheim 142, 452. 
Schlüsselberg 142, 453. 
Schlüsselfelder 142, 454. 
Schmidt v. Eisenberg 142, 455. 
Schnabel v. Dampfsdorf 142, 455a. 
Schoder 142, 456. 



Schönberg 142, 457. 
Schönborn 142, 458. 
Schöner, Friedrich, Stammbuch 685. 
Schönstatt 142, 459. 
Schott v. Schottenstein 142, 460. 
Schrank, Franz Paula v., Biographische Notizen 
141. 

Schrautenbach 142, 460a. 
Schreckenstein 142, 461. 
Schrimpf, gen. Berg 142, 461a. 
Schrottenberg 142, 462. 
Schulten 142, 463. 
Schumann 142, 464. 
Schuzbar 142, 465. 
Schwab 142, 466. 
Schwabach 142, 467. 
Schwalbach 142, 468. 
Schwarzenberg 142, 469. 

Schwarzenberg, Johannes, von Biographie 139. 

196. Zehrung 653. 
Schweigern 142, 470. 
Schweikhard 142, 471. 

Schwenkfeld, Kaspar, Judicium Melanchthonis 

et Lutheri de eo 103. 
St. Sebaldus 101. 
Seckendorf 142, 472. 
Seckendorf, Joseph v., Stammbuch 686. 
Seifried 142, 473. 

Seinsheim, Geschichte des Hauses, „Seinsheini- 

scher Heldensaal" 142, 474. 
— Stammarchiv 197. 

Seiz, Nicolaus Anton, Dr., consiliarius Eccle- 
siasticus et Fiscalis zu Würzburg, verfaßt 
1740 die wider das Buch: Brevis notitia 
monasteriiEbracensis erschienene Widerlegung: 
Analysis libri, cui titulus etc. 156. 

Selbach 142, 475. 

Selneccer, Nicolaus, Biograph. Beiträge 140. 

Selwiz 142, 476. 

Senger 142, 477. 

Seyboldsdorf 142, 478. 

Seyboth 142, 479. 

Sickingen 142, 480. 

Siebenbürgen 142, 481. 

Sigismund, Erzbischof v. Salzburg, Belehnung 

mit des Erzstifts Regalien 568. 
Sigismund, Kaiser, Nürnberger Chronik aus 

der Zeit desselben 164. 
Söllner (Seiner), Wilhelm I. Abt zu Ebrach, 

verfafst 1738 die Brevis notitia monasterii 156. 



199 



Solis, Virgil, lÄUeraturangäben 338. 
Solm 142, 482. 
Sommerau 142, 483. 

Spangenberg, Cyriacus, Absetzung 386/12. 

— millit Ludovico pa.il. Hering libelUim de 
SacramentO 11 i/uodum Nicodemo scriptum 

385/88. 

— von Kärntischen Christin um Hut gefragt 

382/3. 

Sparneck 142, 484. 

Specht 142, 485. 

Spessart 142, 486. 

Speth v. Zwey falten 142, 487. 

Spiess, Göttlich Albert, Stammbuch 687. 

Staal 142, 488. 

Stadion 142, 489. 

Stein 142, 490. 

Stein von Altenstein 142, 491. 

Stein v. Nordheim und Ostheim 142, 492. 

Steinach 142, 493. 

Steinau 142, 494. 

Sternberg 142, 495. 

Sternfels 142, 496. 

Stetten 142, 497. 

Stettenberg 142, 498. 

Stibar 142, 499. 

Stierberg 62. 

Stimmer, Tobias, Litterutur 338. 
Stipplin 142, 500. 
Stockheim 142, 501. 
Stollberg 142, 502. 

Stoss, Veit, Geburt Christi (Alturicerk) 297. 

Streitberg 142, 503. 

Strigel, Viktor, aus Lothars Schriften widerlegt 

385/69. 

— declaration widerlegt 385/68. 
Sturmfelder 142, 504. 

Suezel 142, 505. 
Sugenheim 142, 506. 

Suidger, Rischof von Hamberg, Relationes gene- 

alogico-dip/omaticae 8. 
Sultz 142, 507. 
Tann 142, 508. 
Tannberg 142, 509. 
Taltenbach 142, 510. 
Taufkirchen 142, 511. 

Tein's Obergabe von Schriftstücken an Hier 

Baumgartner 581. 
Tettenborn 142, 512. 
Tetzel, Stammbuch (Genealogie) l8l. 



Thüngen 142, 513 
Thüngfeld 142, 514. 
Thürheim 142, 515. 
Thumberg 142, 516. 
Thum u. Taxis 142, 517. 
Trauttenberg 142, 518. 
Trimberg 142, 519. 
Trotten 142, 520. 

Truchsess v. Baldersheim, 142, 521. 

— v. Ilenneberg, 142, 521. 

— v. Pommersfelden, 142, 521. 

— v. Slernberg, 142, 521. 

— v. Wezhausen 142, 521. 
Trömbach 142, 522. 
Truhendingen 142, 523. 
Tücher 142, 524. 
Tübingen 142, 525. 
Ultfeld 142, 526. 
Attenhofen 142, 527. 
Varell 142, 528. 
Venningen 142, 529. 
Vestenberg 142, 530. 
Vinstcrlohe 142, 531. 
Vischer 142, 532. 

Visschcr , Corneille, Verzeiclmis seiner Werke 
332- 

Voit von Kineck 142, 533. 

Voit von Salzburg 142, 534. 

Volckersdorf 142, 535. 

Vollrath, Lebenslauf 386/12. 

Vobnar, Pfarrer zu Michelhausen, Entlassung 

384/9. 

Vorburg 142, 536. 
Wachtendonk 142, 537. 
Walbrunn 142, 538. 
Waldau 142, 539. 
Waidenfels 142, 540. 
Waldner 142, 541. 
Waldstromcr, Genealogie III. 
Wallenrod 142, 542. 
Waltersdorf 142, 543. 
Waltersbaasen 142, 544. 

Wanbach 142, 545. 

Waohold 142, 546. 
Wartensleben 142, 547. 
Wechmar 142, 54S. 
Wehm 142, 549. 
Weinsperg 142, 550. 
Weiden 142, 551. 
Welz 142, 552. 



200 



Wenkheim 142 , 553. 


Wolfstein 142 , 582. 


Wernau 142, 554- 


Wolfsthal 142, 583. 


Werner 142 , 555» 


Wolmprin trqli nuQpn l A'y cS/i 


Werthheim 142, 556 


Wolmershausen 142, 585. 


Westheim 142 , 557» 


Wnlzofrpn iao c 8^ 


Weveld 142, 558. 


AVürzburg 142, 587. 


Wichsenstein 142, 559. 


Wurmb 142, 588. 


Widmann 142, 5^*-** 


^Vurmser 142 , 589. 


Wiesenbrunn 142, c6i. 


Zabelstein 142, 590. 


Wiesenthau 142, 562. 


Zeder, J. G. H., Stammbuch 688. 


Wieser 14.2 , ^6i. 


Zeiterlein 113. 142, 590a. 


Wildberg 142, 564. 


Zettwitz 142, 591. 


Wildbrechtsrod 142, 565. 


Ziegler, Jakob, Maler in Bamberg, Streit 


Wildenfels 62. 


gegen Jakob Zteglev den Jüngeren 572. 


Wildenstein 142 , 566. 


Zierotin 142, 592. 


Wildungen 142, 567. 


Zinf^el \ai 


Wimpfen 142, 568. 


Zink v. Herrnzinken 142, 594. 


Windeck 142, 569. 


Zobel v. Giebelstadt 142, 595. 


Windheim 142, 570. 


Zollner v. Birkenfeld 142, 596. 


Winkelhausen 142, 571. 


Zollner v. Brand 142, 


Winkler v. Mohrenfels 142, 572. 


Zollner v. Hallbtirg 142, 598. 


Winzingrod 142 , 573* 


Zollner v. Rotenstein 142, 599. 


Wipfeld 142 , 5 74. 


Zollern 142 , 600. 


Wirsberp* 1*12 c 7 < 


Zons, Monz, Rechenmeister zu Köln, Ein 


Wirtenbere 142, ^76. 


arithmetisch Exemplum ihm zu Ehren gelöst 


Wittstadt 142, 577. 


481. 


Wizleben 142, 578. 


Zorn v. Plobsheim 142, 601. 


Woide 142, 579. 


Zülnhart 142, 602. 


Wolff von Karsbach 142, 580. 


Zurhein 142, 603. 


Wolfskeel 142, 581. 


Zweyer 142, 604 



V. Register der früheren Besitzer der 
Handschriften. 



Abendantz, Carl Rudolf in Augsburg 380. 

Aufsees, Hans v. 158. 618. 

Banz, Benediktinerabtei 203. 

Bundschuh 118. 

Burger, Joh. Carl Sigm. 300. 

Dallinger, Ant. Paul, Medaillen -und Stein- 
schneider in Nürnberg 285. 

Dilherrin, Ursula Regina geb. Guglin 1728. 
108. 

Ebner I. 301. 

Ebner, Wilh. v. Eschenbach 265. 



Egidienkloster in Nürnberg 358. 
Eisner, Simon 42. 

Faber, Frider. pistor Coenobii Heylsbronn 42. 
Feuerlein, Joh. Konrad 55. 260. 261. 262. 473. 
Fraternitas S. Pauli in Haugis 22. 
Frauenholz, Joh. Friedr., Kunstsammler in 
Nürnberg. 

Fürleger, Tob. in Nürnberg geb. 1539. 256. 
Hagelsheimer, Sigmund, gen. Held in .Nürn- 
berg 359. 
Harsdörfer, Paul, Hauptmann 62. 



201 



Herdegen, Antiquar in Nürnberg 31. 

Hessberg, J. Sigm. 137. 

Höfel, Rechtsgelehrter in Schweinfurt 113. 

Hörle, Hofbildhauer in Mainz 188. 

Holzschuher, Rosina Helene v. 109. 

Karg v. Bebenburg 129. 130. 507. 

Keyl in Dresden 176. 257. 298. 

Kiefhaber H. S. 109. 

Klinger, Organist 157. 

Königsthal, Bibliothek 76. 

Kress von Kressenstein, Joh. Guilh. 249. 

Kunz, F. A. , Buchhändler in Bamberg 350. 

Lechner, J. L. S. , Buchhändler und Auctiona- 

tor in Nürnberg 54. 259. 
Liebheim, H. in Dresden 299. 
Mayer, Moriz Maximilian Dr., Archivsekr. in 

Nürnberg 328. 358. 



Oettingen, Graf v. 474. 

Palma, Dr. der Mediz. in Nürnberg 463. 464. 

465. 466. 
Richey in Hamburg 1703. 124. 
Salver, Registrator in Würzburg 4. 9. 26. 142 

'95- 233- 234—239- 
Schlosser, F. C., Ober -Schul- und Studienrat 

in Frankfurt 318. 
Schmidt, Joh. Mart. in Schweinfurt 113. 117. 

182. 

Schröppel, G., Conditor in Bamberg 240. 
Schwindeil, M. G. Jak. 28. 
Stark v. Reckenhof 2. 
Yiehbeck in Castell 616. 

Waldstromer, Chr. Jak v. Reichelsdorf 71. 83. 

Iii. 285. 
Zwinger 258. 508. 



Druck von C. Grumbach in Leipzig. 



61- B\oZ>9>S